BEWUSST EINKAUFENVerzichten Sie auf Wasch- und Reinigungsmittel sowie Kosmetika, die Kunststoffe wie Polyethylen enthalten. Naturkosmetika dürfen kein Mikroplastik enthalten, wenn sie das NaTrue-, BDIH- oder Ecocert-Siegel tragen. Ecolabel oder Blauer Engel markieren mikroplastikfreie Waschmittel. Vermeiden Sie darüber hinaus Plastikverpackungen für Brot, Gemüse und Obst sowie Einwegflaschen.
Extra-Tipp:Unter bund.net/mikroplastik bietet der Bund für Naturschutz und Umwelt (BUND) kostenlos eine Liste mit Kosmetika an, die Mikroplastik enthalten.
Mikroplastik, das als Abrieb entsteht, wird durch den Wind in die Luft geblasen, durch Regen in Böden, ins Oberflächenwasser und die Kanalisation gespült. Dort landen auch Partikel, die beim Wäschewaschen oder Gebrauch von Kosmetika entstehen. 95 Prozent davon filtern Kläranlagen zwar heraus. Da jedoch mit dem Klärschlamm noch immer Äcker gedüngt werden, gelangt ein Teil zurück in die Umwelt. Wie viel davon im Boden bleibt und wie viel ins Meer geschwemmt wird, lässt sich kaum seriös schätzen. Mikroplastik aus der Natur zu entfernen ist jedenfalls nicht möglich.
Damit nicht genug: Immer mehr Partikel kehren zu uns zurück: über die Muscheln, die wir essen, die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken. Australische Forscher schätzten nach Auswertung von 51 Studien, dass jeder Mensch pro Woche 5 Gramm Mikroplastik aufnimmt.
PAPIERTÜTEN STEHEN IM RUF, umweltschonender zu sein als die Konkurrenz aus Plastik. In Wahrheit fällt ihre Ökobilanz deutlich schlechter aus.
NUR KEIN KUNSTSTOFF! So lautet die Devise, wenn uns an der Kasse im Supermarkt einfällt, dass wir mal wieder keine Tasche dabeihaben. Ohne weiter nachzudenken, greifen wir nach der – meist deutlich teureren – Papiertüte. Zu Hause stellen wir ernüchtert fest, dass die Tüte bereits gerissen ist und sich nicht erneut verwenden lässt. Was nehmen wir uns fürs nächste Mal vor? Genau: vorsichtiger mit der empfindlichen Tüte umzugehen, damit sie mindestens noch ein weiteres Mal durchhält. Prüfen Sie doch mal, wie oft Ihnen das gelingt …
AUCH FÜR PLASTIKTÜTEN GILT: Je öfter im Einsatz, desto besser die Bilanz. Doch für den häufigen Gebrauch gibt es stabilere Alternativen.
DIE BESTE PLASTIKTÜTE IST – KEINE. Selbst wenn Sie sie mehrmals verwenden: Die meisten landen schnell im Müll. Tüten aus recyceltem Kunststoff, erkennbar am Blauen Engel, sparen immerhin die Hälfte an CO 2ein. So richtig „fit for heavy use“ sind Taschen aus dickerem Kunststoff oder Naturfasern. Da bei ihnen jedoch Rohstoffanbau, Produktion und Transport aufwendiger sind, geht die Rechnung nur im Dauereinsatz auf! So schneiden Baumwollbeutel laut DUH nur dann besser ab als Plastiktüten, wenn sie 25- bis 32-mal benutzt werden.
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