Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Das Wort von der Lie­be Got­tes ver­hall­te in den mör­de­ri­schen Kämp­fen wie ein mensch­li­cher Hil­fe­ruf im To­sen von Meer und Sturm. Der­je­ni­ge, der ih­nen schließ­lich ein Ende mach­te, Hein­rich der Löwe, ließ Gott und Chris­ten­tum so ganz bei­sei­te, dass die Geist­li­chen sei­nen Weg nicht ohne Miss­bil­li­gung ver­folg­ten. Hein­rich der Löwe, 1129 wahr­schein­lich in Ra­vens­berg ge­bo­ren, er­leb­te als Kind die Ech­tung sei­nes Va­ters, den Sturz sei­nes Hau­ses und wur­de durch sol­che Ein­drücke be­son­ders früh zur Teil­nah­me an den all­ge­mei­nen An­ge­le­gen­hei­ten ge­führt. Mit zehn Jah­ren ver­lor er den Va­ter, mit zwölf Jah­ren die stol­ze, hoch­an­ge­se­he­ne Groß­mut­ter, die alte Kai­se­rin Ri­chen­za, die ihn zum Ver­tre­ter der säch­si­schen An­sprü­che und im Hass ge­gen die Stau­fer er­zo­gen hat­te. Mit acht­zehn Jah­ren trat er mit sei­ner For­de­rung, in die bay­ri­sche Her­zogs­wür­de wie­der ein­ge­setzt zu wer­den, her­vor, die sein Vet­ter, Fried­rich I., so­wie er konn­te, be­frie­dig­te. Ob­wohl dun­kel von Haar und Au­gen, war er mehr Sach­se als Schwa­be und mehr als das von dä­mo­ni­schem Ge­schlecht; un­ter sei­nem Griff und Schritt knis­ter­te die Erde. Der Name des Lö­wen, den er sich gab, stand ihm wohl an: sein Wil­le war ihm statt Recht, was er er­obern konn­te, ge­hör­te ihm. Der Jüng­ling er­griff die Re­gie­rung so­fort wie ein Mann; so­weit ihm sei­ne Ver­pflich­tun­gen ge­gen den Kai­ser Zeit lie­ßen, be­schäf­tig­te er sich mit der Stär­kung sei­ner her­zog­li­chen Macht und mit der Un­ter­wer­fung der Sla­wen. Vor­ur­tei­le in Be­zug auf Ras­se oder Glau­ben hat­te er nicht; wie er sich mit dem Kö­nig von Dä­ne­mark ver­bün­de­te, um die Sla­wen zu be­sie­gen, such­te er die Freund­schaft des Sla­wen­fürs­ten Pri­bis­law und spä­ter von des­sen Soh­ne Ni­klot, ohne sich an­de­rer­seits da­durch ge­bun­den zu füh­len, wenn es ihm nicht mehr nütz­lich schi­en. Dä­ne­mark die Hälf­te der ge­mach­ten Erobe­run­gen zu über­las­sen, wie ab­ge­macht wur­de, war wohl von An­fang an nicht sei­ne Ab­sicht. Auch ei­nem treu­en Freund und Mit­strei­ter ge­gen­über, wie Adolf von Schau­en­burg war, mä­ßig­te er sei­ne Herrsch­sucht nicht.

Den Schau­en­bur­gern, ei­nem rei­chen und tap­fe­ren Ge­schlecht, von de­ren Stamm­burg in der Ge­gend von Min­den noch Rui­nen vor­han­den sind, ver­lieh Kon­rad II. die Gra­fen­wür­de. Lo­thar be­lehn­te als Her­zog von Sach­sen den Gra­fen Adolf I. mit der Graf­schaft Hol­stein, die von den Hol­s­ten, Stor­marn und Dith­mar­schen be­wohnt war und an das sla­wi­sche Nor­dal­bin­gi­en grenz­te. Ihm folg­te sein Sohn Adolf II., der ur­sprüng­lich zum Geist­li­chen be­stimmt ge­we­sen war und in­fol­ge sei­ner Er­zie­hung nicht nur eine gründ­li­che­re Bil­dung, son­dern auch eine tiefe­re Auf­fas­sung sei­ner Pf­lich­ten hat­te, als bei den welt­li­chen Fürs­ten üb­lich war. Er sprach ge­läu­fig la­tei­nisch und ver­stand auch das Sla­wi­sche. Er be­müh­te sich, die un­ter­wor­fe­nen Sla­wen für das Chris­ten­tum zu ge­win­nen und kul­ti­vier­te das neu­ge­won­ne­ne Land in groß­ar­ti­ger Wei­se durch An­sied­lung von Frie­sen, Hol­län­dern und West­fa­len, de­nen er es un­ter vor­teil­haf­ten Be­din­gun­gen über­ließ. Auf ei­ner In­sel zwi­schen den Flüs­sen Wa­cke­nitz und Tra­ve, wo die Sla­wen in ei­nem hei­li­gen Hain die Göt­ter ver­ehrt hat­ten, grün­de­te er die Stadt Lü­beck, die die güns­ti­ge Lage an der Ost­see schnell er­blü­hen ließ. Da Hein­rich durch sie sei­ne bin­nen­län­di­sche Stadt Bar­de­wiek be­nach­tei­ligt fand, ver­lang­te er, dass Adolf ihm Lü­beck ab­tre­te, als sich Adolf wei­ger­te, ver­nich­te­te er Lü­becks Han­del; das Ende war, dass Adolf um der Stadt und um des Frie­dens wil­len nach­gab und sie dem Her­zog schenk­te. Graf Adolf, den der Chro­nist so­wohl we­gen sei­ner Her­zens­gü­te wie we­gen sei­ner Klug­heit rühmt, fiel im Jah­re 1164 in der großen Sla­wen­schlacht bei Dem­min, die über sei­nem Leich­nam in ei­nem voll­stän­di­gen Sie­ge en­de­te. Wenn Hein­rich der Löwe ihm, sei­nem vä­ter­li­chen Freun­de, an ver­stän­di­ger und mensch­li­cher Ge­sin­nung nach­stand, so über­rag­te er ihn an Wil­lens­ge­walt und Macht der Per­sön­lich­keit. Da er sich als Kö­nig ge­bo­ren fühl­te, be­han­del­te er alle, die sich wei­ger­ten, ihm un­ter­tan zu sein, als Re­bel­len. Un­ter­war­fen sie sich, sorg­te er für sie als Kö­nig. Bei sei­nen Städ­te­grün­dun­gen, Lü­beck und Schwe­rin, ver­fuhr er mit au­ßer­or­dent­li­cher Weit­her­zig­keit; denn er be­hielt sich nur die hohe Ge­richts­bar­keit vor, üb­ri­gens ge­stand er den Bür­gern vol­le Selbst­ver­wal­tung zu, in der Mei­nung, so am si­chers­ten das Ge­mein­we­sen zur Blü­te zu brin­gen. Ent­spre­chend dem ger­ma­ni­schen Be­griff der Ei­gen­kir­che er­hiel­ten die Bür­ger das Recht der Pfar­rerwahl für die Pfarr­kir­che. Es ist nicht un­mög­lich, dass Hein­rich in sei­ner Städ­te­po­li­tik durch sei­nen Schwie­ger­va­ter Kon­rad von Zäh­rin­gen be­ein­flusst war, der schon vor Jahr­zehn­ten mit großer Li­be­ra­li­tät die Stadt Frei­burg ge­grün­det hat­te; aber vor al­lem lei­te­te ihn der si­che­re po­li­ti­sche Blick, sein na­tür­li­ches Erbe. Den küh­nen Geist der säch­si­schen Kauf­leu­te, die mit ih­ren Han­dels­rei­sen ein wirt­schaft­li­ches Netz über das Meer nach Eng­land und Skan­di­na­vi­en und im Os­ten bis Russ­land spann­ten, er­kann­te er als dem sei­ni­gen ver­wandt, er ver­band sich mit ihm und mach­te ihn sich zu­nut­ze. Auch in der Be­zie­hung zu den Sla­wen zeig­te er großen Sinn. Kam es ihm mehr auf ihre Ab­ga­ben an als auf ihr See­len­heil, so woll­te er sie auch nicht als Hei­den ver­nich­ten, und an dem Kreuz­zu­ge, der ge­gen sie un­ter­nom­men wur­de, be­tei­lig­te er sich nur un­gern. Na­tio­na­le Ab­nei­gung lag ihm fern, er über­ließ dem Sla­wen­fürs­ten Pri­bis­law, der ihm treu blieb, einen Teil Meck­len­burgs als Fürs­ten­tum. Pri­bis­law ist der Ahn­herr der Dy­nas­tie, die bis 1918 in Meck­len­burg re­giert hat. Zwar wenn man liest, dass Graf Gun­ze­lin von Schwe­rin, des Her­zogs treu­er Die­ner, je­den Sla­wen, der an­ders­wo als auf der rich­ti­gen Stra­ße an­ge­trof­fen wur­de, ohne sich aus­wei­sen zu kön­nen, auf­hän­gen ließ, so sieht man, dass der un­will­kür­lich ver­drän­gen­de Druck, den die ar­beits- und ord­nungs­ge­wöhn­te­ren Deut­schen auf die Sla­wen aus­üb­ten, durch ge­walt­tä­ti­ge Maß­re­geln ver­stärkt wur­de. »Al­lent­hal­ben sind die Sla­wen auf­ge­rie­ben und ver­trie­ben wor­den; vom Ozean ist star­kes und un­zäh­li­ges Volk ge­kom­men, das der Sla­wen Land ge­wann.« So, mit we­ni­gen Sät­zen be­schließt der Pfar­rer Hel­mold zu Bösau am Plö­ner See, der Chro­nist die­ser Kämp­fe, die Ge­schich­te vom Un­ter­gang der Sla­wen in Deutsch­land. »Die kläg­li­chen Über­res­te der Sla­wen sa­hen sich in­fol­ge des Ge­trei­de­man­gels und der Ver­hee­rung ih­rer Fel­der ge­zwun­gen, sip­pen­wei­se zu den Pom­mern oder Dä­nen zu flie­hen, die sie er­bar­mungs­los an die Po­len, Sor­ben und Böh­men ver­kauf­ten.« Sie wa­ren die Be­sieg­ten, die Schwä­che­ren. Kei­nes­wegs fehl­te es ih­nen an Tap­fer­keit und krie­ge­ri­scher Kraft; denn jahr­hun­der­te­lang hiel­ten sie sich nicht nur ge­gen die Deut­schen, son­dern war­fen sie zu­rück und wü­te­ten un­ter ih­nen mit der­sel­ben Grau­sam­keit, die sie er­lit­ten hat­ten. Wei­chen muss­ten sie schließ­lich der grö­ße­ren Leis­tungs­fä­hig­keit der ar­beit­sa­men Deut­schen und der hö­he­ren Ent­wick­lung ih­rer Land­wirt­schaft. Ihren krum­men Pflug ohne Ei­sen wür­den sie wohl nicht so lan­ge be­hal­ten ha­ben, wenn sie we­ni­ger un­ru­hig, we­ni­ger trä­ge, mehr ge­neigt zu an­dau­ern­der, re­gel­mä­ßi­ger Ar­beit ge­we­sen wä­ren. Die Deut­schen emp­fan­den, so­lan­ge sie ei­ni­ger­ma­ßen frei und des Er­tra­ges ih­rer Ar­beit si­cher wa­ren, die Ar­beit nicht als Fluch, son­dern als we­sent­li­chen In­halt ih­res Le­bens und Aus­druck ih­rer Per­sön­lich­keit. Wie die Tüch­tig­keit der Deut­schen an­er­kannt wur­de, geht dar­aus her­vor, dass auch sla­wi­sche und an­de­re frem­de Fürs­ten sie zur Be­sied­lung ins Land rie­fen.

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