Wiebke Hein - Bleicher Jasmin

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Einmal in China leben? Helen freut sich auf ein Abenteuer. Davon kriegt sie dann doch zu viel, denn der plötzliche Tod ihrer Nachbarin wirft einen Schatten auf das Idyll in der Fremde: vielleicht ist doch nicht alles so unbeschwert und arglos, wie es scheint? Aber was geht es Helen an? Auf keinen Fall will sie in das Wespennest von ehrgeizigen Geschäftsleuten, gelangweilten Nachbarn und dynamischen Müttern stechen. Doch bald schon entwickeln sich die Dinge so, dass ihr keine andere Wahl bleibt.
Natürlich ermittelt man als Hausfrau und Mutter besser sehr diskret. Doch im Kreis der Ausländer bleibt vieles nicht lange geheim. Wenn man freundlich nachfragt, erfährt man immer etwas: beim Ausflug mit dem Elternbeirat zu einem Kloster in die Berge ebenso wie beim Wandern auf der Chinesischen Mauer; beim Kaffee mit den Damen vom Yoga genauso wie beim teuren Mineralwasser im Penthousebüro des Investmentfunds mit Blick auf die Verbotene Stadt.
Die Nachforschungen führen durch Pekings weite Strassen und enge Hutongs, in protzige Villen und kulinarische Tempel. Was lauert hinter den gepflegten Fassaden? Mit was für Leuten hat man es eigentlich zu tun, wenn man in die weite Welt zieht? China ist gross und der Fall verzwickt, doch wenn man sich nicht immer an alle Regeln hält, kann man fast alles erreichen!

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„Was?“ murmelte Helen ausweichend. In kurzen Worten schilderte sie nur das Notwendigste und wiegelte ab: “Ich bin auch kein Arzt, aber sie sah nicht gut aus. Deshalb haben wir schnell die Wachleute geholt, die sind doch dazu da, um uns zu helfen. Keine Ahnung, was das Protokoll für solche Notfälle in China ist.“ Die anderen nickten mitfühlend.

Schon die Verlängerung des Visums war ein langatmiger Prozess, Ärger mit den Behörden wollte man auch keinen Fall. Da war es besser, sich rauszuhalten. Gleich hatte jede eine Geschichte, wie sie einmal in China in einer Situation war, wo sie nicht wusste, an wen sie sich wenden sollte „... hatte einen Kratzer in meinem neuen Auto auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt... Versicherung melden...“ Helen hörte dem Geschnatter gar nicht so recht zu, nur fiel ihr auf, dass die blonde Dünne fast gar nichts sagte. Die war doch sonst so gesprächig und konnte gar nicht genug zu jedem Thema wissen. Sie schien nachdenklich zu sein, sie schaute auf Coras Haus und dann auf die Polizeiautos und schien mit sich zu ringen. „Hast Du denn da drinnen irgendwas gesehen?“

Mit einem Schlag war es wieder still. „War das vielleicht ein Einbruch gewesen? Ich habe ja gehört, dass es in letzter Zeit wieder mehr Diebstähle geben soll. Vielleicht hat Cora einen Einbrecher überrascht?“. Wie kamen die denn jetzt auf Einbruch? War doch kein Kampf nirgends zu sehen gewesen. Helen wunderte sich, aber dann fiel ihr wieder ein: Ach ja, sie hatten ja nicht die Ausführungen der Wachleute verstehen können.

Wenn sie selbst schon in China oft viel nicht verstand, die meisten dieser Damen hatten noch weniger Zugang zu Informationen. Sie konnten nur das wissen, was ihnen jemand übersetzt hatte. So fasste Helen noch einmal zusammen: „Kein Blut drinnen, alles wie immer, glaube ich. So oft war ich ja nicht bei Cora gewesen.“

“Helen, frag Du doch noch mal nach, was eigentlich passiert ist! Du sprichst doch so gut Chinesisch, Dir verraten sie vielleicht was!“ Eigentlich hatte Helen nur wenig Lust, gleich mit dem nächsten Gefallen wieder in den nächsten Ärger zu rutschen. Aber Helen war froh, von dem aufgeregten Haufen wegzukommen und neugierig war sie ja leider auch immer.

Als sie sich einen Plan zurecht legen wollte, sah sie zufällig den strengen Polizisten, der vorhin ihre Aussage aufgenommen hatte. In der Aufregung hatte sie vergessen, sich seinen Namen zu merken. Da kam ihr ein listiger Einfall: „Entschuldigen sie, ich wohne ja gegenüber. Falls mir noch was einfallen sollte, würde ich sie gerne anrufen. Kann ich ihre Karte haben?“ Der Polizist sah sie misstrauisch an, gab ihr aber gleich seine Visitenkarte: „Das hier ist reine Routine, ich komme immer, wenn es einen Todesfall bei den Ausländern gibt. Was soll ihnen denn noch einfallen?“ Er lächelte nicht.

Gute Frage. Nur nicht die Aufmerksamkeit des Apparates auf sich ziehen. Helen wollte ja nicht Stunden auf der Polizeistation verbringen. Schnell antwortete sie zahm: „Um ehrlich zu sein, ich habe noch nie jemanden gesehen, der vielleicht tot ist. Das macht mir Angst. Da wollte ich gerne die Telefonnummer von einem von der Polizei haben. Nur zur Beruhigung meiner Nerven.“ Der Polizist schaute nun fast schon freundlich. Eine harmlose Frau in Angst, da werden auch Polizisten nachgiebiger. Sofort fasste Helen Mut und probierte ihr Glück: „Was ist denn eigentlich mit Cora? Ist sie denn....?“

Der Polizist nickt ernst. „Was ist denn passiert? Sie sah ja nur schlafend aus?“ Er durfte ja nichts bekanntmachen; aber wenn sich so eine etwas beschränkte Nachbarin nun mal vor dem Tod fürchtet, und so arglos ihm in die Augen schaut, da wird er sie ja doch beruhigen können: „Wir nehmen an, dass sie vielleicht zu viele Schlaftabletten genommen hat. Wir haben Valium in ihrem Badezimmer gefunden. Aber mehr lässt sich noch nicht sagen. Das wird alles seinen korrekten Ablauf nehmen. Entsprechend unserer regulären Vorschriften. Ich muss jetzt auch...“

Helen versuchte noch etwas verängstig auszuschauen, bedankte sich freundlich und steckte die Visitenkarte in ihren Geldbeutel. Ungläubig murmelte sie zu sich selbst: “Valium. Cora stirbt wie ein Popstar an einer Überdosis Schlaftabletten. Ganz schön glamourös. Aber es passt.” Immer musste Cora sich dramatisch in Szene setzen. Das hatte sie auch schon immer an ihr genervt.

Niemals konnte bei ihr etwas ganz normal sein, immer war alles übertrieben. Ihre Ayi war eine hinterhältige Betrügerin, die sie ständig kontrollieren musste. Ihre Tochter war eine elegante Prinzessin, die ihre so warme mütterliche Liebe aber kalt zurückwies. Selbst eine Einkaufstour zum Antiquitätenmarkt musste bei Cora immer mit viel Augenrollen und großen Gesten erzählt werden: “Stellt Euch vor, da hatte ich bei meinem letzten Besuch diesen fantastisch talentierten Künstler kennen gelernt, der war so interessant und hatte tolle Ideen. Das müsstet ihr sehen! Dessen Bilder haben mir gleich total gefallen. Aber natürlich genau das eine Bild, was mir am besten gefallen hatte, das musste einen hässlichen Wasserfleck haben - ihr wisst ja, wie die die Sachen dort lagern! Er war so wunderbar freundlich und hat gesagt, ich kann das in einer Woche ohne Wasserfleck bei ihm kaufen. Er würde mir ein neues malen, sogar in den Farben die mit meinen neuen Sofakissen harmonieren. Nun hatte ich extra angerufen und er hat mir versprochen - versprochen! - da zu sein. Ich bin also eine Stunde lang durch die ganze Stadt gefahren. Und heute war nur dieser Ersatzfahrer da - und wie der fährt, da wird einem ganz schlecht. Der kann ja überhaupt nicht kuppeln. Also nach einer Stunde komme ich dort mehr tot als lebendig an, und was glaubt ihr? Natürlich war der Typ nicht da. Links und rechts, keiner kann englisch und niemand kann mir sagen, wo der ist. Ans Telefon geht er auch nicht. Man kann sich einfach auf keinen Chinesen verlassen! Da habe ich mir eben diese Statue gekauft. Die ist doch auch super, oder? Die passt einfach unglaublich gut in unser altes Ferienhaus in Frankreich.” Helen konnte gar nicht so viel Zucker essen, um das alles zu ertragen.

Nun musste selbst der Tod von Cora wieder so eine Inszenierung sein. Mit einem Mal fühlte sie sich ganz schön erschöpft. Zu den wartenden Yogafrauen sagte sie erst einmal: „Er durfte mir nichts sagen. Ich habe aber seine Karte, nur für denn Fall.“ Das mit dem Valium musste ja erst einmal nicht durch die ganze Gemeinschaft getratscht werden. Ob sie Cora nicht diesen letzten Triumph eines skandalösen Geschichte gönnte, oder ob sie ihr wirklich leid tat, wusste Helen selbst nicht zu sagen.

Schnell ging Helen in ihr Haus. Erleichtert schloss sie ihre Haustüre. Vom Küchenfenster aus sah sie, wie immer noch mehr Menschen sich ansammelten. Und dann kam auch irgendwann der Leichenwagen. Ganz schön endgültig so ein Tod! Die meisten Nachbarn ziehen ja nur weg. Dass einer so einfach neben dir stirbt? Helen brauchte erst einmal einen Kaffee und einen Schokoriegel auf den Schrecken. Gut, dass sie “für die Kinder” immer Süßigkeiten im Haus hatte.

In ihrem Kopf kreisten die Eindrücke und Fragen. Eigentlich hatte sie für heute noch ganz schön viel vorgehabt. Aber wenn man eine Tote gesehen hatte, konnte man ja nicht gleich die Küche aufräumen. Ein echtes ganzes Leben war im Haus gegenüber zu Ende gegangen. Egal was sie von Cora gehalten hatte, so ganz alleine in einem luxuriösen Haus in einem Land so fern der eigenen Heimat zu sterben. Das war doch irgendwie schrecklich.

Jetzt brauchte sie erst einmal Pause. Am liebsten würde sie das mit Ruth besprechen, die war herrlich neutral und hatte schon viel erlebt. Aber sie wollte sie mit so einer Geschichte auch nicht vor dem wohlverdienten Urlaub belästigen. Die hatte es wirklich verdient, sich einmal zu entspannen.

Helen war ganz bedrückt, wenn sie sich das vorstellte: einfach so aus dem Leben zu gleiten, ohne dass jemand dabei war, den man liebte. Ja, es war ein bisschen peinlich und die Kinder lachten immer über sie, aber sie guckte gerne romantische Filme. In den rührseligen Filmen war das doch immer die rührendste Szene, wenn Leute auf dem Totenbett noch einmal ihre letzten Worte sprachen. Jetzt wusste Helen, was sie vorhin noch gewundert hatte: lag da ein Abschiedsbrief? Cora musste doch sonst immer mit allen quatschen. Ausgerechnet beim Sterben sollte sie jetzt so still geblieben sein? Cora war ganz sicher nicht der Typ für einen stillen Abschied. Überhaupt: warum sollte Cora sterben wollen?

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