Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Auch Schwyz, das da­mals aus dem Fle­cken Schwyz und dem Dorf Stei­nen be­stand, wur­de haupt­säch­lich von Frei­en be­wohnt; doch gab es da­zwi­schen auch ei­ge­ne Leu­te ver­schie­de­ner Dy­nas­ten und Klös­ter. Die Ge­richts­ho­heit über Schwyz hat­ten als Land­gra­fen vom Zü­rich­gau die Gra­fen von Lenz­burg und, nach­dem die­se aus­ge­stor­ben wa­ren, die Gra­fen von Habs­burg. Von die­ser Fa­mi­lie, die zu ih­rem Ei­gen­be­sitz an der Aare ver­schie­de­ne Gü­ter des Gra­fen von Lenz­burg hin­zu­ge­erbt hat­te, war vor­aus­zu­set­zen, dass sie ver­su­chen wür­de, das land­gräf­li­che Amt in eine Herr­schaft um­zu­wan­deln, die frei­en Schwy­zer zu Un­ter­ta­nen zu ma­chen. Das Bei­spiel von Uri wies den Schwy­zern den Aus­weg aus der sich bil­den­den Klam­mer: ein­zig die Reichs­frei­heit gab Si­cher­heit vor der Un­ter­wer­fung un­ter eine Dy­nas­tie. Aus der an­schwel­len­den Flut der Feu­da­li­tät rag­te der Kai­ser als ein Fels der al­ten Volks­frei­heit, er hand­hab­te sein Zep­ter wie einen Zau­ber­stab, mit dem er die Über­schwem­mung vor de­nen zum Ste­hen brin­gen konn­te, die sich ihm er­ga­ben, und die er an­nahm. Wür­de er die Män­ner von Schwyz be­gna­den, Fried­rich II., der Rät­sel­haf­te, der Schreck­li­che, der eben sei­ne gan­ze Kraft auf­bot, um den Papst zu ver­nich­ten? In die­sem Kampf, der das Abend­land er­schüt­ter­te, er­späh­ten die auf­merk­sam be­ob­ach­ten­den Män­ner von Schwyz einen An­lass. Graf Ru­dolf von Habs­burg-Lau­fen­burg näm­lich, der die Land­graf­schaft in­ne­hat­te, stell­te sich auf die Sei­te des Paps­tes, wur­de so­mit Feind des Kai­sers, der gern dazu bei­tra­gen wür­de, den Ab­trün­ni­gen zu schwä­chen. Man weiß nicht, wie die Män­ner hie­ßen, die den schick­sal­vol­len Weg über das Ge­bir­ge an­tra­ten, um dem Kai­ser ihr An­lie­gen vor­zu­tra­gen. Es ist an­zu­neh­men, dass sie vor­her sich mit de­nen von Uri be­spra­chen; dann stie­gen sie mit fes­ten lan­gen Schrit­ten die Schöl­le­nen hin­auf, an der to­ben­den Reuß ent­lang, über die stie­ben­de Brücke, die seit ei­ner Rei­he von Jah­ren den Fel­sen um­ging, den jetzt das Ur­ner Loch durch­bohrt, und über den wil­den Gott­hard zum Sü­den hin­un­ter. Vor Faen­za fan­den sie den Kai­ser. Stau­nend be­trach­te­ten sie wohl die Mau­ern, die der Ge­wal­ti­ge hat­te auf­rich­ten las­sen, um die tap­fer sich weh­ren­de Stadt ab­zu­sper­ren, die nie ge­se­he­nen Be­la­ge­rungs­wer­ke und Un­ter­gra­bun­gen, mit de­nen er ihr zu­setz­te. Vi­el­leicht sa­hen sie die sieb­zig Lei­chen der Bür­ger von Faen­za, die er im An­ge­sicht der Stadt zur Dro­hung hat­te auf­hän­gen las­sen. In­mit­ten der Schre­cken hat­ten die von Schwyz Glück: Fried­rich an­er­kann­te ihre Reichs­frei­heit, ver­sprach ih­nen sei­nen Schutz und die Fül­le sei­ner Gna­de, und dass er sie nie­mals dem Reich ent­frem­den wer­de. Leich­teren Her­zens als sie ab­ge­reist wa­ren, kehr­ten sie zu­rück, die Ur­kun­de in der Hand, die ih­nen ver­brief­te, was ih­nen teu­rer als ihr Le­ben war, die Frei­heit. In­des­sen wuss­ten sie wohl, die po­li­tisch sehr ge­wit­zigt wa­ren, dass die Ur­kun­de al­lein ih­nen die Frei­heit nicht si­cher­te. Zum Sie­gel des Kai­sers, der wie eine Schach­fi­gur bald auf die­sem, bald auf je­nem Bret­te stand, muss­te das Sie­gel des Blu­tes kom­men, da­mit sie gül­tig wer­de.

Im La­ger des Kai­sers vor Faen­za be­fand sich ei­ner von sei­nen treues­ten Va­sal­len, Graf Ru­dolf von Habs­burg, da­mals, 1240, 22 Jah­re alt, der Fried­richs Pa­ten­kind und ihm fast wie ein Sohn er­ge­ben war. Er war der Nef­fe des Gra­fen Ru­dolf, der Land­graf im Zü­rich­gau war, ge­gen des­sen In­ter­es­se der Frei­heits­brief sich rich­te­te, den die Schwy­zer da­von­tru­gen; wenn er da­von er­fuhr, hielt ihn wohl die Ehr­furcht vor sei­nem kai­ser­li­chen Herrn von ei­ner Äu­ße­rung über die An­ge­le­gen­heit zu­rück, die ihn im Au­gen­blick nicht an­ging. Sein Oheim hin­ge­gen, Graf Ru­dolf der Äl­te­re, er­kann­te das Ge­sche­he­ne nicht an, for­der­te viel­mehr den Papst auf, alle die­je­ni­gen in den Obe­ren Lan­den, die sich dem Kai­ser an­ge­schlos­sen hät­ten, dar­un­ter Schwyz und Un­ter­wal­den, mit dem Ban­ne zu be­le­gen. In die­ser Zeit all­ge­mei­nen Aufruhrs schwu­ren Män­ner von Schwyz und Uri, viel­leicht auch sol­che von Un­ter­wal­den und Lu­zern, in ei­nem et­wai­gen Kamp­fe um ihre Frei­heit ein­an­der bei­zu­ste­hen, ei­ner für alle, alle für einen. Nicht die Ge­schich­te und nicht ein­mal die Sage mel­det von die­sem Schwur, man schließt aus dem, der spä­ter voll­zo­gen wur­de, auf einen, der ihm vor­an­ging. Es kann ihm kein Denk­mal ge­setzt wer­den, er ist an kei­ne Stät­te ge­bannt, er ist der Geist der Frei­heit, der das hoch­ge­türm­te Land wie mit un­durch­dring­li­chen Flam­men um­gür­te­te.

Im Lan­de Un­ter­wal­den gab es we­nig freie Leu­te, die meis­ten wa­ren den Klös­tern Mur­bach und En­gel­berg un­ter­tä­nig, de­ren Vög­te die Habs­bur­ger wa­ren. Sie bil­de­ten in­fol­ge­des­sen kei­ne Mark­ge­nos­sen­schaft; was sie ei­nig­te, war die Ge­richts­ho­heit der Vög­te, de­nen sie ge­mein­sam un­ter­stan­den, und die geo­gra­fi­sche Nach­bar­schaft. Der Ort Lu­zern ge­hör­te dem Klos­ter Mur­bach im El­saß; auch dort gab es eine Par­tei, die An­schluss an den Kai­ser such­te.

Fünf Jah­re nach­dem Fried­rich II. den Schwy­zern den Frei­heits­brief aus­ge­stellt hat­te, starb er; es folg­te der Sturz der Stau­fer, der Sturz des Kai­ser­tums. Jah­re hin­durch gab es kei­nen höchs­ten Rich­ter mehr im Rei­che, der Quell des Rech­tes hör­te auf zu flie­ßen. Als dann im Jah­re 1273 die Kur­fürs­ten wie­der einen Kö­nig wähl­ten, der all­ge­mein an­er­kannt wur­de, war das Er­geb­nis für die Orte im Obe­ren Lan­de Schwa­ben un­heil­voll; Kö­nig wur­de der Graf von Habs­burg, so­dass nun der Dy­nast, des­sen Macht­stre­ben Schwyz und Uri sich ent­zie­hen woll­ten, und der Ober­herr, bei dem sie vor ihm Schutz such­ten, eine Per­son wa­ren. Wür­de Ru­dolf, der­sel­be, der im La­ger vor Faen­za war, als Fried­rich den Schwy­zern die Reich­sun­mit­tel­bar­keit ver­brief­te, ih­nen ge­gen­über der Land­graf und Vogt oder wür­de er der Kö­nig sein? Ru­dolf, der, be­vor er Kö­nig wur­de, im Sol­de Straß­burgs stand und auch als Kö­nig den Städ­ten man­che Gunst er­wies, war kein De­spot und kein Ero­be­rer; es war, ob­wohl es ihm an Zü­gen der Grö­ße nicht fehl­te, et­was Bür­ger­li­ches in sei­ner Na­tur, et­was von der be­däch­tig schar­ren­den Metho­de des Krä­mers in der Art, wie er sei­ne Haus­macht aus­bau­te. Dass er es tat, war rich­tig, ohne einen si­che­ren Punkt un­ter den Fü­ßen konn­te er das kö­nig­li­che Amt nicht aus­üben, und es war selbst­ver­ständ­lich, dass er die Ge­gend zu ei­nem habs­bur­gi­schen Rei­che er­wei­tern woll­te, wo er be­reits Gü­ter und Rech­te be­saß. Dies Land war, schein­bar arm mit sei­nen Fel­sen, die kaum Zie­gen er­nähr­ten, von un­er­mess­li­cher Wich­tig­keit als Zu­gang zur Gott­hard­stra­ße, die seit der Er­rich­tung der stie­ben­den Brücke zu ei­nem der meist­be­gan­ge­nen Päs­se nach Ita­li­en wur­de, wich­tig für den Kö­nig we­gen sei­ner Be­zie­hun­gen zur Lom­bar­dei und zu Rom, aber auch für je­den an­de­ren Fürs­ten, der sich an den Zöl­len des Han­dels­we­ges be­rei­chern konn­te. Als ein eh­ren­haf­ter Mann ging Ru­dolf nicht ge­walt­tä­tig, nicht räu­be­risch vor: den Frei­heits­brief der Ur­ner er­kann­te er förm­lich an. An­ders stell­te er sich zu den Schwy­zern, in­dem er über­haupt im Rei­che den Grund­satz auf­ge­stellt hat­te, nur die Ur­kun­den Kai­ser Fried­richs aus der Zeit, be­vor er im Ban­ne war, gel­ten zu las­sen. Trotz­dem hin­der­te er nicht, dass die Schwy­zer sich wie ein Reichs­land selbst durch Lan­dammän­ner ver­wal­te­ten und ein ei­ge­nes Sie­gel führ­ten. Eben­so­we­nig griff er in die in­ne­ren Ver­hält­nis­se von Un­ter­wal­den ein. Den­noch brei­te­te sich sei­ne Macht all­mäh­lich aus, und er rück­te den ge­ängs­tig­ten Or­ten nä­her und nä­her. Die Be­sit­zun­gen der Habs­burg-Lau­fen­bur­ger Li­nie gin­gen auf ihn über, auch die Ki­bur­ger be­erb­te er, und am Ende des Le­bens glück­te ihm noch ein be­deu­ten­der Fang, in­dem er dem Klos­ter Mur­bach die zwi­schen Zü­rich und dem Gott­hard ge­le­ge­ne Stadt Lu­zern ab­kauf­te, in de­ren Nähe er be­reits Be­sit­zun­gen hat­te. Als Ru­dolf am 12. Juli 1291 starb, at­me­ten die frei­heits­lie­ben­den Leu­te in den Obe­ren Lan­den auf, wie wenn eine La­wi­ne, die sich auf sie her­ab­zu­wäl­zen schi­en, plötz­lich ab­seits in einen Ab­grund ge­stürzt wäre. Alle, die sich be­droht fühl­ten, eil­ten Bünd­nis­se zu schlie­ßen; im Au­gust, nach der Über­lie­fe­rung war es der ers­te, tra­ten Män­ner von Uri, Schwyz, Un­ter­wal­den zu­sam­men, um den Schwur zu er­neu­ern, den sie frü­her in der Not ge­schwo­ren hat­ten, einen Schwur, der ihre Per­so­nen nicht nur, son­dern die Län­der, die sie ver­tra­ten, auf ewi­ge Zeit zu ei­ner Ge­nos­sen­schaft ver­bin­den soll­te. Man kann an­neh­men, dass ein Herr von At­ting­hau­sen von Sei­ten Uris und ein Stauf­fa­cher von sei­ten der Schwy­zer da­bei wa­ren, denn die­se Na­men er­schei­nen im­mer als die­je­ni­gen, die die Ge­schi­cke ih­rer Län­der lei­te­ten. Sie ver­leug­ne­ten nicht den Cha­rak­ter ger­ma­ni­scher frei­er Bau­ern: un­ge­stüm tap­fer, wenn es zum Kämp­fen kam, wa­ren sie vor­sich­tig zu­rück­hal­tend in der Verant­wor­tung des vor­be­rei­ten­den Han­delns, ganz und gar kon­ser­va­tiv in der Ge­sin­nung. Die ehr­wür­di­ge Ur­kun­de, die die Be­din­gun­gen der Schwur­ge­nos­sen­schaft fest­setzt, nennt den Feind nicht ge­ra­de­zu, ge­gen den sie sich rich­tet; es sol­len, heißt es, die Rechts­zu­stän­de wie­der­her­ge­stellt wer­den, wie sie vor Kö­nig Ru­dolfs Zeit wa­ren. Das We­sent­li­che war der enge Zu­sam­menschluss der Schwur­ge­nos­sen: ihre Strei­tig­kei­ten sol­len von ei­nem Schieds­ge­richt ent­schie­den wer­den. Die be­ste­hen­den Herr­schafts­ver­hält­nis­se sol­len nicht an­ge­tas­tet wer­den; die frei­en Män­ner von Schwyz und Uri hat­ten Hö­ri­ge, wer Knecht war, soll­te auch künf­tig Knecht blei­ben. Was für be­wun­derns­wer­te Po­li­ti­ker die­se Berg­be­woh­ner wa­ren, be­wie­sen sie ei­ni­ge Mo­na­te spä­ter, als sie den Kreis ih­rer Be­stre­bun­gen durch einen küh­nen Schritt er­wei­ter­ten und mit der Stadt Zü­rich ein Bünd­nis ab­schlos­sen. Es war eins der vie­len Bünd­nis­se, die im Reich ge­schlos­sen wur­den, bald auf ein Jahr, bald auf meh­re­re Jah­re, die vor­über­ge­hen­den Zwe­cken dienten und ohne Fol­gen blie­ben; aber es war ein­zig als Bünd­nis zwi­schen Bau­ern­schaf­ten und ei­ner Stadt, als der Keim ei­nes Staa­tes, der im Abend­lan­de oh­ne­glei­chen war.

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