Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Schon wäh­rend der Re­gie­rungs­zeit Fried­richs II., der sel­ten im Lan­de war und eine schwa­che Ver­tre­tung hat­te, ver­fie­len die Städ­te auf das Mit­tel der Ei­nung, um sich der durch den Kö­nig ge­stärk­ten Fürs­ten zu er­weh­ren. Nach­dem die­se ge­setz­lich die vol­le Lan­des­ho­heit er­hal­ten hat­ten, die kö­nig­li­che Ober­ho­heit für ihr Ge­biet so gut wie ganz aus­ge­schal­tet war, trach­te­ten sie da­nach, ihre zer­streu­ten Gü­ter und Rech­te zu ei­ner zu­sam­men­hän­gen­den Lan­des­herr­schaft aus­zu­ge­stal­ten, in­ner­halb wel­cher die un­ab­hän­gi­gen Städ­te sie stör­ten, de­ren Reich­tum oh­ne­hin zur Erobe­rung reiz­te. Von An­fang an stütz­ten die Städ­te ihre Frei­heit auf die Kö­nigs­ge­walt, de­ren Stär­ke ihr In­ter­es­se war. Bei dem fast gänz­li­chen Er­lö­schen der­sel­ben grif­fen sie zur Selbst­hil­fe, um nicht der um sich grei­fen­den Fürs­ten­macht zur Beu­te zu fal­len. Lei­se und un­schein­bar war der Be­ginn ei­ner Ein­rich­tung, die sich be­deu­tend aus­wir­ken soll­te: im Jah­re 1220 ver­bün­de­ten sich die be­nach­bar­ten Städ­te Mainz und Worms, in­dem sie ih­ren Bür­gern ge­gen­sei­tig Rechts­gleich­heit zu­ge­stan­den. Ei­ni­ge Jah­re spä­ter er­klär­te Hein­rich, der Sohn Fried­richs II., den er zum Re­gen­ten Deutsch­lands be­stimmt hat­te, alle Ver­brü­de­run­gen oder Eide, wo­durch sich Mainz, Bin­gen, Worms, Spei­er, Frank­furt, Geln­hau­sen und Fried­berg ver­bun­den hät­ten, für auf­ge­löst und nich­tig. Be­reits also er­reg­te die be­schei­de­ne Kraftent­fal­tung ei­ni­ger Städ­te Är­ger­nis. Im Jah­re 1231 leg­te Hein­rich den ver­sam­mel­ten Fürs­ten die Fra­ge vor, ob Städ­te un­ter­ein­an­der Bünd­nis­se ab­schlie­ßen dürf­ten und er­hielt, wie zu er­war­ten war, eine ver­nei­nen­de Ant­wort. Selbst­ver­ständ­lich wi­der­spra­chen Ver­bin­dun­gen zwi­schen gleich­ar­ti­gen Reichs­glie­dern dem Reichs­recht, denn sie lös­ten eine Grup­pe aus dem Ge­samt­ver­ban­de und ver­la­ger­ten das Gleich­ge­wicht; auch wenn sie nicht aus­drück­lich ge­gen an­de­re ge­rich­tet wa­ren, so be­deu­te­ten sie doch eine Her­aus­for­de­rung oder Ge­fahr. An­de­rer­seits schlos­sen die Fürs­ten nach Be­lie­ben Bünd­nis­se un­ter­ein­an­der und war ihre Über­macht ge­gen­über ein­zel­nen Städ­ten so ent­schie­den, dass die­se auf Ver­brü­de­rung an­ge­wie­sen wa­ren, und Städ­te­bün­de wie durch Na­tur­ge­walt sich im­mer wie­der bil­de­ten. Zwei Jah­re nach dem Tode Kai­ser Fried­richs ver­ban­den sich Köln und Boppard, ein Jahr spä­ter Müns­ter, Dort­mund, Soest und Lipp­stadt. Im To­des­jahr Kon­rads IV., 1254, er­neu­er­ten Mainz und Worms ihr al­tes Schutz- und Trutz­bünd­nis. Der Ge­dan­ke, mög­lichst vie­le Städ­te im Reich zu ei­nem großen Bun­de zu­sam­men­zu­schlie­ßen, ging von Mainz aus, des­sen Blü­te da­mals fast die Kölns über­traf, und die lei­ten­de Per­sön­lich­keit scheint Ar­nold aus dem Ge­schlecht der Wal­po­de ge­we­sen zu sein. Der Name kommt vom Amte des Ge­walt­bo­ten, das die Fa­mi­lie seit dem An­fang des zwölf­ten Jahr­hun­derts be­klei­de­te. Ar­nolds Name ist in den Ur­kun­den, die sich auf den so­ge­nann­ten Rhei­ni­schen Bund be­zie­hen, fast im­mer an ers­ter Stel­le ge­nannt, so­dass man Ur­sa­che hat, in ihm den ei­gent­li­chen Be­grün­der zu se­hen. Sonst weiß man nichts von ihm, als dass er die Do­mi­ni­ka­ner­kir­che grün­de­te, die, nach­dem sie im 15. Jahr­hun­dert zer­stört und wie­der auf­ge­baut war, beim Bom­bar­de­ment von Mainz im Jah­re 1793 ab­brann­te. Aus dem Dun­kel der Ver­gan­gen­heit scheint sein Name wie ein fer­ner Stern, ein Quell des Lichts, zu dem man ver­eh­rend und dank­bar auf­schaut, ohne sein We­sen zu er­ken­nen.

Als Zweck des Bun­des nann­ten die Städ­te die Ab­stel­lung un­ge­rech­ter Zöl­le. Dies war, moch­te auch Stär­kung der städ­ti­schen Macht ge­gen­über der fürst­li­chen haupt­säch­li­cher An­trieb sein, kein Vor­wand. Die Zöl­le wa­ren ein Re­gal, und als recht­mä­ßig gal­ten nur die vom Kö­nig oder mit kö­nig­li­cher Be­wil­li­gung er­rich­te­ten Zoll­stät­ten. Seit ge­rau­mer Zeit er­laub­ten sich Fürs­ten und Her­ren will­kür­li­che Zoll­for­de­run­gen, die ei­ner Art von We­ge­la­ge­rei gleich­ka­men und den Ver­kehr un­er­träg­lich er­schwer­ten. Wäh­rend es am Rhei­ne im 12. Jahr­hun­dert 19 Zoll­stät­ten gab, wa­ren es in der Mit­te des 13. Jahr­hun­derts etwa 35. Auf der Burg Kai­sers­wert, die Bar­ba­ros­sa im Jah­re 1189 als Zoll­stät­te er­bau­te, stand die In­schrift: Hoc de­cus im­pe­rii cae­sar Fri­de­ri­cus adau­xit jus­ti­ti­am sta­bi­lie­re vo­lens et ut ubi­que pax sit. Die Bur­gen, von de­nen aus neu­er­dings die Kauf­leu­te auf Grund will­kür­li­cher Zoll­for­de­run­gen er­ho­ben wur­den, wa­ren kei­ne Zier­de, son­dern eine Schan­de des Rei­ches, dienten nicht der Ord­nung und dem Frie­den, son­dern dem Raub und der Ge­walt. Da die Ge­walt­tat von Fürs­ten und Her­ren aus­ging und sich ge­gen die Städ­te rich­te­te, muss­te es von vorn­her­ein be­denk­lich er­schei­nen, dass Fürs­ten und Her­ren zum Ein­tritt in den Bund ein­ge­la­den wur­den; die Städ­te glaub­ten wohl, ohne die­se Aus­deh­nung auf alle Reichs­glie­der die kai­ser­li­che Be­wil­li­gung nicht zu er­lan­gen. So um­fass­te denn der Bund bald einen großen Teil des Rei­ches, al­ler­dings in der Haupt­sa­che nur den süd­west­li­chen. Von nord­deut­schen Städ­ten tra­ten Müns­ter, Os­na­brück und Bre­men bei, von öst­li­chen Re­gens­burg; die Zu­sa­ge die­ser mäch­ti­gen Do­naustadt wur­de als ein großer Ge­winn be­trach­tet. Die rhei­ni­schen Erz­bi­schö­fe und Bi­schö­fe wur­den alle Mit­glie­der, eben­so die Her­zö­ge und der Pfalz­graf von Bay­ern, die Gra­fen von Kat­ze­neln­bo­gen, Lei­nin­gen, Zie­gen­hayn, die Her­ren von Ho­hen­fels und Fal­ken­stein. Als der neu­ge­wähl­te jun­ge Kö­nig Wil­helm von Hol­land in Mainz und Worms die Hul­di­gung an­nahm, er­klär­te er sich mit dem Bun­de und sei­nen Zie­len ein­ver­stan­den, auf dem Reichs­ta­ge zu Worms im Jah­re 1255 wur­de er an­er­kannt. Es war das ers­te Mal, dass Städ­te auf ei­nem Reichs­ta­ge ver­tre­ten wa­ren.

Trotz sei­ner großen Mit­glie­der­zahl hat der Bund nicht viel, fast gar nichts aus­ge­rich­tet. Dem mit­tel­al­ter­li­chen Un­ab­hän­gig­keits­sinn ent­spre­chend war er nur lose or­ga­ni­siert. Eine Art Zwang zum Bei­tritt konn­te al­ler­dings durch Han­delss­per­re aus­ge­übt wer­den, üb­ri­gens aber fehl­ten Ein­rich­tun­gen, die ein schnel­les und ener­gi­sches Han­deln er­mög­licht hät­ten, es gab we­der eine Bun­des­kas­se noch eine Bun­de­s­ar­mee. Der zeit­ge­nös­si­sche Chro­nist Al­bert von Sta­de sag­te, der Bund habe den Fürs­ten, Rit­tern und Räu­bern nicht ge­fal­len, sie hät­ten ge­sagt, es sei schänd­lich, dass Kauf­leu­te über ad­li­ge Män­ner herrsch­ten. Über den Zweck des Bun­des gin­gen die In­ter­es­sen der ad­li­gen und der städ­ti­schen Mit­glie­der ganz aus­ein­an­der, wenn auch die bei­tre­ten­den Fürs­ten ver­spra­chen, alle un­ge­rech­ten Zöl­le ab­zu­schaf­fen. Dass ei­nem Herrn von Bo­lan­den und ei­nem Herrn von Strah­len­burg bei Schries­heim ihre Bur­gen we­gen un­recht­mä­ßi­ger Zöl­le ge­bro­chen wur­den, recht­fer­tig­te den Auf­wand des Bun­des nicht. Über der Dop­pel­wahl nach dem frü­hen Tode Kö­nig Wil­helms lös­te er sich auf, nach­dem er kaum zwei Jah­re be­stan­den hat­te.

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