Ricarda Huch - Deutsche Geschichte
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Stellt man sich vor, wie Christian von Mainz unter dem Segen des Papstes starb und wie die Mailänder Barbarossa umjubelten, als er seinen Sohn mit der Erbin Siziliens verheiratete, will es einem vorkommen, als wären die Taten der Menschen nicht anders als Naturerscheinungen, Wolken oder Winde, die kommen und gehen, sich bilden und verschwinden, zerstören und befruchten. Und doch ist in dem verschlungenen Wechsel und der scheinbaren Wahllosigkeit eine stetige Folge und ein fester, tragischer Gang, im Schicksal des Reiches wie in dem des Kaisers und jedes einzelnen, ja zuweilen ist es, als fügten weit entlegene Ereignisse sich zusammen, um vorbestimmte Ergebnisse zu erzeugen. Von solcher Wirkung war die Eroberung Jerusalems durch Saladin im Jahre 1187, die im Abendlande allgemeine Erregung hervorrief und den Kaiser veranlasste, sich selbst an die Spitze eines Zuges zur Wiedergewinnung der Heiligen Stadt zu stellen. Auf dem Reichstage zu Gelnhausen, der ein Jahr vorher stattfand, verfassten zahlreich versammelte Bischöfe ein Schreiben an den Papst, in dem sie sich für verpflichtet erklärten, dem Kaiser, von dem sie ihre weltlichen Güter hätten, zur Seite zu stehen, und in dem sie den Papst baten, seinen berechtigten Forderungen zu entsprechen. Wieder scharten sich weltliche und geistliche Fürsten um die Krone. Diese Einigkeit des Reiches, die Befestigung der Dynastie, die sichere Stellung dem Papst gegenüber, die Wahrung der Reichsrechte in Italien, alle drei großen Erfolge waren hauptsächlich dem Charakter des Kaisers zu danken. Wie viel der Geist und Wille eines einzelnen tragen und bewegen kann, erlebten die Menschen an ihm. Dass er immer das Große und Rechte wollte und seine Person mit allen Kräften einsetzte, um es durchzuführen, das trug ihm die dankbare Liebe seines Volkes und die Anerkennung der christlichen Nationen ein. Schon die äußere Erscheinung des alten Mannes, der sich zum Kreuzzuge rüstete, vergegenwärtigte die imponierende Existenz eines Kaisers, der in harten Kämpfen das Nur-Persönliche abgestreift hat und eins geworden ist mit seinem Reich. Entwaffnet durch die heilige Aufgabe, der der Kaiser sich unterzog, erbot sich der ohnehin versöhnliche Papst Clemens seinen Sohn Heinrich, dem er die Reichsregierung übertragen hatte, und Constanze in Rom zu krönen.
Friedrich war bei den Vorkehrungen für den Feldzug so praktisch verfahren, dass man auf glückliches Gelingen hoffen konnte. Für die Verproviantierung auf der Reise war gesorgt, und damit nicht eine Menge Gesindel sich anschließe, das gewöhnlich die Kreuzzüge erschwerte, war verordnet, dass niemand, abgesehen von den Knechten und Handwerkern, mitgehen dürfe, der nicht Geld genug zum Ankauf von Lebensmitteln für zwei Jahre habe. Trotzdem ging die Reise nicht ohne Unfälle, Leiden und Kämpfe vor sich, die aber überwunden wurden, ohne dass der Kaiser an Frische und Zuversicht verloren hätte. Da, am 10. Juni 1190, ertrank er beim Baden im Flusse Saleph, womit er sich nach Übersteigung eines rauen Gebirges erquicken wollte. Sein Sohn Friedrich führte das Heer nach Akkon, das von dem Teil des Kreuzheeres, der zu Schiffe gereist war, belagert wurde, und starb dort im Anfang des Jahres 1191 an einer Seuche.
Die Kreuzzüge
Durch den Chronisten Eckehard von Aura erfahren wir, dass von der Kreuzzugspredigt, die im Jahre 1096 die Westfranken so mächtig aufregte, nach Deutschland keine Kunde drang, sodass die Deutschen, als Kreuzfahrer aus dem Nachbarlande über die Grenze kamen, sie als Narren verhöhnten, Narren, die, wie sie sagten, das Gewisse für Ungewisses aufgaben, das Vaterland verließen, um ein unsicheres Land der Verheißung aufzusuchen, auf ihr Eigentum verzichteten, um fremdes Gut zu erwerben. Als etwa fünfzig Jahre später Bernhard von Clairvaux die Kreuzzugspredigt erneuerte, nannten die Jahrbücher von Würzburg dies Ereignis eine schwere Heimsuchung der abendländischen Kirche, und die Prediger, die zu einem so unsinnigen Unternehmen aufforderten, Söhne des Belial und Jünger des Antichrist. Spricht auch nicht die Meinung aller aus solchen vereinzelten Äußerungen, so geht doch aus den Tatsachen hervor, dass die Idee der Kreuzzüge vom Papst ausging und von den Franzosen und Normannen am feurigsten ergriffen wurde. Eckehard von Aura erklärt die Empfänglichkeit der Franzosen damit, dass Gallien in den letzten Jahren durch Bürgerkrieg und Hungersnot sehr gelitten habe und deshalb von seinen Bewohnern gern verlassen werde; allein der Grund ist gewiss auch darin zu suchen, dass die Ritterlichkeit und Abenteuerlust des französischen Adels daheim nicht genügend Nahrung fanden. In Deutschland war das anders. Im Norden und Osten waren die Deutschen von teils heidnischen, teils noch nicht lange und nicht gründlich christianisierten Völkern umgeben, mit denen sie in einem nur selten unterbrochenen Kampfe standen. Der Gedanke lag nah und wurde auch ausgesprochen, dass die Aufgabe der Bekämpfung der Heiden ebenso gut, ja besser zu Hause als in der Ferne ausgeführt werden könne, was die Päpste anerkannten, indem sie förmlich die kriegerischen Unternehmungen gegen die Slawen wie auch solche gegen die Ketzer als Kreuzzüge bezeichneten und sie an Verdienst den eigentlichen gleichstellten. Selbst Kaiser Konrad III., obwohl von Bernhard von Clairvaux angefeuert, lehnte die Beteiligung am Kreuzzuge ab, weil er bei der Unsicherheit im Reiche seine Anwesenheit mit Recht für notwendig hielt; erst als der wortgewaltige Prediger ihn öffentlich in der Kirche bestürmte, gab er nach, augenscheinlich von der Ergriffenheit Bernhards wirklich mit hingerissen. Auch beim ersten Kreuzzuge wurden in Deutschland allmählich eine nicht geringe Anzahl Menschen von der Begeisterung angesteckt oder durch sonstige Gründe zum Anschluss bewogen; sie zogen ungeordnet aus und wurden schon in Ungarn aufgerieben. Als Antrieb zur Kreuzfahrt führen zeitgenössische Chronisten mehreres an: den Wunsch, fremde Länder zu sehen, heimischer Armut und drängenden Gläubigern zu entfliehen, sich der Knechtschaft oder etwa gar der Strafe für begangene Verbrechen zu entziehen; nur wenige, meinen sie, seien erfüllt von dem Drange, ihr Leben für die Befreiung des Heiligen Grabes einzusetzen. Dennoch ist gewiss, dass die Befreiung und Eroberung des Grabes Christi ein mächtiger Impuls für viele war. Wie wer es irgend vermochte, nach Jerusalem pilgerte, um die Orte zu sehen und die Erde zu berühren, wo des Heilands Füße gestanden, in der Meinung, sich durch solche Wallfahrt zu entsündigen, sich dem Himmel um einige Stufen zu nähern, so empfand man auch die Schmach, das höchste christliche Heiligtum im Besitz der Heiden zu wissen. Ließ man doch die Fahne nicht in der Hand des Feindes; wie viel weniger wollte man ihm die Heimat und das Grab desjenigen überlassen, zu dem jeder als zu seinem Herrn und Heiland die lebendigste Beziehung hatte. Wenn sich dies Motiv auch mit der ungemeinen Reiselust des Mittelalters und anderen Absichten verschiedener Art vermischte, so war es doch immer ein allverständlicher, an seit der Kindheit gehegte Anschauungen rührender Anklang.
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