Jakob - Die deutschen Auswanderer

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Das vorliegende Buch ist der ungewöhnlichen und wundersamen Geschichte der deutschen Kolonisten gewidmet, welche sich im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach einem erfüllten und besseren in verschiedene ferne Länder aufmachten. Die Darstellung ihrer wird vom Autor durch einzigartige Archivmaterialien und statistische Daten belegt.
Im Buch wird das grundsätzlich unterschiedliche Schicksal der deutschen Kolonisten in verschiedenen Staaten herausgearbeitet. Dieser Unterschied besteht darin, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sämtliche zum ehemaligen Ostblock gehörenden Länder Europas und Asiens verlassen hat, während sie in den Ländern Süd- und Nordamerikas blieben und sich dort praktisch vollständig assimilierten.
Worin liegt der Grund eines so unterschiedlichen Schicksals und Verhaltens der deutschen Kolonisten in diesen Staaten? Weshalb verliefen ihre Assimilierungsprozesse hier anders? Warum kehrten sie aus den einen Staaten massenweise nach Deutschland zurück, nachdem sich eine solche Möglichkeit ergeben hatte, während sie in den anderen Staaten dauerhaft sesshaft wurden und sich assimilierten?
Die Leser, die dem Autor bei der Beschreitung des Pfades der einzigartigen Geschichte der deutschen Kolonisten folgen, erhalten eine Antwort auf diese und viele weitere Fragen und lernen die ursprünglichen Hypothesen und Schlussfolgerungen kennen, welche das Buch hinsichtlich der unterschiedlichen Etappen im Schicksal der ethnisch deutschen Bevölkerung entwickelt.

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Die Monarchen dieser Länder folgten dem Beispiel des preußischen Königs Friedrich der Große, der nach seinen Vorgängern eine aktive Populationspolitik (Peuplierungspolitik) verfolgte und den Umsiedlern zahlreiche Privilegien gewährte, wodurch er ausländische und vor allem deutsche Staatsangehörige ins Land zu locken versuchte. Er befreite die ersten drei Generationen der ankommenden Kolonisten vom Kriegsdienst, senkte die Steuern und übernahm die Kosten für die Umsiedlung, die Bodenmelioration und den Bau von Wohnhäusern für sie. Für diese Ziele wandte er immense Mittel auf und bewies eine für jene Zeit einzigartige religiöse Toleranz, indem er den Neuankömmlingen materielle Unterstützung und die staatlich geschützte freie Religionsausübung zusicherte. Die aktive preußische Peuplierungspolitik, die bereits im 17. Jahrhundert mit dem Potsdamer Edikt begonnen hatte, dauerte ungefähr 150 Jahre und endete im 19. Jahrhundert mit dem Beginn der deutschen Industrialisierung.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts bildet die Emigration der deutschen Bevölkerung über den Ozean in die Länder Nord- und Südamerikas die wesentliche und beherrschende Strömung. Die Auswanderer aus Deutschland stellten auch zu dieser Zeit den Hauptanteil der Massenemigration, welche die Bevölkerung zahlreicher europäischer Staaten ergriffen hatte. Expertenangaben zufolge kehrten etwa 52 Millionen Menschen von 1824 bis 1924 in den Jahren der Massenemigration in die jenseits des Ozeans gelegenen Gebiete Europa den Rücken. In dieser Zeit entschieden sich von 1920 bis 1928 auch 5,9 Millionen deutsche Bürger für diese Richtung der Emigration. 89,8 % davon ließen sich in den USA nieder. Die deutsche Emigration in die jenseits des Ozeans gelegenen Gebiete vollzog sich in mehreren Phasen und dauerte ebenfalls ungefähr 150 Jahre bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

In diesem Buch wird der lange und gefahrenreiche Weg der deutschen Kolonisten in verschiedene weit entfernte Länder beschrieben. Die Zeit unterwegs war für sie durch Hunger, Kälte und zahlreiche Krankheiten gekennzeichnet. Die Beharrlichkeit und Besessenheit vieler tausend Menschen, die monatelang, ja manchmal jahrelang unterwegs waren, dabei Kinder, Angehörige und nahestehende Menschen verloren und dennoch ihre heißersehnten Ländereien erreichten, auf denen sie sich den Beginn ihres neuen Lebens erträumten, ruft schlichtweg Begeisterung hervor.

Die massenweise Emigration der deutschen Kolonisten hatte damals viele Ursachen. Das vorliegende Buch beruht auf dem Wesen dreier globaler Ursachen der Massenemigration. Diese lauten wie folgt:

• politische und ökonomische Schwäche der zahlreichen voneinander getrennten deutschen Staaten und Fürstentümer, Fehlen eines vereinigten Staates mit gemeinschaftlich organisierter Sicherung der Außengrenzen und einheitlichen Emigrations- und Zollgesetzen;

• fehlende koloniale Besitztümer aufseiten Deutschlands zu jener Zeit (während mehrerer anderen europäischen Staaten solche besaßen) und damit fehlende Möglichkeiten, diese für die Umsiedlung der eigenen „überschüssigen“ Bevölkerung zu nutzen;

• vergleichsweise später Beginn der industriellen Revolution im Land. Infolgedessen war die Möglichkeit, der schnell wachsenden ländlichen Bevölkerung eine Anstellung in den verschiedenen Industriebranchen zu bieten, nicht gegeben.

Diese globalen Ursachen bestimmten in wesentlichem Maße das Wirken und die Bedeutung der Ursachen zweiten Grades, zu denen verschiedene politische, religiöse, ökonomische und persönliche Auswanderungsmotive zu zählen sind. Die massenweise Ausreise der Deutschen nach Russland nahm mit Veröffentlichung der Manifeste der russischen Zarin Katharina II. (der Großen) in den Jahren 1762 und 1763 ihren Anfang. Darin rief sie ausländische Staatsangehörige zur Übersiedlung nach Russland auf. Sie garantierte ihnen das Recht auf freie Berufs- und Standortwahl, die Zuteilung fruchtbarer Ländereien, freie Religionsausübung und den Erhalt der eigenen Sprache, die Befreiung vom Kriegsdienst, Selbstverwaltung, finanzielle Unterstützung und Steuervorteile. Die Kolonisationspolitik Katharinas II. wurde von ihrem Sohn Pavel I. und insbesondere von ihrem Enkel Alexander I. fortgesetzt. Die Übersiedlung deutscher Staatsangehöriger nach Russland dauerte etwa 100 Jahre lang an. In dieser Zeit entstanden deutsche Siedlungen in den wilden Steppen des Wolgagebiets, in der Nähe von Sankt Petersburg und Woronesch, im Schwarzmeergebiet, in Bessarabien, in der Walachei, am Don, im Nordkaukasus und im Hinterland des Kaukasus, am Ural, in Sibirien, Kasachstan und Mittelasien. Die deutschen Siedlungen nannte man damals Kolonien, ihre Bewohner Kolonisten. Durch ihren langen und unablässigen Einsatz verwandelten sie die einst öden Steppengebiete und die wenig bis gar nicht erschlossenen Landstriche in wirtschaftlich entwickelte Gebiete mit blühenden Siedlungen und trugen insgesamt in erheblichem Maße zur allgemeinen Entwicklung Russlands bei, welches für sie zur Heimat geworden war.

Die gleichzeitig erfolgende, gesamtheitliche Auseinandersetzung mit Fragen, die die Übersiedlung der deutschen Kolonisten betreffen, ermöglichte es, allgemeine Merkmale und Besonderheiten dieses unter geografischen (in den Ländern Mittel-, Südost- und Osteuropas) und zeitlichen (sich in mehreren Etappen vollziehenden) Gesichtspunkten einzigartigen historischen Phänomens aufzuzeigen und darzustellen.

Das Buch stellt die These auf, dass zu jener Zeit ein harter Konkurrenzkampf um die deutschen Kolonisten stattfand, von dem die Bedingungen, zu denen sie von den Monarchen und Regierungen verschiedener Länder eingeladen wurden, direkt abhängig waren. Diese boten ihnen zahlreiche Vergünstigungen und Privilegien an. Dasselbe galt für die nicht immer legalen Vorgehensweisen und Methoden der zahlreichen Anwerber dieser Länder, welche die deutschen Übersiedler mit erlogenen Geschichten vom Paradies auf Erden und dem Land, wo Milch und Honig fließen, zu ködern versuchten. Aus heutiger Sicht und im Wissen um das tragische Schicksal, das viele Generationen der deutschen Kolonisten erlitten haben, kann man nur bedauern, dass Deutschland zu jener Zeit aufgrund des Fehlens eines einheitlichen Staates mit einheitlichen Dienstvorschriften und Emigrationsgesetzen nicht dazu in der Lage war, der eigenen Bevölkerung, die von den Monarchen vieler Länder gelockt und auseinandergetrieben wurde, selbst eine Perspektive zu bieten und sie zu verteidigen.

Eine wesentliche Besonderheit der untersuchten Massenemigration stellt die Tatsache dar, dass die deutschen Kolonisten nicht als Eroberer in den Zielländern auftauchten, sondern als Bauern, die von Monarchen und Regierungen zwecks der Erschließung und Verteidigung öder Landstriche eingeladen worden waren. Auf ihren Fuhrwagen und Flussschiff en führten sie keine Schusswaffen mit sich, sondern Pflüge, Saatgut, reinrassiges Vieh und Pferde. Als Waffe dienten ihnen die zumeist vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen im Ackerbau und das riesige Verlangen, das Ödland in fruchtbare Ländereien zu verwandeln, auf denen sie ein glücklicheres Leben beginnen wollten.

Die Aufgaben, mit denen die Kolonisten sich konfrontiert sahen, wurden nach vielen Jahren harter Arbeit und zahlreichen Prüfungen schließlich erreicht. Sie verwandelten die Sümpfe Preußens und Ungarns in fruchtbare Ländereien und erschlossen in Russland die öden Landstriche an der Wolga, am Schwarzmeerufer, im Kaukasus, in Sibirien und in Mittelasien. Sie befreiten riesige Territorien wilder Dschungelgebiete, die daraufhin zu fruchtbaren Ländereien Brasiliens wurden, von Steinen und Bäumen, sie bauten Straßen und Bewässerungskanäle und erschlossen neue Landstriche in Argentinien. In all diesen Ländern entstanden Tausende blühender, komfortabel eingerichteter und wirtschaftlich erfolgreicher deutscher Siedlungen. Allgemeine Faktoren in den Zielländern waren eine schwierige Anfangszeit, der Tod zahlreicher Kolonisten aufgrund von Krankheiten

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