Ricarda Huch - Deutsche Geschichte

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Bände zusammen:Band I – Römisches Reich Deutscher NationBand II – Das Zeitalter der GlaubensspaltungBand III – Untergang des Römischen Reiches Deutscher NationNull Papier Verlag

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Stellt man sich vor, wie Chris­ti­an von Mainz un­ter dem Se­gen des Paps­tes starb und wie die Mai­län­der Bar­ba­ros­sa um­ju­bel­ten, als er sei­nen Sohn mit der Er­bin Si­zi­li­ens ver­hei­ra­te­te, will es ei­nem vor­kom­men, als wä­ren die Ta­ten der Men­schen nicht an­ders als Na­tur­er­schei­nun­gen, Wol­ken oder Win­de, die kom­men und ge­hen, sich bil­den und ver­schwin­den, zer­stö­ren und be­fruch­ten. Und doch ist in dem ver­schlun­ge­nen Wech­sel und der schein­ba­ren Wahl­lo­sig­keit eine ste­ti­ge Fol­ge und ein fes­ter, tra­gi­scher Gang, im Schick­sal des Rei­ches wie in dem des Kai­sers und je­des ein­zel­nen, ja zu­wei­len ist es, als füg­ten weit ent­le­ge­ne Er­eig­nis­se sich zu­sam­men, um vor­be­stimm­te Er­geb­nis­se zu er­zeu­gen. Von sol­cher Wir­kung war die Erobe­rung Je­ru­sa­lems durch Sala­din im Jah­re 1187, die im Abend­lan­de all­ge­mei­ne Er­re­gung her­vor­rief und den Kai­ser ver­an­lass­te, sich selbst an die Spit­ze ei­nes Zu­ges zur Wie­der­ge­win­nung der Hei­li­gen Stadt zu stel­len. Auf dem Reichs­ta­ge zu Geln­hau­sen, der ein Jahr vor­her statt­fand, ver­fass­ten zahl­reich ver­sam­mel­te Bi­schö­fe ein Schrei­ben an den Papst, in dem sie sich für ver­pflich­tet er­klär­ten, dem Kai­ser, von dem sie ihre welt­li­chen Gü­ter hät­ten, zur Sei­te zu ste­hen, und in dem sie den Papst ba­ten, sei­nen be­rech­tig­ten For­de­run­gen zu ent­spre­chen. Wie­der schar­ten sich welt­li­che und geist­li­che Fürs­ten um die Kro­ne. Die­se Ei­nig­keit des Rei­ches, die Be­fes­ti­gung der Dy­nas­tie, die si­che­re Stel­lung dem Papst ge­gen­über, die Wah­rung der Reichs­rech­te in Ita­li­en, alle drei großen Er­fol­ge wa­ren haupt­säch­lich dem Cha­rak­ter des Kai­sers zu dan­ken. Wie viel der Geist und Wil­le ei­nes ein­zel­nen tra­gen und be­we­gen kann, er­leb­ten die Men­schen an ihm. Dass er im­mer das Gro­ße und Rech­te woll­te und sei­ne Per­son mit al­len Kräf­ten ein­setz­te, um es durch­zu­füh­ren, das trug ihm die dank­ba­re Lie­be sei­nes Vol­kes und die Aner­ken­nung der christ­li­chen Na­tio­nen ein. Schon die äu­ße­re Er­schei­nung des al­ten Man­nes, der sich zum Kreuz­zu­ge rüs­te­te, ver­ge­gen­wär­tig­te die im­po­nie­ren­de Exis­tenz ei­nes Kai­sers, der in har­ten Kämp­fen das Nur-Per­sön­li­che ab­ge­streift hat und eins ge­wor­den ist mit sei­nem Reich. Ent­waff­net durch die hei­li­ge Auf­ga­be, der der Kai­ser sich un­ter­zog, er­bot sich der oh­ne­hin ver­söhn­li­che Papst Cle­mens sei­nen Sohn Hein­rich, dem er die Reichs­re­gie­rung über­tra­gen hat­te, und Con­stan­ze in Rom zu krö­nen.

Fried­rich war bei den Vor­keh­run­gen für den Feld­zug so prak­tisch ver­fah­ren, dass man auf glück­li­ches Ge­lin­gen hof­fen konn­te. Für die Ver­pro­vi­an­tie­rung auf der Rei­se war ge­sorgt, und da­mit nicht eine Men­ge Ge­sin­del sich an­schlie­ße, das ge­wöhn­lich die Kreuz­zü­ge er­schwer­te, war ver­ord­net, dass nie­mand, ab­ge­se­hen von den Knech­ten und Hand­wer­kern, mit­ge­hen dür­fe, der nicht Geld ge­nug zum An­kauf von Le­bens­mit­teln für zwei Jah­re habe. Trotz­dem ging die Rei­se nicht ohne Un­fäl­le, Lei­den und Kämp­fe vor sich, die aber über­wun­den wur­den, ohne dass der Kai­ser an Fri­sche und Zu­ver­sicht ver­lo­ren hät­te. Da, am 10. Juni 1190, er­trank er beim Ba­den im Flus­se Sa­leph, wo­mit er sich nach Über­stei­gung ei­nes rau­en Ge­bir­ges er­qui­cken woll­te. Sein Sohn Fried­rich führ­te das Heer nach Ak­kon, das von dem Teil des Kreuz­hee­res, der zu Schif­fe ge­reist war, be­la­gert wur­de, und starb dort im An­fang des Jah­res 1191 an ei­ner Seu­che.

Die Kreuzzüge

Durch den Chro­nis­ten Ecke­hard von Aura er­fah­ren wir, dass von der Kreuz­zugs­pre­digt, die im Jah­re 1096 die West­fran­ken so mäch­tig auf­reg­te, nach Deutsch­land kei­ne Kun­de drang, so­dass die Deut­schen, als Kreuz­fah­rer aus dem Nach­bar­lan­de über die Gren­ze ka­men, sie als Nar­ren ver­höhn­ten, Nar­ren, die, wie sie sag­ten, das Ge­wis­se für Un­ge­wis­ses auf­ga­ben, das Va­ter­land ver­lie­ßen, um ein un­si­che­res Land der Ver­hei­ßung auf­zu­su­chen, auf ihr Ei­gen­tum ver­zich­te­ten, um frem­des Gut zu er­wer­ben. Als etwa fünf­zig Jah­re spä­ter Bern­hard von Clair­vaux die Kreuz­zugs­pre­digt er­neu­er­te, nann­ten die Jahr­bü­cher von Würz­burg dies Er­eig­nis eine schwe­re Heim­su­chung der abend­län­di­schen Kir­che, und die Pre­di­ger, die zu ei­nem so un­sin­ni­gen Un­ter­neh­men auf­for­der­ten, Söh­ne des Be­li­al und Jün­ger des An­ti­christ. Spricht auch nicht die Mei­nung al­ler aus sol­chen ver­ein­zel­ten Äu­ße­run­gen, so geht doch aus den Tat­sa­chen her­vor, dass die Idee der Kreuz­zü­ge vom Papst aus­ging und von den Fran­zo­sen und Nor­man­nen am feu­rigs­ten er­grif­fen wur­de. Ecke­hard von Aura er­klärt die Emp­fäng­lich­keit der Fran­zo­sen da­mit, dass Gal­li­en in den letz­ten Jah­ren durch Bür­ger­krieg und Hun­gers­not sehr ge­lit­ten habe und des­halb von sei­nen Be­woh­nern gern ver­las­sen wer­de; al­lein der Grund ist ge­wiss auch dar­in zu su­chen, dass die Rit­ter­lich­keit und Aben­teu­er­lust des fran­zö­si­schen Adels da­heim nicht ge­nü­gend Nah­rung fan­den. In Deutsch­land war das an­ders. Im Nor­den und Os­ten wa­ren die Deut­schen von teils heid­nischen, teils noch nicht lan­ge und nicht gründ­lich chris­tia­ni­sier­ten Völ­kern um­ge­ben, mit de­nen sie in ei­nem nur sel­ten un­ter­bro­che­nen Kamp­fe stan­den. Der Ge­dan­ke lag nah und wur­de auch aus­ge­spro­chen, dass die Auf­ga­be der Be­kämp­fung der Hei­den eben­so gut, ja bes­ser zu Hau­se als in der Fer­ne aus­ge­führt wer­den kön­ne, was die Päps­te an­er­kann­ten, in­dem sie förm­lich die krie­ge­ri­schen Un­ter­neh­mun­gen ge­gen die Sla­wen wie auch sol­che ge­gen die Ket­zer als Kreuz­zü­ge be­zeich­ne­ten und sie an Ver­dienst den ei­gent­li­chen gleich­stell­ten. Selbst Kai­ser Kon­rad III., ob­wohl von Bern­hard von Clair­vaux an­ge­feu­ert, lehn­te die Be­tei­li­gung am Kreuz­zu­ge ab, weil er bei der Un­si­cher­heit im Rei­che sei­ne An­we­sen­heit mit Recht für not­wen­dig hielt; erst als der wort­ge­wal­ti­ge Pre­di­ger ihn öf­fent­lich in der Kir­che be­stürm­te, gab er nach, au­gen­schein­lich von der Er­grif­fen­heit Bern­hards wirk­lich mit hin­ge­ris­sen. Auch beim ers­ten Kreuz­zu­ge wur­den in Deutsch­land all­mäh­lich eine nicht ge­rin­ge An­zahl Men­schen von der Be­geis­te­rung an­ge­steckt oder durch sons­ti­ge Grün­de zum An­schluss be­wo­gen; sie zo­gen un­ge­ord­net aus und wur­den schon in Un­garn auf­ge­rie­ben. Als An­trieb zur Kreuz­fahrt füh­ren zeit­ge­nös­si­sche Chro­nis­ten meh­re­res an: den Wunsch, frem­de Län­der zu se­hen, hei­mi­scher Ar­mut und drän­gen­den Gläu­bi­gern zu ent­flie­hen, sich der Knecht­schaft oder etwa gar der Stra­fe für be­gan­ge­ne Ver­bre­chen zu ent­zie­hen; nur we­ni­ge, mei­nen sie, sei­en er­füllt von dem Dran­ge, ihr Le­ben für die Be­frei­ung des Hei­li­gen Gra­bes ein­zu­set­zen. Den­noch ist ge­wiss, dass die Be­frei­ung und Erobe­rung des Gra­bes Chris­ti ein mäch­ti­ger Im­puls für vie­le war. Wie wer es ir­gend ver­moch­te, nach Je­ru­sa­lem pil­ger­te, um die Orte zu se­hen und die Erde zu be­rüh­ren, wo des Hei­lands Füße ge­stan­den, in der Mei­nung, sich durch sol­che Wall­fahrt zu ent­sün­di­gen, sich dem Him­mel um ei­ni­ge Stu­fen zu nä­hern, so emp­fand man auch die Schmach, das höchs­te christ­li­che Hei­lig­tum im Be­sitz der Hei­den zu wis­sen. Ließ man doch die Fah­ne nicht in der Hand des Fein­des; wie viel we­ni­ger woll­te man ihm die Hei­mat und das Grab des­je­ni­gen über­las­sen, zu dem je­der als zu sei­nem Herrn und Hei­land die le­ben­digs­te Be­zie­hung hat­te. Wenn sich dies Mo­tiv auch mit der un­ge­mei­nen Rei­se­lust des Mit­tel­al­ters und an­de­ren Ab­sich­ten ver­schie­de­ner Art ver­misch­te, so war es doch im­mer ein all­ver­ständ­li­cher, an seit der Kind­heit ge­heg­te An­schau­un­gen rüh­ren­der An­klang.

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