Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Trotz sei­ner kur­z­en Dau­er und sei­ner ge­rin­gen Leis­tun­gen war der Rhei­ni­sche Bund ein be­deu­tungs­vol­les Er­eig­nis. Mit ei­nem großen Wurf, rich­tung­ge­bend, tra­ten die Städ­te in das kämp­fen­de Ge­wo­ge der Ge­schich­te ein, schein­bar nur ihre wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen ver­tre­tend, tat­säch­lich als eine po­li­ti­sche Macht, die den Fürs­ten eine Schran­ke setz­te. Wäh­rend die Fürs­ten sich auf Kos­ten des Rei­ches ver­grö­ßer­ten, ver­foch­ten die Städ­te den Reichs­ge­dan­ken; um die­se Zeit konn­ten sie mit Recht sa­gen, sie sei­en das Reich. Das mag auch am Kö­nigs­ho­fe emp­fun­den wor­den sein: mi­ra­cu­lo­se et po­ten­ter , wun­der­bar und mäch­tig, so heißt es in ei­ner Ur­kun­de Wil­helms in Be­zug auf den Rhei­ni­schen Bund, sei durch die Nied­ri­gen für Frie­den und Recht ge­sorgt wor­den. Denkt man dar­an, dass im Krei­se die­ser Nied­ri­gen um die­se Zeit die Dome von Frei­burg, Straß­burg und Köln be­gon­nen wur­den, Rie­sen­spu­ren ei­nes Ge­schlech­tes, das sei­ne Kräf­te Un­ter­neh­mun­gen zum Diens­te des Über­ir­di­schen wid­me­te, wird ei­nem klar, wie reich, wie viel­sei­tig das Le­ben des deut­schen Vol­kes in den Städ­ten ström­te. Wie weit der Blick der Grün­der des Bun­des reich­te, be­weist die Tat­sa­che, dass die städ­ti­schen Mit­glie­der eine Ar­men­steu­er zu ent­rich­ten hat­ten, und die fast noch merk­wür­di­ge­re, dass sie auch das In­ter­es­se der Al­ler­nied­rigs­ten, der Bau­ern, in ihre Plä­ne ein­be­zo­gen. Sie for­der­ten, dass die Her­ren von ih­ren Hö­ri­gen nicht mehr als das seit drei­ßig Jah­ren Her­kömm­li­che ver­lang­ten, ja es scheint, dass sie an die Mög­lich­keit des An­schlus­ses von Bau­ern­schaf­ten an den Bund dach­ten. Wäre die­ser Ge­dan­ke ernst­lich ins Auge ge­fasst und wei­ter ver­folgt wor­den, wie an­ders und wie viel har­mo­ni­scher, wenn auch nicht kampf­lo­ser, hät­te sich die Ge­schich­te Deutsch­lands ent­wi­ckeln kön­nen.

Stedinger, Friesen, Dithmarschen

Da wo das Meer und die ho­hen Ber­ge sind, hat­ten sich freie Bau­ern er­hal­ten. Es ist, als ob im Kamp­fe mit den Ele­men­ten, mit Flut und Sturm, mit Fels­za­cken und Eis­wüs­ten et­was von der Un­bän­dig­keit und Ur­ge­walt der Ele­men­te auf die kämp­fen­den Men­schen über­gin­ge. Auch bil­den Ge­bir­ge so­wie Meer und Sümp­fe eine na­tür­li­che Schutz­wehr, wäh­rend die of­fe­ne Ebe­ne der Ver­knech­tung güns­tig ist. Die stol­ze Art der meeran­woh­nen­den Sach­sen und Frie­sen fiel früh auf; be­son­ders die Frie­sen wur­den in der Zeit, wo die Hö­rig­keit des Bau­ern als das Selbst­ver­ständ­li­che galt, vom Adel als ge­bo­re­ne Re­bel­len be­trach­tet. Dass sie die Kunst der Ent­wäs­se­rung und der Be­dei­chung ver­stan­den, wo­durch das fet­te, vom Meer an­ge­schwemm­te Land erst be­wohn­bar wur­de, gab ih­nen an­de­rer­seits einen ho­hen Wert, der von den Be­sit­zern von Sumpf­land wohl be­grif­fen wur­de. Als Graf Adolf von Schau­en­burg Wa­grien ko­lo­ni­sier­te, wei­ger­ten sich sei­ne Hol­s­ten, den Zehn­ten zu zah­len und sag­ten, lie­ber woll­ten sie mit ei­ge­ner Hand ihre Häu­ser an­zün­den und ihr Land ver­las­sen, als ei­ner sol­chen Skla­ve­rei sich un­ter­wer­fen; und da­bei blieb es. Um die Mit­te des zwölf­ten Jahr­hun­derts be­gan­nen auch die Erz­bi­schö­fe von Bre­men das noch un­be­bau­te Sumpf­land an der Un­ter­we­ser mit Be­woh­nern des west­li­chen Küs­ten­lan­des zu be­sie­deln, die da­mals in ei­ner all­ge­mei­nen Be­we­gung nach dem Os­ten zu wa­ren. Sie teil­ten das Land nach hol­län­di­schem Recht, so­ge­nann­tem Hol­ler­recht aus, wo­nach die Sied­ler so gut wie frei wa­ren, au­ßer dass sie einen Grund­zins, den Hol­ler­zehn­ten, zahl­ten. An­de­re An­sied­ler, wie z. B. die des Klos­ters Ras­te­de und an­de­rer Klös­ter, ge­nos­sen ge­rin­ge­re Vor­tei­le; aber im All­ge­mei­nen be­trach­te­ten die von Na­tur streit­ba­ren Leu­te das Land, das sie selbst in müh­se­li­ger Ar­beit aus Sumpf und Moor ge­schaf­fen hat­ten, als ihr ei­gen, ach­te­ten Rech­te von Grund- und Lan­des­her­ren nicht und such­ten sich ih­rer zu er­weh­ren, wenn sie un­be­que­me An­sprü­che er­ho­ben. Im Jah­re 1190 er­scheint der Name Ste­din­ga zum ers­ten Male ur­kund­lich; er um­fass­te ein Ge­biet an der Un­ter­we­ser zwi­schen der Mün­dung von Öhre und Hun­te; es ge­hört jetzt zum Teil zu Han­no­ver, zum Teil zu Ol­den­burg. Je blü­hen­der und wohl­ha­ben­der sich das Ge­biet ent­wi­ckel­te, de­sto mehr reiz­te es die Nach­barn, be­rech­tig­te und un­be­rech­tig­te An­sprü­che zu er­he­ben. Ge­fähr­lich wur­den sie für die Ste­din­ger, als in der Per­son Ger­hards II. ein Erz­bi­schof auf den Bre­mer Stuhl kam, der sich vor­ge­setzt hat­te, sein ver­wahr­los­tes Stift neu zu be­fes­ti­gen. Ger­hard war ein Sohn des be­rühm­ten Gra­fen Bern­hard zur Lip­pe und glich sei­nem Va­ter, wenn nicht im Um­fas­sen­den der Per­sön­lich­keit, doch in der Tat­kraft. Da es ihm zu­nächst dar­auf an­kam, sei­nen Staat fi­nan­zi­ell zu he­ben, such­te er sich leis­tungs­fä­hi­ge Un­ter­ta­nen und fand sie in der Stadt Bre­men und in den Ste­din­gern.

Bis da­hin hat­ten sich die Ste­din­ger in ih­rem durch Sümp­fe ge­schütz­ten Ge­biet und durch ihre un­wi­der­steh­li­che Tap­fer­keit un­ab­hän­gig zu hal­ten ge­wusst. Ihre nach­bar­li­chen Feh­den, die sich zu­nächst ge­gen die Ol­den­bur­ger Gra­fen rich­te­ten, de­ren Vög­te sich al­ler­lei Über­grif­fe er­laub­ten, ver­lie­fen zu ih­ren Guns­ten. In den Kämp­fen zwi­schen den Stau­fern und Wel­fen nah­men sie bald auf die­ser, bald auf je­ner Sei­te teil, ohne je eine an­de­re Po­li­tik zu ver­fol­gen als die Be­wah­rung ih­rer Selbst­stän­dig­keit. Vi­el­leicht hät­te das Ge­schick der Land­schaft sich an­ders ge­stal­tet, wenn die be­reits mäch­tig auf­blü­hen­de Stadt Bre­men sich mit den Ste­din­ger Bau­ern ver­bün­det hät­te; aber dar­an wur­de auf bei­den Sei­ten nicht ge­dacht. Nur auf sich selbst ge­stellt wa­ren die Ste­din­ger, als Ger­hard II. es un­ter­nahm, die Frei­en zu un­ter­wer­fen, ein­zig ei­ni­ge Mi­nis­te­ria­le, de­ren Bur­gen an der Gren­ze der Marsch la­gen, wie die von Hör­spe und die von Bar­den­fleth, auch ei­ni­ge, die auf der ho­hen Geest wohn­ten, schlos­sen sich ih­nen an. Am Weih­nachts­abend 1229 fand die große Schlacht statt, in der der Füh­rer des erz­bi­schöf­li­chen Hee­res, Ger­hards ei­ge­ner Bru­der, er­schla­gen wur­de. Kurz vor­her war sein an­de­rer Bru­der, Bi­schof Otto von Müns­ter, auf dem Moo­re von Coe­vor­den von Frie­sen be­siegt und ge­tö­tet, ein Bru­der Diet­rich, Propst von De­ven­ter, ge­fan­gen­ge­nom­men; so war der Erz­bi­schof auch durch die Blut­ra­che zum Füh­rer im Kamp­fe des Adels ge­gen die Bau­ern be­ru­fen. Nach­dem die Kraft der frei­heits­s­tol­zen Ste­din­ger sich so ver­häng­nis­voll of­fen­bart hat­te, griff der Erz­bi­schof zu ei­nem un­ed­len Mit­tel, des­sen Wirk­sam­keit sich aus dem Tau­mel er­klärt, in den die Men­schen durch ge­schickt ver­wen­de­te Schlag­wör­ter ver­setzt wer­den kön­nen. Wer einen Feind hat­te, be­müh­te sich, seit die Aus­rot­tung der Hä­re­sie als eine drin­gen­de Auf­ga­be von Staat und Kir­che er­klärt wor­den war, den Feind zu ver­ket­zern; dann ge­lang es, ihn zu ver­ein­sa­men, nicht nur nach­bar­li­che, son­dern auch staat­li­che und kirch­li­che Hil­fe zu sei­ner Ver­nich­tung auf­zu­bie­ten. Be­reits wur­de im Bis­tum Müns­ter das Kreuz ge­gen frie­si­sche Bau­ern ge­pre­digt; nun ließ Ger­hard II. auf ei­ner Di­öze­san-Synode in Bre­men die Ste­din­ger für Ket­zer er­klä­ren, was er da­mit be­grün­de­te, dass sie die Sa­kra­men­te ver­ach­te­ten, die Leh­re der Kir­che für Tand er­klär­ten, dass sie Kir­chen und Klös­ter durch Raub und Brand ver­wüs­te­ten, dass sie mit des Her­ren Leib ab­scheu­li­cher ver­füh­ren, als der Mund aus­spre­chen dür­fe, dass sie von bö­sen Geis­tern Aus­kunft be­gehr­ten, wäch­ser­ne Bil­der be­rei­te­ten und sich von wahr­sa­gen­den Frau­en Rat hol­ten. Es wa­ren zum Teil die glei­chen An­schul­di­gun­gen, die schon zu Bo­ni­fa­zi­us’ Zeit er­ho­ben wa­ren und noch er­ho­ben wer­den könn­ten. Dass al­ler­lei Aber­glau­be bei den Ste­din­gern wie über­all auf dem Lan­de im Schwan­ge war, ließ sich so we­nig leug­nen, wie dass sie im Kamp­fe um die Un­ab­hän­gig­keit Klös­ter zer­stört hat­ten. Kir­chen gab es in die­sen, vor der An­sied­lung der Sach­sen und Frie­sen kaum be­bau­ten Ge­gen­den al­ler­dings we­ni­ge, und es ist mög­lich, dass die Ste­din­ger an die­sen we­ni­gen ge­nug hat­ten. Ent­wei­hung der Hos­tie war ein Vor­wurf, der ge­gen alle Ket­zer wie auch ge­gen Ju­den gern er­ho­ben wur­de und den man zu be­wei­sen sich nicht ver­pflich­tet fühl­te, wie denn über­haupt die Be­schul­di­gun­gen ohne Un­ter­su­chung als er­wie­sen gal­ten. Worauf es ei­gent­lich an­kam, sieht man aus dem Satz, den der Erz­bi­schof mit Be­zie­hung auf eine Stel­le aus dem Buch Sa­mu­el auf­stell­te: Nol­le obe­die­re sce­lus est ido­la­triae – Un­ge­hor­sam ist gleich Göt­zen­dienst. Ein ab­ge­feim­ter Satz, der je­den Ver­such des Frei­en, sei­ne Frei­heit zu er­hal­ten, des Un­ter­drück­ten, sich zu weh­ren, für das ruch­lo­ses­te Ver­bre­chen er­klär­te, das die Zeit kann­te. Papst Gre­gor sah wohl, wie man­gel­haft be­grün­det die An­kla­gen des Erz­bi­schofs ge­gen die Ste­din­ger wa­ren und be­eil­te sich nicht, das Ur­teil der Synode zu be­stä­ti­gen; aber im fol­gen­den Jah­re er­ließ er doch die ge­wünsch­te Ver­flu­chungs­bul­le, und auf dem Reichs­ta­ge zu Ra­ven­na im Jah­re 1232 wur­den von Papst und Kai­ser zu­sam­men die neu­en, schar­fen und grau­sa­men Ket­zer­ge­set­ze aus­ge­ge­ben, die so viel Un­ru­he in Deutsch­land ver­an­lass­ten. Kai­ser Fried­rich be­auf­trag­te einen Do­mi­ni­ka­ner in Bre­men, der Ket­ze­rei nach­zu­spü­ren, ver­häng­te über die Ste­din­ger die Acht, nach­dem er sie zu­sam­men mit den Frie­sen erst fünf Jah­re vor­her we­gen ih­rer Ta­ten im Hei­li­gen Lan­de be­lobt hat­te, und mahn­te die Stadt Bre­men, bei der Ver­fol­gung mit­zu­wir­ken. Als der Erz­bi­schof sei­ner Stadt den drit­ten Teil von dem zu er­obern­den Hab und Gut der Ste­din­ger als Be­loh­nung ver­sprach, ge­lang es ihm, sie auf sei­ne Sei­te zu brin­gen. Am 19. Ok­to­ber 1232 for­der­te der Papst durch die Bul­le In­ten­ta fal­la­ci­is sa­tha­nae zum Kreuz­zu­ge ge­gen die Ste­din­ger auf.

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