Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Unauf­ge­klärt blie­ben fast alle die nä­he­ren Um­stän­de, die mit die­sem Zwi­schen­spiel ver­bun­den wa­ren. War der Fremd­ling wirk­lich Tile Ko­lup? Was hat­te ihn zu dem ge­fähr­li­chen Aben­teu­er ver­lei­tet? Hat­te ihn ein Wahn er­grif­fen, weil er dem Stau­fer ähn­lich sah? Oder war er von den Fein­den Ru­dolfs ge­dun­gen, die sei­nen Wahn oder sei­nen Ehr­geiz und sei­ne Geld­gier be­nütz­ten? Wo­her hat­te er die Geld­mit­tel, die sein Auf­tre­ten er­mög­lich­ten?

Wäre er nichts als ein Aben­teu­rer ge­we­sen, brauch­te man sei­ner nicht zu ge­den­ken. Aber er war et­was ganz an­de­res: er war eine Vi­si­on, die aus der Zer­ris­sen­heit der kai­ser­li­chen Zeit auf­stieg, der Ad­ler, von des­sen Schwin­gen Kai­ser­blut tropf­te. Der Schei­ter­hau­fen, den Ru­dolf vor Wetz­lar an­zün­de­te, ver­zehr­te mit dem Leib des al­ten Träu­mers das un­wie­der­bring­li­che Hel­den­zeit­al­ter des Rei­ches, er war ein Sym­bol we­nigs­tens die­ses Un­ter­gan­ges.

So war es ge­wiss nicht, als sei Ru­dolf ein un­wür­di­ger Nach­fol­ger der Stau­fer ge­we­sen, als habe er durch­aus an­de­re Bah­nen ein­ge­schla­gen. Ru­dolf von Habs­burg, der per­sön­li­che An­hän­ger Fried­richs II., der auch sei­nem Sohn und En­kel treu­ge­blie­ben war, folg­te in der Art, das Reich zu ver­wal­ten, der Metho­de, die Fried­rich II. in Si­zi­li­en an­ge­wandt hat­te, so­weit das im Reich mög­lich war, das heißt er ver­such­te die kö­nig­li­che Macht zu ver­stär­ken und durch Leu­te in be­am­ten­ähn­li­cher Stel­lung zu ver­wal­ten. Er leis­te­te in die­ser Hin­sicht eine über­aus mü­he­vol­le und ver­dienst­vol­le Ar­beit. Die be­deu­ten­de Mas­se des Kö­nigs­gu­tes, das die Stau­fer be­sa­ßen, war von den Päps­ten, die das ei­gent­lich gar nichts an­ging, der Hab­gier der Fürs­ten preis­ge­ge­ben. Ge­si­chert durch päpst­li­che Au­to­ri­tät, raff­te je­der so viel er konn­te, das meis­te, näm­lich Ös­ter­reich, Stei­er­mark, Kärn­ten, Krain, die Win­di­sche Mark und das Eger­land, nahm Ot­to­kar von Böh­men. Bay­ern nahm die Ober­pfalz, der Bi­schof von Worms Burg und Stadt Wimp­fen, der Bi­schof von Ba­sel Rhein­fel­den und Brei­sach, der Graf von Jü­lich Dü­ren, der Graf von Nassau Wies­ba­den, an­de­re an­de­res. Die Ver­blen­dung Ot­to­kars und der Hass des ös­ter­rei­chi­schen Adels, den er sich durch ein straff zen­tra­li­sier­tes Re­gi­ment zu­ge­zo­gen hat­te, so­wie die Feind­schaft des Erz­bi­schofs von Salz­burg und des Pa­tri­ar­chen von Aqui­le­ja, die sich durch das neu ent­ste­hen­de böh­misch-ös­ter­rei­chi­sche Reich be­ein­träch­tigt fühl­ten, er­mög­lich­ten es Ru­dolf, Ot­to­kar zu be­sie­gen und sich in Be­sitz der ent­frem­de­ten öst­li­chen Län­der zu set­zen. Mit ei­ner Ur­kun­de vom 27. De­zem­ber 1282 be­lehn­te er sei­ne Söh­ne Al­brecht und Ru­dolf mit den Län­dern Ös­ter­reich, Stei­er­mark, Krain und Win­di­sche Mark und er­hob sie zu­gleich in den Fürs­ten­stand; ein höchst denk­wür­di­ges, fol­gen­schwe­res Er­eig­nis. Auch da­mit führ­te er aus, was Fried­rich II. ge­plant hat­te. Sei­ne Ab­sicht, das Her­zog­tum Schwa­ben wie­der­her­zu­stel­len, das den Stau­fern ent­ris­sen war, glück­te nicht; doch ver­grö­ßer­te er sein Ei­gen zwi­schen Aare und Reuß und die Be­sit­zun­gen sei­nes Hau­ses im El­saß und am Ober­rhein. Grün­de­te er sich eine Haus­macht, die dem Kö­nig zu­gu­te ge­kom­men wäre, wenn er die Nach­fol­ge sei­ner Söh­ne und En­kel hät­te durch­set­zen kön­nen, so un­ter­ließ er doch auch nicht, ent­wen­de­te oder ver­pfän­de­te Kö­nigs­gü­ter und Kö­nigs­rech­te wie­der an das Reich zu brin­gen; doch muss­te das zum Teil an den Ver­pflich­tun­gen schei­tern, die er den Fürs­ten und ganz be­son­ders den Wahl­fürs­ten ge­gen­über hat­te; denn die­se fin­gen da­mals an, sich ihre Stim­men aus­gie­big be­zah­len zu las­sen. Zur Ver­wal­tung von Reichs­gut setz­te er Land­vög­te ein, die er zu­gleich als Land­frie­dens­be­am­te ver­wer­te­te. So­weit es die Rück­sicht auf die Fürs­ten er­laub­te, hob er auch die un­ge­rech­ten Zöl­le auf.

Wenn Ru­dolf in der Ver­wal­tung an die Stau­fer an­knüpf­te, wich er ganz von ih­nen ab in sei­nem Ver­hal­ten zum Papst. Die Nie­der­la­ge der Kai­ser in ih­rem Kampf mit dem Papst­tum war so ent­schie­den, dass er nicht an­ders konn­te als sie an­er­ken­nen und sich von ih­rer Po­li­tik förm­lich los­sa­gen, in­dem er auf Si­zi­li­en ver­zich­te­te. Da­mit war die Mög­lich­keit fried­li­chen Zu­sam­men­wir­kens zwi­schen Papst und Kai­ser ge­ge­ben, wie es die mit­tel­al­ter­li­che An­schau­ung ei­gent­lich er­for­der­te und wie es einst Kai­ser Lo­thar durch Zu­ge­ständ­nis­se er­reicht hat­te. Wenn Ru­dolf die Kai­ser­krö­nung in Rom nicht er­lang­te, so lag das nicht dar­an, dass er ih­ren Wert un­ter­schätzt, sie nicht auf­rich­tig an­ge­strebt hät­te. Wäh­rend sei­ner Re­gie­rung wech­sel­te fast re­gel­mä­ßig ein ita­lie­ni­scher Papst mit ei­nem fran­zö­si­schen ab, ent­spre­chend der Par­tei­ung un­ter den Kar­dinälen. Alle die ita­lie­ni­schen Päps­te, wie lei­den­schaft­lich sie auch un­ter Um­stän­den einen deut­schen Kai­ser be­kämpf­ten, gin­gen doch da­von aus, dass ein Kai­ser da sein und dass er deut­scher Na­ti­on sein müss­te; das war ein Stück ih­rer Wel­t­an­schau­ung, ab­ge­se­hen da­von, dass sie mit ei­nem deut­schen Kö­nig am ehe­s­ten fer­tig wer­den zu kön­nen glaub­ten. Die fran­zö­si­schen Päps­te wa­ren im Grun­de gar kei­ne Päps­te, son­dern fran­zö­si­sche Geist­li­che, die die Deut­schen hass­ten und das Kai­ser­tum an Frank­reich brin­gen woll­ten. Hat­te sich Ru­dolf eben mit ei­nem ita­lie­ni­schen Papst ver­stän­digt und war eben der Ter­min der Krö­nung fest­ge­setzt, so mach­te ein fran­zö­si­scher Papst al­les rück­gän­gig und türm­te neue Hin­der­nis­se auf. Vi­el­leicht, wenn Ru­dolf län­ger ge­lebt hät­te, wäre er doch zum Zie­le ge­kom­men und dann, wie so man­cher Kai­ser in frü­he­rer Zeit ge­tan hat­te, ent­schie­de­ner auf­ge­tre­ten, hät­te viel­leicht so­gar den Ver­zicht auf die Ro­ma­gna, die er auf päpst­li­ches Drän­gen ab­ge­tre­ten hat­te, zu­rück­ge­nom­men. Dass er sei­ne Stel­lung da­durch ver­bes­sert hät­te, ist nicht an­zu­neh­men; zu ei­nem erns­ten Auf­schwung der Kai­ser­macht wa­ren kei­ne Kräf­te mehr zu schöp­fen. Am meis­ten be­lei­digt das deut­sche Emp­fin­den, dass Ru­dolf dem Papst zu Ge­fal­len eine sei­ner Töch­ter ei­nem En­kel Karls von An­jou ver­hei­ra­te­te. Als die Kö­ni­gin bald nach Voll­zug die­ser trau­ri­gen Ehe noch nicht fünf­zig­jäh­rig starb, schrie­ben es vie­le dem Gram über eine sol­che Er­nied­ri­gung zu.

Die Ver­än­de­rung, die statt­ge­fun­den hat­te, zeig­te sich in der Be­hand­lung der Ju­den. Schon zur­zeit Fried­richs II. war der Aus­druck Kam­mer­knech­te auf sie an­ge­wandt wor­den, was da­mals nur be­sa­gen soll­te, dass ihre Ab­ga­ben, da sie un­mit­tel­bar un­ter dem Kö­nig stan­den, der kö­nig­li­chen Kam­mer ge­hör­ten. Jetzt wur­de er in dem Sin­ne ge­braucht, als wä­ren sie Skla­ven des Kö­nigs, und als mit sol­chen ver­fuhr man mit ih­nen. Als im Jah­re 1286 eine An­zahl von Ju­den aus den rhei­ni­schen Städ­ten, dar­un­ter ihr be­rühm­tes­ter Ge­set­zes­leh­rer, Rab­bi Meir ben Ba­ruch, nach Sy­ri­en aus­wan­dern woll­te, zog Ru­dolf die Gü­ter der­sel­ben ein und setz­te den Rab­bi, der un­ter­wegs er­kannt und fest­ge­hal­ten wor­den war, ge­fan­gen. Ob­wohl sich selbst Papst Ni­ko­laus IV. für ihn ver­wen­de­te, ließ der Kö­nig ihn nicht frei; er ist nach ihm in der Ge­fan­gen­schaft ge­stor­ben.

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