Andreas Jurca - Die Liga der Loser

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Der 17jährige Wilhelm und sein bester Freund Leonard gehören nicht gerade zu den 'Coolsten' der Schule, doch eines Tages entscheidet sich Wilhelm diesen Umstand zu ändern, als er darin die einzige Möglichkeit sieht seinem Schwarm Lea näher zu kommen. Auch wenn es anfangs zu klappen scheint, kommt letztlich alles ganz anders. Eine Mischung aus verschmähter Liebe, Ausgrenzung, Verzweiflung und Hass führen zur Gründung der Liga der Loser, welche die Machtverhältnisse an der Schule völlig auf den Kopf stellt.

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Lea saß genau mir gegenüber. Besser gesagt, ich saß ihr gegenüber, denn ihr Platz war so eine Art Loge. Nicht wegen dem Platz an sich, sondern wegen den Leuten, die sich dort befanden. Hier fand man die Elite der Schule. Elite, weil in dieser kleinen, aber wohl feinsten Gruppe, die schönsten und beliebtesten Schüler waren. Der Großteil von ihnen wohnte auch im nobelsten Viertel der Stadt und der Teil, der nicht aus einer reichen Familie stammte, war einfach super schön oder hatte eine außergewöhnliche Ausstrahlung, die ihn beliebt machte, und somit zur Mitgliedschaft in dieser exklusiven Gesellschaft befähigte. Und irgendwie hatte es sich auch eingebürgert, sie Elite zu nennen. Es war eigentlich wie im alten Rom. Das war das Kolosseum, wir der Pöbel, waren rundherum und die Eliten waren die Senatoren, Lea in ihrer Mitte die Kaiserin, die mit einem Fingerzeig über beliebt oder unbeliebt entschied. Alle die nicht zu einer dieser Gruppen gehörten, machten die durchschnittliche, graue Masse aus. Und zu dieser grauen Masse gehörte ich: Wilhelm Rauter. Im Grunde maßen sich alle an Leuten wie mir. Jeder versuchte verzweifelt anders zu sein als die graue Masse. Das Wort „anders“ traf es nicht ganz, besser traf es „cooler“. Wir leben in Zeiten in denen Individualität angesagt ist; merkwürdiger Weise lassen sich aber alle Individualisten in eine Sparte einteilen, wie ich es eben gemacht habe. Jeder will individuell sein und genau das haben sie alle gemeinsam. Irgendwie paradox. Aber es ändert nichts daran, dass ich wie jede Pause, in der grauen Masse sitze, mein Pausenbrot mampfe und die unerreichbare Lea anglotze.

Leonards Lockenkopf war schon von weitem zu sehen. Leonard ist sozusagen mein bester Freund. Wir kennen uns schon seit der Grundschule. Ich musste immer wieder lächeln bei der Erinnerung, wie wir uns in der 5. Klasse kennengelernt hatten. Leonard wollte gerade sein Pausenbrot essen, als ihn ein anderes Kind umrannte. Sein Sandwich war dabei in eine Pfütze gefallen und nur noch ein Haufen klätschiges Etwas. Mit großen verzweifelten Augen hatte er sein Pausenbrot angestarrt. Obwohl er es nie zugab, war ich fest der Meinung, er hätte es noch gegessen, wenn ich ihm damals nicht die Hälfte von meinem Stück angeboten hätte. Wir verstanden uns auf Anhieb. Ab dem Tag waren wir Freunde. "Wie weit bis du?" fragte er als Begrüßung. "Südeuropa und Mitteleuropa gehören mir. Mein Kreuzzug ist vor Konstantinopel. Musste den alten Papst aber ermorden lassen und erst nachdem einer meiner Kardinäle zum neuen Papst gewählt wurde, bekam ich die Erlaubnis für den Kreuzzug." Wir sprachen über ein Computerspiel, bei dem man die Herrschaft über ein mittelalterliches Königreich übernahm und dessen Geschicke lenkte. "Der Papst nervt mich. Ich besetze Rom immer und schicke dann einfach die regulären Armeen nach Jerusalem." sagte er und packte sein Pausenbrot aus. Ein dreilagiges Schinken-Käse-Sandwich. Leonard war, gelinde ausgedrückt, übergewichtig. Er zog aber auch immer diese unvorteilhaften T-Shirts an, die vor seinem Bauch spannten. Ich hatte schon öfter vergeblich versucht ihn dazu zu überreden, etwas weitere Shirts zu kaufen, aber er meinte, dass dann seine muskulösen Oberarme nicht so zur Geltung kämen. Und jetzt im Sommer musste er sie ja den Mädels zeigen. Leonard hatte noch nie eine Freundin gehabt und versuchte deshalb alles Mögliche um eine abzubekommen, außer eben sie direkt anzusprechen. Mir ging es ähnlich, von einem One-Night-Stand bei einer Party letzten Jahres abgesehen, hatte ich auch noch nie was mit einem weiblichen Wesen am Laufen. Das Mädchen auf der Party hieß Chaquline und war sturzbetrunken gewesen. Sie hatte mich in jener Nacht im Keller des Hauses entjungfert. Ich war natürlich nach drei Sekunden gekommen, was für sie einen recht kurzen Spaß bedeutete. Am nächsten Tag hatte ich sie fünfmal erfolglos angerufen und erst beim sechsten Mal meldete sie sich und stellte klar, dass sie absolut betrunken gewesen war und nur deshalb was gelaufen sei; sie gab mir eindeutig zu verstehen, dass sie nie im Leben etwas Ernsthaftes mit mir anfangen würde und ich mich nie wieder bei ihr melden sollte. Die darauffolgenden Tage verbrachte ich damit mir die Seele aus dem Leib zu heulen. Wenigstens wusste ich seit dem wie es war Sex zu haben und würde nicht als Jungfrau sterben. Auch wenn es nur drei Sekunden waren.

Wir aßen halbherzig unsere Pausenbrote, indes wir uns weiter über das Spiel unterhielten. Der gewohnte Pausenhoflärm hatte etwas Beruhigendes an sich. Dutzende Unterhaltungen die aus allen und keiner Richtung zugleich tönten wurden ergänzt von alltäglichen Lauten wie das Gähnen eines müden Schülers, das Lachen einer Gruppe, welches in den unterschiedlichsten Nuancen durch die Luft hallte und doch einheitlich in die Ohren drang. Dies wiederum kombinierte sich mit dem regelmäßigen, dumpfen Aufprallen eines Hacky-Sacks von einem Schuh zum anderen, wurde erweitert durch das raue Rollen der Skateboardräder auf dem Betonboden des Rondells. All diese Geräusche wurden vom Rascheln der Blätter, das durch eine sanfte Windbrise erzeugt wurde, eingerahmt. Nur ein Geräusch störte. Es war das zielstrebige, lauter werdende dumpfe Aufklingen von Schuhen, die in meine Richtung stapften. Ich wusste schon bevor ich überhaupt hinsah, wer es war. Meine Augen bestätigten es dann nur noch: Rick und seine beiden Freunde Tom und Dennis standen da. Dieses Trio gehörte zur Elite. Alle drei waren groß, gut aussehend, kleideten sich in den coolsten und teuersten Markenklamotten und trieben irgendeinen Leistungssport. Dass sie alle drei aus wohlhabenden Familien kamen, versteht sich von selbst. Diese Typen waren die bekanntesten und beliebtesten Jungs der Schule. Sie konnten das, was ich nicht konnte: Und zwar jedes Mädchen der Schule haben. Aber keinen beneidete ich mehr als Rick. Er hatte nämlich das, was ich am allermeisten begehrte: Lea. Wie oft hatte ich schon versucht irgendwelche Mängel an diesem geleckten Armanimodelverschnitt zu finden. Bis auf seine Arroganz, die er sich ohne weiteres leisten konnte, gab es nichts, was man an ihm hätte aussetzen können. Und wenn sein selbstsicheres Auftreten die Mädchen nicht schon von den Socken haute, dann begannen sie spätestens beim Anblick seines Colgatelächelns wie schüchterne Grundschulmädchen zu kichern. Ich hatte das schon oft beobachtet und für mich persönlich festgestellt, dass wenn es einen Gott gäbe, dieser ein echt unfaires Arschloch sein musste. Denn alles was Rick hatte, hatte ich nicht. Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, hatten er und seine Freunde diese perfide Angewohnheit irgendwelche Loser wie mich und Leonard fertig zu machen. Aber vor allem auf die Fetten hatten sie es abgesehen. Mit einem selbstgefälligen und gehässigen Lächeln standen sie da. Rick schob seine Sonnenbrille mit einer langsamen Geste nach oben und ging neben Leonard in die Hocke. Rick hatte ein weißes Seidenhemd und eine beige Stoffhose an, was ihn elegant wirken ließ und uns noch gewöhnlicher, als wir es ohnehin schon waren. "Na, wie geht's dir so Leoarsch?" Tom und Dennis lachten im Hintergrund. Was sollte Leonard schon sagen? Er sagte nichts und schaute nur stumm zurück. Es tat mir leid wenn ich ihn so eingeschüchtert dasitzen sah. Und die Mayonnaisereste an seinem Kinn machten es auch nicht besser. "Bist heute wohl nicht so gesprächig, hm?" Leonard kaute mit einem düsteren Gesichtsausdruck sein Essen weiter und Rick blickte nun zu dessen Sandwich und deutete darauf. "Kann ich mal beißen?" Noch bevor Leonard irgendwas sagen oder tun konnte, hatte es ihm Rick schon aus der Hand gerissen. "Hey!" Der hilflose Protestlaut wurde völlig ignoriert. Rick klappte eine Lage des Pausenbrots auf und betrachtete angeekelt den Inhalt. "Ich glaube, ich will doch nichts mehr davon." Dann schaute er Leonard wieder entgegen, der so eingeschüchtert war, dass er vergessen hatte zu kauen und sprach: "Aber wisst ihr was ich gehört habe?" Rick machte ein ernstes Gesicht und schaute auch mich an. Wollte der sich etwa ernsthaft mit uns unterhalten? "Mayonnaise ist gut für die Haut." Und mit diesen Worten klatschte er uns die Sandwichhälften ins Gesicht. Um uns ertönte Gelächter und als ich mir die Essensreste aus dem Gesicht pulte, spürte ich wie alle Blicke auf uns gerichtet waren. Natürlich war ich wütend wegen der Blamage und hätte am liebsten allen drein die Schnauze poliert. Aber die Chancen, dass es dann zu einer noch größeren Blamage würde, die so aussähe, dass ich mit gebrochener Nase auf dem Boden liege und das dann wirklich jeder mitbekommt, waren zu groß, um es zu riskieren. Einfach ausgedrückt: Ich hatte schiss vor den Typen und genau deshalb ließ ich es mir gefallen. Die drei gingen lachend weiter und ich holte ein paar Taschentücher heraus, reichte Leonard welche und wischte mir das Gesicht ab. Jetzt würde ich den ganzen Tag diesen säuerlichen Mayonnaisegeruch in der Nase haben. Leonard machten solche Sachen mehr zu schaffen als mir. Nicht, dass es mir nichts ausmachte, spätestens als Rick drüben bei Lea war, diese küsste und lachend auf mich zeigte, spürte ich wie mein bereits extrem ramponierter Stolz einen weiteren schweren Schlag erlitt. Ich musste wegschauen. Es war zu peinlich um ihrem Blick noch erwidern zu können. Das einzige was mich nicht heulend auf die Toilette rennen ließ, war Leonard. Die Tatsache, dass wir uns zusammen blamierten, machte die Sache ungemein leichter. Und in diesem Moment dachte ich bei mir, dass ich die bisherige Schulzeit nicht ohne Leo überstanden hätte. "Schade um das Sandwich." sagte ich. Leo musste lachen und schaute mich an. Das brachte mich wiederum zum Lachen und wir beide lachten bis uns der Gong, der das Pausenende markierte, unterbrach. Wir gingen nicht gleich los, da wir noch fünf Minuten Zeit hatten. Meine Augen zog es wieder zu Lea. Sie unterhielt sich aufgebracht mit Rick. Nein, sie stritten! Um was es ging, konnte ich aus dieser Entfernung nicht hören. Es dauerte aber nicht mehr lange und Lea ließ ihren Freund einfach stehen und ging weiter. Sie hatte ein enganliegendes rotes Sommerkleid an, das kurz unter ihrem umwerfenden Hintern endete und bei jedem Schritt die Hoffnung erweckte, es rutsche beim nächsten Schritt ein klitzekleines Stück weiter nach oben, was es aber nicht tat. Enttäuscht schaute ich wieder zurück und erstarrte für einen kurzen Moment. Ihr Freund schaute mir genau in die Augen und hatte ein düsteres Gesicht aufgesetzt. Schnell schaute ich zu Boden. Für heute hatte ich genug Demütigung, deshalb wollte ich auch nichts herausfordern. Ich fragte mich worüber sie sich wohl gestritten hatten? Vielleicht über die Aktion der drei zuvor? Mädchen waren ja bekanntlich nicht sehr begeistert über so ein Proletenverhalten. Na hoffentlich hatten sie darüber gestritten. Obwohl ich mir nicht ihren Schutz oder ihr Mitleid wünschte, sondern ihre Liebe. Ja, ihre Liebe. Und da entwischte es mir: "Irgendwann wird sie mir gehören." Leonard schaute mich an, als ob ich ein Verrückter sei. "Lea Rosenregen? Mit dir? Mein Freund, du weißt, dass ich es dir von Herzen gönne, aber ich muss dich in die Realität zurückholen. Lea Rosenregen gibt einen Scheiß auf Typen wie uns. Die weiß nur, dass wir existieren, weil ihr Freund uns mit dem ehrenvollen Posten seiner persönlichen Prügelknaben betraut hat. Außerdem hast du in deinem Leben noch kein Mädchen von dir aus angesprochen. Wie willst du dann Lea - fucking - Rosenregen ansprechen?" Mein Freund hatte absolut recht, aber tief in mir revoltierte etwas. Ich weiß nicht was es war oder wie ich es hätte nennen sollen; es war eine Art Gefühl der Gewissheit, dass ich sie haben kann, wenn ich es nur wirklich will. Und dieses Gefühl ließ mich sehr unüberlegt antworten: "Wetten ich traue mich?" Ich hielt ihm die Hand hin. Leonard blickte beinahe mitleidig darauf. "Du zitterst." bemerkte er trocken. "Lenk nicht ab. Wetten ich traue es mich?" Ich hielt sie ihm immer noch entgegen und bemerkte nun auch, dass ich zitterte. Er schaute ein letztes Mal darauf. "Gut, wie du willst." Er schlug ein.

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