Max Kretzer - Die Sphinx in Trauer

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Die Sphinx in Trauer: краткое содержание, описание и аннотация

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"Seit zehn Minuten war ich gestorben. Trotzdem sah und hörte ich alles, was um mich vorging. Ich litt unter jenem seltsamen Zustand des Alpdrückens, in dem man zu ersticken vermeint, laut um Hilfe rufen möchte und doch nicht die Kraft findet, dem Organismus irgendwelches Leben abzugewinnen. Und dieser Zustand war um so fürchterlicher, als er minutenlang anhielt, – Minuten, die mir zur Ewigkeit wurden, bis ich, gefühllos für die Außenwelt, da lag und nur die schreckliche Gewissheit hatte, mit wachen Sinnen nicht mehr zu sein." Mit diesen Worten beginnt Max Kretzers wohl ungewöhnlichster Roman. Während er so daliegt und auch von seiner Umwelt und den Ärzten als tot diagnostiziert wird, erlebt er, wie sich seine Frau Irma mit einem Liebhaber trifft und eigentlich nicht ganz unglücklich über sein Ableben erscheint. Als er schließlich für alle überraschend aus dem Zustand der Katalepsie ins Leben zurückkehrt, hat sich seine Welt für immer verändert. Hat er geträumt, war es Wirklichkeit? Der Verdacht hat sich über seine Ehe gelegt und vergiftet sie mehr und mehr bis zur finalen Tragödie.-

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„Wie man so darauf kommt, Frau Doktor … Ich wollte, ich wäre Witwe.“

„Ach, reden Sie doch kein dummes Zeug.“ Ein kurzes Lachen begleitete die Worte, das aber sofort unterdrückt wurde. „Beinahe hätte ich ganz vergessen, wie mir zumute ist. Sie sind aber manchmal komisch in Ihren Äußerungen.“ Die Neugierde hatte sie aber stark gereizt, und so fuhr sie denn nach einem Weilchen fort: „Weshalb hätten Sie diesen Wunsch, Sophie?“

„Na, eine trauernde Braut ist doch nichts. Danach haben sich die Männer nicht mehr. Bei einer Witwe ist das ganz was anderes.“

„Gehen Sie nur jetzt!“ Es klang hart und abweisend, als wollte sie dieses Gespräch nicht weiter fortsetzen,

Während der ganzen Zeit arbeitete mein Vorstellung lebhaft. Ich glaubte beide im Zimmer herumgehen zu sehen, sah ihre Gesichter, ihr Mienenspiel — den ganzen Ausdruck dieser beiden so verschiedenen Wesen, die im Innersten vielleicht gar keine Berührungspunkte hatten, die sich aber doch zueinander hingezogen fühlten, geschieden nur durch eine Schranke, die die Herrin von der Dienerin trennt.

Es hatte wieder geklingelt, aber schwach und zaghaft. Ein verspäteter Patient wurde abgewiesen. Es war ein Arbeiter, den ich an diesem Vormittag zu mir bestellt hatte, um ihm einen Schnitt in die Finger zu machen, und der nun, um eine Hoffnung ärmer, von dannen ziehen mußte.

Alles dies hörte ich jetzt aus der Küche hereinschallen, wo Lina sich sehr laut mit Anton unterhielt. Dann verstummte auch dieses Gespräch. Jeder Laut erstarb im Hause. Es herrschte sonntägliche Stille.

5.

Ich weiß nicht, wieviel Zeit verging, als eine männliche Stimme im Nebenzimmer erschallte, die ich für die eines fremden Arztes hielt. Ich konnte nicht mehr verstehen, was gesprochen wurde, denn sie schien sich am Fenster zu befinden. Nur die Lebhaftigkeit meiner Frau fiel mir auf. Die Unterhaltung näherte sich dann und wurde an meinem Lager fortgesetzt, nachdem die unteren Fenster zugeschlagen waren.

„Da sieh ihn an, so ist er gestorben“, sagte Irma. „Kennst du ihn wieder?“

„Aber Dummchen, wie kannst du so fragen?“

Es war die Stimme eines Mannes, die ich nie zuvor gehört hatte, die aber einen kräftigen Wohllaut besaß, so daß ich auf Jugend schloß. Ich wußte nicht wie er aussah, ob er groß, klein, hübsch oder häßlich war, aber meine unheimliche Eingebung sagte mir, daß die äußeren Eigenschaften jedenfalls überwiegen würden. Parfüm strömte von ihm aus, ein Duft von Heliotrop, der sofort das Zimmer füllte. Er schien das Taschentuch zu schwenken, denn die Luftwellen führten mir den Duft zu.

„Ich ihn nicht wiedererkennen, deinen lieben, guten Männe“, fuhr er fort.

„Ich bitte dich um alles in der Welt, laß jetzt deinen Spott.“

„Aber ich spotte doch nicht, Liebe. So hast du ihn doch immer genannt.“

„Doch tust du es, ich merke es dir an. Alfred, ich bitte dich, achte meine Gefühle. Er war der beste Mensch, der Vater meines Kindes.“

„Alles Dinge, die du mir zu oft gesagt hast, als daß ich sie vergessen haben sollte“, kam es ihm unwillig über die Lippen. „Du weißt doch, daß er nicht gerade mein Freund war.“

„Er hat dir nie etwas getan.“

„Gerade deswegen. Es ärgerte mich immer, ihn hassen zu müssen, ohne ihn näher zu kennen.

„Also ohne jeden Grund.“

„Logik einer Frau! Er stand doch zwischen uns, er hatte dich errungen, er war doch dein Besitzer, hatte dich den ganzen Tag um sich.“

„Aber lieber, guter Alfred — laß das doch jetzt. Komm! Nicht hier solche Reden.“

Sie kämpfte mit dem Weinen, wie eine vom Gewissen bedrängte Frau, die sich im Augenblick nicht zu helfen weiß. „Mein Gott,“ fuhr sie leise fort, „alles kam so unerwartet, daß ich sofort an dich schrieb. Und nun dankst du mir so. Das ist nicht schön von dir. Ich kann doch meine Gefühle nicht wie ein Paar Handschuhe wechseln. Gott, wie bin ich verlassen.“

Er lenkte ein. Auch seine Stimme sank zur Weichheit, als er plötzlich zärtliche Worte gebrauchte. „Aber meine Kleine, Süße, wie kann man nur gleich —. Du und verlassen! Hast du mich nicht? Das kostet Strafe.“

Sie wehrte ihn ab. „Alfred, ich beschwöre dich. Laß das wenigstens heute. Habe doch ein Einsehen, denke an meine Trauer. Und wenn jemand käme. Komm, komm, ich kann die Luft hier nicht mehr ertragen.“

Sie ächzte wie unter einer ungeheuren Bürde. Nochmals bat und beschwor sie ihn, dieses Zimmer zu verlassen. Sie könne ihm heute keinen Kuß geben, und wenn es zwischen ihnen aus wäre.

„So schwöre mir jetzt an seiner Leiche, daß du ihn nie geliebt hast. Was sind deine Qualen gegen die, die ich jeden Tag gehabt habe?“

„Quäle mich doch jetzt nicht! Du weißt, wem mein Herz gehört. Das habe ich dir hundertmal gesagt und mehr. Ich kann hier nicht mehr stehen, oder ich falle um. Laß mich doch erst alles überwunden haben.“

Sie hauchte nur noch die Worte hervor.

Seine Leidenschaft machte ihn unerbittlich. „Nein, schwöre mir jetzt, daß du ihn nie geliebt hast. Ich will es. Es gibt eine Genugtuung, die niemals wiederkommt.“

Sie wollte etwas sagen, vielleicht seinen Wunsch erfüllen, als der Papagei im Nebenzimmer zu sprechen begann: „Frau Doktor, wo ist Ihr Mann?“

Wie zwei Diebe schraken sie zusammen. Ich merkte es an ihrem Geräusch, an ihrem Schweigen. In meiner Einbildung sah ich sie wie zitternde Sünder dastehen, denen alle Farbe entschwunden ist. Aber das Weib beherrschte sich zuerst, während der Mann noch unter dem Eindruck der Angst litt.

„Es war nur der Papagei“, stieß sie hervor. „Wie mir das Herz zittert. Das dumme Mädchen hätte Ihn auch zudecken können. Ich sagte es ihr noch.“

„Ein ganz wohlerzogenes Tier, wie es scheint“, spöttelte er, jedoch nicht so mutig wie zuerst. „Aber nicht gerade liebenswürdig, dich jetzt daran zu erinnern. Oder sieht er vielleicht den Eindringling in mir? Dann darf er auf meine Freundschaft nicht hoffen.“

Wieder bat sie: „Komm“, aber er kehrte sich nicht daran. „Noch ein paar Augenblicke, ich muß mich doch erst von dem Schreck erholen“, sagte er kurz. Aufs neue empfand ich die Duftwellen des Heliotrops, die er, ohne zu wollen, mir herüberfächelte.

Sie sagte nichts mehr, schloß aber die Tür. Es war, als hätte die unerwartete Störung durch den Vogel beide gefaßter gemacht, auf ganz andere Gedanken gebracht. Die Herzensangelegenheit bewegte sie nicht mehr, denn sie sprachen nun von anderen Dingen. Die Stimmung war fort, der romantische Zug war gleichsam verflogen, und so waren sie vernünftige Menschen geworden, die den Schauer meiner Nähe nicht mehr empfanden.

„Weißt du, wo ich ihn zuletzt mit dir sah?“ begann er zu plaudern. „Es war im Opemhause, bei Tristan und Isolde. Ihr saßet im Parkett, und ich saß zwei Reihen hinter euch. Ich sah immer nur deinen weißen Hals. Manchmal fühlte ich das Verlangen, dich durch die Vorderreihen anzupusten. In der Pause kamst du dann allein heraus.“

„Ich mußte dir doch wenigstens einmal die Hand drücken, meine Gedanken waren ja nur bei dir.“

„Daß es auch gerade Tristan sein mußte, mit seinen großen Liebesgefühlen“, sagte er wieder. „Dann gingt ihr in die Weinstube von Lutter und Wegener, und ich setzte mich in eure Nähe.“

„Ich war empört über deine Keckheit. Du fixiertest mich fortwährend, so daß ich vor Angst kaum einen Bissen essen konnte.“

„Schönes Kompliment für mich.“

„Es ist wahr, wie leicht hätte er etwas merken können. So unvorsichtig warst du immer.“

„Der gute Männe, der und merken! Er befand sich ja immer in der Autohypnose.“

Noch einmal machte sie den Versuch, ihn von dieser Tonart abzubringen, aber es nahm sich nur wie schwacher Widerstand aus.

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