Ludwig Witzani - Tibet – Im Land der lebenden Götter

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Das vorliegende Buch fußt auf einer selbstorganisierten Expedition, die der Autor von Kathmandu aus mit einem Reisepartner, zwei Fahrzeugen und einer fünfköpfigen Crew unternommen hat und die ihn über den Himalaja und das Tal des Tsangpo-Brahmaputra bis zum heiligen Berg Kailash und von dort aus über den Changthang nach Zentraltibet führte. Im Mittelpunkt dieses literarisch gestalteten Reiseberichtes stehen die grandiose Landschaft Tibets, seine Geschichte und Kultur, seine Klöster und Städte und seine Menschen mit ihrer bewundernswürdigen Spiritualität – aber auch die existentiellen Momente der Besinnung, die die Begegnung mit Tibet in allen Reisenden erzeugt, die dieses Land mit offenen Augen erleben.
Eine Hommage an das Land der lebenden Götter für Tibet Einsteiger und Tibet Kenner gleichermaßen – und eine Aufforderung, diese Reise oder einen Teil von ihr nachzureisen – je zeitnäher und je öfter, desto besser, denn niemand weiß, wie lange die tibetische Kultur unter dem Ansturm der politischen und kulturellen Überfremdung noch überleben wird.

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Über dieses Grenzgebiet von Bhagirathi, Shivling und alle den anderen grandiosen Bergketten des Garhwal war Heinrich Harrer nach Tibet entschwunden. Von den Briten, die ihn damals verfolgten, konnte und wollte ihm keiner über diese Berge folgen, obwohl die Entfernung von den Gangesquellen zum heiligen Berg Kailash und zum Tsangpotal im Westen Tibets nicht groß sein konnte. An diesem Tag glänzten Bhagirathi und Shivling wie die Verheißung universeller Erlösung im magischen Licht der Abendsonne, als mich ein starker Impuls ergriff, einfach die Abhänge der Berge emporzuklettern und Tibet in wenigen Tagen zu erreichen. Shen, der meine Gedanken erriet, legte mir die Hand auf die Schulter und schüttelte den Kopf. „Es ist sinnlos“, sage er. „Durch diese Eislandschaft kommt nicht einmal eine Bergsteigerexpedition nach Tibet.“

Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: „Aber ich weiß, dass du nach Tibet reisen wirst.“

Ich wendete erstaunt den Kopf. „Wann?“ fragte ich.

„Bald“, antwortete Shen, was immer das auch heißen mochte. „Bald wirst du auf der anderen Seite der Berge stehen und vom Kailash aus nach Süden blicken. Du wirst im Manasarovar-See baden und den Jobo Shakyamuni im Johkang Tempel sehen.“

Die nächsten Wochen blieben wir zusammen, Shen, der heimatlose Mönch aus Dharamsala Karol, der Sinnsucher aus dem polnischen Kattovice, und ich reisten nach Haridwar und Rishikesh und hielten uns eine Zeitlang in der Altstadt von Delhi auf, ehe wir uns auf dem Interstate Bus Terminal in Delhi verabschiedeten.

Zu meiner Überraschung kramte Karol zum Abschied in seinem kleinen Stoffbeutel herum und holte ein abgegriffenes und zerlesenes Buch heraus. „Wenn du dich für die Ursprünge deiner Sehnsucht nach Tibet interessierst“, sagte er, „dann lies dieses Buch. Es handelt von Lama Anagarika Govinda, einem Deutschen, der in Tibet zum Lama geworden ist und alles weiß, was es über Reinkarnationen zu wissen gibt. Nimm es und lies. Ich schenke es dir.“

Shen habe ich nach meiner Rückkehr aus Indien aus den Augen verloren, Karol sollte ich noch einmal treffen, aber Lama Anagarika Govinda ist noch immer bei mir. Nach der ersten Lektüre der englischsprachigen Taschenbuchausgabe, die Karol in einem Traveller-Bookstore in Goa erworben hatte, besorgte ich mir bald eine neue Ausgabe und verschlang schließlich alles, was es von ihm und über ihn zu lesen gab. Lama Anagarika Govinda wurde mein vierter Tibet-Lehrer.

Govindas Leben ist womöglich noch fantastischer als das von Hedin, David-Neél oder Harrer. Govinda wurde als Ernst Lothar Hoffman in Deutschland als Sohn eines Deutschen und einer Bolivianerin geboren. Er studierte Philosophie, promovierte und wich vor den heraufziehenden politischen Katastrophen des europäischen Totalitarismus nach Indien aus, wo er eine Zeitlang als Lektor in Patna arbeitete, ehe er sich zum tibetischen Buddhismus bekehrte. Als Frucht seiner jahrzehntelangen theoretischen, spirituellen und praktischen Beschäftigung mit Tibet entstand „Der Weg der weißen Wolken“ das vielleicht schönste aller Tibetbücher, ein Schwanengesang auf das Schneeland, seine Absonderlichkeiten, Enormitäten und Wunder unmittelbar vor den schrecklichen Zerstörungen der chinesischen Besatzungszeit.

„Was in Tibet vor sich geht“, schrieb Govinda nach dem Einmarsch der Chinesen, „ist symptomatisch für das Schicksal der Welt. Wie auf einer ins Riesenhaften erhobenen Bühne spielt sich vor unseren Augen der Kampf zwischen zwei Welten ab, der je nach Standpunkt des Beobachters entweder als der Kampf zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Rückständigkeit und Fortschritt, zwischen Religion und Wissenschaft, Aberglaube und Vernunft gedeutet werden kann – oder als der Kampf zwischen Mensch und Maschine, geistiger Freiheit und materieller Macht, der Weisheit des Herzens und dem intellektuellen Wissen des Hirns, zwischen der Würde des menschlichen Individuums und dem Herdeninstinkt der Masse.“

Nach meiner Rückkehr von den Quellen des Ganges sah es lange Zeit ganz und gar nicht so aus, als sollte sich Shens Prophezeiung erfüllen. Beinahe hätte ich geheiratet und eine Familie gegründet, was mein gesamtes Reiseleben verändert hätte. Dann nahm mich ein anderer Beruf in Beschlag, eine erneute Trennung, eine Krankheit, und die Jahre gingen ins Land. Weit über ein Jahrzehnt hatte ich warten müssen, bis ich nach der Öffnung Tibets für den Tourismus eine Reise nach Tibet ernsthaft ins Auge fassen konnte. Nun sollte es endlich so weit sein.

Am nächsten Morgen war Frank noch immer nicht in Kathmandu eingetroffen. Es lag auch keine Nachricht für mich vor. Deswegen entschloss ich mich, die Zeit zu nutzen und zur buddhistischen Stupa von Bodnath zu fahren. Als ich Bodnath erreichte, hatte der kühle Wind, der nach den Monsungewittern durch das Tal von Kathmandu wehte, die Wolkenfronten schon wieder auseinandergetrieben. Dunkle, schmutzige, aber auch schäfchenweiße Wolken zogen ineinander verklammert über die Stadt, und wieder illuminierte die Sonne durch die Wolkenlücken hindurch wie ein wandernder Scheinwerfer das Häusermeer im Tal von Kathmandu. Die große halbmondförmige Kuppel der Stupa von Bodnath erstrahlte im gleißenden Licht, die alles sehenden Augen des Buddha blickten in die vier Himmelsrichtungen, und hoch über dem Gebäude und den dreizehn Stufen der Erleuchtung ragte der goldene Schirm, die Verbindung von weltlicher und spiritueller Sphäre, in den Himmel. Die Pilger umrundeten das Gebäude im Uhrzeigersinn und verneigten sich vor den 108 Statuen des Buddha Amitabha, des großen Buddhas des Unendlichen Lichtes, ehe sie über die verschiedenen Terrassen der Stupa bis an den Rand der Halbkugel emporstiegen Ihre Gesten, Berührungen und Gebete besaßen eine genau umrissenen Bedeutung im Rahmen der Lehre, einen Sinn, der sich mir niemals ganz erschließen würde, so sehr ich mich auch um das Verständnis der buddhistischen Lehre bemühte. Denn so imponierend sich der Buddhismus auch über ganz Asien ausgebreitet hatte, so hatte doch jedes Land der buddhistischen Lehre seine eigene und unverkennbare Note beigemischt. Hinayana und Mahayana waren grobe Kategorien für Nachschlagewerke und Schulunterricht - in Wahrheit war der Buddhismus in Thailand ein anderer als in Burma, in Sri Lanka wieder anderer als in Kambodscha, und wie viele Götter der chinesische Buddhismus wirklich kannte, hätten selbst die Experten auf Anhieb nicht sagen können.

Dabei stand am Anfang der buddhistischen Lehre der Abschied von den Göttern. Über ein halbes Jahrtausend vor Christi Geburt hatte der indische Königssohn Siddhartha Gautama, der spätere Buddha, die Lehre vom achtfachen Pfad der Erlösung verkündet, derzufolge alles Leiden durch die „Gier“ entstand – Gier nach Sinnlichkeit, Gier nach Lust, Macht oder Reichtum - kurz: durch das Streben nach Materiellem in all seinen Erscheinungsformen, so dass eine Befreiung von diesem Leid wie auch vom ewigen Kreislauf der Wiedergeburten nur in einem „Loslassen“, in der konsequenten Askese und dem Verzicht auf alle weltlichen Güter bestehen konnte. Bei der Bewältigung dieses schier unendlichen Weges war von den Göttern keine Hilfe zu erwarten - mehr noch: nach der ursprünglichen Lehre des Buddha waren sie selbst auch nur Wesenheiten auf dem Weg ins Nirwana und ebenso wie die Sterblichen dem Rad der Vergeltung unterworfen.

Niemals wäre der Buddhismus zur großen asiatischen Weltreligion geworden, hätte die buddhistische Lehre für alle Zukunft die Gläubigen auf diesem steinigen Pfad der Erlösung allein gelassen. Doch schon wenige Jahrhunderte nach dem Tod des Erleuchteten - merkwürdigerweise etwa zeitgleich mit der Ausbreitung des Christentums - triumphierte die Idee des Mitleids in einem vollständig gewandelten Buddhismus. Im Mahayana-Buddhismus, dem Buddhismus des „Großen Fahrzeuges“, entstand die Idee, dass hilfreiche Götter und Geister den Gläubigen zur Seite stehen würden: die Idee des Bodhisattvas wurde geboren, eines guten Geistes, der am Ende einer langen Kette von Wiedergeburten aus Mitleid mit den Menschen auf das eigene Erlöschen im Nirwana verzichtete, um den Gläubigen als Retter aus Not und Elend beizustehen Unversehens hatte sich auf diese Weise der strenge „gott-lose“ Buddhismus zu einer Lehre entwickelt, in dem die Menschen zu Dutzenden der unterschiedlichsten Buddhas und Abertausenden gnädiger Bodhisattvas beteten.

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