Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Die Schlacht bei Göll­heim am Fuße des Don­ners­ber­ges, durch die Adolf von Nassau und Al­brecht von Habs­burg den Streit um das Reich aus­mach­ten, war eine aus­ge­spro­che­ne Rit­ter­schlacht. Das Mit­tel­tref­fen führ­ten auf bei­den Sei­ten die Kö­ni­ge selbst an, Adolf von Nassau im gol­de­nen Har­nisch, vor bei­den weh­te die Reichs­sturm­fah­ne. Wie in der Schlacht bei Wor­rin­gen die per­sön­li­chen Fein­de sich such­ten, so hier die bei­den Kö­ni­ge; Al­brecht wur­de spä­ter be­schul­digt, sei­nen Herrn, denn er hat­te an­fangs den recht­mä­ßig ge­wähl­ten Adolf an­er­kannt, mit ei­ge­ner Hand ge­tö­tet und da­mit eine un­er­hör­te Fre­vel­tat be­gan­gen zu ha­ben. Man­chen moch­te es als ge­rech­te Ver­gel­tung er­schei­nen, dass er selbst zehn Jah­re spä­ter durch Mör­der­hand fiel. Wäh­rend in der Schlacht nur hun­dert Kämp­fer ge­fal­len sein sol­len, wur­den über 20 000 Pfer­de ge­tö­tet. Wenn da­durch der Vor­zug des Be­rit­ten­seins als trü­ge­risch, min­des­tens als zwei­fel­haft er­wie­sen wur­de, so zeig­te sich vollends, dass der Har­nisch, der den Mann schüt­zen soll­te, ihm viel­mehr zum Ver­häng­nis wer­den konn­te. Es war ein hei­ßer Som­mer­tag; auf bei­den Sei­ten kam es vor, dass Rit­ter in ih­rer Rüs­tung er­stick­ten. Lan­ge sah man ein Ross über das Schlacht­feld ja­gen, den to­ten Herrn von Och­sen­stein aus ei­nem den Habs­bur­gern treu er­ge­be­nen el­säs­si­schen Ge­schlecht auf­recht in an­ge­schnall­ter Rüs­tung auf dem Rücken tra­gend. Wie Sau­ri­er mu­ten die­se Rit­ter an, de­nen die Schup­pen und die le­der­ne Haut und das Rie­sen­ge­biss selbst, alle die Waf­fen, mit de­nen die Na­tur sie aus­stat­te­te, zu­letzt an­statt ih­nen zu hel­fen, ihr Ver­der­ben be­schleu­nig­ten, be­son­ders als be­hän­de­re Tie­re den Kampf mit den all­zu schwer ge­rüs­te­ten Un­ge­tü­men wag­ten. Noch wur­den aus der Er­fah­rung kei­ne Schlüs­se ge­zo­gen. Her­zog Leo­pold zwei­fel­te im Jah­re 1315 nicht, dass er mit der Men­ge sei­ner ge­schul­ten und ge­rüs­te­ten Krie­ger die Bau­ern von Schwyz und Uri leicht wür­de er­drücken kön­nen. Am Ende des Jahr­hun­derts zog ein an­de­rer Her­zog Leo­pold mit ei­nem großen Rit­ter­hee­re ge­gen Lu­zern, das mit den Wald­stät­ten ver­bün­det die ös­ter­rei­chi­sche Land­stadt Sem­pach an sich ge­zo­gen hat­te, um das Erbe der Vä­ter zu­rück­zu­ge­win­nen. Bei Sem­pach kam es zu der furcht­ba­ren Schlacht, in der die Blü­te des schwä­bi­schen, ober­rhei­ni­schen und el­säs­si­schen Adels fiel. Wie­der war es ein hei­ßer Ju­li­tag, und man­cher er­stick­te im Har­nisch. Wie­der ent­fal­te­te sich in­mit­ten des Un­ter­gan­ges der stol­ze Sinn der Her­ren, wie der Chro­nist mit sicht­li­cher Vor­lie­be auf­ge­zeich­net hat. »O ret­te Ös­ter­reich, ret­te!« rief der Her­zog, und die Ge­treu­en folg­ten sei­nem Rufe, ohne das Ver­der­ben auf­hal­ten zu kön­nen. Leo­pold focht als ein Leu, so heißt es, und ver­schmäh­te die Flucht, in­dem er sag­te, er wol­le lie­ber ster­ben mit Ehre, als un­ehr­bar­lich le­ben auf Er­den. Sei­nem stol­zen Tode stellt die Sage den Op­fer­tod Ar­nold Win­kel­rieds von Nid­wal­den ge­gen­über, ei­nes Ab­kömm­lings je­nes Struth von Win­kel­ried, der einen Dra­chen tö­te­te und, von des­sen Gift ge­trof­fen, in dem­sel­ben Au­gen­blick starb, wo er sei­ne Hei­mat be­frei­te.

So wa­ren denn die Bau­ern, die in den Krie­gen Hein­richs IV. ent­mannt wor­den wa­ren, weil sie sich an­ge­maßt hat­ten, ge­gen Rit­ter zu kämp­fen, von Bau­ern, die freie Her­ren ge­blie­ben wa­ren, ge­rächt. Aber die spä­te Ra­che der Ge­schich­te, die au­ßer er­kenn­ba­rem Zu­sam­men­hange trifft, ge­nügt dem Be­dürf­nis nach aus­glei­chen­der Ge­rech­tig­keit nicht. Auch kam es kurz nach der Schlacht bei Sem­pach vor, dass Pfalz­graf Ru­precht, nach­dem er rhei­ni­sche Städ­te bei Worms be­siegt hat­te, sech­zig Knech­te, die an der Schlacht teil­ge­nom­men hat­ten, in einen Zie­gel­ofen wer­fen und ver­bren­nen ließ, wäh­rend die rit­ter­li­chen Ge­fan­ge­nen in der üb­li­chen stan­des­ge­mä­ßen Ge­fan­gen­schaft ge­hal­ten wur­den. Die­se düs­te­ren Fra­gen könn­ten nur durch den Glau­ben an eine über­ir­di­sche Klar­heit, in der Men­sche­nirr­sal mün­det, ge­löst wer­den.

Die Eidgenossenschaft

Am Tage der Un­garschlacht im Jah­re 955 er­ho­ben sich die ver­schie­de­nen Ab­tei­lun­gen des kö­nig­li­chen Hee­res bei Mor­gen­grau­en, alle ga­ben sich ge­gen­sei­tig den Frie­dens­kuss, schwu­ren erst ih­rem Füh­rer, dar­auf ei­ner dem an­de­ren treu­en Bei­stand und zo­gen dann aus dem La­ger dem Feind ent­ge­gen. Als die Va­sal­len des Kö­nigs Het­tel von He­ge­lin­gen sich an­schick­ten, übers Meer nach Ir­land zu fah­ren, um die Toch­ter Ha­gens für ih­ren Her­ren zu frei­en, schwu­ren sie ein­an­der mit ge­stab­ten Ei­den treu­en Bei­stand. Im An­ge­sicht ei­ner großen Ge­fahr pfleg­ten ger­ma­ni­sche Män­ner ihr Zu­sam­men­wir­ken durch einen Schwur zu hei­li­gen und nann­ten das eine Schwur­ge­nos­sen­schaft oder Eid­ge­nos­sen­schaft. Das ta­ten auch ei­ni­ge Män­ner aus den klei­nen Län­dern Schwyz, Uri und Un­ter­wal­den an ei­nem durch die Reuß ge­bil­de­ten See im obe­ren Schwa­ben, als sie ihre Frei­heit be­droht glaub­ten. Es war ein alt­ger­ma­ni­scher Brauch, den sie üb­ten, und mit den al­ten Ger­ma­nen hat­te dies Berg­volk mehr Ver­wandt­schaft als mit den kir­chen­treu­en Chris­ten ih­rer Tage. Es ist bei ih­nen nicht viel die Rede von Ge­bet, von Stif­tung und Hei­lig­tü­mern, und wenn sie sich beu­gen, tun sie es mit dem Vor­be­halt trot­zi­gen und un­ge­stü­men Wi­der­stan­des so­wie die Ge­le­gen­heit es er­mög­licht. Dass spä­te­re Ge­schicht­schrei­ber sie von den Schwe­den oder Sach­sen ab­lei­te­ten, mö­gen sie zum Teil im Ge­fühl für das Nor­disch-Heid­nische ge­tan ha­ben, das die­sen bäu­er­li­chen Hero­en ei­gen war. Söh­ne des Gott­hard wa­ren sie, der selbst wie ein al­ter Gott über Ber­gen und Tä­lern la­gert, das Haupt von Wol­ken und Win­den um­kreist, wohl­tä­ti­ge Strö­me den Men­schen, die ihm die­nen, her­ab­las­send. Wie mit ei­nem Gott müs­sen die, die an sei­nem Fuße woh­nen, mit ihm rin­gen, be­vor er sie seg­net; wenn sie sich ver­we­gen und furcht­los er­wei­sen, sind sie sein Volk und ha­ben teil an sei­nem ele­men­ta­ren We­sen. Sie sind ein Ge­schlecht von Rie­sen, die der La­wi­nen und Blö­cke, die ihr wil­der al­ter Gott ins Tal rollt, nicht ach­tend über za­cki­gen Gra­nit schrei­ten und Fein­de, die sich in ih­ren hei­mi­schen Be­zirk wa­gen, mit ge­schleu­der­ten Fel­sen ver­trei­ben. Aber wenn sie Rie­sen wa­ren, so wa­ren sie doch nicht ein­fäl­ti­gen oder plum­pen Geis­tes; sie konn­ten ihre po­li­ti­sche Lage mit je­dem Vor­teil und Nach­teil be­ur­tei­len und die Um­stän­de des Ge­sche­hens in Nähe und Fer­ne be­rech­nen und be­nüt­zen.

Die bei­den Län­der Schwyz und Uri wa­ren über­wie­gend von Ad­li­gen und frei­en Leu­ten be­wohnt, die sich nach alt­ger­ma­ni­scher Auf­fas­sung kaum vom Adel un­ter­schie­den. Das Länd­chen Uri war ein Teil der Aus­stat­tung, mit der im Jah­re 853 Kö­nig Lud­wig der Deut­sche sei­ne Toch­ter Hil­de­gard be­schenkt hat­te, als er in der Nähe der kö­nig­li­chen Pfalz auf dem Lin­den­ho­fe beim Orte Zü­rich ein Klos­ter grün­de­te und sie zur Äb­tis­sin des­sel­ben mach­te. Wie für alle Klös­ter wur­de auch für die Ab­tei Frau­müns­ter ein Vogt be­stellt, der die hohe Ge­richts­bar­keit über das klös­ter­li­che Ge­biet führ­te; mit dem Ende des 11. Jahr­hun­derts kam die Schirm­vog­tei an die Her­zö­ge von Zäh­rin­gen. Der Um­stand, dass die durch die Im­mu­ni­tät aus dem Ge­samt­ver­ban­de ge­lös­ten Län­der un­ter der­sel­ben Ge­richts­bar­keit stan­den, dass die Be­woh­ner Mark­ge­nos­sen an der­sel­ben All­men­de wa­ren, das Zu­sam­men­ge­drängt­sein na­ment­lich im sel­ben Tale, das Um­schlos­sen­sein von den­sel­ben Ber­gen nähr­te in den Leu­ten von Uri das Ge­fühl, ein Gan­zes, eine Ge­mein­de aus­zu­ma­chen: im Be­ginn des 13. Jahr­hun­derts nann­ten sie sich die U­ni­ver­si­tas ho­mi­num val­lis Uro­niae. Das Aus­ster­ben der Zäh­rin­ger im Jah­re 1218 be­frei­te die Ge­mein­de Uri von der Ge­fahr, Un­ter­ta­nen die­ses Hau­ses zu wer­den; aber eine neue er­hob sich, als Fried­rich II. die Vog­tei dem Gra­fen Ru­dolf dem Äl­te­ren von Habs­burg ver­pfän­de­te. Wenn schon die Vög­te fast im­mer da­nach trach­te­ten, das Land, dem sie als Rich­ter vor­stan­den, in ih­ren erb­li­chen Be­sitz zu brin­gen, so gab sich die Ge­le­gen­heit zu sol­cher Ver­ge­wal­ti­gung vollends bei Ver­pfän­dun­gen. Die Ur­ner such­ten so­fort sich der Sch­lin­ge zu ent­zie­hen, die ih­rer Frei­heit ge­legt war, und sie hat­ten Glück: Hein­rich VII., des Kai­sers jun­ger Sohn, den er zu sei­nem Stell­ver­tre­ter in Deutsch­land er­nannt hat­te, er­klär­te ih­ren Bo­ten zu Ha­genau im El­saß, dass er die Vog­tei zu­rück­ge­kauft habe und dass er die Män­ner des Ta­les Uri nie­mals dem Reich ent­frem­den wer­de. Mit die­sem Brief des un­glück­li­chen jun­gen Kö­nigs er­hiel­ten die Ur­ner die Be­glau­bi­gung ih­rer Reichs­frei­heit, die ih­nen nie be­strit­ten wur­de. Die Vog­tei wur­de künf­tig von Amt­män­nern aus ih­rer Mit­te aus­ge­übt, die nach ei­ni­ger Zeit Lan­dammän­ner hie­ßen. Seit dem Jah­re 1243 gab das Land sei­ner Selbst­stän­dig­keit da­durch Aus­druck, dass es ein ei­ge­nes Sie­gel führ­te.

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