Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

Здесь есть возможность читать онлайн «Ricarda Huch - Deutsche Geschichte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Deutsche Geschichte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Deutsche Geschichte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

Deutsche Geschichte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Deutsche Geschichte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Die Stadt Zü­rich, die im Lau­fe der Jahr­hun­der­te ne­ben der kö­nig­li­chen Pfalz und der Ab­tei Frau­müns­ter her­an­ge­wach­sen war, ge­hör­te mit dem Bi­schof von Kon­stanz, dem Abt von St. Gal­len, Sa­voy­en und Bern zu den Reichs­glie­dern, die sich durch die Bil­dung ei­nes habs­bur­gi­schen Staa­tes in den Obe­ren Lan­den be­droht fühl­ten. Das gab den An­lass zu dem auf drei Jah­re ge­schlos­se­nen Bun­de Zü­richs mit Schwyz und Uri. Die Eid­ge­nos­sen bil­de­ten einen stän­di­gen Rat von sechs Zü­ri­cher Bür­gern und sechs Ver­tre­tern der Län­der: es wa­ren für Uri Wer­ner von At­ting­hau­sen, Bern­hard Schüp­fer und Kon­rad Herr von Erst­fel­den, für Schwyz Kon­rad ab Iberg, Ru­dolf Stauf­fa­cher und Kon­rad Hu­ser. So hö­ren wir end­lich be­stimm­te Na­men, und es sind Na­men dar­un­ter, de­nen Sage und Dich­tung ed­len Erz­klang ver­lie­hen ha­ben. Über zwan­zig Jah­re spä­ter lei­te­te Wer­ner Stauf­fa­cher die Schwy­zer, als sie wie­der ein­mal das Klos­ter Ein­sie­deln über­fie­len, mit dem sie über ein zwi­schen ih­nen lie­gen­des Stück Land strit­ten. Ohne Scheu vor der gott­ge­weih­ten Stät­te führ­ten sie Mön­che und Knech­te des Klos­ters ge­fan­gen fort, nach­dem sie das Klos­ter ver­wüs­tet hat­ten. Vi­el­leicht war er ein Sohn der stol­zen Stauf­fa­che­rin, die ih­rem ver­za­gen­den Man­ne den Rat gab, sich mit den Ur­nern zur Be­frei­ung der Län­der zu ver­schwö­ren.

Der Bund mit Zü­rich ging bald wie­der aus­ein­an­der, weil die Po­li­tik der Reichs­städ­te in die­ser Sa­che mehr­fach wech­sel­te. Die Män­ner am See da­ge­gen hiel­ten an ih­rem Grund­ge­dan­ken fest, dem un­zer­brech­li­chen Zau­ber­ring, den sie um sich ge­schlos­sen hat­ten und wenn es nütz­lich schi­en und mög­lich war, ein we­nig, nicht zu viel er­wei­ter­ten. Dass die Ver­bin­dung ge­gen Habs­burg zu­nächst eine Nie­der­la­ge er­litt, focht sie nicht an. Die Schwy­zer mach­ten da­mals ein wich­ti­ges Ge­setz im Sin­ne der Frei­heit: sie ver­bo­ten jede Über­tra­gung von Grund­be­sitz an Land­frem­de und Klös­ter und be­stimm­ten, dass kirch­li­ches und grund­herr­li­ches Gut im Lan­de steu­er­pflich­tig sei. Üb­ri­gens fuh­ren sie fort, die Kai­ser­kämp­fe aus­zunüt­zen. Adolf von Nas­sau­en, Feind der Habs­bur­ger, be­stä­tig­te wil­lig den Ur­nern und Schwy­zern ihre Frei­heits­brie­fe. Mit Al­brecht, dem Soh­ne Ru­dolfs, er­neu­er­te sich die Ge­fahr, bis ein frü­her, ge­walt­sa­mer Tod sie ver­scheuch­te. Hein­rich VII. be­stä­tig­te nicht nur den Ur­nern und Schwy­zern, die sich ihm vor­stell­ten, als er im Jah­re 1309 sich in Kon­stanz auf­hielt, ihre von den frü­he­ren Kai­sern aus­ge­stell­ten Pri­vi­le­gi­en, son­dern auch den Un­ter­wald­nern, die sol­che gar nicht be­sa­ßen, so­dass nun die drei Wald­stät­te sich über ihre Reich­sun­mit­tel­bar­keit aus­wei­sen konn­ten. Die Söh­ne des er­mor­de­ten Habs­bur­gers be­ru­hig­ten sich da­bei nicht; nach­dem sie sich mit dem Kai­ser ver­söhnt hat­ten, hielt Leo­pold ihm vor, dass die den Wald­stät­ten er­teil­ten Rech­te ge­wis­sen Rech­ten ih­rer Dy­nas­tie wi­der­sprä­chen, und er­lang­te von Hein­rich das Ver­spre­chen, er wer­de die Habs­bur­ger Herr­schafts­an­sprü­che un­ter­su­chen las­sen und dann die Ent­schei­dung tref­fen. Das war im Jah­re 1311, als er vor Bre­s­cia lag. Zwei Jah­re spä­ter räum­te wie­der der Tod die den Wald­stät­ten dro­hen­de Ge­fahr hin­weg: der noch jun­ge Kai­ser starb. Die dar­auf er­fol­gen­de dop­pel­te Kö­nigs­wahl war für die Wald­stät­te ein glück­li­cher Um­stand, denn Lud­wig der Bayer such­te na­tür­lich alle Geg­ner Habs­burgs an sich zu fes­seln und lud sie selbst ein, sich ihm an­zu­schlie­ßen, hob auch die Reichs­acht auf, der die Schwy­zer we­gen ih­rer ge­gen das Klos­ter Ein­sie­deln ver­üb­ten Übel­ta­ten ver­fal­len wa­ren. So wa­ren die klei­nen Län­der in die große Zwie­tracht hin­ein­ge­ris­sen, die das Reich zer­teil­te, die nur mit den Waf­fen aus­ge­foch­ten wer­den konn­te. Her­zog Leo­pold be­schloss, die Wald­stät­te, re­bel­li­sche Bau­ern, end­gül­tig sei­nem Hau­se wie­der zu un­ter­wer­fen. Es war nicht an­zu­neh­men, dass die un­be­deu­ten­den Tä­ler dem ös­ter­rei­chi­schen Her­zog, wenn er ein­mal sei­ne Kräf­te sam­mel­te, wi­der­ste­hen könn­ten. Etwa 20 000 Mann brach­te er zu­sam­men, lau­ter in den Waf­fen ge­üb­te Rit­ter, ös­ter­rei­chi­sche Le­hens- und Dienst­leu­te, haupt­säch­lich aus den schwä­bi­schen Lan­den. Wäh­rend der Her­zog die­se ge­gen Schwyz füh­ren woll­te, lei­te­te Graf Otto von Straß­berg, Leo­polds Stell­ver­tre­ter in den bur­gun­di­schen Ge­gen­den, ein zwei­tes Heer über den Brü­nig ge­gen Un­ter­wal­den. Hil­fe hat­ten die Län­der kei­ne; Zü­rich hielt zu Ös­ter­reich, mit Bern be­stand noch kei­ne Ver­bin­dung, Lu­zern war durch die ös­ter­rei­chi­sche Herr­schaft ge­bun­den. Von den Ur­nern in­des­sen kam Zu­zug nach Schwyz, denn man wuss­te dort, dass der Her­zog beim Eng­paß von Mor­gar­ten, als dem ein­zig un­be­schütz­ten Punkt, ein­zu­fal­len be­ab­sich­tig­te. Dort war­te­ten die Bau­ern und schleu­der­ten auf die An­grei­fer, die mit ei­nem leich­ten Sieg rech­ne­ten, Fels­blö­cke her­un­ter. Die ent­setz­ten Rit­ter, die zu­rück­wei­chen woll­ten, drück­ten auf die noch nichts ah­nen­den nach­rücken­den, und ein furcht­ba­res Ge­drän­ge ent­stand; die nicht vom Fein­de ver­nich­tet wur­den, er­tran­ken in dem See, der die Flucht ver­sperr­te. Der Chro­nist ver­glich sie mit Fi­schen, die in ei­nem Fang­garn ge­fan­gen wer­den. Es war der 15. No­vem­ber des Jah­res 1315, als die­se er­staun­li­che Schlacht statt­fand, mehr eine Ka­ta­stro­phe als eine Schlacht. Die Kun­de da­von ver­brei­te­te sol­chen Schre­cken, dass Graf Otto von Straß­berg für bes­ser fand, mit sei­nem Heer um­zu­keh­ren, und so has­tig flüch­te­te, dass er sich eine Ver­let­zung zu­zog, an der er starb. In den drei Län­dern schlu­gen die Her­zen hoch. In Strö­men war das Blut der Rit­ter ge­flos­sen, das ihre hat­ten sie ge­spart für die Zu­kunft. Am 9. De­zem­ber er­neu­er­ten sie bei Brun­nen ih­ren Ewi­gen Bund. Er war dies­mal in deut­scher Spra­che ver­fasst und nann­te Ös­ter­reich als den Feind, ge­gen den er sich rich­te­te. Auf­recht stan­den sie da als be­währ­te Kämp­fer und Sie­ger, ge­sät­tigt mit Ruhm und Ehren. Lud­wig der Bayer lob­te ihre Treue und be­schenk­te sie mit Gna­den, in­dem er, au­ßer dass er ihre Reich­sun­mit­tel­bar­keit be­stä­tig­te, den Habs­bur­gern die Rech­te ab­er­kann­te, die sie an den Wald­stät­ten zu ha­ben be­haup­te­ten. Zwei Jah­re nach der Schlacht wur­de der Lan­dam­mann von Uri zum Reichs­vogt von Ur­se­ren und Li­vi­nen und da­mit zum Auf­se­her über den Gott­hard­ver­kehr er­nannt. So wa­ren denn die Wald­stät­te dicht an den Berg hin­an­ge­rückt, der ih­res Schick­sals Herr war; sie hat­ten, das fühl­ten sie, an sei­ne Fel­sen an­ge­klam­mert einen fes­ten Stand, den mensch­li­che Kraft nicht er­schüt­tern konn­te. Nun führ­ten sie all­mäh­lich auch die ur­tüm­li­che Ger­ma­nen­frei­heit wie­der ein, die ih­rem Sinn ent­sprach. Es hat­te un­ter ih­nen einen Adel ge­ge­ben, der sich nicht recht­lich über den Frei­en er­hob, dem nur so viel Ehr­er­bie­tung und Ge­hor­sam ge­zollt wur­de, wie per­sön­li­cher Tüch­tig­keit frei­wil­lig ge­währt wur­de. Den Le­hens- oder Dienst-Adel, der jetzt herrsch­te, mach­ten sei­ne An­sprü­che und Über­grif­fe ver­hasst; weil sie kei­ne Ge­schlech­ter auf­kom­men las­sen woll­ten, die den frei­en Bau­ern un­ter­drück­ten, ver­trie­ben sie die ad­li­gen Fa­mi­li­en, die un­ter ih­nen hei­misch wa­ren. Den Herr­schaf­ten, die Rech­te in Uri hat­ten, wur­den die­se ab­ge­kauft. In Un­ter­wal­den wur­den ein­zel­ne Fa­mi­li­en, die Le­hen von Ös­ter­reich hat­ten, un­fä­hig zur Be­klei­dung öf­fent­li­cher Äm­ter er­klärt. We­der soll­ten Knech­te noch soll­ten Edel­leu­te der en­gen Ver­bun­den­heit al­ler zu glei­cher Treue zur Hei­mat und Op­fer­be­reit­schaft für die Frei­heit eine Hem­mung sein.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Deutsche Geschichte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Deutsche Geschichte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Deutsche Geschichte»

Обсуждение, отзывы о книге «Deutsche Geschichte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x