Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Eben­so wie Pflan­zen und Tie­re such­te er den Men­schen zu er­for­schen. Er dach­te nach über den Traum, be­merk­te, dass man sel­te­ner von Gerü­chen als von Ge­stal­ten und Far­ben träu­me und such­te das zu deu­ten, er glaub­te, dass es pro­phe­ti­sche Träu­me gebe, zwei­fel­te aber, ob man sich dar­auf ver­las­sen kön­ne. Er war über­zeugt, dass Mensch und Tier durch die Ei­gen­art des geo­gra­fi­schen Or­tes be­ein­flusst wer­den, und mein­te, dass die Ger­ma­nen we­gen der grö­ße­ren Käl­te ih­rer Hei­mat groß, stark, mu­tig und ur­sprüng­lich un­ge­schickt zum Stu­die­ren sei­en, dass sie aber, wenn sie es ein­mal be­gin­nen, mehr aus­dau­er­ten als an­de­re. Als Bei­spiel führ­te er die Mai­län­der an. Von den ro­ma­ni­schen Völ­kern sag­te er lo­bend, dass sie die schö­ne Mit­te bil­den zwi­schen der Wild­heit des Nor­dens und der Weich­lich­keit des Sü­dens. Er be­ob­ach­te­te, dass die Berg­be­woh­ner häu­fig »kno­ti­ge, skro­phulö­se Häl­se und Schlün­de ha­ben« und führ­te die Aus­wüch­se auf das Was­ser zu­rück. Dass die Phy­sio­gno­mie die herr­schen­de Na­tu­r­an­la­ge des Men­schen an­zei­ge, glaub­te er, aber nicht im­mer und nicht mit Not­wen­dig­keit. Die Ge­gend an den Po­len hielt er im All­ge­mei­nen für un­be­wohn­bar we­gen der Käl­te; gebe es aber dort Tie­re, so müss­ten sie große, flei­schi­ge Kör­per ha­ben, da­mit die Käl­te sie nicht so schnell durch­drin­ge, und ihre Far­be müss­te weiß­lich sein. Die an­de­re Hälf­te der Erde sei be­wohnt, mein­te er; wenn noch kei­ner der Be­woh­ner zu uns ge­kom­men sei, so lie­ge das an der Grö­ße des da­zwi­schen aus­ge­brei­te­ten Ozeans.

Wenn Al­bert die Na­tur aus sich selbst und ih­ren ei­ge­nen Be­din­gun­gen zu ver­ste­hen such­te, so sah er sie doch nie als et­was von Gott Ge­schie­de­nes oder Gott Ent­ge­gen­ge­setz­tes an, son­dern als von Gott er­füllt. Er glaub­te fest an die Uns­terb­lich­keit der See­le, und zwar der Ein­zel­see­le ei­nes je­den. Hef­tig be­kämpf­te er die An­sicht der Ara­ber, dass die Mensch­heit nur eine See­le habe, die nur durch die Kör­per in­di­vi­dua­li­siert wer­de. Jede See­le, mein­te er, sei un­mit­tel­bar von Gott er­schaf­fen; da sie we­sent­lich vom Kör­per ver­schie­den sei, neh­me sie am Tode des­sel­ben nicht teil. Die See­le ist nach ihm die Form des Kör­pers und das Prin­zip der Be­we­gung.

Fast noch be­deut­sa­mer als das, was von Al­berts phi­lo­so­phi­scher und na­tur­wis­sen­schaft­li­cher Wirk­sam­keit be­rich­tet wird, sind die Sa­gen, die im Vol­ke über ihn um­gin­gen. Sie knüp­fen zum Teil an me­cha­ni­sche Ver­su­che, die er wohl wirk­lich an­ge­stellt hat. Ein­mal, so heißt es, habe sein Schü­ler Tho­mas von Aqui­no in sei­ner Ab­we­sen­heit die ge­hei­me Zel­le be­tre­ten, wo er zu fei­len und zu drech­seln pfleg­te. Dort habe er al­ler­lei ihm un­be­kann­te In­stru­men­te und Ap­pa­ra­te und ein selt­sam ge­stal­te­tes Tier und in ei­ner Ecke einen feu­er­ro­ten Vor­hang ge­se­hen. Da er es nicht habe las­sen kön­nen, den Vor­hang zu­rück­zu­schla­gen, habe er ein wun­der­schö­nes Frau­en­bild er­blickt, das ihn mit ma­gi­scher Ge­walt ge­fes­selt habe. Das habe ihm zu­ge­ru­fen: Sal­ve! Sal­ve! Sal­ve!, wor­über er so ent­setzt ge­we­sen sei, dass er einen Stab ge­nom­men und dar­auf ge­schla­gen habe. Un­ter wun­der­li­chem Klir­ren und Stöh­nen sei es zu­sam­men­ge­bro­chen. »Tho­mas«, habe der eben ein­tre­ten­de Al­bert aus­ge­ru­fen, »was hast du ge­tan? Das Werk drei­ßig­jäh­ri­ger Mühe hast du ver­nich­tet.« Auch als Bi­schof von Re­gens­burg soll er in dem Sch­löss­chen Do­naus­tauf, wo­hin er es lieb­te, sich zu­rück­zu­zie­hen, ein La­bo­ra­to­ri­um ge­habt ha­ben, wo er ge­hei­me Küns­te trieb. Wo­mit er sich dort be­schäf­tig­te, kann man dar­aus schlie­ßen, dass er ge­le­gent­lich da­von sprach, wie man durch Dampf das Ent­ste­hen ei­nes Erd­be­bens ver­an­schau­li­chen und dass man ei­nem dar­auf be­züg­li­chen Ap­pa­rat die Ge­stalt ei­nes bla­sen­den Men­schen ge­ben kön­ne. In­dem er er­zähl­te, Däda­lus habe nach der Über­lie­fe­rung aus Holz ein Mi­ner­va­bild ge­macht, das be­weg­lich ge­we­sen sei und ge­sun­gen habe, er­klärt er, auf wel­che Art sich das be­werk­stel­li­gen las­se. An den Be­such des Kö­nigs Wil­helm von Hol­land in Köln knüpft sich die Sage, wie Al­bert ihn und sein Ge­fol­ge im Do­mi­ni­ka­ner­klos­ter emp­fing und sie ein­lud, im Klos­ter­gar­ten ein Mahl ein­zu­neh­men, wie den un­gern Ein­tre­ten­den statt des ge­fürch­te­ten Fros­tes war­mer Som­mer, Blu­men­duft und Vö­gel­ge­sang ent­ge­gen­blüh­te, und wie Al­bert sei­ne Gäs­te mit köst­li­chem Wein, je­den mit dem ge­wünsch­ten, be­wir­te­te. Die Zau­ber­kunst, Men­schen an­zu­zie­hen, übte Al­bert tat­säch­lich an dem jun­gen Kö­nig aus, der sich von ihm, um sei­nen Um­gang län­ger zu ge­nie­ßen, nach Ut­recht be­glei­ten ließ und ihm dort für sei­nen Or­den ein schön ge­le­ge­nes Haus schenk­te. Me­di­zi­ni­sche Stu­di­en Al­berts mö­gen der Sage zu­grun­de lie­gen, dass er einen Be­cher be­ses­sen habe, mit dem, bald mit Was­ser, bald mit Wein ge­füllt, er alle Kran­ken ge­heilt habe. Wenn es fer­ner heißt, dass er die Toch­ter des Kö­nigs von Frank­reich durch die Lüf­te nach Köln ent­führt habe, dass er auf dem Rücken des Teu­fels nach Rom ge­rit­ten sei, um den Papst von ei­ner Sün­de ab­zu­hal­ten, dass er sich von Gott er­be­ten habe, ei­ni­ge Tage im Fe­ge­feu­er zu­brin­gen zu dür­fen, da­mit er auch die­se Re­gi­on ken­nen­ler­ne, nach­dem er auf Er­den al­les er­forscht habe, glaubt man nicht wie­der­um aus Ne­bel­ge­wölk die Ge­stalt Fausts auf­tau­chen zu se­hen? Aus dem Scho­ße des Vol­kes ringt sich ein deut­sches Ur­bild los, der Him­mel­hoch­stre­ben­de, Uner­sätt­li­che, Nie­be­frie­dig­te, auf den ein fla­ckern­der Schein aus der Höl­le fällt. Wie ne­ben Gott­va­ter bei­nah ka­me­rad­schaft­lich der Teu­fel steht, so steht er auch ne­ben dem ge­nia­len Men­schen, halb mäch­ti­ger Ge­gen­gott, halb be­tro­ge­ner Ko­bold. Im Bun­de mit dem Teu­fel selbst er­scheint der Ver­we­ge­ne doch nicht schul­dig, so­lan­ge er kämpft und strebt und die Göt­ter­kraft in sich fühlt, den Bö­sen zu über­win­den.

Wenn Al­bert nicht wie Goe­thes Faust wünsch­te, dem Mee­re Land ab­zu­ge­win­nen, um mit frei­em Volk auf frei­em Bo­den zu ste­hen, so be­schütz­te er doch die Rech­te und Frei­hei­ten des Vol­kes so viel er konn­te. Als Erz­bi­schof Kon­rad von Hoch­sta­den mit der Stadt Köln in einen schwe­ren Streit ge­riet, ge­lang es Al­bert zwei­mal, eine Ver­mit­te­lung her­bei­zu­füh­ren, wo­bei je­dem das Sei­ne ge­ge­ben wur­de, was bei der Mas­se ver­wi­ckel­ter Rechts­fra­gen und über­grei­fen­der An­sprü­che au­ßer­or­dent­lich schwie­rig war. Das Ver­trau­en, das bei­de Tei­le in Al­berts Ge­rech­tig­keits­lie­be, Un­be­stech­lich­keit und Sach­kennt­nis setz­ten, lässt sei­nen Cha­rak­ter im schöns­ten Licht er­schei­nen. Bei der Süh­ne, der die ver­häng­nis­vol­le krie­ge­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung folg­te, fehl­te sei­ne Mit­wir­kung. Auch in Würz­burg wur­de er bei ei­nem Streit zwi­schen Bi­schof und Bür­ger­schaft zur Ver­mitt­lung her­an­ge­zo­gen und hat sie nicht ver­sagt. Gera­de die­se Teil­nah­me an wich­ti­gen öf­fent­li­chen Ak­ten zeigt die fri­sche Tä­tig­keit des ge­lehr­ten Do­mi­ni­ka­ners und sei­nen un­be­fan­ge­nen Sinn für die welt­li­chen Le­bens­ver­hält­nis­se.

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