Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Dem de­mo­kra­ti­schen Ge­dan­ken fiel in Uri die Fa­mi­lie von At­ting­hau­sen zum Op­fer, der, wie man an­nimmt, vor­züg­lich der groß­ar­ti­ge Auf­schwung der eid­ge­nös­si­schen Po­li­tik zu dan­ken war. Im Jah­re 1358 wur­de Hans von At­ting­hau­sen, nach­dem er jahr­zehn­te­lang die Ge­schi­cke des Lan­des er­folg­reich ge­lei­tet, sein Bünd­nis mit den Städ­ten be­för­dert hat­te, durch einen Auf­stand ver­trie­ben. Sei­ne Burg in der Nähe von Alt­dorf, de­ren Trüm­mer noch vor­han­den sind, wur­de zer­stört. Ruhm und Er­folg hat­ten das Ge­schlecht hö­her ge­tra­gen, als für den de­mo­kra­ti­schen Ge­dan­ken zu­läs­sig war. Es war der füh­ren­de Stern, der, wäh­rend das Volk, dem er in dunk­ler Zeit lan­ge ge­leuch­tet hat, si­che­ren Gan­ges in die Zu­kunft schrei­tet, tra­gi­schem Un­ter­gang ver­fällt. Man weiß nicht, wie und wo der letz­te At­ting­hau­sen ge­stor­ben ist.

Von dem durch die Schlacht am Mor­gar­ten ge­won­ne­nen Stand­punkt aus er­wei­ter­ten die Län­der ih­ren Ring, in­dem sie Bünd­nis­se mit Lu­zern, mit Zü­rich und Bern schlos­sen, das bäu­er­li­che Miss­trau­en ge­gen die Städ­te zu­rück­stel­lend. Sie un­ter­stütz­ten Bern, das sich ge­gen die Bi­schö­fe von Lau­san­ne und Ba­sel, ge­gen die Gra­fen von Ki­burg und an­de­re Dy­nas­ten weh­ren muss­te, und hat­ten An­teil an der Schlacht bei Lau­pen, durch wel­che die rit­ter­li­che Stadt ihre Geg­ner nie­der­warf. Ob­wohl mit Bern und Zü­rich nun ewi­ge Bünd­nis­se ein­ge­gan­gen wur­den, wa­ren die­se doch nicht so zu­ver­läs­si­ge Eid­ge­nos­sen wie die Län­der un­ter­ein­an­der; denn da die bei­den rei­chen und mäch­ti­gen Städ­te dem Hau­se Habs­burg un­ab­hän­gig ge­gen­über­stan­den, schi­en ih­nen das Zu­sam­men­ge­hen mit dem­sel­ben zu­wei­len vor­teil­haft, und sie wa­ren dann un­ter Um­stän­den be­reit, die Freund­schaft mit den Wald­stät­ten ei­nem von Ös­ter­reich er­hoff­ten Ge­winn zu op­fern. Trotz­dem war es ge­ra­de die Ein­be­zie­hung der Städ­te, die die Schwur­ge­nos­sen­schaft zu ei­nem ent­wick­lungs­fä­hi­gen Staat mach­te; ohne sie wä­ren die Hel­den­ta­ten der Leu­te am Gott­hardt zu ei­nem Volks­lied ge­wor­den, dem wir an­teil­voll lausch­ten, hät­ten sie sich nicht als eine neue und große Idee in der Ge­schich­te ver­wirk­licht. Da­rin, dass ihre Bünd­nis­se und Schlach­ten eine Fol­ge hat­ten und eine Fol­ge bezweck­ten, un­ter­schie­den sie sich von den he­ro­i­schen Frie­sen und Sach­sen an der Nord­see; denn die Ent­ste­hung der hol­län­di­schen Re­pu­blik im 16. Jahr­hun­dert steht mit den mit­tel­al­ter­li­chen Un­ter­neh­mun­gen der Dith­mar­scher, Ste­din­ger und Frie­sen nicht in un­mit­tel­ba­rem Zu­sam­men­hange. Ge­wiss wa­ren die schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen be­güns­tigt durch die Lage ih­res Lan­des, des­sen Ber­ge und Strö­me sie zur Ein­heit zu­sam­mendrän­gen, und an dem die mit­tel­al­ter­li­chen Kai­ser so leb­haf­ten An­teil nah­men, wie sie ihn sonst wohl für eine noch so tap­fe­re Bau­ern­schaft nicht ge­habt hät­ten; ka­men sie doch den ent­le­ge­nen Frie­sen bei ih­ren Frei­heits­kämp­fen nicht zu Hil­fe. Man muss aber auch glau­ben, dass die sel­te­ne Ve­rei­ni­gung von ele­men­ta­rer Kraft und be­son­ne­ner Ver­nunft eine be­son­de­re Gabe des schwä­bi­schen Stam­mes ist. Mit ihr er­warb er sich früh und lan­ge dau­ernd eine hohe, so­wohl po­li­ti­sche wie li­te­ra­ri­sche Kul­tur.

Der falsche Friedrich

Vor der al­ten Reichs­stadt Wetz­lar im Kai­ser­grun­de, un­fern von ei­nem al­ten Wart­turm, liegt ein Denk­stein mit ei­ner In­schrift, die an­zeigt, dass an die­ser Stel­le Diet­rich Holz­schuh oder Tile Ko­lup, der sich für Fried­rich II. aus­gab, durch Kö­nig Ru­dolf I. ver­brannt wur­de. Es war im Jah­re 1284, vierund­drei­ßig Jah­re nach dem Tode Fried­richs, der mit 56 Jah­ren starb, nun also 90 Jah­re alt ge­we­sen wäre. Es war nicht un­mög­lich, wenn auch un­wahr­schein­lich, dass er noch leb­te. Wie aber hät­te es ge­sche­hen kön­nen, dass ein an­de­rer an Fried­richs Stel­le be­gra­ben wur­de? Und wo war der Kai­ser in­zwi­schen ge­we­sen? Und warum hat­te er sich so lan­ge ver­bor­gen ge­hal­ten? Der deut­sche Bür­ger und Bau­er, der nie­mals in Ita­li­en, ge­schwei­ge denn im süd­li­chen Ita­li­en ge­we­sen war, der aber von den grim­mi­gen Kämp­fen zwi­schen Papst und Kai­ser ge­hört hat­te, von der Rei­se des Kai­sers nach Je­ru­sa­lem, von sei­ner Freund­schaft mit dem Sul­tan, von den lis­ti­gen Sa­ra­ze­nen, mit de­nen er sich zu um­ge­ben pfleg­te, moch­te es für glaub­haft hal­ten, dass Fried­rich, um sich dem nach sei­nem Blu­te dürs­ten­den Papst zu ent­zie­hen, nach dem Ori­ent ge­fah­ren und dort ge­fan­gen oder ver­bor­gen ge­hal­ten war, bis er ei­nes Ta­ges zu­rück­kehr­te, um mit Hil­fe sei­ner Deut­schen das Reich zu­rück­zu­ge­win­nen. Vi­el­leicht be­rech­ne­ten und er­wo­gen sie über­haupt nicht viel, son­dern glaub­ten dem schö­nen al­ten Man­ne, der sich der Treue sei­nes Vol­kes an­ver­trau­te. Er sah zu­wei­len sehr alt und müde aus, aber es war ein ma­je­stä­ti­sches Blit­zen in sei­nen Au­gen, und zu­wei­len hat­te sein Auf­tre­ten und ent­schlos­se­nes Han­deln et­was Ju­gend­li­ches. Hat­te je­mals ein Kai­ser so herz­lich zu sei­nem Vol­ke ge­spro­chen? Man glaub­te, was man wünsch­te.

Das Er­schei­nen des wie­der­keh­ren­den Fried­rich fiel in eine Zeit, wo die Reichs­städ­te sich zu dem spä­ter so be­lieb­ten Ru­dolf feind­lich stell­ten, weil er in dem Be­stre­ben, die Ord­nung im Rei­che wie­der­her­zu­stel­len, ihre Ab­ga­ben, sei­ne ein­zi­ge si­che­re und reich­li­che Ein­nah­me, stark in An­spruch nahm. Dazu kam, dass sei­ne Nach­gie­big­keit ge­gen den Papst ihn zum Pfaf­fen­kö­nig stem­pel­te und die Pfaf­fen, die kei­ne Steu­ern zahl­ten und zum Teil ein nichts­nut­zi­ges Le­ben führ­ten, in den Städ­ten ver­hasst wa­ren. An­ders als Bür­ger und Bau­ern dach­ten die großen Her­ren; Erz­bi­schof Sieg­fried von Köln durch­schau­te mit küh­lem Blick den Be­trug und ver­trieb den falschen Fried­rich aus Köln, wo das Volk ihn mit Ju­bel auf­ge­nom­men hat­te. Er be­gab sich nach der Stadt Neuß, de­ren Dom Zeu­ge ih­rer eins­ti­gen Be­deu­tung ist, und auch dort fiel ihm die Ein­woh­ner­schaft be­geis­tert zu. Es ist wahr­schein­lich, dass er des­halb die Men­schen an sich glau­ben ma­chen konn­te, weil er selbst an sich glaub­te, dass er ein Wahn­sin­ni­ger war, der sich für Fried­rich hielt und ab­ge­se­hen von sei­nem Wahn ver­stän­dig und fol­ge­rich­tig han­del­te. Of­fen­bar hat­te er einst in der Um­ge­bung des Kai­sers ge­lebt, viel­leicht als Knap­pe, denn er wuss­te vie­les, was nur dem Kai­ser Na­he­ste­hen­den be­kannt sein konn­te; man­ches mag auch aus der Tie­fe sei­nes Trau­mes auf­ge­wallt sein und ihn selbst und an­de­re be­zau­bert ha­ben. In Neuß fühl­te er sich so si­cher, dass er Kö­nig Ru­dolf, der in Wetz­lar war, auf­for­der­te, sei­ne Kro­ne nie­der­zu­le­gen und sich ihm, als dem recht­mä­ßi­gen Kö­nig, zu un­ter­wer­fen.

Ru­dolf hat­te bis­her den Lärm um den falschen Fried­rich nicht ernst ge­nom­men; wie soll­te er auch, da ja 34 Jah­re seit dem Tode des Kai­sers ver­flos­sen wa­ren; aber nun, da der Wi­der­stand der süd­west­li­chen Städ­te sich da­mit ver­bün­de­te, fand er es nö­tig, ein­zu­schrei­ten. Er war wohl von vorn­her­ein über­zeugt, dass der Mann ein Be­trü­ger war, und ent­schlos­sen, ihn so zu be­han­deln; aber er fühl­te sich doch ver­pflich­tet, selbst zu se­hen und zu ur­tei­len. Nicht ohne selt­sa­me Rüh­rung mag er sich der Ver­gan­gen­heit er­in­nert ha­ben, wo er als jun­ger Rit­ter dem großen Kö­nig, sei­nem Pa­ten, folg­te, der ihm stets gnä­dig ge­we­sen war. Wie un­denk­bar fern hat­te ihm da­mals der Ge­dan­ke an die Höhe ge­le­gen, die er jetzt er­reicht hat­te. Ihn und die um ihn ver­sam­mel­ten Fürs­ten und Her­ren blen­de­te der selt­sa­me Träu­mer nicht. Er wur­de ge­fan­gen­ge­nom­men und ge­stand, der Fol­ter un­ter­wor­fen, dass er Tile Ko­lup hei­ße und ein Be­trü­ger sei. Die Mar­ter hat­te ihn grau­sam aus sei­nem Trau­me ge­ris­sen. Der Kunst­griff, Fein­de als Ket­zer er­schei­nen zu las­sen, war da­mals ge­bräuch­lich; auch in die­sem Fal­le fol­ter­te man das Ge­ständ­nis, schwar­ze Kunst aus­ge­übt zu ha­ben, aus dem An­ge­klag­ten her­aus und konn­te dem­ge­mäß das Ur­teil spre­chen. So ver­zehr­ten die Flam­men das Ge­s­penst des großen Fried­rich.

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