Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Fried­rich II. such­te sich im Be­ginn sei­ner Re­gie­rung mit In­no­cenz und des­sen Nach­fol­ger Ho­no­ri­us gut zu stel­len, in­dem er förm­lich ver­sprach, ers­tens sein Kö­nig­reich Si­zi­li­en nicht mit dem Rei­che zu ver­ei­ni­gen, son­dern es, so­wie er Kai­ser ge­wor­den wäre, sei­nem Soh­ne Hein­rich zu über­ge­ben, zwei­tens einen Kreuz­zug zu un­ter­neh­men. Nach­dem er im Jah­re 1219 zum Kai­ser ge­krönt war, blie­ben bei­de Ver­spre­chun­gen un­er­füllt. Die Vor­wür­fe des Paps­tes gab er zu­rück, in­dem er sag­te, dass Ho­no­ri­us schlecht qua­li­fi­zier­te nie­de­re Leu­te als Kreuz­zugs­pre­di­ger nach Deutsch­land schi­cke. Als Gre­gor Papst wur­de, ver­fin­gen die Aus­flüch­te nicht mehr. Fried­rich sol­le, sag­te er, sich von den Lüs­ten der Welt ab­keh­ren, dem Himm­li­schen zu. Ihm sei eine drei­fa­che Kro­ne ver­lie­hen: von Deutsch­land, der Mut­ter, er­hal­te er die Gna­den­kro­ne durch die freie Wahl der Fürs­ten, von der Lom­bar­dei, der Stief­mut­ter, die Kro­ne der Ge­rech­tig­keit, vom Paps­te, dem Va­ter, die Kro­ne des Ruh­mes, die ihm den Vor­rang vor al­len Ge­wal­ten der Welt gebe und das Reich mit Chris­tus, der eben­falls mit ei­nem drei­fa­chen Dia­dem ge­krönt sei. Kei­nen ge­rin­gen Rang ge­stand Gre­gor sei­nem Geg­ner mit die­sem pracht­vol­len Bil­de zu; er dach­te groß ge­nug, sich mit ei­nem Eben­bür­ti­gen mes­sen zu wol­len. Im Spät­som­mer des­sel­ben Jah­res schiff­te sich Fried­rich, um den Kreuz­zug an­zu­tre­ten, in Brin­di­si ein; aber plötz­lich wur­de er krank, wie er sag­te, und muss­te zu­rück­blei­ben. Das ent­fach­te den Streit von Neu­em. Ohne Un­ter­su­chung setz­te Gre­gor vor­aus, dass die Krank­heit des Kai­sers vor­ge­täuscht sei, und ex­kom­mu­ni­zier­te ihn, sich dar­auf stüt­zend, dass der Kai­ser selbst sich dem Bann ver­fal­len er­klärt hät­te, wenn er sein Ver­spre­chen nicht er­fül­len soll­te. Fried­rich be­ant­wor­te­te den An­griff da­mit, dass er al­len Kle­ri­kern, Or­dens- und Welt­geist­li­chen in Si­zi­li­en be­fahl, den Got­tes­dienst wie im­mer ab­zu­hal­ten, wid­ri­gen­falls er ihre Gü­ter ein­zie­hen wür­de, und dass er die an­ge­se­hens­ten rö­mi­schen Fa­mi­li­en zu sei­nen Va­sal­len mach­te, in­dem er ih­nen ihre Gü­ter ab­kauf­te und sie da­mit be­lehn­te. Dann un­ter­nahm er die Kreuz­fahrt und er­rang einen über alle Er­war­tung glän­zen­den Er­folg. Ohne Kampf, durch per­sön­li­ches Ver­han­deln und klu­ges Ein­ge­hen auf die Ei­gen­art der Sa­ra­ze­nen be­wirk­te Fried­rich, dass der Sul­tan ihm Je­ru­sa­lem, Beth­le­hem, Na­za­reth, die hoch­hei­li­gen Orte Pa­läs­tinas, dazu Ty­rus und Si­don über­ließ; ein­zig der Tem­pel des Herrn in Je­ru­sa­lem soll­te un­ter sa­ra­ze­ni­scher Be­wa­chung blei­ben, weil die Sa­ra­ze­nen dort zu be­ten pfleg­ten, aber den Chris­ten soll­te frei­er Zu­tritt zur Ver­rich­tung ih­rer An­dacht ge­währt sein. Ver­schie­de­ne an­de­re Ver­güns­ti­gun­gen ka­men dazu. Es war ein Er­folg, der ei­nem Wun­der glich und wie ein Got­tes­ur­teil zu­guns­ten des Kai­sers er­schi­en. Trotz­dem be­herrsch­te Fried­rich sich so weit, dass er sich zwar die Kro­ne in Je­ru­sa­lem auf­setz­te, aber einen Got­tes­dienst, weil er ge­bannt war, nicht ab­hal­ten ließ. Dass gleich dar­auf Ge­sand­te des Paps­tes er­schie­nen und in sei­nem Na­men die hei­li­gen Stät­ten mit dem In­ter­dikt be­leg­ten, hob das An­se­hen des Kai­sers; denn wäh­rend die­ser den Chris­ten des Hei­li­gen Lan­des Frie­den und Recht brach­te, stör­te je­ner den Frie­den und das Ge­bet. Die Tat­sa­che, dass der Kai­ser, der das Hei­li­ge Land ge­wann, vom Papst ge­bannt war, ließ nicht nur in Deutsch­land, son­dern auch in ei­nem Teil des Aus­lan­des den Kai­ser als einen Gläu­bi­gen, den Papst als einen Frie­dens­bre­cher er­schei­nen.

Dass Fried­rich eine so maß­vol­le Hal­tung be­wahr­te, war Ver­dienst des Deutschor­dens­meis­ters Her­mann von Salza, dem dar­an lag, die bei­den Häup­ter der Chris­ten­heit in ein gu­tes Ver­hält­nis zu brin­gen. Auf sei­nen Rat hör­te der Kai­ser wie sonst auf we­nig Men­schen, weil er ihn ach­te­te und fühl­te, dass er im­mer das je­weils Bes­te woll­te. Von dem nicht größ­ten, aber in­ter­essan­tes­ten al­ler Kai­ser ist wie vom Ze­bra schwer zu sa­gen, wel­ches die Grund­far­be sei­nes Cha­rak­ters war. Er war nicht, wie sein Groß­va­ter Fried­rich Bar­ba­ros­sa, der al­lem und al­len ge­gen­über un­er­schüt­ter­lich der glei­che war, aus Hei­ter­keit und Zorn im­mer wie­der in das Gleich­ge­wicht ru­hi­gen Erns­tes über­ge­hend. Fried­rich II. lieb­te es, mit den Din­gen zu spie­len, es gab nichts, was sei­ne ita­lie­ni­sche Skep­sis nicht be­nag­te; aber er selbst woll­te sehr ernst ge­nom­men sein, und das ge­hei­lig­te Fun­da­ment, auf das er sich stell­te, durf­te nicht an­ge­tas­tet wer­den. Er er­laub­te sich ke­cke Scher­ze über christ­li­che Glau­bens­sät­ze, be­ton­te aber zu­gleich sei­ne Recht­gläu­big­keit, ver­folg­te die Ket­zer und führ­te die Spra­che des bi­bel­fes­ten Be­ken­ners im wit­zi­gen Mun­de. Sein schar­fer Ver­stand durch­drang Din­ge und Men­schen, durch­schau­te alle Falsch­hei­ten und sah hin­ter hoch­tra­ben­den An­kün­di­gun­gen die nied­ri­gen Ab­sich­ten; das gab ihm ein Ge­fühl der Über­le­gen­heit und ließ ihn die Men­schen ver­ach­ten. Vor nichts hat­te er Ehr­furcht au­ßer vor sei­ner kai­ser­li­chen Wür­de. Er er­mahn­te sei­nen Sohn Kon­rad, eif­rig zu stu­die­ren, da­mit er tüch­tig und wei­se wer­de. Denn die Kö­ni­ge, schrieb er ihm, wer­den ge­bo­ren wie die üb­ri­gen Men­schen und ster­ben auch wie sie. Sie hör­ten auf, Kö­ni­ge zu sein, wenn sie die kö­nig­li­che Weis­heit ver­gä­ßen und sich von Pri­vat­in­ter­es­sen be­herr­schen lie­ßen. Dann aber sprach er von dem ed­len Blut der Fürs­ten, dem ein fei­ner und ed­ler Geist ein­ge­gos­sen sei, und er pfleg­te vom Blut der Stau­fer als vom Reichs­ge­blüt oder dem Blut der Gött­li­chen zu spre­chen. Sol­che Aus­füh­run­gen wa­ren zu­wei­len ein Re­de­prunk, den er für an­ge­mes­sen hielt und über den er in man­chen Au­gen­bli­cken viel­leicht lach­te, da er wirk­lich über­zeugt war, dass Kö­ni­ge Men­schen wä­ren wie alle Men­schen; zu­gleich aber fühl­te er sich hoch über al­len Men­schen so­wohl durch sei­ne Ab­kunft wie durch sei­ne Be­ga­bung und Per­sön­lich­keit. Er hat­te zu sei­nem küh­len Ver­stan­de und nüch­ter­nen Scharf­blick die Ve­he­menz des Ge­nies und das schmerz­lich se­li­ge Selbst­be­wusst­sein des Letz­ten ei­ner be­deu­ten­den Fa­mi­lie. Auch sei­ne äu­ßer­li­che Er­schei­nung war nicht ein­fach: man rühm­te sein schö­nes Ge­sicht und sein kö­nig­li­ches Auf­tre­ten, aber sei­ne Kurz­sich­tig­keit und früh ein­tre­ten­de Kahl­köp­fig­keit ver­an­lass­ten einen Ara­ber zu der Be­mer­kung, als Skla­ve wür­de er nicht viel ge­gol­ten ha­ben. Da er das Schil­lern­de sei­nes We­sens und das Viel­fach­ge­schlif­fe­ne sei­nes Geis­tes emp­fand, lieb­te er die schlich­ten, fest­ge­grün­de­ten, ein­fa­chen Men­schen wie Her­mann von Salza und Land­graf Lud­wig den Hei­li­gen von Thü­rin­gen; die­sen hat­te er durch Her­manns Ver­mitt­lung ken­nen­ge­lernt. Auch dar­in war er ita­lie­nisch, dass ihm Freund­schaft der Män­ner mehr galt als Lie­be der Frau­en. Er war vier­mal ver­hei­ra­tet und hat­te Lie­bes­ver­hält­nis­se mit meh­re­ren Frau­en, ohne dass eine je­mals Ein­fluss auf ihn ge­habt zu ha­ben scheint. Die Söh­ne, die aus den flüch­ti­gen Ver­bin­dun­gen her­vor­gin­gen, lieb­te er mehr als die recht­mä­ßi­gen. Auch die Na­he­ste­hen­den sah er zu­wei­len mit den Schlan­gen­au­gen an, die sei­ne Fein­de ihm zu­schrie­ben, voll bö­ser Käl­te, und doch konn­te er rück­halt­los ver­trau­en und warm­her­zi­ge edle Män­ner an sich fes­seln.

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