Elisa Scheer - Vergessene Zeit

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Melanie soll für einen Sammelband «Mörderische Weihnachten» eine Kurzgeschichte verfassen, trödelt aber uninspiriert durch die Augusthitze, bis ihre entnervte Lektorin sie in eine einsame Hütte am Eulenburger See verbannt. Nach einem heftigen Unwetter findet Melanie dort einen jungen Mann, der an Amnesie leidet und möglicherweise entführt worden ist. Damit, dass sie ihn bei der Polizei abliefert, ist der Fall aber nicht erledigt – ihr «Findelmann» bittet sie, bei der Aufklärung des Falls zu helfen, damit er seine rätselhaften Alpträume loswird. In mühsamer Kleinarbeit tragen die beiden die einzelnen Mosaiksteinchen zusammen, verlieben sich ineinander und stehen schließlich zusammen der Leisenberger Kripo verblüfft vor der Lösung.

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Linda, die Böse.

Ich las mir durch, was ich zu ihr notiert hatte, und schnaufte angewidert. So ein Schwachsinn! Aber löschen wollte ich das auch nicht, vielleicht konnte ich noch irgendetwas davon verwenden? Also scrollte ich wieder weiter und starrte auf den frustrierend leeren Bildschirm.

Mörderische Weihnachten... Verdammt, dazu musste sich doch etwas finden lassen – und zwar etwas, das ich nicht irgendwo geklaut hatte.

Und wenn der Christbaum abbrannte? Und genau der Richtige in den Flammen umkam? Wer sollte vermuten, dass das kein Unfall war?

Nein, das war auch Blödsinn. Ich brauchte ein kleines, feines Familienverbrechen. Und wie wäre es denn mit dem alten Alibi -Trick? Die Ich-Erzählerin war es am Ende selbst?

Uralt. Und wenig originell, wirklich.

Musste es eigentlich überhaupt ein Mord sein? Konnte gerade an Weihnachten nicht etwas Harmloseres Genügen – verschwundene Geschenke oder so? Mörderische Weihnachten – da konnte ich es nicht billiger geben. Mord musste sein, ganz klar.

Der Nikolaus kommt doch. Und er hat ein Engelchen dabei, das auch richtig engelhaft aussieht – und das ist dann die Mörderin (lange offene Rechnung). Gar nicht so übel...

Und das Engelchen brauchte sofort einen Namen, etwas Girliemäßiges vielleicht – nein, dann wusste jeder sofort, dass es nicht so engelhaft war wie es aussah... Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin . Sehr wahr...

Nein, etwas Harmloses wäre besser. Viel besser.

Hm.

Ach, Quatsch. Engelchen, bäh!

Entnervte Schwiegertochter zieht der Schwiegermutter beim Gansbraten eins über. Klang nach Schlagzeile und vor allem nach einem glasklaren Fall. Zu offensichtlich.

Weihnachten im WG-Milieu? Da konnte ich wenigstens mitreden, während des Studiums hatte ich kurz in einer WG gewohnt, in Westschwabing, dort, wo Schwabing nicht mehr so schön und touristisch ist, dafür aber auch nur noch halb so teuer. Aus den Dauerkrisen dort müsste man doch was machen können?

Aber die mussten Weihnachten immer nach Hause zu ihren Alten, und auch ich hatte mich damals immer brav nach Forstenried aufgemacht, mit einer Plastiktüte voller Geschenke.

Aber der WG-Gedanke gefiel mir. Man könnte das Ganze am ersten Feiertag nachmittags spielen lassen, wenn alle satt und leicht gereizt vom elterlichen Gänsebraten (wahlweise Karpfen) zurückkehren, seltsame Geschenke in der Tasche und, angefeuert vom Glühwein, erzählen, welche Pannen es dieses Mal gegeben hat. Und dabei sagt einer etwas Falsches...

Das sollte ich mal schnell festhalten. Und danach musste ich wirklich dringend unter die Dusche!

Dringend waren noch ganz andere Dinge, stellte ich im Badezimmer fest, zum Beispiel ein Peeling, eine Feuchtigkeitsmaske und vor allem ein Termin beim Friseur. Knapp schulterlange dunkelblonde Haare sahen zwar nicht so aus, als bräuchten sie die Hand eines Könners, aber wenn ich sie selber schnitt, wurden sie erstens schief und weigerten sich zweitens, sich nach innen zu drehen.

Nichts gegen braune Augen, aber die Ringe darunter! War das das Alter? Die Hitze? Hormonelle Wassereinlagerungen? Nein, das hatten wir gerade erst gehabt. Wahrscheinlich mangelnde Pflege.

Ich kramte nach dem Peeling-Gel und schrubbte mir das Gesicht, dann band ich mir die Haare streng zurück und trug die Reste der Gratispackung Honig-Mandel-Maske auf. Hatte ich gelbe Zähne? Nein, das lag an dieser bläulichen Maske.

Die Fingernägel sahen aus wie Fingernägel eben aussehen, wenn man die ganze Zeit tippt – auch wenn es nur Schwachsinn ist. Diese Nagelhaut!

Also trug ich noch dick Nagelhautentferner auf und ließ Wasser in die Badewanne laufen, eher lauwarm, um mich zu erfrischen.

Sobald ich den Nagelhautentferner wieder abgewischt und die überschüssige Maske vorschriftsmäßig mit einem Kosmetiktuch (gut, eigentlich war es ein Stück Klopapier) abgenommen hatte, zog ich mich mit der Nagelfeile in die Wanne zurück, kippte etwas Öl ins Wasser und aalte mich. Herrlich! Und niemand sagte schließlich, dass man alt und hässlich werden musste im Dienst der Schriftstellerei, oder? Vielleicht landete ich ja mal einen richtigen Bestseller, nicht nur solide Verkaufszahlen, und dann musste ich ja medientauglich aussehen. All diese Talkshows, Buchmessen und so. Das Ölbad war also praktisch dienstlich.

Leider konnte ich es aber nicht ewig hinziehen, ich musste, völlig aufgeweicht, doch mal aus der Wanne raus. Sicher, mit sorgfältigem Abtrocknen und ebenso sorgfältigem Eincremen konnte man wieder etwas Zeit schinden – und dann musste man ja auch noch einen geeigneten Bikini und einen Pareo auswählen.

Schließlich blieb mir aber nichts anderes übrig, als mich doch wieder vor den Rechner zu setzen. Der Balkon lag noch im Schatten, und diese WG-Variante war noch sehr arm an Details.

Vielleicht zuerst den Zeitplan? Am Nachmittag des ersten Feiertags kommen alle zurück, latente Gereiztheit breitet sich aus, man wirft sich Heuchelei und/ oder Herzlosigkeit vor, der Streit eskaliert, alle gehen wutschnaubend und ziemlich angetrunken ins Bett.

Am nächsten Morgen findet man einen Mitbewohner in der Küche, tot. Mit der Kaffeemaschine erschlagen? Das konnte ich später regeln.

Kommissarin Gärtner kommt (etwas knatschig, sie hat Weihnachten auch etwas Besseres vor) und verhört alle. Schließlich stellt sich heraus, dass zwar alle ein Motiv hatten, dass aber jemand ganz anderes der Schuldige war (oder die? Wie wär´s mit einem reinen Übernachtungsgast, der diese Debatten vielleicht sogar noch angeheizt hat, damit alle verdächtig sind?)

Gar nicht so übel!

Ich tippte diesen Entwurf schnell in den Laptop, bevor ich wieder alles vergaß. Schon sieben Seiten, und noch keine Story, nur ein paar lumpige Plots.

Aber damit hatte ich mir doch wohl wieder eine kleine Pause verdient?

Also wischte ich den Fußboden, wonach ich ja schon gestern gegiert hatte, schob eine Tiefkühlpizza in den Ofen, schließlich war schon Mittag, und legte mich aufs Sofa. Nicht zum Dösen, nein! Um über passende Namen nachzudenken!

Also, das Opfer... Thomas? Nachnamen brauchten die alle ja gar nicht, oder? Doch, die Polizei hatte bestimmt nicht vor, die ganze Bande zu duzen. Thomas Mühlbauer.

Seine böse, so harmlos wirkende Freundin: Sandra (auch so ein Hassname, da hatte es so eine im Kindergarten gegeben, die mir immer die wichtigsten Legoteile weggenommen hatte) Preußler. Preußler war gut.

Und die anderen... noch zwei Frauen und ein Mann, eine Vierzimmerwohnung mit Wohnküche, Bad und Gästeklo, renovierungsbedürftiger Altbau. Ich konnte es in München spielen lassen, da kannte ich mich immer noch ganz gut aus. Schwabing? Oder Haidhausen? Oder – schäbig, aber absolut trendy: Giesing? Das war noch zu regeln.

Eine Frau sollte eine strikte Veganerin sein, dann konnte man schon um den Gänsebraten Terror inszenieren. Die kriegte einen Birkenstocknamen, Johanna oder Maria. Nachname? Später. Die andere ist mehr von der flotten, aber zielstrebigen Sorte (Jura?), Typ höhere Tochter, aber ohne viel Kohle, sonst würde sie ja kaum in einer WG mit so durchgeknallten Typen hausen.

Dann noch Leonard, der Softie, von den Frauen nicht ernst genommen, von Thomas, dem Macho, verachtet und als schwul beschimpft (wieso beschimpft? Dazu konnte dann der schwule Assistent der Kommissarin weise Worte sprechen).

Ja, das war bis jetzt eindeutig die beste Geschichte. Ich fügte die Ergänzungen an und fischte die fertige Pizza aus dem Ofen. Sie stank durchdringend nach Thunfisch. Ich schnitt sie in acht Stücke, warf den Fernseher an und suchte nach dieser hinreißend wirren Telenovela. Auf dem Sofa lümmeln, verfolgen, wie Don Miguel seine Tochter Clararosa daran hindern will, einen Windhund zu heiraten, wo der brave Enrique doch schon in den Kulissen lauert, Pizza essen: So sollte jeder Tag sein!

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