Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Es ist an­zu­neh­men, dass das Ver­hal­ten Ru­dolfs ge­gen die Ju­den und ge­gen den Rab­bi fi­nan­zi­el­le Grün­de hat­te; er for­der­te für die Frei­las­sung des­sel­ben ein be­deu­ten­des Lö­se­geld, das die Ju­den nicht zah­len konn­ten, oder das der Rab­bi, wie er­zählt wird, ih­nen zu zah­len ver­bot. War die Ju­den­steu­er von je­her eine wich­ti­ge Ein­nah­me­quel­le für die Kö­ni­ge ge­we­sen, so war sie es umso mehr für Ru­dolf, der zer­rüt­te­te Ver­hält­nis­se ord­nen muss­te und der über­haupt Nach­druck auf die fi­nan­zi­el­le Sei­te sei­nes Am­tes leg­te. Die Um­stän­de wa­ren so, dass er es tun muss­te; aber es scheint auch sei­ne An­la­ge so ge­we­sen zu sein, dass er es tun konn­te. Auch die Art, wie er die Hand sei­ner Kin­der zu po­li­ti­schen Zwe­cken aus­bot und ver­gab, hat­te et­was von der Ge­schäf­tig­keit ei­nes Han­dels­man­nes, selbst wenn man in Be­tracht zieht, dass fürst­li­che Ehen nie­mals zum Ver­gnü­gen ge­schlos­sen wur­den. Er hat­te drei Söh­ne und sechs Töch­ter; man­cher hät­te das viel ge­fun­den, al­lein Ru­dolf hät­te weit mehr ver­wer­ten kön­nen. Den­noch reih­te er sich sei­nen Vor­gän­gern wür­dig an, kö­nig­lich in der Er­schei­nung, kö­nig­lich in der Hal­tung. Er war sehr groß und sehr schlank; das, und der klei­ne Kopf, die schma­len Hän­de und Füße, die Ad­ler­na­se ga­ben ihm et­was Ari­sto­kra­ti­sches. Sein Hu­mor und sei­ne Schlag­fer­tig­keit mach­ten ihn beim Vol­ke be­liebt, aber er fand auch, wenn die Ge­le­gen­heit dazu war, klang­vol­le Kö­nigs­wor­te. Als er in Frank­furt die Hul­di­gung ent­ge­gen­nahm und das Zep­ter fehl­te, er­griff er ein Kru­zi­fix und sag­te: »Seht, das Zei­chen, in wel­chem wir und die gan­ze Welt er­löst wor­den sind, das soll un­ser Zep­ter sein.« Und wenn er bei der Krö­nung ge­lob­te, »ein Schir­mer des Land­frie­dens zu sein, wie ich bis­her ein un­er­sätt­li­cher Kriegs­mann ge­we­sen bin«, so war das kein lee­rer Re­de­zie­rat, son­dern er emp­fing die Wür­de, die ihm zu­ge­fal­len war, als Verant­wor­tung und Ver­tie­fung sei­ner Le­bens­auf­fas­sung. Der Ritt des drei­und­sieb­zig­jäh­ri­gen Kai­sers, dem die Ärz­te ge­sagt hat­ten, dass er nur noch kur­ze Zeit zu le­ben habe, von Ger­mers­heim nach Spey­er, da­mit, wie er sag­te, nie­mand ihn da­hin zu füh­ren brau­che, wo sei­ne Vor­fah­ren ruh­ten, wur­de von den be­wun­dern­den und wis­sen­den Au­gen ei­nes dank­ba­ren Vol­kes be­glei­tet und er­greift uns noch heu­te. Es war der 14. Juli 1291; am fol­gen­den Tage starb er.

Kaum ein Kai­ser hat es sich so sau­er wer­den las­sen wie Ru­dolf von Habs­burg; man glaubt es von den Li­ni­en ab­zu­le­sen, die sein me­lan­cho­li­sches Ge­sicht durch­fur­chen. Was ihm fehl­te, war die um­fas­sen­de Bil­dung, die über­le­ge­ne Geis­tes­frei­heit der Stau­fer und war viel­leicht mehr als al­les die blü­hen­de Zeit, die jene trug. Das Reich, dass er kai­ser­lich ver­tre­ten soll­te, war kei­ne Welt­macht mehr, der Ad­ler war ge­rupft und ein et­was schä­bi­ger Vo­gel ge­wor­den. Der Papst und die Fürs­ten hat­ten ihn her­un­ter­ge­bracht, und bei­de wach­ten dar­über, dass der Kai­ser ihn nicht wie­der schwung­kräf­tig ma­che. Wenn das Volk Fried­rich II. zu­rück­wünsch­te, der als Per­son viel we­ni­ger volks­tüm­lich ge­we­sen war als Ru­dolf von Habs­burg, viel we­ni­ger für Ord­nung und Recht ge­sorgt hat­te, so war es, weil die Kai­ser­macht als sol­che zu Fried­richs Zeit viel an­sehn­li­cher ge­we­sen war und alle dun­kel fühl­ten, dass sie es nicht mehr war und nie mehr wer­den wür­de. Ei­nen mäch­ti­gen Kai­ser aber woll­te das nie­de­re Volk, einen Kai­ser, der die Gren­zen nach au­ßen und im In­ne­ren den Frie­den er­hiel­te, der über den Stän­den ste­hend, ei­nem je­den an Rech­ten und Frei­hei­ten zu­teil­te, was ihm zu­kom­me, der die Ar­men und Schwa­chen vor den Über­grif­fen der Gro­ßen schüt­ze: Das Bild ei­nes sol­chen Kai­sers sah man an den Ra­täu­sern und an den To­ren, mit lan­gem Bart und erns­tem, sor­gen­vol­lem Ant­litz, den Reichs­ap­fel in der Hand, das Reichs­schwert an der Sei­te, da­ne­ben der Ad­ler mit her­ri­schem Kopf und zer­mal­men­der Klaue, töd­lich dem Räu­ber, dem fürst­li­chen und ad­li­gen wie dem nied­rig­ge­bo­re­nen. Ein sol­cher Rich­ter an Got­tes Statt, wie man ihn er­sehn­te, glaub­te man gern, dass Fried­rich ge­we­sen sei. Da man sein fer­nes Grab nicht ge­se­hen hat­te, konn­te man sich ein­bil­den, er lebe noch und wer­de wie­der­kom­men.

Fried­rich II. war über hun­dert Jah­re tot, als das Ge­dicht ei­nes Meis­ter­sän­gers weis­sag­te, wenn Streit und Krieg über­groß ge­wor­den wä­ren, wer­de Kai­ser Fried­rich wie­der­kom­men und sei­nen Schild an einen dür­ren Baum hän­gen, der dann er­blü­hen wer­de. Er wer­de das Hei­li­ge Grab ge­win­nen, wer­de das Recht wie­der­her­stel­len, er wer­de nur den sie­ben­ten Teil der Pfaf­fen be­ste­hen las­sen, die Klös­ter zer­stö­ren und die Non­nen ver­hei­ra­ten, dass sie Wein und Korn bau­ten; dann wür­den gute, glück­li­che Jah­re kom­men. Es wa­ren Wün­sche aus dem Her­zen des nie­de­ren Vol­kes. Aus sol­chen Krei­sen war auch der falsche Fried­rich ge­kom­men, ka­men auch die meis­ten sei­ner An­hän­ger und die­je­ni­gen, die nach sei­nem Tode die­sel­be Rol­le zu spie­len ver­such­ten. Ei­ner von ih­nen, der be­haup­te­te, er sei aus der Asche des vor Wetz­lar Ver­brann­ten er­stan­den, wur­de in Ut­recht er­hängt, ein an­de­rer in Lü­beck er­tränkt. Im Jah­re 1295 wur­de in Ess­lin­gen der letz­te falsche Fried­rich ver­brannt.

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