Marius Daniel Popescu - Die Wolfssymphonie

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Popescus Roman ist voller eindringlicher Geschich­ten. In einer ausserordentlich dichten und intensiven Sprache lässt er einen Grossvater dem Enkel von dessen Kindheit und Aufwachsen in Rumänien während und nach der Diktatur Ceausescus erzählen – vom Vater, der starb, als er noch ein Kind war, und von der Grossmutter, die die Mutter ersetzte, weil die­se ihr Leben in der Stadt lebte, von den Hühnern im Hof, dem Fussballspielen unter den Kirschbäumen, dem Fischen im Fluss, von den Zigeunern, den Bauern und den arbeitslosen Fabrikarbeitern. Es sind die kleinen Dinge, aber auch die grossen Leidenschaften und Tode, die rasende Fahrt auf dem Trittbrett eines Zuges und das Verenden eines Pferdes, dessen Hufe auf einer Metallplatte angeschweisst wurden. Popescu kann zuhören, er kann zusehen und mitfühlen, er kann verzaubern und verwandeln, fluchen und lachen. Popescus Stimme hat eine urtümliche Kraft. Sie spricht, als würde hier zum ersten Mal gesprochen. Mit seiner Sprachmacht, die die Macht der Sprache anzweifelt und sie bekämpft, höhlt er das alltägliche Gerede aus.

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Erinnerst du dich? Dann kamen Leute, um dir zu kondolieren. Leute, die deinen Vater kannten. Alle haben dir nur Gutes von ihm erzählt. Du wusstest, dass die Leute den Tod nicht mochten. Du hast den Tod auf dem Gesicht jeder Person, die an die Beerdigung deines Vaters gekommen war, gesehen. Seit dem Tag des Begräbnisses deines Vaters kannst du den Tod in jedem Gesicht sehen. Du kannst den Tod in deinem Gesicht sehen. Du schaust dich im Spiegel an und kannst das Gesicht der Marionette sehen, das deines überdeckt. Du schaust im Spiegel die Marionette an, und sie schaut dich an. Du schaust sie an, bis sie ihren Blick abwendet. Dein Onkel war mit seiner Frau gekommen. Dein Vater mochte die Frau seines Bruders nicht. Als dein Cousin geboren wurde, lag deine Großmutter auf dem Sterbebett, und einer ihrer letzten Wünsche war, ihren ersten Enkel noch zu sehen. Die Frau deines Onkels wollte mit dem Kind nicht zu ihr kommen. Sie wollte der Großmutter, die auf dem Sterbebett lag, das Kind nicht zeigen, und dein Vater, der Tag und Nacht am Bett seiner kranken Mutter wachte und von ihrem Wunsch wusste, ihren Enkel noch vor ihrer Reise ins Himmelreich zu sehen, er, dein Vater, ist zum Haus seines Bruders gegangen und hat das frisch geborene Kind mitgenommen, um es seiner Mutter zu bringen. Die Großmutter hat ihren ersten Enkel gesehen und ist ein paar Stunden später gestorben, im Seelenfrieden. Um das Kind seiner Großmutter zu zeigen, musste er seine Schwägerin mehrmals ohrfeigen. Dein Onkel wollte dazwischengehen, aber er hat es nicht getan. Im Haus deines Onkels hat die Frau die Hosen an. Dein Onkel wollte seine Frau dazu bringen, mit dem Kind zur Großmutter zu gehen, aber sie wollte nichts davon wissen. Dein Vater hat ihnen gesagt, dass er imstande sei, ihnen beiden die Fresse zu polieren, wenn sie nicht bald begreifen würden, worum es ginge. Dein Onkel hat sehr wohl verstanden, worum es ging. Er hat deinen Vater machen lassen. Dein Vater hat ein Taxi genommen, und beide sind sie hingefahren. Dein Vater hat den Jungen seiner Großmutter gezeigt, sie hat ihn einige Sekunden lang in ihre Arme genommen, dann hat sie ihn deinem Vater zurückgegeben. Sie hat sich bedankt und gesagt, «bring ihn jetzt zu seinen Eltern zurück!» Dein Vater ist mit dem Kleinen im Taxi wieder zurückgefahren. Er hat das Kind in die Arme der Frau deines Onkels gelegt und hat ihr gesagt, sie sei eine blöde Kuh. Seit jenem Tag haben dein Vater und die Frau deines Onkels nicht mehr miteinander gesprochen. Die Frau deines Onkels ist mit ihrem Mann an die Beerdigung deines Vaters gekommen. Sie ist zu dir hingekommen und hat dir etwas Geld gegeben. Du hast das Geld genommen, hast «danke» gesagt und bist mit deinem Onkel zur Leichenhalle gefahren, mit dem Auto. Du bist, neben deinem Onkel, im Auto gesessen, und du hast dich daran erinnert, dass er ein Auto mit Handschaltung besaß. Du bist in seinem Auto gesessen und hast an deinen Vater gedacht, der sagte, dass die Frau deines Onkels boshaft sei, weil sie krank gewesen war und diese Krankheit nicht richtig überwunden habe. Dein Vater hatte gesagt, dass die Frau deines Onkels an einem Krebs erkrankt war. Sie hatte Brustkrebs gehabt. Sie hatte akzeptieren müssen, dass man ihr beide Brüste entfernte. Sie war wegen ihrer Krankheit boshaft geworden. Sie hatte in die Operation eingewilligt und überlebt. Sie lebte die Boshaftigkeit einer Frau aus, die sich für schön hielt, aber keine Brüste mehr hatte. Dein Vater sagte, dass sie ihren Mann an der Nase herumführe. Dein Vater konnte sie nicht ausstehen. Er wollte sie nicht mehr sehen. Dein Vater sagte, dass sein Bruder der Sklave seiner Frau sei. Dein Vater änderte seine Meinung niemals. Was das betrifft, bist du ihm ein bisschen ähnlich. Du sagst, dass du das, was du sagst, niemals zurücknimmst. In anderer Hinsicht bist du aber weder deinem Vater noch deinem Onkel noch mir ähnlich. Du bist wie der Fluss, in dem du Fischen gelernt hast. Ob du unter den Brücken durchgehst oder sie überquerst, du bittest diejenigen, die dich ihren Gesetzen und ihren Regeln unterwerfen wollen, nicht um Verzeihung. Du unterwirfst dich allen Gesetzen und allen Regeln. Dein Onkel unterwirft sich zweierlei Gesetzen. Er unterwirft sich den Gesetzen der Einheitspartei und den Gesetzen seiner Frau. Dein Onkel fährt dich zur Leichenhalle, in der dein Vater ruht. Er ist einer der Höchsten der Einheitspartei. Dein Onkel ist ein Betriebsdirektor. Er leitet ein Unternehmen der Einheitspartei. Dein Onkel ist ein Ingenieur, der der Einheitspartei unterstellt ist. Er stoppt den Wagen einige Meter neben einem der Eingänge der städtischen Leichenhalle. Er sagt, er gehe die Formulare ausfüllen, die nötig sind, um deinen Vater aus der Leichenhalle holen zu lassen. Du bleibst im Wagen sitzen und denkst an die Fotografie, auf der deine Mutter und dein Vater sich am Tag ihrer Hochzeit haben fotografieren lassen. Deine Eltern haben auf dem Standesamt und in der Kirche geheiratet. Du siehst deine Mutter im Hochzeitskleid und deinen Vater im schwarzen Anzug an ihrer Seite, und du siehst den Ehering deines Vater an einem der Finger seiner rechten Hand. Deine Eltern haben eine große und schöne Hochzeit gefeiert. Du denkst an deine Großmutter, die im Haus auf dem Land nahe dem Fluss geblieben ist. Wenn deine Mutter, nach ihrer Scheidung, für mehrere Tage auswärts arbeiten war, kam dich dein Vater manchmal nachts besuchen. Er ließ das Taxi wieder abfahren und klopfte an die Tür, doch deine Großmutter erlaubte ihm nicht, dich in der Nacht zu besuchen, und sagte, «leg dich oben im Heuboden schlafen, und morgen früh wirst du ihn sehen, deinen Sohn!» Dein Vater schlief im Heu des Heubodens, und am Morgen machte er mit deiner Großmutter und mit dir Witze darüber, was für einen Schnitzer er sich geleistet hatte, deine Großmutter nachts, wenn für gewöhnlich alle Welt schläft, zu belästigen und dich besuchen zu wollen. Dein Vater hatte allerlei Angewohnheiten. Diesbezüglich übertriffst du ihn. Er bat deine Großmutter immer um Entschuldigung, und sie liebte ihn sehr, besonders dafür. Du hast deinen Onkel zum Auto zurückkommen sehen, er ist neben dir eingestiegen, und er hat gesagt, dass dein Vater durch eine andere Pforte aus der Leichenhalle gebracht werde.

* * *

Sie frisiert ihre Puppen mit ihrem eigenen Kamm, dem weißen. Sie streicht mit diesem Gegenstand über die Haare ihrer Puppen, sie spricht mit den Puppen, während sie sie frisiert, sie macht Handbewegungen in der Luft, sie befühlt die Kleider der Puppen und ihre Körper aus Plastik.

Ich wünsche mir, dass du ihr dieses Schiff machst. Sie könnte alle ihre Puppen an Bord setzen. Sie bewegt sich vorwärts wie ein Uhrlaufwerk, das aus dem Gehäuse gesprungen ist und sich fortbewegt. Sie hakt sich mit gekrümmten Zehen am Parkett fest und steht auf, und ihr Körper schwankt auf den Fußsohlen. Sie ist eine Kaskade, sie ist ein Tick-Tack; sie macht einen Schritt, tick; einen nächsten Schritt, tack. Sie setzt ihren linken Fuß auf ihren Holzdrachen, tick: ihr rechter Fuß berührt die Bettdecke, tack. Sie geht auf den Wickeltisch zu, tick-tack, tick-tack, tick, tack, tick, tack. Ihre Beine zeichnen Ticks und Tacks in den Raum. Du hast es gesehen: Sie hat die Konservenbüchse, die voll war, mit ihren Händen greifen können: Sie hat sie hochheben können, und sie hat sie in ihren Händen wenden können, als wäre die Konservenbüchse ihr Spielzeug, ein riesiges Bonbon, ein Stein, eine Waage. Sie hat die Büchse auf den Tisch gestellt und hat mit der rechten Hand den Korkenzieher genommen, hat ihn in ihren Mund gesteckt und mit ihren sechs Zähnchen in den Korken gebissen. Tick-Tack.

Das Schiff wird den Namen Tick-Tack tragen. Sie wird es so nennen. Du kannst in blauer Farbe und mit einem feinen Pinsel «Tick-Tack» auf den Schiffsrumpf schreiben. Sie wird diese Worte anschauen, wie sie die Worte angeschaut hat, welche auf der Konservenbüchse standen. Sie hat das aufgeklebte Papier von allen Seiten angeschaut. Das Schiff wird Korkenzapfen und schön frisierte Puppen transportieren. Die Handelsware wird gut verstaut im Schiffsbauch liegen, und der Kapitän wird darüber wachen, dass sie vor Wind und Wetter geschützt ist. Du stehst auf, sagst den Namen des Kindes, schaust, wie sie sich dir nähert, lächelst sie an, und als sie ganz nah ist, beugst du dich nach vorne, mit offenen Armen, und nimmst sie in deine Arme. Sie schmiegt sich an deine Brust, mit den Armen um deinen Hals geschlungen und dem Kopf auf deiner Schulter. Du hältst sie mit der linken Hand fest, und mit der anderen streichst du ihr über den Rücken. Du machst einen Schritt und noch einen Schritt und noch einen Schritt und noch einen Schritt. Du machst mit dem Mädchen in deinen Armen Schritte im Haus und sprichst mit ihr und streichelst ihren Rücken, bis sie einschläft. Du gehst aus dem Wohnzimmer und in das Badezimmer. Du stellst dich mit dem Rücken zum Spiegel, dann drehst du den Kopf zum Spiegel, und du siehst, wie sie atmet, die Lider geschlossen.

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