Michael H. Schenk - Eolanee

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Die junge Baumhüterin Eolanee gehört zum friedlichen Volk der Enoderi. Eines Tages überqueren die barbarischen Berengar die Grenzen und bedrohen die Enoderi und das Menschenreich von Menteva. Ein furchtbarer Krieg entbrennt und Eolanee erhält die Aufgabe, die drei Kristalle des Lichts zu finden und zur Göttin im fernen Norden zu bringen. Gemeinsam mit Sedan, der intelligenten Samenkapsel eines Kegelbaumes als «Reittier», und dem tapferen Ritter Jon de Tavakennt und dessen Schar, bricht sie auf. Sie begegnen mancher Gefahr und fremden Wesen. Eolanee und Jon kommen sich näher, aber der Kampf ums Überleben lässt nur wenig Raum für ihre Liebe. Seite an Seite stellen sie sich den Herausforderungen, um ihren Völkern die Rettung und den Frieden zu bringen.

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„Wie geht es deinem Kopf?“ Bergos betrachtete den Verband mit kritischen Augen. „Die Binde wurde erneuert. Was sagen die Heilkundigen?“

Neredia lächelte erneut. „Sie sind zufrieden und meinen, die Beule werde sich bald zurückbilden. Aber sie müssen meine Kopfschmerzen auch nicht aushalten.“

„Es ist kein Wunder, dass du Schmerzen hast. Nach so einem Schlag solltest du ruhen und im Halbdunkel liegen, denn das Licht schmerzt deinen Augen.“

„Dieser Schmerz ist nur körperlich und wird vergehen.“

„Ich verstehe.“ Er deutete in das Dunkel der Nacht und über den schwach beleuchteten Rundgang. „Lass uns ein paar Schritte gehen. Wir haben lange beraten und dabei zu viel gesessen. Etwas Bewegung tut mir gut.“

Neredia nickte. „Wenn du es wünschst.“

Sie strich mit der Hand über das Geländer des Rundgangs und der Kegelbaum spürte ihren Wunsch. Er schickte seine Säfte und der Gang verbreiterte sich und wurde fester. Zweige verschoben sich und ließen mehr Sternenlicht einfallen, so dass der Weg ausreichend beleuchtet lag.

Bergos nahm dies kaum wahr. Es gehörte zu den Fähigkeiten der Baumhüterinnen und Neredia war die Beste von ihnen allen. Schweigend gingen sie nebeneinander, spürten ihre Nähe. Die Enoderi wusste, dass Bergos in diesen Minuten etwas Ruhe brauchte. Er musste seine Gedanken ordnen und die Anspannung verlieren, die ihn bei jeder Ratsversammlung der Auraträger begleitete.

„Es ist ein gemeinsamer Schmerz“, sagte er unvermittelt. Er verharrte und Neredia tat dies ebenso und erwiderte seinen Blick. Bergos Augen waren voller Trauer. „Du erleidest Schmerz, weil du den Menschen in Ayan mit deiner Gabe nicht helfen konntest. Keiner von ihnen erreichte den Schutz eines Baums und auch jenen, die doch in ihre Reichweite gelangten, konntest du nicht helfen, denn du warst durch den Schlag betäubt.“ Sie schwieg und der Auraträger seufzte schwer. „Ich hingegen erleide Schmerz, weil wir Auraträger zu spät kamen und Ayan nicht schützen konnten.“

„Wir haben beide keine Schuld.“ Ihre Stimme war sanft und verständnisvoll.

Bergos legte eine Hand auf das Geländer und sah zwischen den Zweigen zum nächtlichen Sternenhimmel empor. „Das weiß ich. Aber das macht es nicht leichter.“

„Nein, das tut es nicht.“ Ihre Hand legte sich über die seine und für einen Moment ließ er die Berührung zu, bevor er sie ihr sanft, aber bestimmt, entzog.

Bergos wich ihrem Blick aus. „Es gab eine Prophezeiung. Und es gab einen Entschluss im Rat.“

„Welches war die Weissagung?“

Er nannte sie ihr, Wort für Wort. Neredia schwieg und nun war es Bergos, der ihr Zeit zum Nachdenken gab. Aus einem Eingang trat eine junge Frau und sah sich um. Sie hatte wohl die leisen Schritte und Stimmen vernommen. Als sie die beiden erkannte, verneigte sie sich kurz und zog sich rasch wieder zurück.

„Es droht Gefahr von dem Volk mit der kupferfarbenen Haut und wir müssen uns darauf vorbereiten“, sagte Neredia schließlich. „Aber die Prophezeiung von einer Aura die Leben nimmt, bereitet mir Sorge.“

„Die Leben nimmt und Leben gewährt“, ergänzte Bergos. „Auch der Rat hat darüber gerätselt und ist keineswegs einig, was das zu bedeuten hat.“

Sie sah ihn forschend an. „Aber du, Bergos Ma´ara´than, du hast eine Vorstellung davon, was es zu bedeuten hat, nicht wahr?“

„Nur eine Vermutung. Eine flüchtige Ahnung, nicht mehr“, schränkte er ein. Er erwiderte ihren Blick. „Ich glaube, die Prophezeiung hängt mit dem Mädchen zusammen. Mit Eolanee.“

Neredias Gesichtsausdruck war schwer zu deuten. „Was vermutest du?“

„Ich vermute, dass Eolanee über die Kräfte einer Baumhüterin verfügt und zugleich über die Kräfte eines Auraträgers.“

Ihr Gesicht verriet ein wenig Überraschung, aber keinen Widerspruch. „Es wäre möglich. So unwahrscheinlich es auch klingt, es wäre möglich.“

Bergos schilderte ihr zögernd, was sich zugetragen hatte, als er und die anderen Auraträger Ayan erreichten. Was ihm aufgefallen war, als er Eolanee fand. Er versuchte, nur die Fakten zu schildern und keine Bedeutung hineinzulegen, die er sich vielleicht wünschen mochte. Die Baumhüterin hörte aufmerksam zu, ohne ihn zu unterbrechen und als er endete, schwiegen sie beide für eine lange Zeit.

„Es wäre möglich“, sagte Neredia erneut. „Eine Frau mit der Kraft der Aura hat es niemals zuvor gegeben. So wie es niemals einen Mann gab, der über die Fähigkeit einer Baumhüterin verfügt. Wenn es wahr wäre, so könnte Eolanee zu einer großen Macht heranwachsen.“

„Davor haben einige der anderen Angst“, räumte Bergos ein. „Aber noch ist Eolanee ein kleines Mädchen und sich ihrer Fähigkeiten nicht bewusst.“

„Wenn sie denn wirklich vorhanden sind.“

„Für mich gibt es keinen Zweifel.“

„Ja, ich kenne dich, Bergos.“ Erneut sah sie ihn forschend an. „Was erwartest du von mir? Und, was viel wichtiger ist, was erwarten du oder der Rat von Eolanee?“

„Ich glaube, dass dieses Kind über beide Fähigkeiten verfügt. Aber sie ist sich dessen nicht bewusst und die Kraft ist noch nicht ausgeprägt. Wir hätten die Macht, dafür zu sorgen, dass sie sich niemals entwickeln kann. Aber ich glaube, dass dies falsch wäre. Noch nie gab es einen Menschen, der beide Gaben in sich trug. Eolanee könnte zu einer gewaltigen Kraft werden. Zu einer Prophetin des Lichts oder zu einem Dämon der Finsternis. Wenn wir sie auf ihrem Weg begleiten und sie behutsam führen, liegt es in unseren Händen, ob sie zur Hoffnung oder zum Fluch für uns Menschen wird.“

„Also willst du sie schulen?“

Bergos nickte entschlossen. „Mit deiner Hilfe. Ich vermag ihr das Wesen der Aura zu vermitteln, aber du musst dies bei den Fähigkeiten einer Baumhüterin tun. So können wir sie gemeinsam auf dem richtigen Weg halten, wenn sich ihre Kräfte entwickeln.“

„Eolanee ist ein kleines Mädchen. Sie hat grausames erlebt. Ihre Eltern sind tot, ebenso ihre Freunde und jene Menschen, die sie kannte. Diese Last ist groß und kann ihre Seele in Finsternis stürzen.“ Neredia wandte sich dem Geländer zu und blickte zu den nächsten Kegelbäumen hinüber. In diesen Stunden der Nacht wirkte das Tal besonders friedvoll. „Sie sollte bei einem Paar aufwachsen, das sie liebevoll umsorgt und ihre kleine Seele vor weiterem Schaden bewahrt.“

„Das wird sie.“

„Ich meine nicht dich und mich, Bergos Ma´ara´than, und das weißt du genau.“

„Dennoch können wir sie mit unserer Liebe umsorgen.“

„Ich weiß, dass viel Liebe zu den Menschen in deinem Herzen ist, Bergos.“ Neredia seufzte vernehmlich. „Aber Eolanee sollte nicht die Kräfte der Macht erlernen, sondern ein unbeschwertes Kind sein, dass wieder Lachen kann.“

„Du hast Recht, Neredia, Hüterin der Bäume.“

„Es ist nicht richtig, ihr ein glückliches und unbeschwertes Leben zu verweigern.“

„Auch darin stimme ich dir zu.“

„Und dennoch willst du Eolanee schulen?“

„Dennoch will ich es tun.“

Dieses Mal klang Neredias Seufzer besonders schwer. „Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als dich mit meinen Kräften zu unterstützen. Vielleicht vermag ich als Frau ein wenig von dem Schaden zu mildern, den du als Mann sicher bei dem armen Kind anrichten wirst.“

„Dann ist es beschlossen?“

Die Baumhüterin nickte.

Bergos atmete erleichtert auf. „Dafür danke ich dir.“

„Lass mich nun zu Eolanee gehen. Sie ist im Haus einer guten Familie, im Schutz eines starken Baums, aber sie hat sich völlig in sich zurückgezogen. Meist kauert sie in einer Ecke und zittert. Nur mir gegenüber öffnet sie sich ein wenig und lässt sich von mir füttern. Vielleicht, weil ich ebenfalls aus Ayan bin und sie mich gut kennt. Sie hat nicht einmal die Kraft zu weinen, Bergos. Ich weiß nicht, ob Eolanee jemals wieder zu sich finden wird. Sie wird alle Liebe brauchen, die man ihr geben kann.“

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