Marius Daniel Popescu - Die Wolfssymphonie

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Popescus Roman ist voller eindringlicher Geschich­ten. In einer ausserordentlich dichten und intensiven Sprache lässt er einen Grossvater dem Enkel von dessen Kindheit und Aufwachsen in Rumänien während und nach der Diktatur Ceausescus erzählen – vom Vater, der starb, als er noch ein Kind war, und von der Grossmutter, die die Mutter ersetzte, weil die­se ihr Leben in der Stadt lebte, von den Hühnern im Hof, dem Fussballspielen unter den Kirschbäumen, dem Fischen im Fluss, von den Zigeunern, den Bauern und den arbeitslosen Fabrikarbeitern. Es sind die kleinen Dinge, aber auch die grossen Leidenschaften und Tode, die rasende Fahrt auf dem Trittbrett eines Zuges und das Verenden eines Pferdes, dessen Hufe auf einer Metallplatte angeschweisst wurden. Popescu kann zuhören, er kann zusehen und mitfühlen, er kann verzaubern und verwandeln, fluchen und lachen. Popescus Stimme hat eine urtümliche Kraft. Sie spricht, als würde hier zum ersten Mal gesprochen. Mit seiner Sprachmacht, die die Macht der Sprache anzweifelt und sie bekämpft, höhlt er das alltägliche Gerede aus.

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* * *

Sie kommt in das Zimmer und geht auf die Babytragetasche zu, legt ihre linke Hand unter den Nacken des Kindes, das auf seiner rechten Seite liegt, schiebt die rechte Hand unter die Taille des Babys und hebt es aus seinem Nestchen an ihre Brust; geht ein paar Schritte im Zimmer, so, mit dem Kind an ihrem Körper, bleibt vor dem Bett stehen, legt das kleine Mädchen auf das Laken, auf die linke Seite, legt sich ebenfalls hin, auf die rechte Seite, ganz nah am Säugling, macht den Büstenhalter weg, um zu stillen, massiert einige Sekunden lang mit ihren Fingern ihre rechte Brust und führt, als die Kleine nach der Milch zu verlangen beginnt, die Brustwarze an ihren Mund.

* * *

Aus dieser leeren Konservenbüchse kannst du etwas machen, du kannst sie mit Ölfarben bemalen, du kannst sie innen farbig ausmalen, du kannst sie als Behälter für deine Füllfederhalter und deine Bleistifte benutzen, du kannst ein paar deiner Hemdknöpfe darauf kleben, du kannst sie ins Wasser tauchen. Ich habe einmal auf einem Jahrmarkt leere Konservenbüchsen gesehen, die auf einer Theke zu einer Pyramide aufgetürmt waren. Die Leute machten sich einen Spaß daraus, sie mit Stoffbällen zu bewerfen und die Büchsen zu Fall zu bringen. Das kannst du spielen. Du kannst Löcher in diese Büchse machen, mit einem Nagel und einem Hammer. Du kannst sie auf deinen Rechner stellen, und ich würde von Zeit zu Zeit eine Rose mitbringen und sie hineinstellen.

Gestern Abend war diese Konservenbüchse noch voll. Es waren Bohnen darin. Du hast die Büchse oben aus dem Schrank geholt. Du hast die rechte Schranktür aufgemacht und hast, mit deiner rechten Hand, das Papier, das die Teeblätter bedeckte, herausgenommen; du hast es auf den Tisch gelegt und dich dabei etwas dem Küchenfenster zugewandt; du hast die Teeblätter genommen; du hast sie, eins ums andere, auf die sauberen Teller im Gestell gelegt; die Büchse stand ganz hinten im Schrank, und du hast sie mit deiner rechten Hand herausgenommen; du hast einen Schritt zur Seite gemacht, zum Herd hin, hast die Büchse auf die kleine Herdplatte gestellt und hast auf demselben Stuhl Platz genommen, auf dem du auch jetzt sitzt. Du kannst aus ihr dein Trinkglas machen.

Du kannst ein Spielzeug machen, für das Kind. Du stehst auf, gehst zwischen dem Tisch und dem Kühlschrank vorbei. Du machst zwei Schritte, bis zur Schwelle. Du trittst in den Eingangsraum, gehst durch den Eingangsraum zur Tür, legst die rechte Hand auf den Türknauf, drehst den Knauf um seine Achse und öffnest die Tür. Du gehst in deine Werkstatt, um deine Feilen zu holen, deine Zangen, deine Scheren, deine Lineale und deine Anreißer.

Du kannst ein Blechschiff machen. Ein kleines Segelschiff, mit zwei oder drei Masten; ein Schiff mit drei Decks. Du wirst auch die Seemänner machen, ebenfalls aus Blech; einen alten Frachter, mit Kaffeesäcken im Schiffsbauch, und Gewürzen und Weinfässern und Reis und Baumwolle; du kannst Seide hineintun, alte Jagdgewehre, Olivenölfässchen und Eichenholzplanken. Das Kind wird zufrieden sein. Ich habe ihr vorhin zugeschaut. Sie hat mit der Zahnpastatube gespielt; sie hat den Deckel abschrauben wollen, sie hat die Tube in der linken Hand gehalten und mit der anderen den Deckel abschrauben wollen.

Die Kette des Ankers kannst du aus Büroklammern machen. Die Segel werden Papiertaschentücher sein. Auf einem der Decks werden die Matrosen in den Kabinen von ihrem Leben erzählen. Du kannst ihnen eine große Schiffskantine machen. Mit einem langen Tisch, auf dem Kerzen stehen. Du kannst für den Kapitän eine Mütze machen. Er wird einen Bart haben und ein bisschen dick sein. Er wird zwei Pistolen am Gürtel tragen. Die Leutnants werden ihm treu ergeben sein, und du kannst deiner Tochter zeigen, wie sie über ihre Landkarten gebeugt diskutieren.

Die, die du da hast, ist eine große Konservenbüchse. Es gibt kleinere. Es gibt solche mit Tomaten im Saft. Es gibt Büchsen mit Spargeln und solche mit Champignons drin. Es sollten noch ein paar Thonkonserven da sein. Und Büchsen mit Ananas und ganzen Birnen. Irgendwo haben wir auch noch ein paar Büchsen Sardellen hingestellt. Aus ihnen kannst du Rettungsboote machen, gleich mehrere. Das Mädchen wird den Deckel der Zahnpastatube abschrauben und ihn auf diesem Blechschiff mitreisen lassen; zusammen werden sie alle Meere und alle Ozeane befahren.

* * *

Deine Großmutter hat aufgehört, kaltes Wasser in deine Handflächen zu gießen. Sie ist neben dir gestanden, auf der anderen Seite des Beckens, das mit Schmutzwasser gefüllt war, sie hat den Eimer mit dem kalten Wasser in der Hand gehalten und sich nicht gerührt. Du hast einen Moment lang geweint. Du hast deine Tränen ins Becken fallen sehen, hast deine Tränen ins Wasser tropfen und sich mit dem Schmutzwasser vermischen sehen. Du hast zu deiner Großmutter gesagt, «gieß!», und sie hat den Eimer mit dem kalten Wasser über deinen Kopf gehoben und hat kaltes Wasser auf den unteren Teil deines Rückens geleert. Bevor er der Mann deiner Mutter geworden ist, war dein Vater der Mann einer Tochter eines orthodoxen Priesters. Das war seine erste Ehe. Sie waren ein Jahr lang verheiratet, dann haben sie sich scheiden lassen. Dein Vater liebte die Frauen. Er war kein Schürzenjäger. Er liebte die Frauen einfach. Deine Mutter liebte er so, als würde sie alle Frauen verkörpern. Er polierte deiner Mutter die Schuhe, er bekochte sie oft mit gutem Essen, er machte ihr jeden Tag Geschenke und führte sie häufig auf Feste zum Tanzen aus. Deine Mutter liebte deinen Vater sehr. Sie liebte es nicht, dass dein Vater die Schönheit anderer Frauen sah, und sie liebte es nicht, dass dein Vater die Leute liebte. Dein Vater liebte die Leute. Er liebte die Leute, und er liebte auch die Leute, die der Einheitspartei angehörten. Dein Vater war unbezähmbar, und er liebte die Leute. Da bist du ihm ähnlich. Ansonsten bist du ein Original. Du bist eigen und niemandem ähnlich. Deine Großmutter ist in die Küche zurückgegangen und ist mit einem sauberen Tuch in den Händen wiedergekommen. Du hast das Tuch genommen und hast deinen Körper abgetrocknet, bis zum Gürtel deiner kurzen Hosen. Sie hat das Becken genommen und ist das Schmutzwasser in den Vorhof ausschütten gegangen. Sie ist wieder zu dir zurückgekommen und hat das Becken auf den Boden gestellt, neben den Schemel. Sie hat gesagt, dass du dich hinsetzen sollst, und hat kaltes Wasser ins Becken geleert. Sie hat den Besen aus der Küche geholt, ihn vor dir auf den Boden gelegt und gesagt, «jetzt putz deine Füße». Du hast deine Füße ins Wasser des Beckens getaucht und hast angefangen, sie einzuseifen. Du hast deine Füße gewaschen, deine Waden, deine Knie, deine Beine, bis auf die Höhe deiner Shorts. Du hast deine Füße auf den Besen am Boden gestellt und hast mit dem Tuch die Tropfen weggewischt, die noch auf deinen Beinen waren, auf deinen Fersen, auf deinen Knien, auf deinen Fußsohlen. Deine Großmutter hat dir deine besten Schuhe gebracht. Sie hat dir ein sauberes und gebügeltes Hemd gebracht. Sie hat dir eine frische Unterhose und eine Hose gebracht. Sie hat gefragt: «Hast du heute etwas gefangen?» Du hast ja gesagt, und sie hat gesagt, dass sie diesen Fisch für dich zubereiten werde, wenn du vom Begräbnis deines Vater zurück sein würdest, und sie hat gesagt, dass sie diesen Fisch im Kühlschrank deiner Tante aufbewahren werde. Sie hat gesagt: «Zieh deine Shorts aus, zieh deine Unterhose aus, leg sie auf den Boden, putz deinen Po und deinen Piepmatz!»

Mitten im Hof hast du dich ausgezogen und hast, im Becken stehend, den Rest deines Körpers gewaschen, du bist aus dem Becken gestiegen, du hast dich ein letztes Mal abgetrocknet, und du bist mit den sauberen Kleidern in der Hand zurück in die Sommerküche gegangen, du bist hineingegangen, um dich anzuziehen. Der Postbote hat an der Tür nach deiner Großmutter gerufen. Er hat gesagt, es sei noch ein Eiltelegramm gekommen. Es war das zweite Telegramm. Es war das erste Telegramm. Die Großmutter hat den Postboten gebeten, ihr dieses Eiltelegramm an Ort und Stelle vorzulesen. Sie hatte ihre Brille nicht dabei. Sie hat den Postboten lesen hören: «Dein Vater ist bei einem Autounfall schwer verletzt worden», da hat sie sich gesagt, dass er gar nicht tot sei, dein Vater. Sie hat sich gesagt, dass er vielleicht nur schwer verletzt sei. Sie hat sich vom Postboten verabschiedet und ist zu dir in die Sommerküche gegangen. Du hast ein bisschen Quark und ein Stück Brot gegessen. Sie hat die Tür zur Sommerküche aufgemacht, hat ein Huhn verscheucht, das sich auf einen Stuhl setzen wollte, und hat gesagt, «lies dieses Telegramm, da steht, dass er nicht tot ist, dein Vater!» Du hast das Telegramm gelesen, du hast die Augen deiner Großmutter angeschaut, sie waren voller Tränen, sie weinte, du hast sie einen Moment lang so angeschaut, ihr seid einen Moment lang dagestanden und habt euch angeschaut, ohne etwas zu sagen, dann hast du gesagt, «er ist tot, du weißt genau, dass er tot ist, voilà!»

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