Ricarda Huch - Deutsche Geschichte
Здесь есть возможность читать онлайн «Ricarda Huch - Deutsche Geschichte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Deutsche Geschichte
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Deutsche Geschichte: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Deutsche Geschichte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Deutsche Geschichte — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Deutsche Geschichte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Die Schlacht bei Göllheim am Fuße des Donnersberges, durch die Adolf von Nassau und Albrecht von Habsburg den Streit um das Reich ausmachten, war eine ausgesprochene Ritterschlacht. Das Mitteltreffen führten auf beiden Seiten die Könige selbst an, Adolf von Nassau im goldenen Harnisch, vor beiden wehte die Reichssturmfahne. Wie in der Schlacht bei Worringen die persönlichen Feinde sich suchten, so hier die beiden Könige; Albrecht wurde später beschuldigt, seinen Herrn, denn er hatte anfangs den rechtmäßig gewählten Adolf anerkannt, mit eigener Hand getötet und damit eine unerhörte Freveltat begangen zu haben. Manchen mochte es als gerechte Vergeltung erscheinen, dass er selbst zehn Jahre später durch Mörderhand fiel. Während in der Schlacht nur hundert Kämpfer gefallen sein sollen, wurden über 20 000 Pferde getötet. Wenn dadurch der Vorzug des Berittenseins als trügerisch, mindestens als zweifelhaft erwiesen wurde, so zeigte sich vollends, dass der Harnisch, der den Mann schützen sollte, ihm vielmehr zum Verhängnis werden konnte. Es war ein heißer Sommertag; auf beiden Seiten kam es vor, dass Ritter in ihrer Rüstung erstickten. Lange sah man ein Ross über das Schlachtfeld jagen, den toten Herrn von Ochsenstein aus einem den Habsburgern treu ergebenen elsässischen Geschlecht aufrecht in angeschnallter Rüstung auf dem Rücken tragend. Wie Saurier muten diese Ritter an, denen die Schuppen und die lederne Haut und das Riesengebiss selbst, alle die Waffen, mit denen die Natur sie ausstattete, zuletzt anstatt ihnen zu helfen, ihr Verderben beschleunigten, besonders als behändere Tiere den Kampf mit den allzu schwer gerüsteten Ungetümen wagten. Noch wurden aus der Erfahrung keine Schlüsse gezogen. Herzog Leopold zweifelte im Jahre 1315 nicht, dass er mit der Menge seiner geschulten und gerüsteten Krieger die Bauern von Schwyz und Uri leicht würde erdrücken können. Am Ende des Jahrhunderts zog ein anderer Herzog Leopold mit einem großen Ritterheere gegen Luzern, das mit den Waldstätten verbündet die österreichische Landstadt Sempach an sich gezogen hatte, um das Erbe der Väter zurückzugewinnen. Bei Sempach kam es zu der furchtbaren Schlacht, in der die Blüte des schwäbischen, oberrheinischen und elsässischen Adels fiel. Wieder war es ein heißer Julitag, und mancher erstickte im Harnisch. Wieder entfaltete sich inmitten des Unterganges der stolze Sinn der Herren, wie der Chronist mit sichtlicher Vorliebe aufgezeichnet hat. »O rette Österreich, rette!« rief der Herzog, und die Getreuen folgten seinem Rufe, ohne das Verderben aufhalten zu können. Leopold focht als ein Leu, so heißt es, und verschmähte die Flucht, indem er sagte, er wolle lieber sterben mit Ehre, als unehrbarlich leben auf Erden. Seinem stolzen Tode stellt die Sage den Opfertod Arnold Winkelrieds von Nidwalden gegenüber, eines Abkömmlings jenes Struth von Winkelried, der einen Drachen tötete und, von dessen Gift getroffen, in demselben Augenblick starb, wo er seine Heimat befreite.
So waren denn die Bauern, die in den Kriegen Heinrichs IV. entmannt worden waren, weil sie sich angemaßt hatten, gegen Ritter zu kämpfen, von Bauern, die freie Herren geblieben waren, gerächt. Aber die späte Rache der Geschichte, die außer erkennbarem Zusammenhange trifft, genügt dem Bedürfnis nach ausgleichender Gerechtigkeit nicht. Auch kam es kurz nach der Schlacht bei Sempach vor, dass Pfalzgraf Ruprecht, nachdem er rheinische Städte bei Worms besiegt hatte, sechzig Knechte, die an der Schlacht teilgenommen hatten, in einen Ziegelofen werfen und verbrennen ließ, während die ritterlichen Gefangenen in der üblichen standesgemäßen Gefangenschaft gehalten wurden. Diese düsteren Fragen könnten nur durch den Glauben an eine überirdische Klarheit, in der Menschenirrsal mündet, gelöst werden.
Die Eidgenossenschaft
Am Tage der Ungarschlacht im Jahre 955 erhoben sich die verschiedenen Abteilungen des königlichen Heeres bei Morgengrauen, alle gaben sich gegenseitig den Friedenskuss, schwuren erst ihrem Führer, darauf einer dem anderen treuen Beistand und zogen dann aus dem Lager dem Feind entgegen. Als die Vasallen des Königs Hettel von Hegelingen sich anschickten, übers Meer nach Irland zu fahren, um die Tochter Hagens für ihren Herren zu freien, schwuren sie einander mit gestabten Eiden treuen Beistand. Im Angesicht einer großen Gefahr pflegten germanische Männer ihr Zusammenwirken durch einen Schwur zu heiligen und nannten das eine Schwurgenossenschaft oder Eidgenossenschaft. Das taten auch einige Männer aus den kleinen Ländern Schwyz, Uri und Unterwalden an einem durch die Reuß gebildeten See im oberen Schwaben, als sie ihre Freiheit bedroht glaubten. Es war ein altgermanischer Brauch, den sie übten, und mit den alten Germanen hatte dies Bergvolk mehr Verwandtschaft als mit den kirchentreuen Christen ihrer Tage. Es ist bei ihnen nicht viel die Rede von Gebet, von Stiftung und Heiligtümern, und wenn sie sich beugen, tun sie es mit dem Vorbehalt trotzigen und ungestümen Widerstandes sowie die Gelegenheit es ermöglicht. Dass spätere Geschichtschreiber sie von den Schweden oder Sachsen ableiteten, mögen sie zum Teil im Gefühl für das Nordisch-Heidnische getan haben, das diesen bäuerlichen Heroen eigen war. Söhne des Gotthard waren sie, der selbst wie ein alter Gott über Bergen und Tälern lagert, das Haupt von Wolken und Winden umkreist, wohltätige Ströme den Menschen, die ihm dienen, herablassend. Wie mit einem Gott müssen die, die an seinem Fuße wohnen, mit ihm ringen, bevor er sie segnet; wenn sie sich verwegen und furchtlos erweisen, sind sie sein Volk und haben teil an seinem elementaren Wesen. Sie sind ein Geschlecht von Riesen, die der Lawinen und Blöcke, die ihr wilder alter Gott ins Tal rollt, nicht achtend über zackigen Granit schreiten und Feinde, die sich in ihren heimischen Bezirk wagen, mit geschleuderten Felsen vertreiben. Aber wenn sie Riesen waren, so waren sie doch nicht einfältigen oder plumpen Geistes; sie konnten ihre politische Lage mit jedem Vorteil und Nachteil beurteilen und die Umstände des Geschehens in Nähe und Ferne berechnen und benützen.
Die beiden Länder Schwyz und Uri waren überwiegend von Adligen und freien Leuten bewohnt, die sich nach altgermanischer Auffassung kaum vom Adel unterschieden. Das Ländchen Uri war ein Teil der Ausstattung, mit der im Jahre 853 König Ludwig der Deutsche seine Tochter Hildegard beschenkt hatte, als er in der Nähe der königlichen Pfalz auf dem Lindenhofe beim Orte Zürich ein Kloster gründete und sie zur Äbtissin desselben machte. Wie für alle Klöster wurde auch für die Abtei Fraumünster ein Vogt bestellt, der die hohe Gerichtsbarkeit über das klösterliche Gebiet führte; mit dem Ende des 11. Jahrhunderts kam die Schirmvogtei an die Herzöge von Zähringen. Der Umstand, dass die durch die Immunität aus dem Gesamtverbande gelösten Länder unter derselben Gerichtsbarkeit standen, dass die Bewohner Markgenossen an derselben Allmende waren, das Zusammengedrängtsein namentlich im selben Tale, das Umschlossensein von denselben Bergen nährte in den Leuten von Uri das Gefühl, ein Ganzes, eine Gemeinde auszumachen: im Beginn des 13. Jahrhunderts nannten sie sich die Universitas hominum vallis Uroniae. Das Aussterben der Zähringer im Jahre 1218 befreite die Gemeinde Uri von der Gefahr, Untertanen dieses Hauses zu werden; aber eine neue erhob sich, als Friedrich II. die Vogtei dem Grafen Rudolf dem Älteren von Habsburg verpfändete. Wenn schon die Vögte fast immer danach trachteten, das Land, dem sie als Richter vorstanden, in ihren erblichen Besitz zu bringen, so gab sich die Gelegenheit zu solcher Vergewaltigung vollends bei Verpfändungen. Die Urner suchten sofort sich der Schlinge zu entziehen, die ihrer Freiheit gelegt war, und sie hatten Glück: Heinrich VII., des Kaisers junger Sohn, den er zu seinem Stellvertreter in Deutschland ernannt hatte, erklärte ihren Boten zu Hagenau im Elsaß, dass er die Vogtei zurückgekauft habe und dass er die Männer des Tales Uri niemals dem Reich entfremden werde. Mit diesem Brief des unglücklichen jungen Königs erhielten die Urner die Beglaubigung ihrer Reichsfreiheit, die ihnen nie bestritten wurde. Die Vogtei wurde künftig von Amtmännern aus ihrer Mitte ausgeübt, die nach einiger Zeit Landammänner hießen. Seit dem Jahre 1243 gab das Land seiner Selbstständigkeit dadurch Ausdruck, dass es ein eigenes Siegel führte.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Deutsche Geschichte»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Deutsche Geschichte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Deutsche Geschichte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.