Ludwig Witzani - Tibet – Im Land der lebenden Götter

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Das vorliegende Buch fußt auf einer selbstorganisierten Expedition, die der Autor von Kathmandu aus mit einem Reisepartner, zwei Fahrzeugen und einer fünfköpfigen Crew unternommen hat und die ihn über den Himalaja und das Tal des Tsangpo-Brahmaputra bis zum heiligen Berg Kailash und von dort aus über den Changthang nach Zentraltibet führte. Im Mittelpunkt dieses literarisch gestalteten Reiseberichtes stehen die grandiose Landschaft Tibets, seine Geschichte und Kultur, seine Klöster und Städte und seine Menschen mit ihrer bewundernswürdigen Spiritualität – aber auch die existentiellen Momente der Besinnung, die die Begegnung mit Tibet in allen Reisenden erzeugt, die dieses Land mit offenen Augen erleben.
Eine Hommage an das Land der lebenden Götter für Tibet Einsteiger und Tibet Kenner gleichermaßen – und eine Aufforderung, diese Reise oder einen Teil von ihr nachzureisen – je zeitnäher und je öfter, desto besser, denn niemand weiß, wie lange die tibetische Kultur unter dem Ansturm der politischen und kulturellen Überfremdung noch überleben wird.

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Inzwischen hatte sich das Wetter über Kathmandu schon wieder eingetrübt. Besorgte Blicke gingen gen Himmel, und ehe man sich versah, entlud sich schon wieder ein neuer Wolkenbruch über der Stadt. Unter großem Gejohle flüchteten die Gäste der Pumpernickel Bakery in den überdachten Bereich des Restaurants, schüttelten sich wie nasse Katzen und jauchzten über diesen interessanten Auftritt der Natur an einem kurzweiligen Sommernachmittag. Derweil versank der Garten hinter einem Regenschleier, Blitze zuckten, Donner grollte, und für einige Minuten wurde es stockdunkel. Die Natur raste, doch es wurde weiter Müsli und Pancake serviert, als wäre alles nur Fiktion. Schließlich wurde sogar die Musikbox so laut gestellt, dass die scheppernde Musik das Donnergrollen des Monsungewitters übertönte.

An diesem Abend zog ich mich früh auf mein Zimmer zurück, um mich mit der bevorstehenden Reise nach Tibet zu beschäftigen. Frank, mein Reisebegleiter, war noch nicht eingetroffen, und ich wusste nicht genau, wie weit die Reisevorbereitungen für die Überquerung des Himalaja gediehen waren. Aber eines wusste ich genau – diesmal würde ich wirklich nach Tibet reisen, um meine Vorstellungen vom sagenhaften Schneeland jenseits der Berge endlich mit der Wirklichkeit zu konfrontieren. Möglicherweise würde ich enttäuscht werden, aber das war mir egal, das Reisefieber hatte mich ergriffen und überdeckte alles.

Wie bei vielen Reisenden ging auch meine Passion für Tibet auf eine frühe Lektüre zurück, eine Lektüre in ganz jungen Jahren, in denen die Wörter der Bücher noch ganz anders in der Seele wiederhallten als später. Die Rede ist von „Transhimlaja-Trilogie“ einem wuchtigen Wälzer, den ich im Knabenalter erwarb und wie einen Schatz hütete. Der Autor dieses Buches, der schwedische Forscher und Weltreisende Sven Hedin wurde mein erster Tibet-Lehrer. Mehr noch: Dieser aufrechte, aber politisch später so unglücklich agierende Schwede, den ich mir nur als Monument aus Wille und Muskeln auf dem Rücken eines Yak vorstellen konnte, wie er bei dreißig Grad unter Null über das vereiste Changthang Plateau den Weg zum Tsangpo suchte, wurde mein erster Held – nicht nur weil Hedins Berichte über das Tal des Tsangpo, über die Stadt des Panschen Lama oder die Quellen des Indus meinen Ahnungen vom Tibet Farbe und Gestalt verliehen, sondern auch, weil der Ton, in dem er von den unwirtlichen Enden der Erde erzählte, mein jugendliches Bedürfnis nach Abenteuer und Bewährung ansprach. Als ich als Pfadfinder am Lagerfeuer und zum Schein einer Taschenlampe von Hedins Träumen las, erschien es mir, als würde der große Reisende mich bis in den Kern meiner Seele kennen. „In der Nacht träumte ich, dass eine starke Hand mich an einen Scheideweg führte“, hieß es in der Transhimalaja-Trilogie. “Sie zeigte auf eine Straße, und eine Stimme sagte mir, dass diese mich in das Land der Ruhe und Gastfreiheit und des Sommers führen würde, die andere aber führe zu Gefahren und Entbehrungen zwischen hohen, dunklen Gebirgen.“

Zugegeben, Hedins endlose Detailbeschreibungen von Flüssen, Schluchten und Bergen waren mir auf die Dauer ein wenig eintönig vorgekommen - auch, dass er über die Lamas oft ein wenig abfällig schrieb, wollte mir nicht gefallen. Doch wie er auf einem Boot aus Yakhaut den Tsangpo hinab und der Stadt Shigatse entgegenfuhr und wie er dem Panschen Lama Auge in Auge gegenüberstand, prägte sich mir ebenso unauslöschlich ein wie seine Beschreibung tibetischer Menschen, Heiligtümer und Feste. Am meisten aber liebte ich ihn, wenn er wieder zuhause in seiner Kammer saß und von Tibet träumte und dabei Worte fand, die mir vorkamen wie der Spiegel meiner eigenen Sehnsucht. „Im Frühling des Jahres 1905 ging mir der Gedanke an eine neue Reise nach Tibet im Kopf herum.“ hieß es an einer Stelle bei Hedin. „Mein Arbeitszimmer begann mir zu eng zu werden, und wenn am Abend ringsum alles still wurde, glaubte ich im Sausen des Windes den Mahnruf zu hören: `Komm wieder zurück in die Stille der Wildnis.´ Und wenn ich morgens erwachte, horchte ich unwillkürlich, ob nicht schon draußen die Karawanenglocken läuteten. So verstrich die Zeit, der Plan gedieh zur Reife, und bald war mein Schicksal entschieden: ich musste wieder zurück in die große Freiheit der Wüste und hinaus auf die weiten Ebenen zwischen zwischen Tibets schneebedeckten Bergen.“

Auch dass der große Entdecker sein Lebensziel, die heilige Stadt Lhasa, trotz aller Bemühungen am Ende doch nicht erreicht hatte, nahm mich für ihn ein. Zum Helden gehörte die Tragik, das ahnte ich damals mehr, als ich es verstand, doch umso mehr bewunderte ich seine immer erneuerten und unverdrossenen Anläufe von der Seidenstraße, vom indischen Kaschmir aus oder als Schafhirte verkleidet über Westtibet das tibetische Kernland zu erreichen. Er hatte einem Gebirge seinen Namen gegeben, den heiligen Berg Kailash als erster Europäer umrundet und den Manasarovar-See im Sturm gemeistert - das war viel, doch der Zutritt zum Potala war ihm bis zu seinem Lebensende versagt geblieben.

Natürlich verstand ich noch nicht alles, was in der „Transhimalaja-Trilogie“ beschrieben wurde, aber Tibet als Projektionsfläche für Fernweh und Geheimnis wurde zu seinem Bestandteil meiner jugendlichen Identität. Losgelöst von seiner konkreten Geografie und Geschichte verwandelte sich Tibet für mich in eine Farbe, die Farbe des Abenteuers, von denen sich so viele wie möglich erleben wollte, wenn ich nur endlich herangewachsen wäre.

Ich wuchs heran, studierte und politisierte und empörte mich altersgerecht über alle möglichen Leiden auf der anderen Seite des Planeten. Dass meine Kommilitonen, die sich über die Vorgänge in Vietnam so inbrünstig erregen konnten, sich für die tibetischen Leiden unter der chinesischen Knute so wenig interessierten, verwunderte mich allerdings. Im Gegenteil: die delirierenden Jugendbanden, die damals als „Rote Garden“ die tibetischen Klöster und Heiligtümer zerstörten, wo immer sie sie fanden, galten vielen meiner linksgepolten Freunde als Vorbilder im Kampf für eine bessere Zukunft, in dem offensichtlich für Tibet kein Platz mehr sein sollte.

Das war die Zeit, in der ich in einem Kölner Antiquariat ein zerlesenes Taschenbuch fand, das mich sofort von der ersten Zeile an fesselte und meine Tibet-Passion erneut befeuerte: „Mein Weg durch Himmel und Höllen“ von Alexandra David-Neél.

Alexandra David-Neél wurde meine zweite, meine ganz andere Lehrerin für Tibet. Auch in ihren Schriften fand ich jenen Zusammenklang von Traum und Fernweh, den ich schon von Sven Hedin her kannte, diesmal jedoch noch eine Spur unbedingter, fanatischer und entschlossener. „Ich habe mehr als einmal bitter geweint, weil ich zutiefst fühlte, wie das Leben verrann, wie die Tage meiner Jugend leer, freudlos und öde vorübergingen“, schrieb bereits die junge Alexandra. „Ich war mir bewusst, dass ich eine Zeit unnötig vertat, die niemals wiederkehren würde, dass ich Stunden verlor die wunderbar hätten sein können.“ Als wolle sie sich auf diese wunderbaren Stunden so früh wie möglich vorbereiten, begann sich schon das kleine Mädchen nach Regeln abzuhärten, die sie den Lebensgeschichten christlicher Heiliger entnommen hatte. „Entbehrungen ließen mich kalt. Ich war nicht im Geringsten eitel. Kleider und Putz sagten mir überhaupt nichts: ich verachtete den Komfort. Der Geist, dachte ich, muss den Körper beherrschen und ihn zu einem willigen und widerstandsfähigen Instrument gestalten, auf den er sich in jeder Situation verlassen kann.“

So vorbereitet, hat sich Alexandra David Neél in einem abenteuerlichen Leben ihre Träume in einer Weise erfüllt, wie es nur wenigen Menschen vergönnt gewesen ist. Über die theosophischen Zirkel in London, über ein Engagement als Opernsängerin in Hanoi und eine Vernunftehe mit dem Schürzenjäger Philipp Neél führt sie ihr Weg in die Eremitagen des Himalaja, wo sie auf den Rat des 13. Dalai Lama hin Tibetisch studierte, ehe sie nach dem ersten Weltkrieg an der Seite eines jugendlichen Rotmützen-Lamas von Amdo aus ihre jahrelange Odyssee durch Tibet begann, an deren Ende es ihr tatsächlich gelang, sich als Pilgerin verkleidet zwei Monate in Lhasa aufzuhalten.

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