Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Albert Magnus

Er, der zur Rech­ten mir am nächs­ten steht,

War Bru­der mir und Meis­ter; er ist Al­bert

Von Köln, und ich bin Tho­mas von Aqui­no.

Der, den Dan­te als Bru­der und Meis­ter des Tho­mas von Aqui­no ein­führt, ist nicht wie die­ser von der Kir­che un­ter ihre Hei­li­gen auf­ge­nom­men; aber die Ge­schich­te hat ihm als ein­zi­gen un­ter al­len Ge­lehr­ten, un­ter al­len Pri­vat­per­so­nen den Na­men des Gro­ßen ver­lie­hen. An die­ser über­ra­gen­den mit­tel­al­ter­li­chen Er­schei­nung stellt sich der Un­ter­schied zwi­schen rö­mi­schem und deut­schem We­sen dar; wie durch­aus mit­tel­al­ter­lich-ka­tho­lisch er war, zu­gleich war er deutsch-pro­tes­tan­tisch, er steht in der Kir­che und ist doch auch grö­ßer als die Kir­che, frei wan­dert er un­ter den Ster­nen, das Haupt ge­krönt vom Sau­sen der Ele­men­te. Fromm, treu, ge­recht, ein un­er­müd­li­cher Ar­bei­ter, tap­fer zu sei­ner Über­zeu­gung ste­hend, ein Zög­ling der Na­tur, bis ins höchs­te Al­ter ju­gend­lich stre­bend, of­fen al­lem Le­ben­di­gen, ist der Doc­tor uni­ver­sa­lis zwar nicht das, was der Deut­sche im All­ge­mei­nen ist, aber das, was er sein möch­te, was er als deutsch liebt und ver­ehrt.

Al­bert von Boll­städt ist in dem jetzt bay­ri­schen Städt­chen Lauin­gen, das sei­nen Ur­sprung in graue Ver­gan­gen­heit zu­rück­führt, als Sohn ei­nes dem nie­de­ren Adel an­ge­hö­ri­gen Ge­schlechts ge­bo­ren. Er wuchs in der Art der jun­gen Män­ner sei­nes Stan­des auf, lieb­te die Jagd und war in al­len rit­ter­li­chen Küns­ten ge­übt; was ihn be­wog zu stu­die­ren, war ne­ben dem Drang nach Er­kennt­nis si­cher­lich auch die Hoff­nung, auf der Uni­ver­si­tät mit al­len Fa­sern Le­ben und Le­bens­lust in sich auf­neh­men zu kön­nen. Im al­ten ghi­bel­li­ni­schen Pa­dua, das sich un­ter den Ho­hen­stau­fen das Recht un­be­schränk­ter Selbst­re­gie­rung er­wor­ben hat­te, tat sich im Jah­re 1222 durch Über­sie­de­lung von Pro­fes­so­ren und Schü­lern aus Bo­lo­gna eine neue Uni­ver­si­tät auf, wo be­son­ders das Stu­di­um der frei­en Küns­te be­trie­ben wur­de. Dort ge­wann der da­ma­li­ge Ge­ne­ral des Do­mi­ni­ka­ner­or­dens, Jor­dan, ein Deut­scher aus der Ge­gend von Pa­der­born, der ein Schü­ler des hei­li­gen Do­mi­ni­kus ge­we­sen war und einen star­ken Ein­fluss auf die Ju­gend aus­üb­te, Al­bert von Boll­städt für das Stu­di­um der Theo­lo­gie und für den Or­den. Nach­dem er in Bo­lo­gna Theo­lo­gie stu­diert hat­te, wur­de er als Leh­rer nach Köln be­ru­fen, lehr­te vor­über­ge­hend an den Schu­len von Hil­des­heim, Straß­burg, Frei­burg, Re­gens­burg und in den Jah­ren 1245 bis 1248 in Pa­ris. Als dann eine Schu­le in Köln ge­grün­det wur­de, schick­te der Or­den ihn dort­hin.

Die Pre­dig­ten und Er­bau­ungs­bü­cher Al­berts be­we­gen sich in dem zu sei­ner Zeit üb­li­chen Sti­le, der uns un­ver­ständ­lich ge­wor­den ist. Wa­rum hat Chris­tus Wei­zen­brot zur Ver­wand­lung ge­nom­men? Sie­ben Grün­de wer­den da­für an­ge­führt, z. B. die Ähn­lich­keit von Chris­ti Leib mit dem Wei­zen­brot. Es folgt eine drei­fa­che Be­trach­tung des Wei­zen­bro­tes: wie es in ei­nem Hau­fen liegt, wie es in der Erde liegt, wie es zu Brot ge­ba­cken ist. In der ers­ten Hin­sicht be­denkt er, wie Chris­tus von der Jung­frau emp­fan­gen ist, in der zwei­ten wie er für uns ge­lit­ten hat, in der drit­ten wie er im Him­mel ver­herr­licht ist. In der ers­ten wird die Mut­ter Chris­ti ge­ehrt, in der zwei­ten wird der Sün­der be­freit, in der drit­ten wird der Se­li­ge be­glückt. Die Ver­kün­di­gung wird in fol­gen­der Wei­se be­trach­tet: War es not­wen­dig, dass der Erz­en­gel Ga­bri­el zu Ma­ria ge­schickt wur­de? Durch wel­chen Bo­ten ge­sch­ah die Ver­kün­di­gung am pas­sends­ten? Muss­te der Bote ein En­gel sein? Oder ein Erz­en­gel? Oder ein Che­rub? Oder ein Se­raph? Soll­ten alle Klas­sen der En­gel zu­gleich die Sen­dung aus­füh­ren? Oder alle En­gel zu­gleich? Oder der Va­ter? Oder der Sohn? Oder der Hei­li­ge Geist? Oder die gan­ze Hei­li­ge Drei­fal­tig­keit? In wel­cher Ge­stalt ist der Erz­en­gel er­schie­nen? Als Schlan­ge oder als Tau­be? In wel­chem Al­ter? In wel­chem Kleid? – Eine alp­drücken­de Erin­ne­rung an Schulauf­sät­ze über­kommt uns.

Aus der reichs­ten, blü­hends­ten Of­fen­ba­rung ist der Geist her­aus­ge­presst, und der üb­rig­ge­blie­be­ne Teig wird mit Fäus­ten be­ar­bei­tet und als Spei­se vor­ge­setzt. Man pfleg­te die in der Bi­bel er­zähl­ten Vor­gän­ge nicht so zu be­han­deln, dass man den in ih­nen lie­gen­den Sinn ent­fal­te­te, dass man sie als vor­bild­li­che Le­bens­er­schei­nung be­trach­te­te, zu der das Le­ben al­ler in Be­zie­hung steht, dass man sie durch sich selbst, durch die in ih­nen lie­gen­de Poe­sie wir­ken ließ, son­dern man mach­te eine Al­le­go­rie dar­aus, eine be­lie­bi­ge, an das Äu­ßer­li­che an­knüp­fen­de Ver­glei­chung, bei der die Ein­tei­lung die Haupt­sa­che war, die aber mit dem Geist des Bi­bel­wor­tes nichts zu tun hat­te. Al­bert hat sich die­se Mode an­ge­eig­net, ohne je den Drang nach ei­ner tiefe­ren, licht­vol­le­ren Be­hand­lung zu spü­ren. Man muss an­neh­men, dass dem from­men Man­ne die Form, in wel­cher die Fröm­mig­keit aus­ge­übt wur­de, ge­nüg­te, dass die Art, wie die Kir­che die Be­zie­hung des ein­zel­nen zur Kir­che ver­mit­tel­te, für ihn die gute und rich­ti­ge, durch die Über­lie­fe­rung ge­hei­lig­te war. Das schloss nicht die un­mit­tel­ba­re Be­zie­hung zu Gott durch Ge­bet, in Glau­be, Lie­be und Er­kennt­nis aus. Wie die Kir­chen­leh­rer schrieb er der na­tür­li­chen Ver­nunft eine hohe Kraft im Er­ken­nen der Wahr­heit zu, schätz­te er die Grie­chen als das Volk, das durch Beo­b­ach­tung der Ge­set­ze und die höchs­te Welt­weis­heit blüh­te. Das größ­te Ver­dienst auf dem Ge­bie­te der Phi­lo­so­phie er­warb er sich da­durch, dass er die Schrif­ten des Ari­sto­te­les, ge­rei­nigt von den Irr­tü­mern, die durch Aver­roës ent­stan­den wa­ren, über­setz­te und be­ar­bei­te­te und den Zeit­ge­nos­sen Zu­gang zu dem heid­nischen Hei­li­gen des Mit­tel­al­ters ver­schaff­te. In sei­ner An­sicht über den Staat ist Al­bert wohl von Ari­sto­te­les be­ein­flusst, wie er denn über­haupt in al­len sei­nen An­schau­un­gen gern das Über­lie­fer­te über­nahm und zu be­stimm­ten ei­ge­nen, etwa auch von den über­lie­fer­ten ab­wei­chen­den nur dann kam, wenn er sie durch Er­fah­rung oder Er­leb­nis ge­wann. Da­mit hängt es zu­sam­men, dass er kein Sys­te­ma­ti­ker war und dass nicht sei­ne Sum­ma, son­dern die des Tho­mas von Aqui­no, die end­gül­ti­ge, noch heu­te von der Kir­che an­er­kann­te, al­les in Sein und Den­ken Exis­tie­ren­de in ei­nem ge­schlos­se­nen Kos­mos zu­sam­men­fas­sen­de All-Form ge­wor­den ist. Der mäch­ti­ge Geist des großen Al­bert bau­te sich einen Kos­mos und durch­brach ihn im­mer wie­der, um jen­seits in das Unend­li­che zu grei­fen. Der Na­tur ge­gen­über band ihn kei­ne Fes­sel, such­te er den Grund der Er­schei­nun­gen in der Na­tur selbst. »Wir ha­ben in der Na­tur nicht zu er­for­schen, wie Gott der Schöp­fer nach sei­nem frei­en Wil­len die Ge­schöp­fe ge­braucht zu Wun­dern, wo­durch er sei­ne All­macht zeigt, son­dern viel­mehr was in den Na­tur­din­gen nach den na­tür­li­chen Ur­sa­chen auf na­tür­li­che Wei­se ge­sche­hen kann.« S­cien­tiae na­tu­ra­lis non est sim­pli­ci­ter nar­ra­ta ac­ci­pe­re sed in re­bus na­tu­ra­li­bus in­qui­re­re cau­sas. Von frü­her Ju­gend an be­seel­te ihn der Hang, den Zu­sam­men­hang der na­tür­li­chen Er­schei­nun­gen auf­zu­fin­den. Auf der Jagd stell­te er Beo­b­ach­tun­gen mit den Fal­ken und den Hun­den an. In Pa­dua be­ob­ach­te­te er, wie bei der Öff­nung ei­nes ver­schlos­se­nen Brun­nens die bei­den Män­ner, die zu­erst hin­un­ter­stie­gen, star­ben, der drit­te in Ohn­macht fiel, und dass das Was­ser gut und brauch­bar wur­de, nach­dem ein au­gen­schein­lich fau­li­ger Dunst dar­aus ver­flo­gen war. Auf sei­nen zahl­rei­chen Rei­sen, die er zu Fuß mach­te, sah er im­mer ge­spann­ten und schar­fen Blickes um sich und be­gab sich auch ei­gens da­hin, wo et­was Merk­wür­di­ges ken­nen­zu­ler­nen war. Beim Aus­ter­nes­sen in­ter­es­sier­te er sich für die Per­len, die er fand, von 96 Edel­stei­nen zähl­te er die Fund­orte und Ei­gen­schaf­ten auf. In Ost­fran­ken sah er Ma­gnet­stei­ne von be­son­de­rer Kraft und no­tier­te sich, dass ein wiss­be­gie­ri­ger Ge­fähr­te beim Kai­ser Fried­rich Ma­gnet­stei­ne ge­se­hen ha­ben woll­te, die nicht das Ei­sen an­zo­gen, son­dern vom Ei­sen an­ge­zo­gen wur­den. Er be­ob­ach­te­te den Kampf ei­nes Ad­lers mit ei­nem Schwan, und dass der Schwan nicht nur beim Tode ei­nes Ge­nos­sen, son­dern bei je­dem Schmerz sin­ge.

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