Andreas Jurca - Die Liga der Loser
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Es war Freitag. Als ich diesen Morgen aufwachte, dachte ich, der gestrige Tag sei nur ein böser Traum gewesen. Aber mit jeder Sekunde mit der mehr und mehr die Müdigkeit aus meinem Kopf wich, wurde die Erinnerung an alle widerlichen und schmerzhaften Details klarer. Es war kein Traum gewesen, es war Wirklichkeit. Ich schaute an die Decke. Sie war weiß und kahl. Tief in mir fühlte ich einen Schmerz, der kein körperlicher war, aber dennoch vorhanden. Am liebsten wäre ich daheim geblieben, aber dann hätte meine Mutter zu viele unangenehme Fragen gestellt und das wollte ich nicht. Sie sollte nichts darüber erfahren. Niemand sollte je etwas darüber erfahren. Niedergeschlagen und kraftlos machte ich mich auf den Weg zur Schule. In der Straßenbahn sah ich eine Gruppe Jugendlicher. Sie waren ungefähr in meinem Alter; zwei Mädchen und zwei Jungs und sie unterhielten sich über einen witzigen Vorfall an ihrer Schule. Mir ging es nicht darum über was sie sich unterhielten, es war wie sie sich unterhielten. Wie sie lachten und wie sie miteinander umgingen. Sie wirkten glücklich. Es sah so einfach aus, warum war mir so etwas Einfaches vergönnt? Was habe ich denn Falsches getan? Die einzige Antwort die ich auf die mir selbst gestellten Fragen bekam, war dieses Gefühl der Wertlosigkeit. Eine andere Erklärung fand ich nicht. Ich bin es nicht wert.
Meine Niedergeschlagenheit blieb nicht unbemerkt und so fragte mich Leonard in der Schule besorgt: "Stimmt etwas nicht?" Wir teilten viel Persönliches miteinander, aber dass ich gestern dazu gezwungen wurde Hundescheiße zu essen, wollte ich ihm nicht sagen. "Nein." antwortete ich monoton. Er wandte sein rundliches Gesicht von mir ab und schaute zu den Eliten herüber. "Ist es wegen Lea? Hast du Liebeskummer?" Lea, sie war heute schlicht gekleidet, mit einer Jeans und einem Poloshirt. Dennoch war sie alles andere als schlicht. Sie hätte auch in Lumpen daherkommen können, sie wäre immer noch das schönste Mädchen. Sie lachte gerade über etwas. Ihr Lachen entblößte eine Reihe weisser Zähne. Nach jedem Lachen zwickte sie keck ihre Augen zusammen. Bei diesem Anblick fühlte ich mich wie verloren und nichts anderes außer diesem Mädchen ging mir mehr durch den Kopf. Rick legte den Arm um ihre Hüfte und küsste sie auf den Mund. Kein Schauspielerpärchen hätte es besser machen können als diese beiden. Ich beneidete Rick. Ich beneidete jeden in dieser Clique. Sie sahen alle so glücklich aus. "Ich seh' doch, dass etwas nicht mir dir stimmt. Hör mal, wenn es wegen deinem Plan ist. Er ist ja ganz gut gewesen, aber du musst einfach akzeptieren, dass Lea niemals etwas mit dir anfangen wird. Es tut mir leid dir das so direkt ins Gesicht sagen zu müssen, aber du machst dich nur selbst damit fertig." Er hatte recht. Der Traum war zu schön um jemals in Erfüllung gehen zu können. "Ich weiß Leonard, ich weiß." Aber einem anderen Teil in mir war diese Erkenntnis gleichgültig. Dieser Teil kannte kein 'Nein' und kein 'Unmöglich'. Es war ein Teil, der sie haben wollte und dem es gleichgültig war, welche Argumente ich ihm entgegenbrachte. Und dieser Teil ließ mich Lea nicht vergessen. Die restliche Pause schwiegen wir uns an. Mir begann alles gleichgültig zu werden. Der Unterricht interessierte mich nicht, aber es war mir auch gleichgültig ob ich jetzt welchen hatte oder nicht. Irgendwie schien mir alles egal. Wenn nicht bald etwas geschehen würde, wüsste ich nicht weiter. Heute hatte ich auch das erste Mal an Selbstmord gedacht. Warum sollte ich denn noch leben, wenn das Leben nur Schmerz für mich war? Als der Gong schlug und das Unterrichtsende markierte, waren alle darum bemüht so schnell wie möglich aus der Schule hinaus und ins Wochenende hinein zu kommen. Mir war es gleich und so ging ich als Letzter aus dem Klassenzimmer. Alle schienen so lebensfroh, so energiegeladen. Heitere Unterhaltungen drangen in meine Ohren von Schülern, die ihr Wochenende mit Partys verplanten. Ihre Freude verstärkte meine Trostlosigkeit nur noch. Ich würde mein Wochenende alleine vor dem PC verbringen. Langsam bewegte ich mich auf den Ausgang zu, als mich ein Tippen auf meine Schulter innehalten ließ. Ich erwartete Leonard zu sehen, doch als ich meinen Kopf drehte, sah ich stattdessen Richard in Begleitung einer schönen Blondine. Ich kannte ihren Namen nicht, aber ich sah sie immer bei den Eliten. Überrascht schaute ich ihn an und wusste nicht was ich sagen sollte, aber scheinbar erwartete er auch nicht, dass ich etwas sage, denn er fing an: "Heute Abend steigt eine Party bei mir. Du kannst auch kommen. Ich wohne in der Könbergstraße 10. Du weißt wo das ist?" Völlig überrumpelt nickte ich nur. Jeder weiß wo die Könbergstraße ist. Das war die absolute Bonzengegend. "Gut, dann bis heute Abend." Immer noch sprachlos stand ich da und blickte ihm und seiner Freundin hinterher. Richard hatte mich auf eine Party zu sich Nachhause eingeladen. Auf so einer Party waren nur ausgewählte Leute eingeladen, eigentlich nur Leute aus ihrer Clique. Der Plan war also doch aufgegangen, zumindest der Anfang. In diesem Moment jubelte alles in mir und meine Welt schien auf einmal doch nicht mehr so trostlos. Ich durfte hoffen.
Ich konnte es kaum erwarten Leonard anzurufen, um ihm alles zu erzählen. Er würde mir nie im Leben glauben, dass ich Wilhelm, der Loser Wilhelm, von Richard, einem der angesagtesten Leute der Schule auf eine Party eingeladen wurde. Die ganze Straßenbahnfahrt über dachte ich an heute Abend. Von den Sachen die ich anziehen konnte, bis hin zu den gewagtesten Fantasien wie es auf der Party sein würde. Ob Lea auch kommt? Natürlich wird sie kommen. Mein Herz machte einen Sprung bei der Vorstellung ich spräche mit dem Mädchen aus nächster Nähe, welches ich seit Jahren nur aus der Weite beobachten konnte, ohne jemals ein Wort mit ihr zu wechseln. Aber mein Enthusiasmus ging schnell flöten, als mir einfiel, dass sie vermutlich in Begleitung ihres Freundes auftauchen wird. Und bei dem Gedanken, Rick könnte mich vor allen verarschen, bekam ich ernste Ängste überhaupt hinzugehen. Wenn das alles nur eine Verarsche war und sie sich nur über mich lustig machen wollten? So ein hinterlistiger Plan würde mich nicht überraschen. Was wollten sie auch mit mir? Ich hätte mich selbst nicht eingeladen, wenn ich Richard wäre. Ob er überhaupt erwartete, dass ich komme? Ich weiß es nicht. Meine Gefühle machten alle Hochs und Tiefs durch, während ich alle möglichen Szenarien durchging. Letztlich kam ich nur zu dem Ergebnis, dass ich es riskieren musste hinzugehen, wenn ich Lea wirklich wollte, wenn ich wirklich glücklich sein wollte. Sobald ich an meiner Haltestelle ausstieg, überkam mich ein schlechtes Gefühl. Ängstlich schaute ich mich um, darauf gefasst jeden Moment Murat und seine Truppe zu sehen. Der Weg von der Haltestelle bis zu meiner Haustür war wie ein Gang durch die Hölle. Hinter jeder Ecke konnten sie plötzlich auftauchen. Ich wollte mir gar nicht vorstellen was sie mir wieder antäten. Ich wollte einfach nur so schnell wie möglich Nachhause. Und ohne weiter nachzudenken rannte ich los. Die Leute an denen ich vorbeilief, drehten verwundert ihre Köpfe nach mir um, aber keiner sagte etwas. Es wäre mir auch egal gewesen, ich hielt die Angst einfach nicht mehr aus und so gab ich dem Drang zu Rennen einfach nach. Mir war keiner von ihnen begegnet, als ich aber um die Ecke meines Blocks biegen wollte, erwartete ich sie schon. Ich bremste meinen Lauf ab und zwang mich zu einem flacheren Atmen, damit mich keiner hörte. Als ich um das graue Mauerwerk blickte, sah ich niemanden. Keiner war da. Erleichtert ging ich weiter.
Da es Freitag war, hatte mein Vater früher aus und wir aßen alle zusammen am Küchentisch. Freitags war er nicht ganz so gereizt nach der Arbeit und so sprachen wir miteinander auch mehr als nur das Nötigste. "Heute Abend ist Champions League. Was meinst du wer gewinnt?" fragte mich mein Vater. Fußball war sein Hobby. Eigentlich war es auch das Einzige, das ihn so richtig begeisterte. Wenn Bayern München spielte, dann zählte nichts anderes mehr und er wollte mich auch für Fußball begeistern. Dumm nur, dass ich mit dieser Sportart nichts anfangen konnte. Und so antwortete ich wie jedes Mal: "Keine Ahnung, Bayern?" Er legte sein Besteck auf den Tisch und sah mich empört an. "Natürlich Bayern! Das muss entschlossener kommen!" Er brüllte mich förmlich an, was mich aber unbeeindruckt ließ. Das Brüllen war kein Ausdruck des Zorns, sondern mehr die Zuschaustellung seiner Liebe für den Verein. Mutter verzog das Gesicht. "Wir haben es verstanden. Bayern ist klasse, du musst nicht jedes Mal schreien, um uns das zu klarzumachen." Mit einer wegwischenden Geste warf er ihren Tadel zur Seite und wandte sich wieder mir zu. Ich wusste was jetzt kommt. "Wie schaut's aus, kommst du heute Abend mit in die Bar? Wir machen uns einen richtigen Männerabend und schauen uns mit den Jungs das Spiel an." Mit 'Jungs' meinte er seine 40jährigen Freunde, die sich alle besoffen und über Fußball sprachen. Ein paar Mal war ich mitgegangen, aber ich konnte einfach keine Begeisterung dafür entwickeln. Mich interessierte nicht wie diese überbezahlten Typen spielten. Ich verstand nicht einmal weshalb sich alle so mit ihren Vereinen und deren Spieler identifizierten. Über die Hälfte der Mannschaft stammte meistens nicht einmal aus Deutschland, geschweige denn aus meiner Stadt. Also was verbindet mich mit einem Afrikaner, der ein sechsstelliges Gehalt bezieht, umgeben von Modells ist, einen eigenen Fuhrpark besitzt und schlicht gesagt ein Star ist? Rein gar nichts. "Tut mir leid, aber ich bin heute schon auf einer Party eingeladen." Auch ohne diese Entschuldigung hätte ich abgesagt. Meine Mutter schaute mich erfreut an und hakte nach: "Auf eine Party? Bei Leonard?." Sie fühlte irgendwie, dass ich nicht gerade der beliebteste Junge war. Außerdem gefiel es ihr nicht, wie ich mich in meinem Zimmer mit Computerspielen isolierte. "Nein, Mama. Bei einem anderen Freund." Naja, die Bezeichnung 'Freund' traf es nicht so ganz. Ich hatte zwar vor mich mit Richard anzufreunden, aber davon war ich noch weit entfernt. Sie nickte nur lächelnd und beließ es dabei, da sie wusste, dass ich ungern über solche Sachen mit meinen Eltern sprach. Mein Vater war konzentrationsmäßig schon ausgestiegen als ich ihm absagte, weshalb er nur nachdenklich die Suppe aß. Mit einem fragenden Gesichtsausdruck wandte er sich Mutter zu. "Wo warst du eigentlich gestern Nachmittag?" Sie hatte ihm den Rücken zugewandt, da sie sich gerade einen Teller Suppe einschenkte. Vater konnte nicht sehen, wie sie für einen Moment erstarrte. Aber ich konnte es. "Zuhause, wo sollte ich denn sonst sein?" Sie war nicht Zuhause gewesen. Ich war alleine da gewesen, nachdem ich die Hundescheiße fressen musste. Und nun sah sie mich mit so großen Augen an, als ob sie von mir einen Widerspruch erwartete. Ich sagte nichts. Stattdessen führte ich nur still einen weiteren Löffel Suppe in meinen Mund. "Weil ich angerufen habe und niemand rangegangen ist. Wilhelm geht ja nie ans Telefon ran, aber du schon." hakte er nach. "Dann habe ich es vermutlich nicht gehört." antwortete sie. Mein Vater sah mich an, zuckte mit den Schultern und aß weiter. Später warf mir meine Mutter einen dankenden Blick zu, der mich nachdenklich machte.
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