Ricarda Huch - Deutsche Geschichte
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Den Ruhm der jungen Heiligen verbreiteten besonders die Brüder vom Deutschen Hause, deren Deutschmeister bald nach ihrem Tode ihr Schwager Konrad wurde. Als im Jahre 1190 Akkon belagert wurde, vereinigten sich Kaufleute der Städte Bremen und Lübeck mit deutschen Rittern, um ein Hospital zur Pflege der Kranken zu gründen. Daraus entstand eine ritterlich-mönchische Bruderschaft, die sich Ritter des Hospitals Sankt Marien der Deutschen in Jerusalem nannte; es war nämlich ein älteres Spital in Jerusalem mit dem von Akkon vereinigt worden. Die Tracht der Ordensritter war ein weißer Mantel mit schwarzem Kreuz. Es lässt sich nichts denken, was so sehr den Idealen der Zeit entsprochen hätte, als die Vereinigung des Ritterlichen mit dem Mönchischen in einem Orden. Die Wehrlosigkeit der Klosterleute hatte zu mancherlei Schwierigkeiten und Störungen geführt. Umgaben sich die Äbte mit kriegerischen Dienstleuten, so wurden sie durch die Pflicht zur Heeresfolge, durch die Übergriffe und das wüste Treiben ihres Gefolges in weltliche Händel verstrickt; die Vögte, die sie beschirmen sollten, gingen meistens bald dazu über, sie zu bedrücken und zu berauben. Der Ritterorden tat die Werke der Barmherzigkeit und beschirmte sich selbst. Nun konnte der junge Adlige, das Kreuz in der einen, das Schwert in der anderen Hand, den Ansprüchen, die Kirche und Sitte und die eigene Überzeugung stellten, genugtun, ohne auf die Freuden und Ehren des Rittertums zu verzichten.
Als der Orden nach dem Fall von Akkon infolge der reichlich fließenden Schenkungen sich bald durch das ganze Reich verbreitete, wurde er in Balleien geteilt, deren jede ein Komtur leitete. Von den zwölf deutschen Balleien standen acht unter dem Deutschmeister, sämtliche unter dem Hochmeister. Er regierte den Orden, unterstützt von seinen höchsten Beamten, den Gebietigern, und dem Gesamtkapitel. Auch in den einzelnen Balleien tagten jährliche Konvente. Zur Aufnahme zugelassen wurden nur Deutsche von ehelicher Geburt, die rittermäßig und von vier Ahnen her Wappengenossen, rein in ihrem Wandel, unbefleckt in ihrer Ehre, unberüchtigt an ihrem Namen waren. Sie sollten gesund und lieber jung als alt sein, um den Krieg gegen die Heiden, eine der hauptsächlichen Aufgaben des Ordens, mit voller Kraft führen zu können. Bei der Aufnahme tat der junge Ritter diesen Schwur: »Ich verheiße und gelobe Keuschheit meines Leibes und ohne Eigentum zu sein und Gehorsam Gott und Sankt Marien und Euch, dem Meister des Ordens des Deutschen Hauses und Euren Nachkommen nach der Regel und Gewohnheit des Ordens, dass ich Euch gehorsam sein will bis an meinen Tod.« Durch dies Gelübde war der Ritter für immer gebunden. Bevorzugt wurden solche Ritter, die bei Königen und großen Herren gut angesehen waren, damit der Orden die Gunst derselben gewänne. Auf weltliche Vorzüge dieser Art wurde mehr Wert gelegt als auf Bildung; doch wünschte man, dass die Ritter einige Kenntnis von der Beschaffenheit der Länder, ihrer Rechte und Gewohnheiten besäßen, also diejenige Bildung, die den guten Regenten und Verwalter macht. Außer dem dienenden Gesinde gab es neben den Rittern Priesterbrüder, die Ämter übernehmen konnten und mit den Rittern gemeinsam aßen und schliefen; sie brauchten nicht adlig zu sein. Obwohl die Bildung hier bis zu einem gewissen Grade den Adel ersetzte, wurde doch von den Priestern nicht viel mehr verlangt, als dass sie mit den gottesdienstlichen Gebräuchen Bescheid wussten. Die kämpfenden Ritter und die zu verpflegenden Kranken sollten sie in Verbindung setzen mit dem Strom der göttlichen Gnade, damit sie in Leiden und Taten freudig todbereit wären. Sie sollten, heißt es in einer Vorschrift, in der Zeit des Friedens wie Glänzsterne neben ihnen umlaufen und in Kriegszeiten sie stärken zum Streit und sie daran mahnen, dass Gott auch den Tod durch sie litt am Kreuz.
Germanische und christliche Anschauung vereinigten sich in den Orden, um ein menschliches Vorbild von edelster Schönheit zu schaffen: den Ritter, der, von Frauenliebe unberührt, gehorsam seinem himmlischen und seinem irdischen Herrn, mit blankem Schild und blankem Schwert, furchtlos in Kampf und Tod geht.
Wie sehr die Gesinnung des Volkes mit den durch die Deutschritter vertretenen Gedanken übereinstimmte, zeigte sich in dem Entgegenkommen, das sie überall fanden. Am ersten und freudigsten in Thüringen, woher auch Hermann von Salza, vierter Hochmeister des Ordens, stammte. Dass die Begünstigung des Ordens in der landgräflichen Familie herkömmlich war, veranlasste wohl Elisabeth, vor ihrem Tode zu bestimmen, dass ihr Hospital den Brüdern vom Deutschen Hause anvertraut werde. Das Vermächtnis wurde zunächst von den Schwägern der Verstorbenen, Heinrich und Konrad, sowie vom Erzbischof von Mainz angefochten; da trat plötzlich ein Umschwung ein, indem Konrad, den man nur als einen unbändigen, gegen die Kirche respektlosen Kriegsmann gekannt hatte, in den Orden eintrat und bald nacheinander Komtur und Hochmeister wurde. Man weiß nicht, wie er zu seiner Schwägerin, solange sie lebte, gestanden hat; das Bild der holden Toten scheint ihn tief und dauernd ergriffen zu haben. Er war es hauptsächlich, der ihre Heiligsprechung sowie den Bau der schlanken gotischen Kirche betrieb, die ihr Grab aufnehmen sollte. Als das Werk soweit vorgeschritten war, dass dies geschehen konnte, wurde das Hospital, in dessen Kapelle sie bestattet war, abgerissen. Neben der Kirche erstanden die Gebäulichkeiten des Ordens, die mit dem neuen Hospital, von Mauern umschlossen, zu einem kleinen Staatswesen zusammenwuchsen.
Die Schwachheit der menschlichen Natur brachte es mit sich, dass die Ritter innerhalb Deutschlands allmählich ebenso und noch ärger versumpften, als die Mönche, da sie ja nicht einmal die Wissenschaft hatten, um sich auf anständige Weise die Zeit zu verkürzen. Was sie sich als eigentliche Aufgabe gesetzt hatten, die Bekämpfung der Heiden, dazu war, nachdem sie aus dem Heiligen Lande vertrieben waren, zunächst keine Gelegenheit mehr, bis ihnen König Andreas II. von Ungarn, der Vater der heiligen Elisabeth, anbot, das Burzenland in Siebenbürgen zu kolonisieren und gegen die heidnischen Völker in der Moldau und Walachei zu verteidigen. Hier zeigte der Orden die dem Mittelalter eigentümliche Neigung und Kraft, selbstständige, abgeschlossene staatliche Gebiete zu bilden, zugleich aber auch die Abneigung, sie einem höheren Mittelpunkt unterzuordnen. Die Ordensritter schalteten in dem ihnen überlassenen Lande als Herren, bauten Burgen und gründeten Städte, ohne den König zu fragen, und um ihre Unabhängigkeit ihm gegenüber zu sichern, nahmen sie es vom Papst, der gern darauf einging, zu Lehen. Deshalb vom König von Ungarn vertrieben, war der Orden wieder heimatlos und ziellos geworden; da bot sich ihm noch einmal eine Gelegenheit zu geeigneter Wirksamkeit: Herzog Konrad von Masovien, einer der Teilherren des polnischen Landes, forderte ihn auf, die heidnischen Bewohner Preußens, die er vergeblich bekriegt hatte, zu unterwerfen. Als Entgelt versprach er ihm das Land Kulm zu dauerndem Besitz und auch die Eroberungen, die sie von dort aus im preußischen Lande machen würden. Hochmeister war damals Hermann von Salza, der treue Freund Kaiser Friedrichs. Nach dem unglücklichen Erlebnis im Burzenlande legte er Wert darauf, für die neue Schenkung, die so sehr gefährdet, ganz am Rande des Reiches lag, den kaiserlichen Schutz zu gewinnen; aber sein Streben nach Autonomie war doch so wenig gemindert, vielleicht auch seine Abneigung, Reichslasten zu übernehmen, so groß, dass er das zu erwerbende Gebiet nicht mit dem Reich in Zusammenhang bringen wollte. Nach dem Privileg, das Friedrich II. im Jahre 1226 Hermann von Salza erteilte, sollte der Orden das Kulmerland und das zu erobernde Land der Preußen in voller Freiheit und Immunität, mit voller Gerichtshoheit, im Genuss aller Regalien besitzen, so unabhängig also wie die übrigen Reichsfürsten ihr Gebiet. Aber während die Reichsfürsten immerhin mit ihrem Gebiet in Lehensabhängigkeit vom Kaiser standen, wenn sie auch erblich geworden waren, so empfingen Hermann von Salza und seine Nachfolger nur persönlich ohne Gegenleistung das Kulmerland und das zu erobernde Preußen als Schenkung, über die sie niemandem Rechenschaft schuldig sein sollten. Gegen das Versprechen des Schutzes von seiten des Kaisers übernahm der Orden die einzige Verpflichtung, die heidnischen Preußen zu bekehren. Nach fortwährenden Verhandlungen mit Konrad von Masovien und mit dem deutschen Bischof Christian, der seit dem Jahre 1215 der Mission unter den Preußen, vom Papste beauftragt, vorstand, überschritt endlich im Frühjahr 1231 der erste Landmeister von Preußen, Hermann von Balk, mit einigen Ritterbrüdern und Kreuzfahrern die Weichsel und gründete auf einem Hügel über einer großen Eiche die Burg Torn. Zwei Jahre später entstand weiter abwärts die Burg Marienwerder. Dass in dieser Zeit der Bischof Christian von den heidnischen Preußen gefangen wurde, ermöglichte es dem Orden, in unmittelbaren Verkehr mit Rom zu treten und sich mitsamt allen künftigen Eroberungen unter den Schutz des Papstes zu stellen; die geistliche Autorität, die sich vor dem Erscheinen des Ordens in Preußen gebildet hatte und seine Autonomie beschränken konnte, war damit ausgeschaltet. Wie viel Wert der Orden aber auch auf Unabhängigkeit legte, tatsächlich war er im hohen Maße abhängig vom deutschen Volk und Reich; denn aus eigener Kraft konnten die Ordensritter an die Eroberung eines großen, von einem tapferen Volke bewohnten Gebietes nicht denken. Erst als Fürsten und Ritter aus allen Teilen Deutschlands herbeiströmten, wurden im Laufe von Jahrzehnten Pomesamien und die nördlichen Teile von Warneien und Natangen gewonnen. Der Friede von Christburg im Jahre 1249 verbürgte den Preußen dieses Gebietes nach Annahme des Christentums persönliche Freiheit und sogar Gleichberechtigung mit den Deutschen nach ihrem Geburtsstande; doch hatten sie dem Orden Kriegsdienst zu leisten. Ob diese wohltätigen Bedingungen von Seiten des Ordens innegehalten wurden, lässt sich nicht feststellen; nachdem sie von Seiten der Preußen durch Aufstände aufgehoben waren, wurden sie es nicht mehr. Es ist natürlich, dass hauptsächlich der Nordwesten und der Osten des Reiches, Meißen, Brandenburg, Böhmen, Schlesien, Lübeck, Magdeburg, Braunschweig, sich an der Eroberung und Besiedlung des neuen Gebietes beteiligten. Im Jahre 1252 wurde die Memelburg begründet und in ihrem Schutze einige Jahre später die Stadt, wobei Lübeck besonders mittätig war. Zur Erinnerung an die bewaffnete Hilfe, die König Ottokar von Böhmen dem Orden leistete, entstand im Jahre 1255 am Ufer des Pregel die Burg Königsberg. Die Eroberung des Samlandes war wichtig, weil an seiner westlichen Küste ein Juwel, gelb wie Gold, leicht wie Flaum, gefunden wurde, das schon im Altertum Handelsleute in diese Wildnis lockte, der Bernstein, den das Meer ans Ufer spülte, der aber auch durch Abbau gewonnen wurde. Zum Schutze dieses Betriebes errichtete der Orden am Frischen Haff die Burg Lochstedt, von der sich zwei Flügel erhalten haben. Die Verlassenheit der Ruine ist nicht so schaurig, wie die Wüsteneinsamkeit dieser Stätte gewesen sein muss, als die Ordensritter hier zuerst ein hölzernes Haus bauten. Nicht weit davon ist nach der Überlieferung der Ort, wo einst, am Ende des zehnten Jahrhunderts, der heilige Adalbert, als er den Heiden das Wort Gottes predigen wollte, erschlagen wurde; man baute dort zu seinem Gedächtnis eine hölzerne Kirche. Jetzt war die Feindseligkeit der Einwohner, durch Rachsucht gestachelt, vielleicht noch unversöhnlicher; nirgends war ein Ort und nie kam eine Stunde, wo man nicht des Überfalls gewärtig sein musste. Und war der menschliche Gegner zurückgedrängt, so blieb das maßlose, grauenvolle feindliche Land. Rings keine Spur traulichen Daseins, kein Punkt geselliger Anknüpfung, nichts als das eintönige Donnern der Brandung, das Kreischen der Möwen, das Knarren und Sausen der Kiefern. Es bedurfte der strengen Ordensregel, der Gewöhnung an Gehorsam und Entbehrung, des Ansehens verehrungswürdiger Führer, damit die Brüder nicht nur zu Taten, sondern auch zu grauem Leiden und Entbehren bereit waren. Indessen ist es so, dass Opfer stets gern gebracht werden, solange sie im Namen eines hohen Ideals und zur Erreichung einer großen Aufgabe gefordert werden; zur Eroberung fehlte es den Menschen nie an Kraft, erst im Besitz beginnt sie zu erlahmen. Bewunderungswürdig schnell begann der leere Raum sich zu füllen, erwuchsen durch die zuströmenden Bürger und Bauern Städte und Dörfer. Im Laufe von zwei Jahrhunderten sind beinah hundert Städte und über tausend Dörfer im Gebiet des Deutschen Ordens entstanden. Der Wohlstand, der sich hier unter guten Bedingungen entwickelte, konnte nur eins nicht ersetzen: das geheimnisvolle Wurzelgeflecht der Geschichte. Dies war nicht Heimatland, sondern Fremdlingsland, Abenteuerland, Amerika des Reichs; noch so manches unvorherzusehende Abenteuer konnte ihm bevorstehen. Zunächst aber wuchs es fort und breitete sich aus. Mit Polen blieben dank des gemeinsamen Gegensatzes gegen die Preußen die Beziehungen freundschaftlich. Trotz der Anhänglichkeit an König Ottokar von Böhmen, den der Orden gegen Rudolf von Habsburg unterstützte, brachten es die Hochmeister als gute Diplomaten fertig, nach dem Sturze Ottokars die Verbindung mit dem Kaiser zu erhalten. Rudolf erneuerte im Jahre 1277 das Privileg, das Friedrich II. dem Orden erteilt hatte.
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