Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Die Sach­sen wa­ren durch ihre Kämp­fe ge­gen Hein­rich IV. und Hein­rich V. von den Be­mü­hun­gen, die Ost­see­küs­te zu er­obern, ab­ge­lenkt; umso eher war es Bo­les­law ge­lun­gen, die Pom­mern zu un­ter­wer­fen. Pom­mern, das sich zu bei­den Sei­ten der Oder er­streck­te, galt als ein we­gen sei­ner Na­tur­pro­duk­te be­geh­rens­wer­tes Land; es war reich an Milch, But­ter und Ho­nig, Ge­mü­se und Ge­trei­de, Wild und Fi­schen, und von dem Ge­tränk, das man dort aus Ho­nig be­rei­te­te, wur­de ge­rühmt, es sei bes­ser als Fa­ler­ner Wein. Die­se Schät­ze reiz­ten je­doch den Kö­nig nicht so wie das Meer; schon sein Va­ter hat­te ein­ge­se­hen, dass es eine Le­bens­fra­ge für sein Reich sei, das Meer zu er­rei­chen, dass nur da­durch Po­len in Wett­be­werb mit den an­de­ren Völ­kern tre­ten kön­ne. Es galt nun, nach­dem das Land ge­walt­sam der pol­ni­schen Ober­ho­heit un­ter­wor­fen war, die Be­völ­ke­rung zu chris­tia­ni­sie­ren und da­durch ein wirk­sa­me­res Band zu knüp­fen als es das ei­ser­ne der Waf­fen war. Otto sag­te ja zu der Auf­for­de­rung des Kö­nigs, wenn es ihm auch schwer wur­de, das schö­ne Land, das ihm Hei­mat ge­wor­den war, zu ver­las­sen; ein rüs­ti­ger Mensch weicht dem Wink des Schick­sals nicht aus, am we­nigs­ten ei­ner Auf­ga­be, bei der er sei­ne Kräf­te wie nie zu­vor ent­fal­ten kann. Be­mer­kens­wert klug und vor­sich­tig wie ein er­fah­re­ner Mann von Welt ging er bei den Vor­be­rei­tun­gen der Rei­se zu Wer­ke. Es war ihm be­kannt, dass die Pom­mern halb­ver­hun­ger­te As­ke­ten, die in ihr Land ka­men, ver­ach­te­ten und vor­aus­setz­ten, sie hät­ten es we­ni­ger auf ihr See­len­heil als auf den Über­fluss ih­res Lan­des ab­ge­se­hen; um das zu ver­mei­den, sorg­te er für ein an­sehn­li­ches Auf­tre­ten sei­ner Ex­pe­di­ti­on und ver­sah sich mit Stof­fen und an­de­ren Ge­gen­stän­den, die er als Ge­schen­ke aus­tei­len konn­te. So er­schi­en er in je­der Hin­sicht als der Ge­ben­de, Be­glücken­de. Die Rei­se ging durch den Böh­mer­wald nach Prag, von da über Bres­lau nach Gne­sen, wo ihn Bo­les­law emp­fing. Der Kö­nig gab ihm ei­ni­ge sei­ner Gro­ßen als Beglei­ter mit, da­mit die Sla­wen ge­warnt wür­den, sich nicht an dem un­ter pol­ni­schem Schutz ste­hen­den Mis­sio­nar zu ver­grei­fen.

Der sla­wi­sche Her­zog von Pom­mern war dem Chris­ten­tum ge­neigt und wur­de durch Otto noch mehr da­für ge­won­nen. Of­fe­nen Wi­der­stand fand er in Wol­lin, da, wo die Trüm­mer der Joms­burg stan­den, die der Sitz dä­nisch-wen­di­scher See­räu­ber ge­we­sen war; aber auch die von Wol­lin er­klär­ten sich nach­träg­lich be­reit, das Chris­ten­tum an­zu­neh­men, wenn die Haupt­stadt, Stet­tin, es täte. Wohl tru­gen die Dro­hun­gen und Ver­spre­chun­gen des pol­ni­schen Kö­nigs zum Er­fol­ge bei, mehr aber tat die Per­sön­lich­keit und das Wort des gü­ti­gen Bi­schofs. Es wird be­rich­tet, wie er zwei vor­neh­me Kna­ben, de­ren Lieb­lich­keit sich in sein Herz stahl, an sich zu zie­hen wuss­te, wie er ih­nen von der Uns­terb­lich­keit der See­le und vom Ewi­gen Le­ben sprach und sie für das Chris­ten­tum ge­wann, wie die Mut­ter, die heim­lich schon Chris­tin war, von Glück über­strömt, die Ge­tauf­ten in ihre Arme schloss, wie der Va­ter, zu Tode be­trübt, aus Lie­be zu den Söh­nen, doch auch das Chris­ten­tum an­nahm. So moch­ten ein­zel­ne eine in­ne­re Wand­lung er­fah­ren, sei es, dass der frem­de Bi­schof ih­nen ein hö­he­res Men­schen­tum dar­stell­te, sei es, dass sein Wort ih­ren Ho­ri­zont auf­riss und einen Aus­blick in tiefe­re Him­mel öff­ne­te; die Mehr­zahl je­doch merk­te sich die Tat­sa­che, dass der Chris­ten­gott mäch­ti­ger war und bes­ser schütz­te als ihre Göt­ter, ohne den ent­thron­ten nach­zu­trau­ern oder dem neu­en sich zu er­ge­ben. Otto ver­fuhr im­mer scho­nend. Von den Schät­zen des be­rühm­ten, schön­ge­schnitz­ten Tem­pels zu Stet­tin eig­ne­te er sich nichts an, nur das Bild des drei­köp­fi­gen Tri­glav nahm er für sich, um es nach Rom zu schi­cken. Als eine hei­li­ge Ei­che ge­fällt wer­den soll­te und die Be­völ­ke­rung um ihre Er­hal­tung bat, in­dem sie ver­sprach, sie künf­tig nicht an­zu­be­ten, nur als schö­nen Baum zu ver­eh­ren, ge­währ­te er den Wunsch, viel­leicht selbst ge­rührt von der Pracht des al­ten Wald­haup­tes. Am meis­ten zeig­te Otto die Über­le­gen­heit sei­nes Geis­tes, als der Her­zog von Pom­mern be­nach­bar­te heid­nische Sla­wen un­ter­wor­fen hat­te und die Ge­fan­ge­nen als Skla­ven ver­kauft wur­den; be­frei­en konn­te er sie nicht, aber er sorg­te da­für, dass we­nigs­tens die Schwä­che­ren ent­las­sen und dass die Fa­mi­li­en nicht ge­trennt wur­den.

Wie­der emp­fin­gen die Chris­ten vom Cha­rak­ter der heid­nischen Pom­mern einen güns­ti­gen Ein­druck: Dieb­stahl und Be­trug kann­ten sie nicht, die Gast­lich­keit trie­ben sie so weit, dass der Tisch bei ih­nen im­mer ge­deckt war, man brauch­te nur zu­zu­grei­fen. Man­che wei­ger­ten sich Chris­ten zu wer­den, mit der Be­grün­dung, dass bei den Chris­ten den Räu­bern die Au­gen aus­ge­sto­chen und die Füße ab­ge­hau­en wür­den; man wol­le die Re­li­gi­on ei­nes Lan­des nicht, wo es sol­che Ver­bre­chen und sol­che Stra­fen gebe.

Otto ging bis Kol­berg und kehr­te dann, nach­dem er sei­ne neu­ge­won­ne­nen Ge­mein­den noch ein­mal be­sucht hat­te, nach Bam­berg zu­rück. Als er ei­ni­ge Jah­re spä­ter Pom­mern zum zwei­ten Mal be­such­te, reis­te er mit Ver­mei­dung der Po­len über Hal­le, dazu be­wo­gen wahr­schein­lich durch Lo­thar, der in­zwi­schen Kai­ser ge­wor­den war. Lo­thar er­reich­te auch, dass Bo­les­law sein Kö­nig­reich von ihm zu Le­hen neh­men muss­te, wo­durch Pom­mern we­nigs­tens mit­tel­bar mit Deutsch­land ver­knüpft wur­de. Die wich­ti­ge Fra­ge aber, wel­chem Erz­bis­tum die neue pom­mer­sche Kir­che un­ter­stellt wer­den soll­te, wur­de nicht zu­guns­ten Deutsch­lands ent­schie­den. Ein Jahr nach Ot­tos Tode, der 1139 starb, be­grün­de­te der Papst ein pom­mer­sches Bis­tum Wol­lin und un­ter­warf es un­mit­tel­bar dem päpst­li­chen Stuhl, da­mit die An­sprü­che so­wohl des Erz­bis­tums Gne­sen wie des Erz­bis­tums Mag­de­burg aus­schal­tend, das die Be­stim­mun­gen Ot­tos I. für sich an­füh­ren konn­te, wie ei­nes et­wai­gen Erz­bis­tums Bam­berg, das Aus­gangs­punkt der Be­keh­rung ge­we­sen war.

Nach dem Tode Bo­les­laws III. sank die pol­ni­sche Macht, so­dass nun nur Sach­sen und Dä­ne­mark um die bal­ti­sche Küs­te kämpf­ten. Es han­del­te sich zu­nächst um die Be­frie­dung von Nor­dal­bin­gi­en, dem Lan­de nörd­lich der Elbe, dem heu­ti­gen Hol­stein, das na­ment­lich an der Küs­te von sla­wi­schen Stäm­men be­wohnt war. Als Nach­barn be­trof­fen wa­ren der Kö­nig von Dä­ne­mark, der Her­zog von Sach­sen, der Graf von Hol­stein und der Erz­bi­schof von Bre­men. Als Mis­sio­nar bot sich dem Her­zog Lo­thar der tüch­ti­ge und op­fer­wil­li­ge Pries­ter Wi­ze­lin an. Wi­ze­lin war nied­ri­ger Ge­burt und stamm­te aus Ha­meln. Als jun­ger Mann leb­te er ver­schwen­de­risch in den Tag hin­ein, bis er sein Ver­mö­gen ver­zehrt hat­te, dann fand er Un­ter­kom­men bei ei­ner mild­tä­ti­gen Grä­fin von Eber­stein, die wohl sei­ne Be­ga­bung her­aus­fühl­te. Dass ihre Haus­ge­nos­sen ihn we­gen sei­nes Man­gels an Bil­dung hän­sel­ten, reiz­te sei­nen Stolz, er ver­ließ das Haus der gu­ten Frau, hol­te in Pa­der­born das ver­säum­te Stu­di­um nach und wur­de ein ge­lehr­ter und stren­ger Schul­meis­ter. Nach­dem er noch den Ein­fluss des fa­na­ti­schen, spä­ter hei­lig­ge­spro­che­nen Nor­bert er­fah­ren hat­te, trug er dem Her­zog Lo­thar sei­nen Wunsch vor, den Sla­wen das Chris­ten­tum zu brin­gen, wor­auf die Burg Se­ge­berg und da­ne­ben eine Kir­che ge­grün­det wur­den. Wi­ze­lin hat in Hol­stein teils aus Gra­nit, teils aus Back­stein die klei­nen wet­ter­fes­ten Kir­chen ge­baut, von de­nen vie­le, wenn auch nicht un­ver­än­dert, noch ste­hen und sei­nen Na­men tra­gen. Uner­müd­lich wan­der­te er durch das Land und pre­dig­te, im­mer wie­der zer­stör­ten die Hei­den, was eben auf­ge­baut war. Un­wirt­lich, öde, arm­se­lig war die Ge­gend, der Wind pfiff über kah­le Fel­der und Sümp­fe. Wenn die Glo­cke läu­te­te, folg­ten nur we­nig Gläu­bi­ge ih­rem Ruf, we­ni­ge brach­ten dem al­ten Bi­schof eine Gabe. Die welt­li­chen Ge­wal­ten er­schwer­ten durch Här­te und Hab­gier sei­ne Auf­ga­be mehr, als dass sie ihm nütz­ten. Sein Nach­fol­ger, Bi­schof Ge­rold, ein Schwa­be, klein von Kör­per, aber großen Geis­tes, woll­te einst, es war im Jah­re 1156, in Al­den­burg die Weih­nacht fei­ern. Er fand einen ver­öde­ten Ort, ohne Mau­ern, ohne Ein­woh­ner, ohne Kir­che, nur eine klei­ne von Wi­ze­lin er­rich­te­te Ka­pel­le gab es; das war sein Bi­schofs­sitz. Schau­dernd vor Käl­te und im Ge­fühl ei­si­ger Ein­sam­keit ze­le­brier­te er zwi­schen Hau­fen von Schnee das hei­li­ge Amt, wo­bei nie­mand au­ßer Pri­bis­law, dem Fürs­ten der Sla­wen, und des­sen Beglei­ter sei­ne Ge­mein­de wa­ren. Er muss­te dank­bar sein, dass Pri­bis­law ihn nach dem Got­tes­dienst in ein ent­fern­tes Dorf führ­te und zu ei­nem reich­li­chen Mahl ein­lud. Als Ge­rold den Sla­wen­fürs­ten auf­for­der­te, sich tau­fen zu las­sen, setz­te ihm die­ser die trau­ri­ge Lage sei­nes Vol­kes aus­ein­an­der. Sie wür­den von den christ­li­chen Fürs­ten so mit Ab­ga­ben über­for­dert, so aufs äu­ßers­te aus­ge­presst, dass für sie der Tod bes­ser als das Le­ben wäre. Das Land ver­las­sen und sich an­ders­wo an­sie­deln könn­ten sie nicht, denn über­all dro­he das glei­che Elend, sie wä­ren also ge­zwun­gen, auf das Meer zu ge­hen und Seeraub zu trei­ben. Ge­rold glaub­te die An­kla­ge ab­wei­sen zu müs­sen; sie soll­ten Chris­ten wer­den, sag­te er, wie die Sach­sen und alle üb­ri­gen Völ­ker, dann wür­de man sie nicht mehr quä­len. Pri­bis­law ent­geg­ne­te, wenn der Her­zog woll­te, dass sie den Glau­ben der Sach­sen teil­ten, sol­le er ih­nen auch die glei­chen Gü­ter ge­ben und die glei­chen Zehn­ten von ih­nen for­dern.

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