Markus Falk - Die Impfdebatte

Здесь есть возможность читать онлайн «Markus Falk - Die Impfdebatte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Impfdebatte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Impfdebatte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Impfungen betreffen jeden einzelnen von uns. Steht man vor der Impfentscheidung, dann kommt man ins Nachdenken. Es geht hierbei nicht darum für oder gegen Impfungen zu sein, sondern darum für sich selbst die beste Entscheidung zu treffen. Impfungen haben zwei Seiten und es gilt in die Belange der Allgemeinheit und jene des Einzelnen zu unterscheiden. Dass dies zu einem Spannungsfeld führen kann, liegt auf der Hand und wir debattieren über Impfungen nun schon fast 300 Jahre lang. Dass die Impfdebatte auch notwendig sein kann, damit Kosten und Nutzen von Impfungen sich die Waage halten, wurde bisher kaum behandelt und hier unterscheidet sich dieses Buch von anderen. Es geht darum möglichst neutral über Impfungen zu informieren, sodass sich jeder ein allumfassendes Bild über die Problematik verschaffen kann. Dies ist für die eigene Entscheidungsfindung von wesentlicher Bedeutung und hierauf wird in diesem Buch ausführlich eingegangen.

Die Impfdebatte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Impfdebatte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Betroffen waren alle Gesellschaftsschichten und es gab bald auch Erkrankungen und Todesfälle unter berühmten Persönlichkeiten. Erwähnt seien lediglich die Erkrankungen von Mozart, Goethe, Kaiserin Maria Theresia und die Todesfälle von Edward VI (1553), Zar Peter II (1730) und Ludwig XV (1774). Da oft ganze Thronfolgen durch Erkrankungsfälle zunichte gemacht wurden, waren die Pocken unter Adeligen besonders gefürchtet. Zudem wurde so manches Gesicht durch Pockenarben entstellt, was bei Frauen am Hofe - aber auch sonst - nicht gerade gut ankam.

Der erste genaue Bericht über die Vorgangsweise bei der Inokulation wurde 1714 vom griechischen Arzt Timoni, der in Oxford ausgebildet wurde, publiziert („An Account or History of the Procuring the SmallPox by Incision, or Inoculation; as it has for some time been practised at Constantinople"). Er zeigte darin auf, wie in Konstantinopel bereits seit einiger Zeit Menschen mit Pocken inokuliert wurden. In einer Übersetzung ist zu lesen [7]: „Man nehme flüssigen Blatternstoff von einem Falle diskreter Pocken, mische diesen mit dem Blute einiger leichter Stichwunden, die mit einer dreikantigen chirurgischen Nadel am Ober- oder Vorderarm angelegt würden, und bände zum Schutz eine Walnussschale über die Operationsstelle. Es folge dann eine sehr leichte Erkrankung, bei der die Inokulierten sich kaum unwohl befänden.“

Erstaunlich ist, dass diese Inokulation nur eine leichte Erkrankung auslöste, denn wie man später an Masern mit dem gleichen Verfahren testete, kam es dort immer zur vollen Erkrankung. Offenbar lief bei den Pocken die Vermehrung des Virus bei Inokulation verlangsamt ab, sodass das Immunsystem ausreichend Zeit fand, um gegen dieses vorzugehen.

Weitere Detailberichte folgten (1715 Arzt Peter Kennedy Schottland, 1716 Arzt Pylarini Venedig), wurden lebhaft in London diskutiert und die Frau des britischen Botschafters Lady Mary Wortley Montagu ließ 1718 in Konstantinopel, unter Beobachtung des Wundarztes Maitland, ihren Sohn mit Erfolg inokulieren. Nach ihrer Rückkehr nach London wurde 1721 ihre Tochter dann durch Maitland selbst inokuliert. Der Erfolg erweckte das Interesse der Prinzessin von Wales, die zuvor ihre Tochter durch die Pocken verloren hatte. König Georg I. ordnete deshalb weitere Versuche an (7 zum Tode verurteilte Personen, 11 Waisenkinder und einige weitere Personen), die alle ohne Schaden verliefen, sodass 1722 der königliche Leibarzt Sloane die Enkelinnen des Königs und die beiden Prinzessinnen Amalia und Carolina durch einen Wundarzt inokulieren ließ. Der günstige Verlauf ermutigte in Folge zahlreiche weitere Adelsfamilien zur Inokulation. Dies führte aber bald darauf zu den ersten Opfern. Der 2-Jährige Sohn des Earl of Sunderland und der 19-Jährige Diener des Lord Bathurst verstarben beide kurz nach der Inokulation, sodass auch Vorbehalte aufkamen und die Verbreitung der Methode nur langsam vorankam (bis 1729 vermutlich um die 900 Inokulationen in England).

Das Interesse für die Inokulation war aber nach wie vor ungebrochen und schon bald war das Lager in Befürworter und Gegner aufgespalten.

Damit begann die nun schon seit 300 Jahren anhaltende Impfdebatte.

2.2. Ursprung der Impfdebatte

Impfungen und die Debatte darüber sind untrennbar miteinander verbunden. Es gilt sicherzustellen, dass Impfungen wirksam und sicher sind, sodass sie allgemein empfohlen werden können. Zudem ist auch die Dauer des Impfschutzes von Belang.

Historisches kann nur als Abbild wiedergegeben werden. Wie bei einem Portrait darf es schon mal etwas schöner eingefärbt sein als es eigentlich war. Will man aber genauer verstehen, wie sich die Dinge zugetragen haben, dann muss man schon mal den Lack etwas abkratzen. Vieles, das in diesem Kapitel vorgebracht wird, kann in noch mehr Details in der Dissertation von Heiko Pollmeier „Die französische Debatte über die Einführung der Blatterninokulation (1754-1774)“ [35] nachgelesen werden.

Wir schreiben das Jahr 1722 und befinden uns in der Zeit der Aufklärung und es gab in Europa einen Krieg nach dem anderen. Bis zur Französische Revolution 1789 ist es noch etwas hin und in Europa hatte die Kirche, sowie Ludwig XV. (Frankreich), - der Sonnenkönig (XIV.) war kurz zuvor verstorben -, Georg I. (ein Deutscher in England), Karl VI. (röm.-dt. Kaiser und Erzherzog von Österreich) nach dessen Tod Maria Theresia um Österreich stritt, Peter I. („der Große“, Russland) wurde bald darauf von Katharina II. der noch größeren getoppt, Philipp V. (Spanien, der sich gegen die Habsburger durchsetzte), Maximilian II. (Bayern) und Friedrich Wilhelm I. („Soldatenkönig“, Preußen) das Sagen.

Der Begriff Wissenschaftler ist noch nicht so richtig in Verwendung, „scientist“ kommt erst ca. 100 Jahre später in Gebrauch, und man nennt diese Leute eher Gelehrte oder eben Mathematiker, Physiker oder Arzt. Da man vom Rechnen und Nachdenken nicht leben kann, bemühte man sich um einen Lehrstuhl oder war auf Mäzene angewiesen und einige europäische Königshäuser, vor allem Preußen und Russland, hielten sich eine Vielzahl von Wissenschaftlern an ihren Höfen bzw. Landesuniversitäten. Der Konkurrenzkampf war groß, der Neid an der Tagesordnung und man diskutierte nicht, sondern führte Debatten und Dispute. Es galt noch viel zu entdecken. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung war erst vor kurzem geboren, die Kombinatorik versuchte sich nun auch außerhalb des Glücksspiels zu etablieren und die schließende Statistik (Aussagen über Grundgesamtheiten) war noch nicht in Sicht.

Die ersten erfolgreichen Inokulationen in England führten zu einer kurz anhaltenden Euphorie unter dem Hochadel, sodass sich dort viele inokulieren ließen. Nach den ersten Todesfällen kam es aber bald zur Auseinandersetzung und es folgten in rascher Abfolge diverse Abhandlungen für oder gegen das Inokulieren. Wie sich letztendlich herausstellte, und dies muss nicht der Wahrheit entsprechen, wird aber so wiedergegeben, waren die ersten Todesfälle anderen Ursachen geschuldet.

Maitland, Wundarzt und deshalb im Rang niedriger als Ärzte, sah sich veranlasst für die Inokulation einzutreten, denn er befürchtete, dass durch falsche Informationen diese zu Unrecht in Ungnade fallen könnte und berichtete ausführlich über 40 von ihm erfolgreich durchgeführte Inokulationen. Auch von amerikanischer Seite gab es Unterstützung. Inokulationen in britischen Kolonien an Siedlern und Sklaven waren durchaus erfolgreich und es galt die Prämisse „sicher und nützlich“, sowie „rechtmäßige Praxis“. Besonders Ärzte und Theologen leisteten jedoch Widerstand.

Man erkannte, dass Inokulierte anderen gegenüber ansteckend sind, fürchtete die Einführung einer unerprobten Methode und kritisierte die Unvereinbarkeit der Inokulation mit dem göttlichen Plan. Einige Ärzte begannen ganz offen Inokulationen zu diffamieren, bezeichneten sie als Mode und stritten deren Wirksamkeit ab. Die freiwillige Gefährdung des eigenen unversehrten Körpers für die Abwendung einer Erkrankung, die manchmal erst Jahre später, wenn überhaupt, auftreten kann, war das gewichtigste Gegenargument. Klarerweise gab es auch damals schon Fake-News. So wurde beispielweise behauptet, dass es den ersten beiden inokulierten Prinzessinnen nach der Inokulation gesundheitlich wesentlich schlechter ging als zuvor und die englische Presse veröffentlichte mit Sensationsgier jeden nach Inokulation aufgetretenen Todesfall. Zunehmend kam auch Kritik an den inokulierenden Wundärzten auf. Oft würde das Geschäft eher geschätzt als die Sorgfalt und auch die Befürworter konnten der aufkommenden Geschäftemacherei nichts Gutes abgewinnen.

Die Debatte verschärfte sich zunehmend und Mathematiker wie Ärzte steuerten erste Berechnungen zur Letalität (Sterblichkeit Erkrankter) der Pocken bei, die zunächst auf 9% bis 10% und später von der Royal Society, mit eigens landesweit gesammelten Daten, dann auf 18% beziffert wurde, wohingegen man für die Inokulation eine Sterblichkeit von 1% ermittelte. Auch wurden erstmals Raten miteinander verglichen und der Begriff Risiko mathematisch gefasst. So wurde das Risiko an Pocken zu versterben ohne Inokulation als 10-mal höher angegeben. Auch wenn die Datenerhebung 1727 eingestellt wurde, fanden diese Daten 30 Jahre später in Frankreich noch immer Verwendung.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Impfdebatte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Impfdebatte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Impfdebatte»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Impfdebatte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x