Andreas Jurca - Die Liga der Loser
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Ich ging sofort in mein Zimmer und sperrte ab. Meine Mutter kam natürlich nach einer Weile und klopfte an die Tür, aber ich wollte alleine sein und ich wollte auch nicht, dass meine Mutter erfährt, dass ihr Sohn verprügelt wurde. Ich konnte es bis jetzt vor meinen Eltern verbergen und würde es auch weiter tun. Meinen Vater würde es vermutlich nicht einmal interessieren, er hätte dann bestimmt so etwas gesagt wie 'Von dir habe ich auch nichts anderes erwartet, du Schlappschwanz!'. Meine Mutter wäre zur Polizei gerannt, aber das wäre vermutlich mein Todesurteil gewesen. Die Kerle würden mich danach in Stücke reißen. Nein, ich werde weiterhin das tun, was ich bisher immer getan habe: Ich werde versuchen ihnen auszuweichen. Zurückgelehnt saß ich in meinem Bürosessel und schaute durch das Fenster, während Musik aus meinen Computerboxen mich vergessen ließ. Allen Frust, alle Probleme, allen Hass.
Es war ein sonniger Tag draußen. Dieses Jahr war der Frühling besonders warm und manche Leute liefen bereits in kurzen Hosen herum. Ich beobachtete gedankenlos die Wolken am Himmel. Sie bildeten verschiedene Formen, die ich zu erraten versuchte. Jede Wolke hatte die Form eines Gegenstands, eines Tiers oder einer Person. Man musste nur genau genug hinschauen. Die nächste Wolke sah aus wie eine Giraffe. Eine weitere hatte die Form eines Baumes, der einen verkümmerten Ast herunterhängen hatte. Ich beneidete die Vögel die so nahe bei den Wolken flogen. Sie waren frei, konnten an jeden Platz der Welt fliegen und wenn irgendeine Gefahr drohte, schwirrten sie ab und blickten erhaben auf ihre Feinde herab. Ich hatte immer so einen Traum. In diesem Traum konnte ich fliegen. Es gab verschiedene Duplikate von mir, aber sie sahen nicht so aus wie ich. Sie hatten zwar die gleiche Form, aber man konnte nicht ihr Gesicht sehen; sie bestanden nur aus Schatten. Diese Schatten tauchten plötzlich überall auf und wollten mich erwürgen und ich versuchte ihnen davonzufliegen. Ich war aber in einem großen Raum, in dem es keine Fenster und Türen gab. Nur Wände. Ich drückte mich jedes Mal verzweifelt an die Decke, damit die Schatten mich nicht fassen konnten, doch sie streckten sich und streckten sich und griffen schließlich nach mir. Ich versuchte aus ihren Armen zu fliegen, aber jede Kraft verließ mich durch ihre kalte Berührung und sie zogen mich immer tiefer herunter, bis ich in ihrer Mitte war und erstickte. Das war die Stelle an der ich keuchend aufwachte. Ich hasste diesen Traum, er bereitete mir jedes Mal eine solche Angst, dass ich mich nicht wieder schlafen legen konnte. Eine Bewegung in meinem Augenwinkel riss mich aus den Gedanken. Meine Nachbarin, es war ein Mädchen um die 15 Jahre, stand am Fenster und goss ihre Blume. Sie hatte eine weiße Blume. Eine Narzisse? Ich wusste es nicht. Mit Blumen kannte ich mich nicht aus, weil sie mich nicht interessierten. Dafür umso mehr das Mädchen. Sie war blond und hatte große Brüste, was ich von meinem Fenster gut sehen konnte. Jedes Mal wenn ich sie sah, fragte ich mich wie ihr Arsch wohl aussah. Aber ich sah sie nur, wenn sie am Fenster stand und dann auch nur die obere Hälfte ihres Körpers. Ich mochte zwar einen großen Busen bei Mädchen, aber ihr Hintern war mir viel wichtiger. Er durfte groß sein, er durfte klein sein, aber er musste eine schöne Form haben und sollte fest sein. Immer wenn ich an Frauenärsche dachte, erinnerte ich mich an die 6. Klasse zurück. In jener Zeit begann ich Mädchen mit anderen Augen zu sehen. Ihre Körper wurden immer interessanter für mich und ich weiß noch heute, wie ich Janinas Arsch - sie saß vor mir - andauernd anstarrte und dabei eine solche Latte schob, dass ich dachte er würde gleich zerplatzen. Er platzte nicht, aber ich wurde an die Tafel gerufen … Meine Nachbarin blickte mir plötzlich in die Augen und ich zog verschreckt den Kopf ein, um aus ihrem Blickfeld zu kommen. Mir war sowas immer irre peinlich. Sie dachte bestimmt, ich sei ein perverser Spanner. Als ich wieder hinschaute, war sie weg. Ich war etwas enttäuscht. Ihr zuzuwinken oder einmal etwas zuzurufen hätte ich mich nie im Leben getraut, aber dennoch war ich traurig als ich sie nicht mehr dort stehen sah. Meine Gedanken kehrten zu Lea zurück. Ich hatte Schuldgefühle, dass ich an ein anderes Mädchen außer Lea dachte. Es kam mir dann immer so vor, als ob ich meine Liebe zu ihr verraten würde. War es eigentlich Liebe? Wenn ich sie sehe, zerspringt mir beinahe das Herz vor Begehren. Wenn sie geht, vergöttere ich ihre anmutigen Bewegungen. Wenn sie spricht, schaudere ich bei diesem wundervollen Klang, als ob es die Stimme eines Engels ist. Ja, ich liebe sie! In meinem ganzen Leben hat kein Mädchen diese Gefühle in mir hervorgerufen. Nichts hat je diese Gefühle in mir hervorgerufen! Ich musste sie haben und so widmete ich mich wieder meinem Plan und nahm den Umschlag mit den Mathearbeiten aus der Tasche und legte sie mir auf den Schoß. Morgen spreche ich Richard darauf an.
Die erste Stunde hatte ich Biologie. Richard hatte Biologie abgewählt, weshalb ich ihn erst zur zweiten Stunde sehen würde, wenn wir wieder Mathe hatten. Ich wusste immer noch nicht so recht wie ich ihn ansprechen sollte. Im Matheunterricht war es sowieso unmöglich. In der Pause wäre es zwar möglich, aber nur wenn er nicht bei der Elitengruppe stand. Ich konnte mir jetzt schon vorstellen wie ich mich vor Nervosität vor allen übergeben würde, wenn ich auf all die verächtlich dreinblickenden Augen zuginge. Nein, ich musste ihn abfangen bevor er zu seiner Clique stößt. Es läutete. Die Biologiestunde war zu Ende und ich machte mich auf den Weg zum Mathekurs. Der Raum war auch im Erdgeschoss, aber in einem anderen Flügel. Auf dem Weg dorthin, spielte ich immer wieder meine Begegnung mit Richard durch. Was war, wenn er wider Erwarten nicht erfreut darüber sein wird? Diesen Gedanken verwarf ich sofort. Wie verzweifelt er damals vor der Ex war, so konnte er nun gar nicht anders als froh darüber zu sein, außer er hatte sich beruhigt und ihm wäre es mittlerweile gleichgültig. Weiter darüber nachdenken konnte ich nun sowieso nicht mehr, da ich nun im Klassenzimmer war und Richard suchte. Er war noch nicht da. Erwartungsvoll heftete ich meinen Blick auf den Eingang. Der Raum füllte sich langsam, aber kein Richard in Sicht. Johannes trat ein. Ich spürte wie mir flau im Magen wurde als er mich ansah. Dass Johannes darüber Bescheid wusste, hatte ich ganz vergessen. Ich beruhigte mich aber, als mir die Erkenntnis kam, dass ich jetzt sowieso nichts mehr ändern konnte. Ich konnte nur noch in stiller Resignation abwarten was passiert. Wenn er mich verpfeift, dann war das die letzte Mathestunde auf dieser Schule. Frau Schmidt kam mit stechenden Schritten in das Klassenzimmer marschiert. Ihr hinterher, als letzter, Richard. Er schloss die Tür hinter sich. Allein an ihrem Gang merkte man, dass etwas nicht stimmte. Sie hat den Diebstahl bemerkt, dachte ich sofort. Mein Herz flatterte und ich musste mich konzentrieren, nicht all zu nervös zu wirken. Als sie zum Stehen kam und in die Klasse schaute, spürte ich, wie sich jeder Muskel in mir verkrampfte. "Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass mir die Arbeiten abhanden gekommen sind. Ich weiß nicht wie das geschehen konnte, aber ich finde sie einfach nicht mehr." Sie entschuldigte sich vor der ganzen Klasse, welche im ersten Moment gar nicht wahrnahm, was sie da eigentlich sagte. Ich tat mich schwer zu realisieren, dass sie dachte, sie hätte sie verloren. Aber als sie sich abermals entschuldigte, wurde mir klar, dass sie dachte sie sei wirklich selbst schuld am Verschwinden der Arbeiten. Die halbe Klasse jubelte. Allen voran Richard, welcher wie erlöst wirkte. Ihm war es immer noch wichtig gewesen. Aber Johannes jubelte nicht. Er saß einfach nur da und blickte starr nach vorn. Frau Schmidt hielt sich nicht länger auf und machte weiter mit dem Lehrstoff. Die ganze restliche Stunde erwartete ich, dass sich Johannes meldet und mich preisgibt, aber nichts dergleichen geschah. Auch nach dem die Stunde vorüber war, ging er einfach hinaus, anstatt Frau Schmidt anzusprechen. Er hatte es für sich behalten. Ich folgte Richard eilig. Überall um mich herum schwirrten Schüler aus ihren Klassenzimmern in die Pause hinaus. Stimmengewirr und Rumgehaste tobte um mich herum. Ich ließ mich davon nicht ablenken und behielt mein Ziel im Auge. Er peilte die dicke Säule in der Aula an. Dies war ein beliebter Treffpunkt für viele Schüler. Jeder wusste wo die dicke Säule war, man konnte sie gar nicht verfehlen. Sie war rund und bemalt. Verschiedene Bilder und Zeichen waren darauf zu sehen. Die Leute aus dem Kunstkurs tobten sich jedes Jahr neu an der Säule aus, weshalb sie ein sehr chaotisches Bilderpanorama bot. Richard wartete scheinbar auf jemanden und er war allein. Die Aula war nicht unbedingt der beste Ort dafür ihm die Arbeiten zu zeigen, aber so früh würde ich keine weitere Chance bekommen. Ich nahm den Umschlag mit den Arbeiten aus meinem Schulranzen heraus, packte meinen ganzen Mut zusammen und ging auf ihn zu. "Hey, Richard. Ich hab gesehen wie sehr dir die Ex zu schaffen gemacht hat und da hab ich gleich mal eine gute Tat vollbracht." Ich drückte ihm den Umschlag in die Hände und wandte mich sofort wieder von ihm ab, ohne auch nur einen Blick nach hinten zu werfen. Besser hätte ich es nicht machen können. Still lächelnd ging ich in die Pause hinaus.
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