Elisa Scheer - Vergessene Zeit

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Melanie soll für einen Sammelband «Mörderische Weihnachten» eine Kurzgeschichte verfassen, trödelt aber uninspiriert durch die Augusthitze, bis ihre entnervte Lektorin sie in eine einsame Hütte am Eulenburger See verbannt. Nach einem heftigen Unwetter findet Melanie dort einen jungen Mann, der an Amnesie leidet und möglicherweise entführt worden ist. Damit, dass sie ihn bei der Polizei abliefert, ist der Fall aber nicht erledigt – ihr «Findelmann» bittet sie, bei der Aufklärung des Falls zu helfen, damit er seine rätselhaften Alpträume loswird. In mühsamer Kleinarbeit tragen die beiden die einzelnen Mosaiksteinchen zusammen, verlieben sich ineinander und stehen schließlich zusammen der Leisenberger Kripo verblüfft vor der Lösung.

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Wir fanden mit Mühe und Not noch einen Platz für unsere Handtücher und streckten uns aus. „Man sieht, wie fleißig du warst“, spottete Jörg.

„Woran?“, fragte ich träge. War das heiß! „Du bist verdächtig braun. Bist du sicher, dass du schon was geschrieben hast?“

„Ja, verdammt. Ungefähr zehn Entwürfe, einer dümmer als der andere. Höhne nicht, schmier mich lieber ein!“

Ich hielt die Flasche hoch; Jörg rieb mir rasch und geschickt den Rücken und die Beine ein und gab mir einen liebevollen Klaps auf den Hintern.

„Tausend Dank. Wie geht´s denn bei dir voran?“

„Ganz ordentlich. Ich bin schon beim letzten Kapitel.“

„Kunststück“, murrte ich und ließ den Kopf auf die verschränkten Arme fallen, „so was könnte ich auch schreiben. Tastenkombinationen, Pull-down-Menus... du musst dir wenigstens nichts ausdenken. Textverarbeitung ist einfach so, wie sie eben ist.“

„Stimmt. Weißt du noch, als die Dammerer in der K 13 plötzlich mit dem Kreativen Schreiben angefangen hat? Ich war so was von fertig und musste dir eine Story abkaufen. Da hattest du doch jede Menge Geschichten?“

„Es ist ein Unterschied, ob bloß die Dammerer den Quatsch gelesen hat oder Kathrin. Die ist so was von streng! Und wenn sie mir was durchgehen lässt, muss es der Falkenstein noch lange nicht tun. Der schreibt selbst, der weiß wirklich, was er sagt.“

„Und wenn die Kritik berechtigt ist, tut sie am meisten weh“, bestätigte Jörg und drehte sich auf den Rücken. Ich legte mich auf die Seite, um ihn ansehen zu können.

„Da hast du verdammt Recht. Und gerade so Worte wie unoriginell oder vorhersehbar sind besonders niederschmetternd. Man möchte doch gerne das ganz Neue und Unerwartete produziert haben.“

„Ja... Oder dass jemand sagt Endlich mal ein Handbuch, mit dem man etwas anfangen kann! Was ich schreibe, ist immer nur eins von vielen – aber man kann davon leben.“

„Leben kann ich davon auch. Und wenn ich noch drei, vier richtig gute Romane nachschiebe, dann kann ich sogar gut davon leben. Ein Roman ist einfacher, finde ich.“

„Ehrlich?“

„Ja, ich hab doch nur fünfundzwanzig Seiten – wie soll ich da alle Personen entwickeln? Und wenn man sie nicht kennt, kann man nicht mit überlegen, wer es nun gewesen ist.“

„Weniger Personen?“

Ich erzählte ihm meinen Entwurf. Jörg brummte faul, aber ich wusste, dass er zuhörte. Guter Kumpel – schon seit der Kollegstufe! Sicher, zwischendurch waren wir auch mal mehr als Kumpels gewesen, ganz kurz, aber das hatte sich, so nett es gewesen war, nicht wirklich bewährt. Ich liebte andere, er liebte andere, und wir blieben die besten Freunde. Vielleicht war es aber ganz gut, dass die Neugierde aufeinander weg war. So konnten wir uns trösten, wenn einer von uns festhing oder wenn einer von uns (meistens er) Liebeskummer hatte, und miteinander ins Kino gehen, Ludwigskron und den Kunstbau unsicher machen, uns im Herzoglichen Theater über avantgardistische Inszenierungen wundern und die Eiskarten rauf und runter futtern.

„Ich finde, das hört sich nicht schlecht an“, fasste er dann zusammen, „und wer soll jetzt von wem umgenietet werden?“

„Das weiß ich eben noch nicht so recht. Ich dachte zuerst, dieser Thomas, da haben alle ein Motiv, nur diese Sandra zunächst nicht.“

„Dann war die es“, stellte er fest und räkelte sich in der Sonne.

„Ja, zum Teufel. Das ist zu einfach, was?“

„Schon. Kannst du nicht so anfangen und dann abbiegen? Dass es doch einer von den Verdächtigen war, aber aus einem anderen Grund?“

„Hm...“ Die Hitze machte müde. Nein, jetzt gab es nicht schon wieder ein Schläfchen! Ich rappelte mich auf, trabte zum Ufer und stakste über die spitzen Kieselsteine in die lauwarme Brühe, bis ich mich platschend fallen lassen konnte. Mäßig erfrischend, aber besser als nichts. Und weiter draußen wurde das Wasser auch kälter.

Mit fielen beim Schwimmen die irrsten Geschichten ein, man konnte jemandem, der immer auf einer Luftmatratze im Wasser zu treiben pflegte, ein ganz kleines Loch... und dann der Atlantik bei einsetzender Ebbe... es zöge ihn sofort hinaus, ablandige Strömung...

Oder salmonelleninfiziertes Eis – naja, nicht so toll. Oder die Sache mit dem Salzblock am Bein – das musste dann sofort die Spuren in Richtung lokale Mafia lenken, wenn die Unfalltheorie erstmal vom Tisch war... Scheißweihnachten, wieso konnte ich nicht für einen Urlaubssampler schreiben!

Hatte ich ja, im November. Und ich hatte damals genauso herumgezetert und fünf Minuten vor Schluss schließlich abgegeben. Die Story war allerdings nicht übel, das fand ich heute noch.

Etwas abgekühlt, aber absolut nicht inspiriert suchte ich mir meinen Weg aus dem Wasser heraus, behindert durch die spitzen, teils mit glitschigen Algen bewachsenen Steine, kreischende Kleinkinder mit Schwimmflügelchen, Gummitieren und Schwimmreifen und durch ältere Damen in rüschenbesetzten Bademützen und figurschmeichelnden Badeanzügen mit Schößchen, die entweder ausgerechnet hier ratschen mussten oder – nein, wer bis zum halben Oberschenkel im Wasser stand und darüber trocken war, hatte einfach Angst vor dem kalten Gefühl am Bauch. Als Detektivin war ich also gar nicht so schlecht!

Vielleicht sollte ich überhaupt eine Privatdetektivin ins Spiel bringen, sie konnte parallel zu Gabi Gärtner ermitteln, sich mit ihr zoffen und schließlich Freundschaft schließen... Verdammt, so wurde das Personal immer zahlreicher, diese blöden, blöden fünfundzwanzig Seiten. Aber wenn ich die Detektivin ins Spiel brachte, konnte ich sie im nächsten Roman richtig ausbauen.

Aufgeregt fiel ich auf mein Handtuch zurück.

„Jörg, was hältst du von einer Privatdetektivin?“

„Nicht schlecht. Ist die Gärtner eigentlich lesbisch?“

„Nein. Au ja, später mal könnten sie sich in den gleichen Kerl vergucken und beide selbst verdächtig werden."

„Wieso später mal?“, murmelte Jörg schläfrig, „Wäre das jetzt nichts?“

„Beide verlieben sich in den Nikolaus? Ich weiß nicht...“

„Wenn Sie ihn beide kennen, in Zivil, meine ich?“

„Hm... bedenkenswert.“ Ich kramte nach meinem Notizbuch und schrieb das auf. Ich wusste zwar nicht recht, wie ich das aufbauen sollte, aber die Idee war gar nicht so dumm.

Jörg wechselte träge das Thema, schließlich hatte er mir ja versprochen, mich etwas abzulenken. Kathrin würde toben, wenn sie wüsste, dass ich gar nicht an meinen Laptop gekettet zu Hause saß!

Mist, bis morgen Mittag brauchte ich einen richtig guten Entwurf! Und wenn ich doch bei der WG-Geschichte blieb? Alle hassen Thomas, aber tot in der Küche liegt dann – Leonard? Der arme Hund, er hatte echt kein Glück in seinem kurzen Leben. Und wer sollte das gewesen sein?

Oder Johanna als Opfer, und Sandra entpuppte sich als Kürschnerstochter? Johanna hatte mal die Kundinnen des eleganten Pelzsalons mit Farbbeuteln beworfen und fast den Betrieb ruiniert... Nicht schlecht...

„Ich denke, ich soll dich auf andere Gedanken bringen?“, maulte Jörg.

„Ja, sorry. Du, pass auf“, fing ich aufgeregt an, „wie findest du das?“

Ich erzählte ihm die Kürschnergeschichte.

„Ja... das würde immerhin dauern, bis die Gärtner da draufkommt. Aber wer hätte noch einen Grund?“

„Ja, Mensch. Weiß ich doch. Den Thomas könnte sie zwar tierisch genervt haben, aber das ist doch kein Mordmotiv...“

Frustriert starrte ich vor mich hin. Jörg sprang auf. „Komm, du brauchst ein Bier! Wenn wir gleich fahren, kriegen wir in Herzhofen noch einen Platz. Hoch mit dir!" Prima Idee, außerdem hatte ich schon wieder Hunger. Emmentaler, Radi, Fleischpflanzerl... und eine Riesenbreze, das wär´s jetzt.

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