Jürgen Petschull - Der Märtyrer

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Der Gefangene mit der Nummer «FLA DOC 086590» im Staatsgefängnis von Florida ist ein junger Araber und zugleich «der gefährlichste Terrorist, der je hinter amerikanischen Gittern gesessen hat». Als Chef eines Selbstmordkommandos hat er ein US-Verkehrsflugzeug nach Beirut entführt und die Regierungen der USA und Israels erpresst. Nun wartet auf ihn der elektrische Stuhl. Oder etwa doch nicht …? Petschulls Debüt als Thrillerautor zeigt ihn noch heute als Meister des anspruchsvollen Spannungsromans, der den Vergleich mit den ganz Großen des Genres nicht zu scheuen braucht. Sein zuerst 1986 erschienener, akribisch recherchierter und überaus spannend erzählter Tatsachenroman über den internationalen und islamistischen Terrorismus ist gerade heute wieder auf beklemmende Weise aktuell geworden …-

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Victor Meller betrachtete die Porträtbilder noch einmal.

»Und nun erfüllen wir ihm also diesen Wunsch?«

»Es sieht so aus ... Wir werden genau das tun, was er sich am sehnlichsten wünscht: Wir werden ihn zum Märtyrer machen!«

»Das ist aber doch absurd!?«

»Nein, das ist das Gesetz. Wir können doch einen zum Tode verurteilten Terroristen nicht nur deswegen begnadigen, weil er unbedingt hingerichtet werden will.«

Die Männer schwiegen.

Dann setzte Superintendent Trugger hinzu: »Bisher hatten alle Ihre Kunden gewöhnlich Angst vor Ihnen, Mister Meller – ich meine natürlich vor Ihnen in Ihrer Eigenschaft als Henker –, aber dieser hier, der ist geradezu versessen darauf, Sie endlich kennenzulernen! Der hält Sie sozusagen für einen Abgesandten Allahs, für eine Art göttlichen Diener. Er glaubt, daß Sie ihm das Tor zum Paradies öffnen werden.«

Victor Meller spürte einen Druck in der Magengegend, wie immer seit der Operation, wenn ihn etwas aufregte.

War das nicht die gleiche Situation wie in seinem Traum, die der Gefängnisdirektor gerade beschrieben hatte? Hatte der Mann in seinem Traum nicht sogar die gleichen Worte benutzt?

»Du bist mein Diener. Durch dich werde ich ins Paradies kommen!«

Er überlegte, ob er dem Gefängnisdirektor davon erzählen sollte.

Seine Gedanken wurden von einem Geräusch unterbrochen, das schnell lauter wurde. In etwa 200 Metern Entfernung tauchte hinter der Fensterscheibe des Bürozimmers ein Hubschrauber auf und setzte zur Landung an. Er ging auf dem asphaltierten Platz zwischen dem Verwaltungsgebäude und der äußeren Einzäunung des Gefängniskomplexes nieder.

Während das Rotorblatt noch immer Staub aufwirbelte, sprangen zwei Männer von den Rücksitzen der Kanzel. Beide klemmten Aktentaschen unter den Arm und liefen gebückt aus dem Bereich der langsam ausschwingenden Propeller. »Das werden die Leute aus Washington sein«, sagte Trugger. Wenig später meldete die Sekretärin über die Gegensprechanlage: »Ihr Besuch ist da, Mister Trugger.«

Noch schwer atmend traten die beiden Männer ein. Sie grüßten kurz, stellten ihre Taschen auf den Besuchertisch und strichen sich mit beinahe synchronen Bewegungen durch die zerzausten Haare. Die Besucher setzten sich und kramten in ihren Taschen. Erst jetzt wandte sich der größere Blonde an Victor Meller und fragte den Chef des Staatsgefängnisses: »Wer ist dieser Gentleman, Mister Trugger? Muß er dabei sein?«

»Ich glaube schon«, sagte der Gefängnisdirektor und grinste über die verblüfften Gesichter der Neuankömmlinge, als er, ohne Victor Mellers Namen zu nennen, sagte: »Darf ich vorstellen, Gentlemen: der Henker von Florida!«

Der Größere der beiden rückte seine Brille zurecht, faßte sich aber schnell. »Gut, dann muß er wohl hierbleiben. Wir haben nicht mehr viel Zeit, Superintendent. Sie sollten die Leute holen lassen, die unbedingt informiert werden müssen.«

Trugger drückte die Sprechtaste an seinem Schreibtisch: »Margie, rufen Sie Daniels, Swanson und Colani herein.«

Nacheinander drängten der Leiter der Sicherheitsabteilung, der Leiter der technischen Abteilung und der Oberaufseher des Todestrakts ins Zimmer. Trugger stellte ihnen mit einer Handbewegung die Männer aus dem Hubschrauber vor. »Doktor Stanford vom Stab des Sicherheitsberaters des Präsidenten der Vereinigten Staaten und Mister McGlawson vom FBI in Washington.«

Die Männer nahmen im Halbkreis um den Konferenztisch herum Platz, bevor Doktor Harvey Stanford, ein etwa 40jähriger, der mit seinen überbreiten Schultern und mit der randlosen Brille wie ein intellektueller Schwergewichtsboxer wirkte, mit seinem Bericht begann:

»Meine Herren, ich will mich kurz fassen und Sie über die letzte Entwicklung in Zusammenhang mit der bevorstehenden Exekution des Terroristen Hussein Ali Bakir informieren. Vorab verpflichte ich Sie hiermit alle zu absoluter Geheimhaltung. Sie werden gleich verstehen, warum.«

Er sortierte einige Dokumente, die er seiner Mappe entnommen hatte.

»Vorweg dies: Bei einem Gespräch zwischen dem Gouverneur Robert Graham von Florida und Präsident Ronald Reagan ist beschlossen worden, daß der Präsident selbst sich die letzte Entscheidung in diesem Fall vorbehält ... Das bedeutet auch, Superintendent, daß der Präsident persönlich Ihr Gesprächspartner am Telefon im Hinrichtungsraum sein wird. Soviel ich weiß, müssen Sie die vorgeschriebene Frage stellen, ob es in letzter Minute Gründe für einen Aufschub der Exekution geben wird?«

Superintendent Trugger ließ einen Kugelschreiber auf die polierte Tischplatte fallen.

»Ich verstehe Ihre Überraschung«, fuhr der Mann aus dem Stab des Sicherheitsberaters des Präsidenten fort, »auch meines Wissens hat es einen solchen Fall noch nicht gegeben. Aber der Gouverneur und der Präsident sind sich heute morgen darüber einig geworden, daß in dieser Sache nationale Interessen auf dem Spiel stehen, die über die Kompetenz des Gouverneurs eines Bundesstaates hinausgehen.«

Doktor Stanford machte eine bedeutungsschwere Pause und blickte von einem zum andern, bevor er weitersprach.

»Folgende Entwicklung hat zu dieser Entscheidung geführt: Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen haben schiitische Terroristen offenbar erfahren, daß ihr Kampfgenosse, also dieser Hussein Ali Bakir, bereits zum Tode verurteilt worden ist. Glücklicherweise scheinen sie jedoch noch nicht zu wissen, wann und wo die Hinrichtung stattfinden soll. Allerdings ist vorgestern nacht im Garten vor dem Büro der Presseagentur Associated Press in Beirut ein Briefumschlag deponiert worden. Der Inhalt ist auf dringenden Wunsch des Sicherheitsberaters persönlich nicht veröffentlicht worden. In dem Umschlag befanden sich eindeutige aktuelle Lebensbeweise der sechs amerikanischen Bürger, die zum Teil bereits vor mehr als eineinhalb Jahren von der Terrororganisation Dschihad Islam gekidnappt worden sind. Sie alle kennen die Fälle aus der Presse. In dem Briefumschlag lag außerdem eine nach Feststellungen unserer Dienste zweifellos echte Mitteilung der Organisation Dschihad Islam . Die Terroristen drohen, daß als sofortige Vergeltung für eine eventuelle Exekution dieses Hussein alle sechs amerikanischen Geiseln im Libanon hingerichtet würden. Diese Drohung ist sehr ernst zu nehmen. Ebenso wie die Ankündigung, daß zum erstenmal Selbstmordkommandos auch in den Vereinigten Staaten blutige Rache nehmen würden. Anschläge in Washington und New York sollen angeblich schon vorbereitet sein.«

Gebannt hörten die Männer am Tisch zu. Victor Meller preßte seine Finger zu einer Faust, so daß das Blut unter den Nägeln entwich. Die metallisch kühle Stimme fuhr fort:

»Sie werden nun verstehen, meine Herren, daß Präsident Ronald Reagan die letzte Entscheidung in diesem Fall selbst treffen will, nicht nur, weil die sechs im Libanon gefangenen Amerikaner aus sechs verschiedenen US-Bundesstaaten stammen!«

Doktor Stanford schloß geräuschvoll seine Aktenmappe.

Der dunkelhaarige Edward McGlawson vom FBI ergriff nun in derselben nüchternen Diktion das Wort.

»Das alles bedeutet natürlich, daß wir jetzt schnell und präzise handeln müssen. Es bleibt vorläufig dabei: technisch gesehen läuft alles wie bei einer gewöhnlichen Exekution ab. Bis auf einige Ausnahmen. Dazu gehören: verstärkte, aber verdeckte Sicherheitsmaßnahmen innerhalb und außerhalb des Gefängnisses. Überwachung bestimmter Räumlichkeiten mit Fernsehkameras und Abhöranlagen, besonders der Todeszelle und des Hinrichtungsraums. Schärfste, aber absolut diskrete Observation aller Personen, die Kontakt zu dem Gefangenen haben, und aller, die direkt oder indirekt mit der Organisation und der Ausführung der Hinrichtung zu tun haben. Das gilt auch für die Zeugen der Exekution. Ganz besonders natürlich für die sechs Ehrengäste, die sich dieser seltsame Todeskandidat selbst – wie ich übrigens erst jetzt erfahren habe – zu seiner Hinrichtung eingeladen hat. Leider können wir diesen Teil der Veranstaltung nicht mehr rückgängig machen, ohne großes Aufsehen zu erregen.«

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