Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Ne­ben Hein­rich dem Lö­wen und Adolf von Hol­stein wa­ren Erz­bi­schof Wich­mann von Mag­de­burg und Al­brecht der Bär große Ko­lo­ni­sa­to­ren. Bei­de stamm­ten aus der Ge­gend des Har­zes. Erz­bi­schof Wich­mann hat das Land Jü­ter­bog be­sie­delt und die Stadt Jü­ter­bog ge­grün­det und mit dem Mag­de­bur­ger Recht be­schenkt. Der schö­ne, le­bens­lus­ti­ge Mann, ein treu­er An­hän­ger des Kai­sers, ge­hör­te zu den Geg­nern Hein­richs des Lö­wen, such­te aber doch im­mer eine per­sön­li­che Ver­stän­di­gung zu er­mög­li­chen. Er hielt sei­ne Stadt Mag­de­burg in fes­ter Hand; aber von ihm stammt eine Ur­kun­de, in der er bei Be­grün­dung ei­ner Schus­te­rin­nung fest­setzt, die­sel­be sol­le kei­ne an­de­re als selbst­ge­wähl­te Be­hör­den über sich ha­ben, weil Ehre und Nut­zen ohne Frei­heit als ge­mei­ne Knecht­schaft an­zu­se­hen sei. Mit der­sel­ben Li­be­ra­li­tät ver­fuhr er bei An­set­zung der Sied­ler; sie brauch­ten we­der Haus- noch Bo­den­zins zu zah­len, bis sie einen ge­nü­gen­den Er­trag ih­res An­baus er­zielt hat­ten. Al­brecht der Bär hat die Alt­mark und die Mark Bran­den­burg an das Reich ge­bracht und mit Deut­schen be­sie­delt. Er hat­te mit dem sla­wi­schen Fürs­ten von Bran­den­burg einen Erb­ver­trag ge­schlos­sen, und es ist über­lie­fert, als der­sel­be ge­stor­ben sei, habe sei­ne Frau sei­nen Tod ver­heim­licht, bis der von ihr be­nach­rich­tig­te Al­brecht un­be­merkt an­ge­kom­men sei, um die Re­gie­rung zu über­neh­men. Auch die Lau­sit­zen, die jahr­hun­der­te­lang ein zwi­schen Po­len, Böh­men und Deut­schen schwan­ken­der Be­sitz wa­ren, wur­den um die­se Zeit end­gül­tig ger­ma­ni­siert. Schon der be­rühm­te Wi­precht von Groitzsch, der zur­zeit der letz­ten sa­li­schen Kai­ser auf den Gra­nit­fel­sen bei der spä­te­ren Stadt Baut­zen als Mark­graf mäch­tig wal­te­te, hat­te Fran­ken, Hol­s­ten, Bay­ern und Tü­rin­ger ins Land ge­ru­fen, die in den Na­men noch blü­hen­der Fa­mi­li­en eine Spur ge­las­sen ha­ben. Für die Chris­tia­ni­sie­rung und Ger­ma­ni­sie­rung der Ge­gend der süd­li­chen Elbe und ih­rer Ne­ben­flüs­se wa­ren von je­her die Bi­schö­fe von Mei­ßen tä­tig.

Was die Bau­ern von West­fa­len, Hol­land, Fries­land, Flan­dern ver­an­lass­te, ihre Hei­mat auf­zu­ge­ben und aus­zu­wan­dern bis in die Wäl­der ei­nes un­ga­ri­schen Grenz­lan­des, wo Wolf und Luchs und Elen­tier hei­misch wa­ren, dar­über kann man nur Ver­mu­tun­gen an­stel­len. Aus zeit­ge­nös­si­schen An­deu­tun­gen muss man schlie­ßen, dass es zum Teil Küs­ten­be­woh­ner wa­ren, de­nen Sturm­flu­ten das noch nicht ein­ge­deich­te Land ent­ris­sen hat­ten, zum Teil die­je­ni­gen Bau­ernsöh­ne, die, wäh­rend der Jüngs­te nach hol­län­di­schem und flä­mi­schem Recht den Hof erb­te, ihr Glück in der Frem­de zu su­chen pfleg­ten. Aber ab­ge­se­hen von den be­son­de­ren Um­stän­den ist es na­tür­lich, dass aus dem über­reich be­sie­del­ten Wes­ten stets ein Teil der Be­völ­ke­rung ab­zu­strö­men be­reit war. Man sieht, wie groß die Zahl der frei­en Bau­ern im nord­west­li­chen Deutsch­land noch ge­we­sen sein muss, denn die Hö­ri­gen wür­den ihre Her­ren nicht in so großer Zahl ent­las­sen ha­ben. Dass die be­nach­bar­ten Grund­her­ren sie be­drück­ten und ab­hän­gig zu ma­chen such­ten, wird sie mit be­wo­gen ha­ben, den wei­ten Weg nach dem Os­ten zu wa­gen.

Deutsch­land konn­te noch ver­schwen­den mit Land und mit Men­schen. Zahl­lo­se wur­den auf­ge­rie­ben, zahl­lo­se wa­ren so­fort wie­der da, eben­so kampf­lus­tig, ar­beits­tüch­tig und tod­be­reit, und un­ab­seh­bar harr­ten ih­rer rau­en Hän­de die leh­mi­ge Schol­le, der Sumpf, die un­end­li­chen Ei­chen- und Bu­chen­wäl­der. Dass ein so wei­tes, nur dünn be­wohn­tes Ge­biet zwi­schen Elbe und Oder und zwi­schen Oder und Weich­sel dem wach­sen­den Vol­ke als Ko­lo­ni­alland zur Ver­fü­gung stand, war ein un­er­mess­li­ches Glück. Es be­deu­te­te nicht nur einen Macht­zu­wachs, son­dern es gab dem gan­zen Vol­ke Ge­le­gen­heit zur Be­tä­ti­gung, den Ar­men Brot und ver­hin­der­te, dass Mas­sen­ar­mut ent­stand. Wa­ren die Städ­te des Wes­tens über­füllt, so konn­te hier, auf dem Lan­de und in neu­ge­grün­de­ten Städ­ten, die Frei­heit eine Zuf­lucht fin­den.

Die letzten Hohenstaufer

Was die Lan­go­bar­den, was die Ka­ro­lin­ger, was die star­ken Ot­to­nen und die her­ri­schen Sa­lier ver­ge­bens er­streb­ten, das schi­en nun den Stau­fen zu­zu­fal­len: die Herr­schaft in Ita­li­en. Das süd­li­che Reich, das im Be­sitz Grie­chen­lands ge­blie­ben war, das dann die Nor­man­nen er­obert und zur Ver­fü­gung des Paps­tes ge­stellt hat­ten, das hat­te Bar­ba­ros­sa an sei­nen Sohn ge­bracht. Eine neue mär­chen­haf­te Welt tat sich den Deut­schen auf, wo das Grab des großen Zau­be­rers Vir­gil und der Ein­gang zu den Höh­len des Ha­des wa­ren, wo die heid­nischen Sa­ra­ze­nen mit den Küns­ten des Ori­ents die christ­li­che See­le be­rück­ten. Vom Bal­ti­schen Mee­re bis zum Adria­ti­schen und zum Mit­tel­mee­re brei­te­te sich das Hei­li­ge Reich und schon wuchs es hin­über nach Afri­ka und nach Asi­en. Es ver­lor nicht im Nor­den, was es im Sü­den ge­wann, viel­mehr dehn­te es sich wei­ter und wei­ter nach dem Os­ten, und bald konn­ten sei­ne Kauf­leu­te, ohne frem­des Ge­biet zu be­rüh­ren, Bern­stein von der sam­län­di­schen Küs­te nach Pa­ler­mo füh­ren. In­mit­ten des mit­täg­li­chen Glan­zes, der wie ein Man­tel von Feu­er das Stau­fer­reich um­starr­te, lief zu­wei­len ein Schau­er über die See­le des deut­schen Vol­kes. War es das ah­nungs­vol­le Be­wusst­sein, dass es nicht gut ist, die Höhe er­reicht zu ha­ben, weil alle na­tür­li­chen Din­ge sich auf­lö­sen müs­sen und von der Höhe zur Tie­fe stre­ben? An der Mo­sel sah man auf schwar­zem Geis­ter­roß Diet­rich von Bern vor­über­glei­ten. Trieb den Un­be­sieg­ba­ren die Sor­ge um sein be­droh­tes Volk? Ein an­de­rer Schat­ten rühr­te sich im auf­ge­wühl­ten Ab­grund und stieg war­nend ans Licht: der An­ti­christ. Im­mer von Zeit zu Zeit be­un­ru­hig­te die­se apo­ka­lyp­ti­sche Ge­stalt die Ge­mü­ter; jetzt zog ihn das Ge­fühl des En­des her­bei, den man auch den En­de­krist nann­te. In dem Spiel vom An­ti­christ, das wahr­schein­lich am Ende des 12. Jahr­hun­derts in Deutsch­land auf­ge­führt wur­de, misch­te sich dies End­ge­fühl mit dem stol­zen Be­wusst­sein der durch den Kö­nig ver­wirk­lich­ten Wel­t­herr­schaft. Sei­nen Tri­umph, dem sich alle Mäch­te un­ter­ord­nen, den auch Frank­reich an­er­kennt, das auf die Nach­fol­ge Karls des Gro­ßen und die Wel­t­herr­schaft An­spruch er­hob, un­ter­bricht der An­ti­christ mit den Schick­sals­wor­ten: Mei­nes Rei­ches Stun­de ist ge­kom­men. Nicht die Reichs­fein­de füh­ren sei­nen Sturz her­bei, von der gott­ähn­li­chen Macht des Bö­sen um­garnt, steigt er selbst vom Thro­ne und legt sei­ne Kro­ne dem An­ti­christ zu Fü­ßen. Wie im ger­ma­ni­schen My­thos von der Göt­ter­däm­me­rung der Bruch des Rech­tes durch die Göt­ter das Ende her­bei­führt und recht­fer­tigt, so hier der Ab­fall des Kai­sers von Gott, da er das ver­larv­te Böse nicht mehr vom ech­ten un­ter­schei­det.

Die Nach­richt vom fer­nen Tode Bar­ba­ros­sas ging wohl wie eine Wol­ke über die Mit­tags­glut des Rei­ches; aber sie brann­te fort, ob­wohl der Um­stand, dass die Söh­ne der Hero­en ent­ar­tet zu sein pfle­gen, den Über­gang der Herr­schaft auf die Er­ben ei­nes Gro­ßen ge­fähr­lich macht. Alle Kin­der Fried­richs I., sei­ne fünf Söh­ne, wie sei­ne Töch­ter, star­ben jung; zwei von den Söh­nen al­ler­dings, Kon­rad, Her­zog von Sach­sen, und Phil­ipp, der jüngs­te, durch Mord. Hein­rich, schon zu Leb­zei­ten des Va­ters Mit­re­gent, ent­sprach äu­ßer­lich nicht dem Bil­de der Deut­schen von ih­rem Kai­ser; wohl war er schön von Ge­sicht, aber dun­kel und schmäch­tig. In der Kunst des Herr­schens glich er dem Va­ter, nur dass alle sei­ne Äu­ße­run­gen um eine Schwin­gung här­ter und schär­fer wa­ren. Ein Lie­bes­ge­dicht, das von ihm vor­han­den ist, zeigt, dass er sich rit­ter­li­che Bil­dung an­ge­eig­net hat­te, und deu­tet viel­leicht auf Stun­den des Spiels und der Schwär­me­rei, die ihm be­schie­den wa­ren; es be­glei­tet mit weh­mü­ti­gem Flug sei­nen blu­ti­gen Gang durch die Ge­schich­te.

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