Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Dich­tung und Mu­sik ge­hör­ten zur Bil­dung, be­son­ders zum Schmuck der Höfe. Her­zog Leo­pold V. von Ös­ter­reich und Land­graf Her­mann von Thü­rin­gen wa­ren un­ter den Fürs­ten die be­kann­tes­ten Freun­de der Dich­ter. Aus der Mit­te des 13. Jahr­hun­derts stammt das selt­sa­me Ge­dicht vom Sän­ger­krieg auf der Wart­burg. Es er­zählt von sechs Sän­gern, die am Hof des Land­gra­fen Her­mann zu­sam­men­ka­men, Hein­rich dem tu­gend­haf­ten Schrei­ber, Rei­mar von Zwe­ter, Wol­f­ram von Eschen­bach, Bi­te­rolf, Walt­her von der Vo­gel­wei­de und Hein­rich von Of­ter­din­gen. Wäh­rend fünf den Land­gra­fen von Thü­rin­gen rüh­men, ver­kün­det Hein­rich von Of­ter­din­gen das Lob Leo­polds von Ös­ter­reich. Sie kom­men über­ein, einen Wett­streit zu ver­an­stal­ten, bei dem je­der den von ihm be­vor­zug­ten Fürs­ten rüh­men soll; der ver­lie­ren­de soll ster­ben. In die­sem schau­er­li­chen Wett­ge­san­ge mit dem lau­ern­den Hen­ker im Hin­ter­grun­de un­ter­liegt Hein­rich von Of­ter­din­gen; aber durch Ver­mitt­lung der Land­grä­fin So­phie wird ihm er­laubt, bei dem be­rühm­ten Meis­ter Kling­sor aus Un­gar­land Be­ru­fung ein­zu­le­gen. Er rei­tet zu­erst nach Wien an den Hof des Her­zog Leo­pold, wo er mit großen Ehren emp­fan­gen wird, und dann zu Meis­ter Kling­sor, ei­nem Mann von Adel, der in den welt­li­chen Küns­ten, aber auch in der schwar­zen Kunst be­wan­dert ist. Durch schwar­ze Kunst führt er Hein­rich von Of­ter­din­gen in ei­ner Nacht aus Un­garn nach Ei­sen­ach, wo sie im Haus ei­nes Bür­gers ab­stei­gen. Dort be­ob­ach­tet Kling­sor die Ster­ne und liest in ih­nen, dass in die­ser Nacht dem Kö­nig von Un­garn eine Toch­ter ge­bo­ren wird, die künf­ti­ge Frau des Soh­nes des Land­gra­fen. Nun be­ginnt ein Wett­streit zwi­schen Kling­sor und Wol­f­ram von Eschen­bach. Da Kling­sor er­kennt, dass Wol­f­ram ihn zu über­win­den ver­mö­ge, be­schwört er den Teu­fel, der in mensch­li­cher Ge­stalt auf die Wart­burg kommt und vom Land­gra­fen die Er­laub­nis er­hält, sich in den Streit ein­zu­mi­schen. Er er­zählt wun­der­bar alle Ge­schich­ten, die sich von An­fang der Welt an zu­ge­tra­gen ha­ben; Wol­f­ram aber spricht von der Sü­ßig­keit des gött­li­chen Wor­tes, das Fleisch ward, und en­det mit den Wor­ten, die der Er­lö­ser sprach, als er das hei­li­ge Abend­mahl ein­setz­te. Bei die­sen furcht­bar hei­li­gen Wor­ten flie­hen bei­de, der Teu­fel und Kling­sor. Kling­sor emp­fin­det je­doch die Nie­der­la­ge als un­leid­lich und bit­tet den Teu­fel, die schwa­che Sei­te von Wol­f­rams Ge­lehr­sam­keit aus­zu­kund­schaf­ten. Noch ein­mal sucht der Teu­fel Wol­f­ram in Ei­sen­ach auf und legt ihm Fra­gen nach der Na­tur der himm­li­schen Sphä­ren, nach Ster­nen und Pla­ne­ten auf, die Wol­f­ram nicht be­ach­tet. Der Teu­fel lacht und ruft aus: »Er ist ein Laie, er ist ein Laie!« und schreibt die­se Wor­te an die Wand des Ge­machs.

Der Sän­ger­krieg hat in Wirk­lich­keit nicht statt­ge­fun­den und hät­te sich je­den­falls nicht auf der Wart­burg ab­ge­spielt, die da­mals als Fes­tung diente, wäh­rend der Land­graf in ei­nem stei­ner­nen Hau­se in Ei­sen­ach Hof hielt; aber Her­mann war in der Tat ein Freund der Dicht­kunst und der Sän­ger. An sei­nem Hofe fand Wol­f­ram von Eschen­bach Zuf­lucht und schrieb dort ei­ni­ge Bü­cher des Par­zi­val; dem Hein­rich von Vel­de­cke, der sich un­ter Her­manns Schut­ze in Ei­sen­ach auf­hielt, wur­de bei Ge­le­gen­heit ei­ner Hoch­zeit sein Epos Eneit ge­stoh­len, das er als Hand­schrift mit­ge­bracht hat­te. Nach neun Jah­ren konn­te der Land­graf sie ihm zu­rück­stel­len. Wäh­rend des Kamp­fes zwi­schen den Wel­fen und Stau­fen, der im An­fang des 13. Jahr­hun­derts hef­ti­ger als je ent­brann­te, wech­sel­te Her­mann, wäh­rend sein Va­ter und Groß­va­ter, mit Bar­ba­ros­sa ver­wandt, die­sem treu an­ge­han­gen hat­ten, je nach au­gen­blick­li­chem Vor­teil zwi­schen den Par­tei­en und schä­dig­te da­durch sei­nen Ruf. Da er sich au­ßer­dem die Mön­che von Rein­harts­brunn, ei­ner Grün­dung der land­gräf­li­chen Fa­mi­lie und ihre Gruft, zu Fein­den ge­macht hat­te, ha­ben sie ihn der Nach­welt als einen fre­vel­haf­ten Mann ge­schil­dert; es scheint, dass die Aus­ge­las­sen­heit an sei­nem Hofe die Gren­zen der üb­li­chen, recht frei­en Sit­te über­schritt. Wäh­rend sei­ner letz­ten Le­bens­zeit soll er in Wahn­sinn ver­fal­len sein. Es wird er­zählt, dass ei­nem Pries­ter, der für den Ver­stor­be­nen be­te­te, ein Hei­li­ger er­schie­nen sei und ihm ge­ra­ten habe, das Be­ten für den zu un­ter­las­sen, der schon ein Jahr vor sei­nem Tode tot ge­we­sen sei; denn sei­nen Kör­per habe an­statt der See­le ein bö­ser Geist be­lebt. Her­manns Sohn, Lud­wig der Hei­li­ge, so er­zählt die Sage wei­ter, wünsch­te das Schick­sal sei­nes Va­ters im Jen­seits zu er­fah­ren und be­wog einen Schü­ler, der in der schwar­zen Kunst er­fah­ren war, den To­ten zu be­schwö­ren. Der Land­graf kam zu Ross; als er sei­nen Man­tel aus­ein­an­der­schlug, wur­de die Glut sicht­bar, in der sein Leib brann­te. Als Be­weis sei­ner Ge­gen­wart zeich­ne­te er den Fuß des Schü­lers mit ei­nem Fun­ken aus dem höl­li­schen Feu­er.

Man glaubt in die­sen dunklen Ge­schich­ten von fern­her den dä­mo­ni­schen Um­riss Fausts her­an­schwe­ben zu se­hen. Der Ge­gen­satz, der das deut­sche Ge­müt be­weg­te, war nicht der zwi­schen Den­ken und Glau­ben, son­dern der zwi­schen Welt­lust und Se­lig­keit in Gott. Zur Welt­lust ge­hört auch das Wis­sen und die Kunst, so­weit sie nicht Gott ge­weiht und Gott un­ter­ge­ord­net sind; aber das Wis­sen ist nicht ge­gen den Glau­ben ge­rich­tet. Hein­rich von Of­ter­din­gen und Kling­sor le­ben eben­so in­mit­ten der christ­li­chen Wel­t­an­schau­ung wie Wol­f­ram von Eschen­bach oder Walt­her von der Vo­gel­wei­de. Ein un­heim­li­ches Licht aus der Höl­le huscht um Kling­sor, weil er Zau­be­rei treibt, die Sün­de der Sün­den, weil er an die Wur­zeln der gött­li­chen Kraft vor­drin­gen will, die Gott sich selbst vor­be­hal­ten hat, weil er die Quel­len auf­rei­ßen will, die Gott zum Heil für den Men­schen ver­sie­gelt hat. Der Drang, die Schran­ken zu durch­bre­chen, die nach der An­schau­ung der Gläu­bi­gen dem mensch­li­chen Geis­te ge­setzt sind, macht ihn ge­fähr­lich, aber doch auch an­zie­hend und herr­lich. Wenn Wol­f­rams Rein­heit siegt, so wer­den sei­ne Geg­ner nicht un­be­dingt ver­wor­fen. Heißt es doch so­gar im Sän­ger­krieg, dass Hein­rich von Of­ter­din­gen mit Hil­fe falschen Wür­fel­spiels über­wun­den sei, und die welt­li­che Wis­sen­schaft und schwar­ze Kunst, in der Kling­sor dem Wol­f­ram über­le­gen ist, stellt sich, ob­wohl sie ei­ner nie­de­ren Sphä­re an­ge­hört, als hoch und be­geh­rens­wert dar. Die Got­tes­die­ner wie die Zau­be­rer um­fasst eine ge­mein­sa­me Sphä­re von Gläu­big­keit, in der der Teu­fel zu­ge­las­sen ist. Ei­nem dunklen Schat­ten gleich, der ei­sig in die lich­te Na­tur Got­tes fällt, glei­tet der Böse, zu­gleich ein Gott und ein Nichts, vor­über; zer­stö­ren kann er sie nicht. Be­mäch­tigt sich der Zwei­fel wirk­lich des deut­schen Geis­tes, so wird er zur Verzweif­lung und von dort aus über­wun­den.

Die ly­ri­schen und epi­schen Dich­tun­gen der Ho­hen­stau­fen­zeit of­fen­ba­ren ein kul­ti­vier­tes Le­ben und eine er­le­se­ne, ver­fei­ner­te Kunst, doch nur we­ni­ge rei­chen aus der Zeit in die Ewig­keit, dar­un­ter ei­ni­ge Ge­dich­te Walt­hers von der Vo­gel­wei­de. Die meis­ten in­ter­es­sie­ren mehr als Do­ku­men­te ei­ner großen Zeit, als dass sie un­mit­tel­bar als Poe­sie er­grei­fen. Un­ter die Ster­ne ver­setzt, al­len Wand­lun­gen des Ge­schmackes ent­rückt, sind die bei­den großen Epen von den Ni­be­lun­gen und von Gu­drun, die mit kei­nem Na­men ei­nes Dich­ters ver­bun­den sind. Sie ge­hö­ren zu den Wer­ken, an de­nen in Jahr­hun­der­ten ein gan­zes Volk ge­schaf­fen hat. Wäh­rend die meis­ten Dich­tun­gen der mit­tel­al­ter­li­chen Blü­te­zeit den Cha­rak­ter und die An­schau­ungs­wei­se von Rit­tern oder Geist­li­chen wi­der­spie­geln, also ei­nes Stan­des, wit­tert im Ni­be­lun­gen- und im Gu­drun­lie­de die brau­sen­de Na­tur. Kriem­hild, Gu­drun, Sieg­fried, Ha­gen sind kei­ne Rit­ter und kei­ne Chris­ten, Dä­mo­nen sind es, die mit töd­li­chen Lei­den­schaf­ten ein gran­dio­ses Spiel trei­ben, das den Be­trach­ter zu­gleich mit Grau­en und mit Ent­zücken er­füllt wie eine Feu­ers­brunst oder ein Or­kan. Zü­gen be­geg­nen wir hier, wie sie nur das Schick­sal oder die der Wirk­lich­keit ver­schwis­ter­te Sage ent­wer­fen kann: wie wenn Kriem­hild ein­zig ih­ren Bru­der Gi­sel­her mit ei­nem Kus­se be­grüßt, und Ha­gen, das Ende ah­nend, den Helm fes­ter bin­det, oder wenn Gu­drun den un­will­kom­me­nen Frei­ern als Gruß ent­bie­ten lässt: wollt ihr un­se­ren Wein nicht trin­ken, soll euch Blut ein­ge­schenkt wer­den. Mit den hö­fi­schen Men­schen der Dich­tung ha­ben die­se Ge­stal­ten kei­ne Ver­wandt­schaft, wohl aber mit der Wirk­lich­keit. Hier ist et­was ein­ge­fan­gen von dem ei­gen­tüm­li­chen Hei­den­chris­ten­tum des Mit­tel­al­ters. Wenn die strei­ten­den Kö­ni­gin­nen, als sie den Kno­ten der Tra­gö­die schür­zen, auf den Stu­fen des Worm­ser Do­mes ste­hen, wenn die Möwe, die, auf dem ei­si­gen Mee­re schau­kelnd, Gu­drun Bot­schaft von ih­ren An­ge­hö­ri­gen bringt, sich plötz­lich als En­gel Got­tes an­mel­det, so be­rührt das nicht selt­sa­mer, als wenn Hein­rich der Löwe, der mit ei­ge­ner Hand den Feu­er­brand in sei­ne Burg wirft, eh er sie dem Kai­ser über­lie­fert, Re­li­qui­en aus dem Hei­li­gen Lan­de heim­trägt, oder als wenn Hein­rich IV. und Fried­rich II., die mit teuf­li­scher Grau­sam­keit ge­gen ihre Fein­de wü­ten, in sal­bungs­vol­len Glau­bens­be­kennt­nis­sen mit den Päps­ten wett­ei­fern. Das Fest der Ele­men­te, das die meer­haft sich aus­brei­ten­den Ver­se des Hel­den­ge­san­ges fei­ern, das Un­ge­heu­re, das aus längst ver­schüt­te­ter Ur­zeit her­vor­zu­stei­gen schi­en, grenz­te nah an die Wirk­lich­keit. Es war so gut Wirk­lich­keit wie die Flam­me ewi­ger An­be­tung am Al­ta­re, wie das dem am Kreuz ver­schei­den­den Gott dar­ge­brach­te Op­fer an Er­den­glück und Er­den­le­ben. Die Be­geg­nung von Ele­ment und Wort ist es, die das Wun­der zeugt.

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