Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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So un­be­grenzt war das Zu­trau­en zu Al­berts All­ver­mö­gen, dass er nicht nur für den Er­bau­er der Do­mi­ni­ka­ner­kir­che und des neu­en Do­mes in Re­gens­burg ge­hal­ten wur­de, son­dern auch den Plan zum Köl­ner Dom soll er ent­wor­fen ha­ben, nach­dem der alte ro­ma­ni­sche im Jah­re 1248 ab­ge­brannt war. Da­bei hät­ten ihm die Jung­frau Ma­ria und die Pa­tro­ne und Meis­ter der Bau­kunst, die Vier Ge­krön­ten, ge­hol­fen; denn die Hei­li­gen be­müh­ten sich nicht we­ni­ger um ihn als der Teu­fel. Über­haupt soll er die go­ti­sche Bau­wei­se in Deutsch­land ein­ge­führt ha­ben, die des­halb kurz­weg die Al­ber­ti­ni­sche Kunst ge­hei­ßen habe. Es spricht aus die­ser durch nichts zu be­grün­den­den Sage das Ge­fühl, dass ein neu­er Geist aus die­sem Man­ne sprach, auf den man dar­um al­les Neue und Gro­ße be­zog. Wie sei­ne Art der Na­tur­be­trach­tung, so wi­der­sprach er auch in re­li­gi­ösen Din­gen oft der üb­li­chen Auf­fas­sung. »Wenn wir de­nen ver­ge­ben, die uns an Leib, Ehre oder Gut scha­de­ten, das ist uns mehr nüt­ze, als wenn wir über Meer gin­gen und uns ins hei­li­ge Grab leg­ten.« »Wenn wir Lieb und Leid in rech­ter De­mut aus Got­tes Hand emp­fan­gen und bei­des als Got­tes Gabe er­ken­nen, so ist uns das mehr nüt­ze, als wenn wir alle Tage einen Wa­gen voll Bir­ken­rei­ser auf un­se­rem Rücken zer­schlü­gen.« »Wenn der Mensch krank ist, so glaubt er oft, dass sein Le­ben un­nütz sei vor Gott. Wenn er aber nicht des Ge­be­tes und der gu­ten Wer­ke pfle­gen kann, schaut sei­ne Krank­heit und sein Ver­lan­gen tiefer in die Gott­heit als zehn­hun­dert Ge­sun­de.« Der Ka­tho­li­zis­mus war un­über­wind­lich groß, als er noch den Pro­tes­tan­tis­mus und die Mys­tik in sich schloss. Er­hob sich Al­bert über das For­mel­haf­te und Äu­ßer­li­che so­wohl wie über das krampf­haft Über­trie­be­ne, was kirch­li­che Ge­bräu­che so leicht ver­fälscht, be­weg­te er sich doch treu in den Schran­ken der Kirch­lich­keit und gab vie­le Pro­ben herz­li­cher Fröm­mig­keit. Auch die As­ke­se wuss­te er zu schät­zen und übte sie in ver­stän­di­ger Wei­se, ließ sich aber doch, als er Bi­schof wur­de, vom Ge­lüb­de der Ar­mut ent­bin­den. Lie­bes­ge­schich­ten sind nie von ihm be­rich­tet wor­den, wie viel Gerüch­te auch über ihn um­gin­gen, und wie rück­sichts­los er auch als Ne­kro­mant an­ge­grif­fen wur­de. Die Sage von der ar­gen Her­zog­s­toch­ter, die neun Jüng­lin­ge lieb­te und dann um­brach­te, und die auch ihn be­sit­zen woll­te, führt ihn als zau­ber­kun­dig, aber als un­ver­führ­bar ein. Doch war er ein Freund der Frau­en und der Frau­en­bil­dung. Im Ge­gen­satz zur Bi­bel for­der­te er, dass im Fal­le des Ehe­bruchs nicht nur der Mann die Frau, son­dern auch die Frau den Mann ent­las­sen dür­fe. Das Recht, die ehe­bre­che­ri­sche Frau zu tö­ten, sprach er dem Man­ne ab.

In al­len sei­nen An­schau­un­gen hielt er die Mit­te ein, nicht im Sin­ne des Mit­tel­mä­ßi­gen, Ver­wa­sche­nen, Ver­plat­te­ten, son­dern so, dass er das Ent­ge­gen­ge­setz­te zu ver­bin­den such­te, wie es wirk­lich im We­sen der Men­schen ver­bun­den ist. Er war ein Geg­ner der Gü­ter­ge­mein­schaft, wie sie Pla­to lehr­te; aber wenn er den Pri­vat­be­sitz für zu­läs­sig und so­gar löb­lich er­klär­te, so sag­te er doch, dass der Mensch nicht un­be­dingt Herr sei­ner Gü­ter sei. Pri­vat­be­sitz, der über das hin­aus­ge­he, was man zur Be­frie­di­gung der Le­bens­be­dürf­nis­se be­nö­ti­ge, müs­se den Är­me­ren zu­gu­te kom­men. Der Be­sit­zer über­flüs­si­ger Gü­ter sei ei­gent­lich nur Ver­wal­ter des Ar­men­gu­tes. Im Fal­le der Not wer­de Pri­vat­be­sitz Ge­mein­be­sitz, weil nach dem Na­tur­recht im Not­fal­le al­les ge­mein­sam sei. Das fol­ge aus der Zu­sam­men­ge­hö­rig­keit al­ler im Staa­te. Im All­ge­mei­nen lehn­te er sich in al­len den Staat be­tref­fen­den Fra­gen an Ari­sto­te­les, zu­wei­len an Au­gus­ti­nus. Das Fun­da­ment des Staa­tes ist ihm die Ge­rech­tig­keit; er er­in­nert an das Wort des Au­gus­ti­nus: »Ohne Ge­rech­tig­keit sind die Staa­ten wei­ter nichts als große Räu­ber­ban­den.« Wenn der Zweck des Staa­tes ist, die Bür­ger zu ver­sitt­li­chen, so bil­det da­bei doch die Wirk­lich­keit des Le­bens eine Gren­ze. So hielt er z. B. das Zins­neh­men für ge­stat­tet. Den Krieg sah er als ein Übel an, nicht aber den Sol­da­ten­stand für un­sitt­lich oder un­er­laubt; denn im In­ter­es­se sei­ner Sou­ve­rä­ni­tät müs­se der Staat ge­rüs­tet sein und dür­fe zur Ver­tei­di­gung auch Krie­ge füh­ren; Krie­ge ge­gen heid­nische Völ­ker zum Zwe­cke der Be­keh­rung da­ge­gen ver­warf er, ganz ab­wei­chend von den herr­schen­den An­sich­ten und Ge­pflo­gen­hei­ten. Wi­der­stand ge­gen Ty­ran­nen hielt er für er­laubt. Der Staat war ihm nicht Macht­staat, son­dern in ers­ter Li­nie Kul­tur­staat.

Das Um­fas­sen al­ler Ge­bie­te des Glau­bens, des Den­kens und des Le­bens macht Al­bert so groß. In al­les, was er tat oder be­ar­bei­te­te, ver­tief­te er sich gründ­lich, mit Lei­den­schaft. Die Men­ge sei­ner Schrif­ten ist so groß, dass man meint, er müs­se sein Le­ben mit der Fe­der in der Hand zu­ge­bracht ha­ben. Doch schätz­te ihn der Or­den nicht nur als Pre­di­ger und als Uni­ver­si­täts­leh­rer, son­dern auch als Ver­wal­ter. In der Freund­schaft war er treu und in der Aner­ken­nung frem­den Ver­diens­tes so selbst­los und hin­ge­bend, dass er, als die Leh­re des Tho­mas von Aqui­no in Pa­ris an­ge­grif­fen wur­de, trotz sei­nes ho­hen Al­ters, denn er war in der Mit­te der acht­zi­ger Jah­re, dort­hin reis­te, um sei­nen ver­stor­be­nen Schü­ler und Freund zu ver­tei­di­gen. Es war ihm eine lan­ge Le­bens­zeit be­schie­den, da­mit er alle Stu­fen des Le­bens durch­schrei­ten und ihre ver­schie­de­nen Auf­ga­ben er­fül­len kön­ne. Er starb neun­zig­jäh­rig im Jah­re 1280.

Der Rheinische Bund

Man hat die Zeit, die dem Un­ter­gang der Ho­hen­stau­fen folg­te, wäh­rend der aus­län­di­sche Fürs­ten zu Kö­ni­gen ge­wählt wur­den, die Deutsch­land teils gar nicht, teils nur flüch­tig be­tra­ten, das In­ter­reg­num, das Zwi­schen­reich, ge­nannt und pflegt sie als eine Zeit des Nie­der­gangs, des all­ge­mei­nen Ver­der­bens zu be­trach­ten. Wie rich­tig das auch ist, so ist doch kein Nie­der­gang so durch­grei­fend, dass sich nicht Kei­me reg­ten, in de­nen ein herr­li­cher Flor für die Zu­kunft sich vor­be­rei­tet; denn die Ket­te des Le­bens reißt nie­mals ganz ab. Schwä­chun­gen der Zen­tral­ge­walt ha­ben nicht sel­ten den großen Vor­teil, dass das Ein­zel­ne sich kräf­ti­ger rüh­ren kann, dass aus der Tie­fe des Vol­kes schöp­fe­risch em­por­treibt, was der An­re­gung durch die Not be­durf­te, dem die man­geln­de Auf­sicht Raum gibt. Das ist ge­ra­de bei den Deut­schen mit ih­rer Nei­gung zu in­di­vi­du­el­len Bil­dun­gen der Fall, de­ren Reich­tum wohl zu­wei­len das Gan­ze zu über­wu­chern droht, aber doch der Kul­tur zu­gu­te kommt. Zwi­schen der Ver­tre­tung des Gan­zen – der Zen­tral­ge­walt – und dem Ein­zel­nen muss stets ein Kampf und ein Aus­gleich statt­fin­den; dar­in, dass je­des Ein­zel­ne strebt, ein Gan­zes zu wer­den, und dass das Gan­ze je­des Ein­zel­ne ein­schrän­ken muss, ohne es zu ver­ge­wal­ti­gen, dar­in be­ste­hen die schwie­ri­gen Ver­wick­lun­gen des Le­bens, dar­in be­steht aber auch das Le­ben.

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