Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Zwei Zie­le ver­folg­te Hein­rich VI.: das Kö­nig­tum in Deutsch­land erb­lich zu ma­chen und sich Sü­dita­li­en zu un­ter­wer­fen, auf das er durch sei­ne Hei­rat mit Con­stan­ze An­spruch hat­te, bei­des fast aus­sichts­lo­se Un­ter­neh­mun­gen. Be­denkt man, dass alle Kö­ni­ge die Erb­lich­keit der Kro­ne, wenn auch meist nur im ein­zel­nen Fal­le, an­ge­strebt hat­ten, und dass im­mer mehr von Fürs­ten und Papst ge­mein­sam der Grund­satz der Erb­lich­keit hef­tig be­kämpft wur­de, er­scheint es wie ein Wun­der, dass auf ei­nem Hof­ta­ge zu Würz­burg im Jah­re 1196 der jun­ge Kai­ser die An­nah­me des­sel­ben durch­setz­te. Wahr­schein­lich ver­zich­te­te er schon bald da­nach auf den er­lang­ten Er­folg, um die Stim­men wi­der­stre­ben­der Fürs­ten für die Wahl sei­nes Soh­nes zu ge­win­nen; eine Erb­mon­ar­chie in Deutsch­land hät­te auf die Dau­er wohl we­der die Ei­fer­sucht der Stäm­me noch die geo­gra­fi­sche Be­schaf­fen­heit Deutsch­lands ge­lit­ten. Auch in Un­ter­ita­li­en er­reich­te er, was er woll­te: nach grau­sa­mer Un­ter­drückung des Wi­der­stan­des muss­te sich Si­zi­li­en un­ter­wer­fen. Mit den un­ge­heu­ren Reich­tü­mern, die ihm aus dem Schatz der nor­man­ni­schen Kö­ni­ge zu­fie­len, si­cher­te er sich die An­hän­ger­schaft der deut­schen Fürs­ten und Rit­ter. Eine zwei­te au­ßer­or­dent­li­che Ein­nah­me ver­schaff­te ihm die Ge­fan­gen­schaft von Richard Lö­wen­herz, der sich nur durch ein großes Lö­se­geld die Frei­heit er­kau­fen konn­te. Den Papst ge­wann er da­durch, dass er das Kreuz nahm, ver­mut­lich ohne die Ab­sicht, selbst den Kreuz­zug an­zu­tre­ten. Die nüch­ter­ne Art, wie er, ein­zig den po­li­ti­schen Nut­zen im Auge, die Ge­bo­te der Rit­ter­lich­keit und zu­wei­len auch die der Ehre und Men­sch­lich­keit bei­sei­te ließ, miss­bil­lig­te man­cher Zeit­ge­nos­se; et­was Un­heim­li­ches lag in sei­ner Ver­bin­dung mit der Frem­den, die Mut­ter sei­nes Soh­nes war und als Ver­tre­te­rin ih­res Vol­kes ihn hass­te und, wie es hieß, ihn ver­gif­te­te. Wenn die trot­zi­gen deut­schen Fürs­ten kei­nen Wi­der­spruch ge­gen ih­ren schnei­di­gen Herrn wag­ten, wenn die Si­zi­lia­ner sich un­ter­war­fen und selbst das Glück an ihn ge­fes­selt schi­en, der Tod blies gleich­gül­tig das stol­ze Licht aus.

In Deutsch­land über­wog noch die An­häng­lich­keit an die stau­fi­sche Dy­nas­tie; aber in Ita­li­en war das Auf­schnel­len des Wi­der­stan­des umso hef­ti­ger, je straf­fer die Zü­gel ge­spannt ge­we­sen wa­ren. Nach­dem die Stau­fer nahe dar­an wa­ren, eine Erb­mon­ar­chie in Deutsch­land zu er­rich­ten, und Si­zi­li­en er­obert hat­ten, wa­ren die Päps­te ent­schlos­sen, sie zu ver­nich­ten. Zu die­sem Zweck ver­ban­den sie sich mit den lom­bar­di­schen Städ­ten. Wä­ren die deut­schen Kö­ni­ge Her­ren im Sü­den, Her­ren in der Lom­bar­dei und dazu noch Her­ren in der To­s­ka­na durch den Be­sitz der Mat­hil­di­schen Gü­ter, so konn­te Rom, von al­len Sei­ten ein­ge­schlos­sen, ih­nen nicht ent­ge­hen; sie wa­ren dann in Wahr­heit Kö­ni­ge von Ita­li­en. Das Ge­fühl, Rom zu sein, Ita­li­en zu sein, er­füll­te die Päps­te mit der Ener­gie na­tio­na­ler Lei­den­schaft. So we­nig wie einst die Lan­go­bar­den woll­ten sie jetzt die Deut­schen in Rom und Ita­li­en dul­den, wie einst der Fran­ken­kö­nig muss­te jetzt ein Fürst ge­won­nen wer­den, um Ita­li­en zu be­frei­en. Der tra­gi­sche Wi­der­spruch, dass der Papst schick­sals­mä­ßig Nach­fol­ger der Cäsa­ren ge­wor­den war und doch kein Schwert führ­te, viel­mehr durch sein Amt zum Frie­dens­fürs­ten be­stimmt war, macht das Dä­mo­ni­sche sei­nes Wü­tens ge­gen die Kai­ser, die er selbst ge­ru­fen und ge­salbt hat­te, ver­ständ­lich. Ohn­mäch­tig im welt­li­chen Sinn konn­te er nur durch Fluch und Bann, durch das Gift der Ver­leum­dung wir­ken.

Lo­thar von Seg­ni, der als In­no­cenz III., erst 37 Jah­re alt, Papst wur­de, er­klär­te sei­nen Stand­punkt, in­dem er sag­te, dem Fürs­ten wer­de die Macht auf Er­den, dem Pries­ter aber auch die Ge­walt im Him­mel ver­lie­hen, je­nem nur über den Leib, die­sem auch über die See­le. So viel die Wür­de der See­le die des Lei­bes über­ra­ge, eben­so über­ra­ge die Wür­de des Pries­ter­tums die des Kö­nig­tums. Ei­nen Ein­fluss auf die Kö­nigs­wahl habe der Papst zu be­an­spru­chen, weil das Reich ihm sei­nen Ur­sprung und sei­ne Vollen­dung ver­dan­ke, den Ur­sprung, weil er das Reich von Grie­chen­land nach Rom ver­pflanzt habe, die Vollen­dung, weil er dem Kö­nig die Kai­ser­kro­ne ver­lei­he. Die Stau­fer nann­te er ein Ge­schlecht von Ver­fol­gern der Kir­che; er wür­de, wenn er einen Stau­fer krö­ne, ei­nem Räu­ber Waf­fen ge­gen sich selbst in die Hand drücken. Die Fürs­ten in­des­sen, geist­li­che wie welt­li­che, be­strit­ten dem Papst in be­stimm­ten Aus­drücken das Recht zur Ein­mi­schung in die Wahl, und Hein­richs Bru­der Phil­ipp, ein lie­bens­wür­di­ger und be­lieb­ter Mann, hat­te sich all­ge­mei­ne Aner­ken­nung er­kämpft, als er von Otto von Wit­tels­bach, der sich von ihm be­lei­digt glaub­te, er­mor­det wur­de. Otto, Hein­richs des Lö­wen Sohn, den In­no­cenz als An­ge­hö­ri­gen ei­ner der Kir­che er­ge­be­nen Fa­mi­lie un­ter­stützt hat­te, trat als un­be­strit­te­ner Kai­ser so­fort in den un­ent­rinn­ba­ren Ge­gen­satz ein, in­dem er mit Nach­druck die Reichs­rech­te auf Ita­li­en gel­tend mach­te und sich zur Erobe­rung Si­zi­li­ens an­schick­te. »Es reut mich, den Men­schen ge­macht zu ha­ben«, sag­te In­no­cenz mit den Wor­ten Got­tes. Un­ge­fähr­li­cher als der rück­sichts­lo­se Wel­fe kam ihm der ju­gend­li­che Fried­rich vor, Hein­richs VI. Sohn, der als sein Mün­del in Si­zi­li­en auf­ge­wach­sen war und mit dem er in gu­tem Ein­ver­neh­men stand. Als der Acht­zehn­jäh­ri­ge ins Reich auf­brach und durch Rom kam, be­geg­ne­ten sich der mäch­ti­ge Papst und der stol­ze Stau­fer zum ers­ten und ein­zi­gen Male. In­no­cenz starb vier Jah­re spä­ter; vor­her hat­te er die Ge­nug­tu­ung, auf ei­nem Kon­zil im La­te­ran den auf­säs­si­gen Wel­fen ab­zu­set­zen. In der Kir­che hat er das mon­ar­chi­sche Prin­zip, das er im Reich so schnei­dend be­kämpf­te, ge­stärkt und in al­len Län­dern au­ßer Frank­reich die Bi­schö­fe von sich ab­hän­gig ge­macht.

Im 7. und 8. Jahr­hun­dert wie­sen es die Päps­te streng zu­rück, wenn sie als all­ge­mei­ne Bi­schö­fe an­ge­re­det wur­den, weil sie da­durch den üb­ri­gen Bi­schö­fen, ih­ren Brü­dern, zu nahe trä­ten. Sie woll­ten nicht mehr sein als die an­de­ren, nur wenn ei­ner sich ver­gan­gen hät­te, woll­ten sie sie zu­recht­wei­sen und in Fäl­len des Strei­tes oder der Un­ge­wiss­heit ent­schei­den dür­fen. In­no­cenz III. be­schränk­te ihre Rech­te, bis sie nicht viel mehr als Be­am­te des Paps­tes wa­ren. Der Geist Roms rich­te­te sich ge­bie­te­risch auf. Wozu ein­zel­ne Päps­te den Grund ge­legt hat­ten, das stand nun hül­len­los mas­siv da: die rö­mi­sche Wel­t­herr­schaft in der Hand der Päps­te. Wie­der­ge­kom­men war die Ver­göt­te­rung der Cäsa­ren, die einst die christ­li­che Kir­che als Blas­phe­mie der Hei­den ver­dammt hat­te. In­no­cenz III. sag­te, er sei we­ni­ger als Gott und mehr als die Men­schen und leg­te den Ton mehr auf das Er­ho­ben­sein des Sterb­li­chen in die Nähe der All­macht als auf den Zwi­schen­raum, der ihn noch von Gott trenn­te. Das­sel­be Ziel ver­folg­te Gre­gor IX. in an­de­rer Art. In­no­cenz war ein großer Or­ga­ni­sa­tor, um­sich­tig, im­mer sei­ner Zwe­cke be­wusst und sei­ne Mit­tel be­herr­schend mit der ru­hi­gen Si­cher­heit des rei­fen Man­nes. Gre­gor war alt, als er zur Re­gie­rung kam, und das Al­ter mil­der­te sei­ne Lei­den­schaft nicht, son­dern stei­ger­te sie zu äu­ßers­tem Un­ge­stüm. Er muss­te große Ta­ten in eine kur­ze Span­ne zwin­gen, muss­te mit dem Feu­er des Geis­tes die Ge­brech­lich­keit des Kör­pers er­set­zen. Der Stil der päpst­li­chen Ku­rie, der von je­her eine Mi­schung spät­rö­mi­schen Pom­pes und from­mer Rüh­rung ge­we­sen war, schwoll grell an. Gre­gor ent­zün­de­te einen ro­ten apo­ka­lyp­ti­schen Him­mel über Ita­li­en und Deutsch­land. Aber auch in das Kai­ser­tum drang rö­mi­scher Atem ein. Fried­rich I. zwar hat­te die rö­mi­schen Ide­en nur be­nützt, sich nicht da­von be­herr­schen las­sen; aber schon Hein­rich VI., vor dem, als er in Pa­ler­mo ein­zog, das Volk sich wie vor ei­nem Gott in den Staub warf, be­gann in Si­zi­li­en eine Herr­schaft auf­zu­rich­ten, de­ren zen­tra­lis­ti­scher Cha­rak­ter der deut­schen Auf­fas­sung wi­der­sprach. Fried­rich II. vollen­de­te den Be­am­ten­staat, den er un­um­schränkt wie ein De­spot re­gier­te, wie der Papst über die sterb­li­chen Men­schen in die Nähe der Gott­heit ent­rückt. Auch in Fried­richs Kanz­lei wur­de ein ge­bausch­tes Pa­thos üb­lich; zwei Mäch­te stie­ßen auf­ein­an­der, die sich be­wusst wa­ren, auf ei­ner Ebe­ne zu Häup­ten der Mensch­heit zu kämp­fen.

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