Elisa Scheer - Vergessene Zeit

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Melanie soll für einen Sammelband «Mörderische Weihnachten» eine Kurzgeschichte verfassen, trödelt aber uninspiriert durch die Augusthitze, bis ihre entnervte Lektorin sie in eine einsame Hütte am Eulenburger See verbannt. Nach einem heftigen Unwetter findet Melanie dort einen jungen Mann, der an Amnesie leidet und möglicherweise entführt worden ist. Damit, dass sie ihn bei der Polizei abliefert, ist der Fall aber nicht erledigt – ihr «Findelmann» bittet sie, bei der Aufklärung des Falls zu helfen, damit er seine rätselhaften Alpträume loswird. In mühsamer Kleinarbeit tragen die beiden die einzelnen Mosaiksteinchen zusammen, verlieben sich ineinander und stehen schließlich zusammen der Leisenberger Kripo verblüfft vor der Lösung.

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Ich fegte die Krümel nachlässig auf den frisch geputzten Boden und begann den Verdacht zu hegen, dass der Windhund Alejandro nicht so windig und der brave Enrique nicht so brav war, wie Papa glaubte. Clararosas liebendes Herz hatte wohl den besseren Instinkt... Man traf sich in Acapulco und es gab eine Schlägerei zwischen den beiden Rivalen – Abspann.

Heuchelei... auch kein schlechter Streitpunkt, dazu Tiermord, Frauenfeindlichkeit, Zickengehabe, die Frage, wer die Klobrille nie runterklappte ( Stehpinkler sterben eher ?), Religion und Weihnachten als Kommerzveranstaltung – das reichte doch für den Krach des Jahres mit Generalabrechnung und der Aufzählung aller alten Sünden, nach dem Motto und als wir damals nach Sizilien getrampt sind, hast du auch immer... und ich krieg von dir noch tausend Lire wegen damals, in Rom... Mit dir hat man sich auf jeder Reise schämen müssen, verlangt in der Provence eine Maß Bier...

Ja, hier konnte ich fündig werden. Gott, war das Sofa bequem... Und worum ging es in dieser Serie? Irgendwie Mode... eine verschwundene Kollektion... die sahen alle so chirurgisch gestylt aus... und diese Blonde, die war ja wohl ein bisschen -

Das Telefon weckte mich. Was, halb vier? Ich rappelte mich auf, schmeckte Thunfisch im Mund, fühlte Schweiß im Nacken und stolperte zum Telefon.

„Seeger?“

„Na gut, dass ich dich mal an die Strippe kriege!“

Oh Scheiße – Kathrin, meine Lektorin! Dafür hatte ich seit Tagen den Anrufbe-

antworter drangehen lassen, dass sie mich jetzt im Halbschlaf erwischte?

„Hallo, Kathrin“, murmelte ich unlustig.

„Wie geht´s voran?“

„Ach, ganz gut“, log ich rasch.

„Sehr schön! Pass auf, komm doch am Montag vorbei und zeig mir, was du schon hast. Du weißt ja, wie eng wir die Termine für das Lektorat und den Druck gemacht haben, also muss ich schon hinterher sein, dass alle pünktlich abgeben. Am Einunddreißigsten, das geht doch klar?“

„Natürlich“, antwortete ich benommen, weil ich mir erschrocken den Montag vorstellte, an dem ich meine zahlreichen verworfenen Versionen vor Kathrins kritischem Auge ausbreiten musste.

„Gut, dann sagen wir doch gleich am Montag um neun, ja?“

„Lieber nachmittags“, versuchte ich das Unvermeidliche etwas hinauszuzögern, „am Vormittag muss ich zum Zahnarzt.“

„Ach, du Arme! Was Schlimmes?"

Ich überlegte einen Moment. Ein bisschen schlimm, vielleicht? Das konnte man noch als Ausrede verwenden, falls notwendig. „Naja, geht so, ein Loch im Backenzahn. Bohren und Füllen, du weißt ja.“

„Beileid. Gut, dann um zwei, nach der Mittagspause?“

„Okay, um zwei“, stimmte ich schwächlich zu und legte auf.

Verdammt! Bis Montag um zwei musste ich etwas vorzuzeigen haben! Das waren nur noch sechsundvierzig Stunden, und wenn ich zweimal acht Stunden Schlaf abzog, sogar bloß noch dreißig. Und jetzt hatten die Läden zu!

Egal, ich konnte ja später den Pizzaservice anrufen, aber jetzt musste ich etwas arbeiten. Am besten machte ich mir eine Liste aller Streitpunkte.

* Johanna ist sauer auf Thomas, weil er von dem leckeren Gänsebraten zu Hause erzählt hat.

* Die Juristin ist sauer auf Thomas, weil er behauptet, sie wird es nie zu was bringen, weil ihr die Babypausen dazwischen kommen.

* Der Softi, Leonard, fühlt sich von Thomas verscheißert

* Die Freundin verteidigt Thomas dauernd, aber sie weiß, dass er sie abservieren will, und wenn sie ihn nicht haben kann, dann soll ihn keine haben.

Was waren das denn für bescheuerte Motive!

Nur die Freundin – ach ja, Sandra – hatte ein einigermaßen brauchbares Motiv.

Und wenn man es noch koppelte? Vielleicht versetzt ihm einer nachts nur einen leichten Messerstich, aber er verblutet, weil ihm zu Hause jemand einen Gerinnungshemmer verpasst hat? Erbsüchtiger Bruder, der selbst auf Sandra steht?

Nein, das Eifersuchtsmotiv konnte ich streichen, Sandra war ja schon wieder so gut wie verfügbar. Also nur Erbschaft? Oder Rache, vielleicht hatte Thomas seinen Bruder bei den Eltern irgendwie schlecht gemacht – oder dessen Freundin angemacht?

Genau! Das würde auch Sandras unterdrückte Wut erklären. Und die Eltern würden natürlich behaupten, ihre beiden Söhne hätten sich immer gut verstanden, es habe nie Meinungsverschiedenheiten gegeben... Eltern behaupteten doch immer so etwas, nicht? Damit wäre diese Spur doch schon ganz gut getarnt.

War das nicht fast ein bisschen viel für fünfundzwanzig Seiten? Nein, wenn man ökonomisch erzählte, dann nicht.

Aber jetzt brauchte ich erst mal wieder eine Pause. Die Sonne schien gerade so verlockend auf meinen Balkon, also ließ ich den Pareo fallen und drapierte mich auf der Sonnenliege, wo ich prompt wieder einschlief.

Die Abendkühle weckte mich wieder – was, fast zehn? Dann hatte ich nur noch vierundzwanzig Stunden Zeit, bis Kathrin mit verächtlicher Miene mein klägliches Ergebnis studieren würde. Aber heute Abend ging wirklich nichts mehr. Und meine linke Seite brannte ziemlich. Ich studierte sie im Badezimmerspiegel und trug dann dick Dopposolare auf. Hoffentlich gab das bis morgen die ersehnte Bräune!

Eigentlich wurde ich sehr schnell braun, aber wenn ich mich uneingecremt in die Augustsonne legte, konnte ich ja auch nichts Besseres erwarten.

Wenigstens erwachte ich am Sonntag ziemlich früh und voller guter Vorsätze, die schon fast an Tatendrang grenzten. Ich duschte, warf mich in einen anderen Bikini, wusch den von gestern durch, räumte etwas auf und setzte mich dann entschlossen vor meinen Rechner. Also, die Idee stand. Oder war das auch wieder Schwachsinn? Nein, eigentlich ging es – einigermaßen.

Zeitablauf? Beginn mit dem ersten Feiertag, am Nachmittag. Schließlich brauchten ja wohl alle noch ein Schläfchen, nach dem fetten Weihnachtsessen. Frisch ans Werk!

Erleichtert schloss Johanna die Wohnungstür auf und stellte die Tüte mit den eher seltsamen Weihnachtsgeschenken ab. Noch niemand zu Hause? Die anderen machten wohl noch in Familie? Umso besser, dann konnte sie ihre Ausbeute ohne spöttische Kommentare verräumen, sich einen Tee kochen und an dem Flugblatt arbeiten, das sie nächste Woche zum AK mitbringen sollte.

AK oder Arbeitskreis? Wusste der gemeine Leser mit der Abkürzung etwas anzufangen? Aber Johanna konnte ja schlecht in ihre Gedanken überflüssige Erklärungen einbauen, oder?

Warum bekam man zu Weihnachten immer so sinnloses Zeug? Spitzenverzierte Wäsche, mit Elasthan darin? Als ob sie jemals solchen Kunstfaserkram tragen würde – was da an Schadstoffen bei der Produktion anfiel! Und diese Pantoffeln – was hatten ihre Eltern eigentlich gegen Birkenstock? Dass Frank ihr eine CD geschenkt hatte, ging ihr eigentlich auch gegen den Strich, denn das Abspielen würde wieder nur unnütz Strom verbrauchen.

Aufatmend sah sie sich in ihrem Zimmer um – naturbelassene Kiefer, Sisalteppich (ungefärbt), Kissen und Vorhänge aus ungebleichter Baumwolle – perfekt! Wer so lebte, verursachte so wenig Schaden wie möglich an dieser sterbenden Welt. Andere dagegen... Es gab wirklich Leute, die man liquidieren sollte, um die Gemeinschaft und damit die ganze Erde zu schützen...

Prima, da hatte ich ja schon ein Mordmotiv angedeutet! Oder war das zu plump? Dachte der Leser später Wenn sie so dick aufträgt, war die es schon mal bestimmt nicht, und wenn nur diese Sandra einen auf lieb macht, muss sie die Mörderin sein ? Andererseits dachte man schnell an Mord und tat es dann doch nicht. Wer sollte als nächstes nach Hause kommen? Am besten der Softi.

Kaum hatte Johanna sich an ihren Schreibtisch gesetzt, zwei Bienenwachskerzen entzündet und ihr schönes neues Schreibpapier zurechtgelegt, das sie sich selbst zu Weihnachten geschenkt hatte (Sonderangebot vom Ökoversand), klirrte wieder ein Schlüssel an der Wohnungstür.

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