Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Die Frie­sen hat­ten einen Mit­tel­punkt in der Lan­des­ver­samm­lung am Up­stals­boom in der Nähe von Au­rich, wo die Ab­ge­ord­ne­ten von West- und Ost­fries­land zu­sam­men­ka­men; aber schon im drei­zehn­ten Jahr­hun­dert hör­te das auf. We­gen des feh­len­den Sin­nes für Staa­ten­bil­dung und wohl aus geo­gra­fi­schen Grün­den ist im Mit­tel­al­ter eine nor­di­sche Schweiz nicht ent­stan­den. Un­ver­gäng­lich ist den­noch der Ruhm der großen Frei­heits­schlach­ten, wenn sie auch wie Ko­me­ten, au­ßer­halb der Him­mels­ord­nung, mäch­tig leuch­tend vor­über­gin­gen, der Schlacht bei Ol­den­wöhr­den, der Schlacht an der Ham­me, bei Hem­mings­tedt und man­cher an­de­ren, in de­nen bar­fü­ßi­ge Bau­ern ge­har­nisch­te Rit­ter de­mü­tig­ten.

Schlachten

Wie die Ge­schich­te des Mit­tel­al­ters vor­wie­gend eine Ge­schich­te des Adels, so wa­ren sei­ne Schlach­ten sol­che des Adels. Sie gli­chen Tur­nie­ren, bei de­nen es ja auch oft Tote gab, und bei de­nen die For­de­run­gen der Ehre eine große Rol­le spiel­ten. Mit dem Vor­wurf der Feig­heit ließ sich al­les durch­set­zen, kei­ne Grün­de ka­men da­ge­gen auf. In der Schlacht bei Haus­ber­gen war die Über­zahl der Straß­bur­ger so groß, dass die bi­schöf­li­chen Rit­ter den un­glück­li­chen Aus­gang vor­aus­sa­hen; da der Bi­schof sie fei­ge schalt, gin­gen sie ohne Wan­ken in den Tod. Die Zahl der Kämp­fen­den war klein; Ru­dolf von Habs­burg soll ge­sagt ha­ben, mit 4000 aus­er­le­se­nen Rei­tern und 40 000 Mann zu Fuß wür­de er von der gan­zen Welt un­be­sieg­bar sein. In der eben an­ge­führ­ten Schlacht bei Haus­ber­gen zwi­schen dem Bi­schof von Straß­burg, Wal­ter von Ge­rold­seck und der Stadt Straß­burg, mit wel­cher sie sich im Jah­re 1262 die Un­ab­hän­gig­keit er­kämpf­te, fie­len auf sei­ten des Bi­schofs 60 Rit­ter und Edel­leu­te, auf sei­ten der Stadt ein ein­zi­ger Bür­ger. Die Sie­ger tru­gen 76 Ge­fan­ge­ne da­von; des Lö­se­gel­des we­gen sah man es dar­auf ab, viel Ge­fan­ge­ne zu ma­chen. Der Bi­schof war selbst mit­ten im Kamp­fe, zwei Pfer­de wur­den un­ter ihm er­sto­chen. Die Mehr­zahl der Kämp­fer war be­rit­ten, von den Städ­tern foch­ten die Ge­schlech­ter zu Pfer­de. Der alte Rit­ter Lie­ben­zel­ler, der die Straß­bur­ger führ­te, gab in der Schlacht den Rat, alle Ros­se ohne Aus­nah­me nie­der­zu­sto­ßen. Den Be­rit­te­nen war schwer bei­zu­kom­men, der Ge­stürz­te konn­te leicht er­schla­gen wer­den, wenn er nicht von den Hu­fen der Pfer­de zer­tre­ten wur­de. Des­halb war es für den Ge­stürz­ten so un­ge­mein wich­tig, dass ihm so­fort ein Ge­treu­er bei­sprang, ihn deck­te und ihm etwa gar das eig­ne Pferd über­ließ; Ru­dolf von Habs­burg ist in zwei Schlach­ten auf sol­che Art ge­ret­tet wor­den und be­wies sei­nen Hel­fern zeit­le­bens Dank­bar­keit. Die Ros­se zu tö­ten war eine sehr alte Re­gel, de­ren sich schon Her­mann im Kamp­fe ge­gen die Rö­mer be­dient ha­ben soll. In ei­ner ih­rer be­rühm­ten Schlach­ten ga­ben die Dith­mar­scher die Lo­sung aus: Scho­net den Kerl, schla­get das Pferd! Als sie aber des Sie­ges si­cher wa­ren, er­schlu­gen sie um­ge­kehrt den Mann und er­hiel­ten sich sein kost­ba­res Tier.

Eine vor­bild­li­che Rit­ter­schlacht war die Schlacht bei Wor­rin­gen in der Nähe von Köln, die we­gen der vie­len ed­len Na­men, die dar­in glänz­ten, die Zeit­ge­nos­sen zu aus­führ­li­chen Schil­de­run­gen ge­reizt ha­ben mag. Sie ent­stand im Streit um die Nach­fol­ge im Her­zog­tum Lim­burg, auf wel­che ei­ner­seits Graf Adolf von Berg, an­de­rer­seits Graf Rai­nold von Gel­dern An­spruch er­ho­ben. Zu­grun­de lag ei­gent­lich der Wett­be­werb des Erz­bi­schofs von Köln und des Her­zogs von Bra­bant um die Herr­schaft am Nie­der­rhein. Um den Erz­bi­schof, einen Gra­fen von Wes­tern­burg, grup­pier­ten sich Graf Rai­nold von Gel­dern, Graf Hein­rich von Lüt­zel­burg, Graf Adolf von Nassau und die vom Erz­bi­schof ab­hän­gi­ge Stadt Soest; um den Her­zog von Bra­bant der Graf von Berg, Graf Si­mon von Te­klen­burg, die Her­ren von Wal­deck, von Vir­ne­burg, von Rei­fer­stein und die Stadt Köln, die her­kömm­li­cher­wei­se ih­rem Erz­bi­schof den Ge­gen­part hielt. Es war eine au­ßer­or­dent­lich blu­ti­ge Schlacht, in der über tau­send Rit­ter fie­len. Es fiel der Graf von Wes­tern­burg, Bru­der des Erz­bi­schofs, es fiel Graf Hein­rich von Lüt­zel­burg, der Va­ter des spä­te­ren Kai­sers, als er sei­nen per­sön­li­chen Feind, den Her­zog von Bra­bant, an­rann­te und be­reits vom Pfer­de zu rei­ßen im Be­griff war; ein Rit­ter ret­te­te den Fal­len­den, in­dem er dem Lu­xem­bur­ger den Speer un­ter die Rüs­tung stieß. »Un­glück­li­cher!« so rief der Bra­ban­ter sei­nem Ret­ter zu, »was hast du ge­tan! Du hast den tap­fers­ten Rit­ter ge­tö­tet, der ver­dient hät­te, ewig zu le­ben.« Ein Herr von Born sah sei­ne Söh­ne teils fal­len, teils ge­fan­gen wer­den, kämpf­te aber wei­ter, bis ihm der Arm zer­schla­gen wur­de. Der von Fal­ken­burg, der als der schöns­te Mann sei­ner Zeit galt, fiel, und Adolf von Nassau, der spä­te­re Kai­ser, wur­de ge­fan­gen. Als er vor den Her­zog von Bra­bant ge­führt wur­de und die­ser ihn frag­te, wer er sei, ant­wor­te­te er: »Ich bin Adolf von Nassau, zwar nit ein großer Herr, aber der be­gehrt, große Sa­chen zu voll­brin­gen.« Um sei­ne Ach­tung so ho­hen Sin­nes zu be­wei­sen, ließ ihn der Her­zog ohne Lö­se­geld frei. Die Her­ren wett­ei­fer­ten in der Ent­fal­tung ed­ler Rit­ter­lich­keit: sie wa­ren Fein­de, hass­ten sich, tö­te­ten sich, gönn­ten sich nichts, aber sie fühl­ten sich als die Eben­bür­ti­gen, ver­bun­den durch die glei­che Kul­tur und die glei­chen An­schau­un­gen von Ehre und Rit­ter­pflicht. Al­ler­dings wenn die Sage über­lie­fert, der Erz­bi­schof von Köln habe sei­nen Geg­ner, den Gra­fen von Berg, als es ihm nach der Schlacht ge­lun­gen sei, ihn zu fan­gen, mit Ho­nig be­stri­chen in einen Kä­fig ge­sperrt und den Bie­nen preis­ge­ge­ben, so wird man an al­len den aus­schmücken­den Schnör­keln irre. Wech­sel­ten wirk­lich Züge ab­ge­feim­ter Grau­sam­keit mit sol­chen der Groß­mut ab? Oder kam es bei der Schil­de­rung von Be­ge­ben­hei­ten nicht nur auf treue Wie­der­ga­be an, wie man ja auch von den Bil­dern von Per­so­nen nur ver­lang­te, dass sie schön oder ein­drucks­voll, nicht aber, dass sie ähn­lich sei­en. Auf den Cha­rak­ter des Kamp­fes und der Kämp­fen­den im All­ge­mei­nen kann man in­des­sen doch aus den zeit­ge­nös­si­schen Be­rich­ten schlie­ßen. Ob­wohl nun die Schlacht bei Wor­rin­gen, die im Jah­re 1288 ge­schla­gen wur­de, durch­aus eine Tur­nier­schlacht war, so ga­ben doch, das ist be­mer­kens­wert, die nie­der­rhei­ni­schen Bau­ern des Gra­fen von Berg und das Fuß­volk der Stadt Köln, das den Fah­nen­wa­gen des Erz­bi­schofs er­ober­te, den Aus­schlag.

In der Ent­schei­dungs­schlacht bei Dürn­krut, durch wel­che Ös­ter­reich an das Haus Habs­burg fiel, hat­te Ot­to­kar von Böh­men die grö­ße­re Zahl ver­deck­ter Ros­se, so nann­te man die ge­har­nisch­ten, und glaub­te des­halb Aus­sicht auf den Sieg zu ha­ben. Dass Ru­dolf ihn da­von­trug, soll er ers­tens den Un­garn und ih­rer leich­ten Rei­te­rei ver­dankt ha­ben, so­dann ei­ner neu­en An­ord­nung, die er sich selbst aus­ge­dacht zu ha­ben scheint. Er son­der­te näm­lich 50 schwer ge­har­nisch­te Rit­ter aus, die an­fäng­lich ab­seits zu blei­ben hat­ten, um erst im spä­te­ren Ver­lauf der Schlacht, wenn sich die Lage etwa ver­schlech­ter­te, ein­zu­grei­fen. Die Zu­mu­tung, sich nicht so­fort zu be­tei­li­gen, kam den Rit­tern so un­er­hört vor, dass sie sich erst auf den stren­gen Be­fehl des Kö­nigs hin her­beilie­ßen, die Füh­rung die­ser Not­schar zu über­neh­men. Doch un­ter­lie­ßen sie es nicht, bei den an­de­ren Her­ren um­her­zu­ge­hen und ihr Ver­hal­ten zu er­klä­ren und zu ent­schul­di­gen.

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