Markus Falk - Die Impfdebatte

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Impfungen betreffen jeden einzelnen von uns. Steht man vor der Impfentscheidung, dann kommt man ins Nachdenken. Es geht hierbei nicht darum für oder gegen Impfungen zu sein, sondern darum für sich selbst die beste Entscheidung zu treffen. Impfungen haben zwei Seiten und es gilt in die Belange der Allgemeinheit und jene des Einzelnen zu unterscheiden. Dass dies zu einem Spannungsfeld führen kann, liegt auf der Hand und wir debattieren über Impfungen nun schon fast 300 Jahre lang. Dass die Impfdebatte auch notwendig sein kann, damit Kosten und Nutzen von Impfungen sich die Waage halten, wurde bisher kaum behandelt und hier unterscheidet sich dieses Buch von anderen. Es geht darum möglichst neutral über Impfungen zu informieren, sodass sich jeder ein allumfassendes Bild über die Problematik verschaffen kann. Dies ist für die eigene Entscheidungsfindung von wesentlicher Bedeutung und hierauf wird in diesem Buch ausführlich eingegangen.

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Die Reaktionen auf d’Alemberts Vortrag und Artikel waren zweierlei. In medizinischen und theologischen Kreisen fand er große Anerkennung. Auch aus dem Ausland bekamen seine Aussagen viel Zuspruch und Übersetzungen seiner Artikel wurden europaweit publiziert. Von den französischen Impfbefürwortern hingegen hagelte es heftige Kritik. Bernoulli, der von Diderot unterstützt wurde, fühlte sich zudem persönlich angegriffen und der Streit sollte noch zahlreiche Jahre anhalten. Dieser führte zudem auch zum Bruch zwischen d’Alembert und Diderot, der ihm Ignoranz unterstellte. Auch andere Befürworter sahen in d‘Alemberts Aussagen einen Verrat an der Sache und befürchteten, dass diese als Dolchstoß gegen die Inokulation anzusehen wären. D’Alembert hatte also in ein Wespennest gestochen und es zeigte sich bereits damals, dass ein Vernunftansatz kaum umsetzbar war.

Wie verfahren alles war, kann man auch an der lang anhaltenden Debatte an der Pariser Fakultät für Medizin zur Inokulation ablesen. Diese war 1763 - nach dem Inokulationsverbot in Paris - vom Parlament aufgefordert worden die Risiken der Inokulation zu beurteilen und das Verbot zu bewerten. Selbst nach einem Jahr war keine Lösung in Sicht. Fast jede Abstimmung wurde verschoben, immer neue Beweise dafür und dagegen vorgebracht, sodass auch ohne Urteil aber Duldung der Fakultät, 1764 mit der Inokulation fortgefahren wurde. Die Diskussion riss damit nicht ab, wurde aber vom Faktischen überholt. Im Jahr 1774 verstarb König Ludwig der XV an den Pocken und sein Nachfolger Ludwig der XVI, verheiratet mit Marie Antoinette, Tochter von Kaiserin Maria Theresia und in der Kindheit bereits an den Pocken erkrankt, beschloss sich selbst und seine Brüder inokulieren zu lassen. Hiermit war nun auch ohne endgültige Entscheidung der medizinischen Fakultät klar geworden, dass man einfach selbst eine Entscheidung treffen muss. Sein Beispiel fand breite Nachahmer.

In der Zwischenzeit hatte sich die Einstellung zur Inokulation geändert und die Sicherheit der Verfahren deutlich verbessert. Die Ansteckung noch nicht Immunisierter durch Inokulierte war aber nach wie vor das größte Problem und man versuchte mit Vorschriften gegenzusteuern. Zudem waren noch immer ganz unterschiedliche Techniken in Verwendung, von denen man nicht sagen konnte, welche die beste war. Die Suttons in England warben mit einer vereinfachten und sicheren Inokulationstechnik. Der Inokulator Gatti in Italien tat ähnliches, der nur mehr mit einem getränkten Faden inokulierte und dies war jedoch, wie sich später zeigte, oft unwirksam. Geld spielte ebenfalls eine Rolle, denn das Inokulationsgeschäft konnte einträglich sein. Die Suttons gaben an von 1764-1766 an die 20.000 Personen inokuliert zu haben, was ihnen das Vermögen von 10.400 damalig Pfund einbrachte, also ca. 2 Pfund pro Inokulation [7]. Eine Familie hatte damals ein Monatseinkommen von 4 Pfund.

Mangelnde Hygiene, fehlende Schulung und Praxis, sowie die Übertragung anderer Infektionskrankheiten führten jedoch nach wie vor oft zu Komplikationen.

Wie Abbildung 6zeigt, kann trotz Inokulation keine Abnahme der Pockentodesfälle in London festgestellt werden. Gemessen an der Gesamtbevölkerung war der Anteil der Inokulierten zwar klein, da sich viele diese einfach nicht leisten konnten. Man hätte aber, bei einer angenommenen hohen Wirksamkeit, eine - wenn auch kleine - Veränderung erwarten können. Die Ansteckung durch Inokulierte kann hier einer der entscheidenden Faktoren gewesen sein. Dass die Inokulation nicht ewig Bestand haben konnte, liegt auch daran, dass man immer Pockenkranke für das Inokulationsmaterial benötigte und dieses Problem wurde erst durch die Einführung der Impfung um 1796/1798 gelöst, indem man anstelle der menschlichen Pocken nun Pockenmaterial von Kühen verwendete. Deshalb auch der Namen Vakzination von Vacca gleich Kuh.

Die englische und französische Debatte wurde in ganz Europa mitverfolgt und zahlreiche Journale berichteten darüber und brachten Übersetzungen einzelner Artikel. Seitens der Befürworter wurde hauptsächlich der Nutzen betont und man führte prominente Testimonials ins Feld. Gegner hingegen dämonisierten und brachten Gerüchte in Umlauf. Die eigentlich wichtigen Fragen blieben dabei gerne auf der Strecke. Wie sicher ist das Verfahren? Welche Technik soll eingesetzt werden? Konnten auch andere Krankheiten übertragen werden? Wie lange hält der Schutz, und was kann man eigentlich empfehlen?

Abbildung 6 Entwicklung der Pockentodesfälle bezogen auf die Periode 172130 - фото 7

Abbildung 6: Entwicklung der Pockentodesfälle bezogen auf die Periode 1721-30, London 1721-1800. In der ersten Periode 1721-30 beginnt alles bei 1. Dies hat den Vorteil, dass man verschiedenen Größenordnungen und Einheiten gemeinsam beurteilen kann. Werte größer als 1 zeigen einen Anstieg verglichen mit der ersten Periode und sonst einen Abfall. Der Anteil der Pocken unter den Todesfällen (rot) stieg von 1741-1750 bis 1751-1760 deutlich an, da die Zahl der Pockentodesfälle zunahm, wohingegen die Gesamtzahl der Todesfälle abnahm, obwohl London zu dieser Zeit stark wuchs. Gründe hierfür lassen sich im Nachhinein kaum ermitteln. Vermutet wurde ein Anstieg der Letalität oder eine Zunahme der Pockenfälle durch Inokulierte.

Diese Diskussion erleben wir nun schon seit 300 Jahren und sie wird einmal heftiger und einmal weniger heftig geführt. Die Angst der Befürworter durch Diskussion möglicher Schäden nur Verunsicherung herbeizuführen, veranlasst diese, jegliche Kritik bereits im Keime zu ersticken, ob gerechtfertigt oder nicht, und weckt bei den Gegnern Misstrauen, das dann jene dazu veranlasst, ebenfalls angstgesteuert, mit allen Mitteln dagegen zu halten. All dies führt zu einer zunehmenden Polarisierung und Verhärtung der Fronten - ohne Aussicht auf Lösung.

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