Walther von Hollander - Der Granatapfelbaum

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Henri Wyndthausen, der vielgerühmte Schauspieler, schenkt seiner jungen Kollegin Christine Meßwarb zu Beginn ihrer Begegnung, aus der bald eine tiefe Liebe wird, einen Granatapfelbaum – Symbol der Liebe, der Vergänglichkeit und des Todes. Der Roman erzählt die Geschichte dieser Liebe, die unbedingt und vorbehaltlos ist, eine zeitlose Leidenschaft, ernst und heiter zugleich. Zugleich wird in diesem Buch der antike Mythos von Persephone, die im Winter in der Unterwelt weilt und nur im Sommer zu ihrem irdischen Gemahl aufsteigen darf, auf doppelter Ebene neu erzählt: Denn den Rahmen des Geschehens bildet eine Reisebühne, die mit dem antik-modernen Stück «Persephone» durch die Lande zieht. Ein zugleich heiteres und besinnliches Spätwerk eines großen deutschen Erzählers.-

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Er sagte, immer noch abwesend: »Dafür kann ich nichts. Das ist mir alles zugelaufen.« Er beugte sich über sie und küßte sie leicht und nett, ungefähr wie ein durchschnittlicher Ehemann, der von einer Reise kommt. Flüchtig und vertraulich. »Als ich zurückfuhr«, erzählte er, »hab ich viel an dich gedacht.« – »Warum?« fragte sie bockig und etwas kleinmädchenhaft. Er schien ihren Einwurf nicht gehört zu haben. Er steckte sich den Turmalinring an den kleinen Finger. »Sieht wie ’n Andenken aus«, sagte er. »Magst du Andenken? Brauchst du Andenken? Mußt du erinnert werden? Weißt doch: Wenn man erst extra erinnert werden muß ... dann hat alles Erinnern keinen Sinn.« Dieses Mal antwortete sie nicht.

Er zog den Ring ab und streifte ihn über ein Blatt des Granatapfelbäumchens. Endlich wandte er sich ihr wieder zu und erzählte weiter: »Das eine Mal, als ich an dich dachte, hielt mein Wagen ganz von selbst vor einer Gärtnerei. Ich glaube, es war in Regensburg. Weiß aber nicht mehr genau. Jedenfalls, da lief mir das Bäumchen zu.« – »Hübsch«, sagte Christine, »ein Bäumchen auf Füßen. Vielleicht das Bäumchen, das andere Blätter hat gewollt.« »Nein.« sagte er. »Es will keine anderen Blätter. Es will die Früchte des Vergessens.« – »Versteh’ ich nicht«, seufzte sie. Sie richtete sich ein wenig auf, legte ihren Arm um seinen Nacken und küßte ihn. Er sagte: »Unvergeßlich ... das gibt es nicht.« Er griff nach dem Spiegel: »Und als der Wagen wieder hielt, stand er vor einem Laden, in Lübeck, glaube ich. Ich war eigentlich böse, daß er hielt. Denn ich wollte zu dir.« Er hielt ihr den Spiegel vors Gesicht. Sie erkannte, daß sie sehr schön war und fragte in den Spiegel hinein: »Warum wolltest du zu mir?« Er antwortete nur ein Wort: »Sehnsucht.« Und sie sagte erstaunt: »Ach ... merkwürdig ... du auch?« Er echote spöttisch: »Du auch?« Nach einer Weile fuhr er fort: »Da war also der Leuchter im Schaufenster und der Spiegel.« Sie nahm ihm den Spiegel aus der Hand: »Mit Eros und Psyche.« Er fragte ironisch: »Warum sagst du das?« Sie antwortete trotzig: »Du hast sie mir geschenkt. Warum?« Er hielt den Spiegel nah an die Kerze. Christine wies auf die zweite knabenhafte Figur am oberen Rand: »Wer ist das?« – »Das ist Anteros, der Bruder des Eros. Die Gegenliebe, die den Liebenden beglückt. Darum lief der Spiegel mir zu, darum kam er in dein Zimmer hinein!« Sie beugte sich so zum Spiegel, daß sie sein Gesicht sehen konnte. Immer noch das gleiche, verschlossene, trauernde Gesicht. Sie dachte an ihre alte Kinderfrau, die in den Nächten vor Ostern, wenn der Regen fiel, wenn die Knospen schwollen, den Spiegel in ihrem Kleinmädchenzimmer verhängte, weil man in der Nacht zur Frühlingssonnenwende im Glas den künftigen Geliebten sehen konnte und weil so ein kleines Mädchen, wie die Alte immer sagte, sich vor dem Anblick des künftigen Mannes erschrecken mußte. Sie erschrak jetzt nicht. Sie war eben erwachsen. Nein, eine heftige, überschwengliche Freude erfüllte sie, und sie mußte sich zusammennehmen, damit die Tränen des Glücks nicht in ihre Augen traten. Sie sagte: »Ein Spiegel ist ein Glückszeichen.« Er nahm ihr den Spiegel weg und legte ihn, das Glas nach unten, auf den Tisch. Er sagte: »Nur den Unschuldigen schützt er gegen Dämonen und böse Blicke.«

Er zog sie an sich heran, legte seine Stirn an die ihre und schaute sie mit seinen diamantschwarzen, glänzenden Augen an. Sie sagte lächelnd: »Den bösen Blicken ausgeliefert!« Er ließ sie los, bettete sie sanft und stand auf. Sie bat: »Dieses eine Mal laufe bitte nicht grußlos weg. Ich kann das heute nicht ertragen.« Er lachte: »Benehme ich mich sehr schlimm? Ja, ich weiß ... ich bin ziemlich albern. Ich mag nicht Abschied. Ich mag nicht großes Begrüßen, nicht großes Begräbnis. Man ist da oder man ist weg.« Sie sagte: »Adieu. Das ist ein schöner Wunsch. Oder Gott befohlen. Du bist doch auch ein frommes Gemüt.« Er zuckte die Achseln. »Du sollst mir Gute Nacht sagen«, verlangte sie und streckte die Arme nach ihm aus. Er setzte sich etwas widerwillig. Dann riß er sie an sich und küßte sie leidenschaftlich. »Wie du willst ... wie du willst«, flüsterte er, »aber jetzt ist es um uns geschehen.«

Sie begriff ihn nicht. Warum ließ er sie plötzlich wieder los? Warum stand er, die Hände in den Taschen, an der scheußlichen Muschelwand des Bettendes und starrte sie abwesend an. Was sollte dieses Auf und Ab, dieses Hin und Her? Was sollte sein merkwürdiger Satz: »Jetzt ist es um uns geschehen.« Warum antwortete er nicht auf ihre Frage: »Bist du traurig darüber?« Er schien wirklich traurig zu sein. Und sie war fröhlich, glücklich, daß es um sie geschehen war, daß sie fragelos mit der Unterwelt seines Herzens mit seinem dunklen, funkelnden Wesen verbunden war, ja, mit seinem Wesen vor allem und nicht mit dem Mann. Sie fragte: »Ist es sehr schwer für dich?« Er antwortete erst nach einer langen Pause: »Wir haben uns ziemlich tapfer geschlagen, findest du nicht?« Er setzte sich noch einmal auf ihren Bettrand. Aber er war plötzlich ganz ruhig, fröhlich und sachlich. Er sagte: »Wir werden nun lange beisammen bleiben. Nach der Tournee habe ich für einen Film abgeschlossen. Meine Hauptbedingung war: Du spielst die Hauptrolle.« Sie sagte erschrocken: »Ich habe noch nie gefilmt.« Er packte, lustig, neckend ihre Haare, die liebenswerten Locken. Er sagte: »Du hast, glaube ich, auch noch nie geliebt.« Sie sagte herausfordernd: »Und du?« – »Ich ... ja. Und du wirst also auch filmen lernen. Es war nicht leicht, dich durchzusetzen. Niemand von den Filmherren hat je deinen Namen gehört. Außer von mir in der Verhandlung. Sie glaubten natürlich nicht, daß ich nur deshalb mit dir spielen will, weil du die Beste für die Rolle bist und weil ich mit niemandem spielen kann im Augenblick. Außer mit dir. Den Vertrag für dich habe ich mit.« Er holte den Vertrag aus der Brusttasche und warf ihn auf ihr Bett. »Unterschreib.« Er reichte ihr den Füllfederhalter, der auf ihrem Tischchen lag. Der Vertrag ist gut. Ich habe alles für dich ausgehandelt.« Sie sagte lachend: »Du hast mich eingehandelt«, und setzte ihren Namen unter den Vertrag. Er pustete die Unterschrift trocken und steckte das Papier zu sich. Er erhob sich. Sie sagte: »Daran mußt du dich aber gewöhnen. Ohne Abschied darfst du nie davonlaufen. Schreib das in den Vertrag rein.« Er stand schon an der Tür. Er flüsterte: »Adieu ... Gott befohlen.« Lautlos zog er die Tür hinter sich zu. Christine nahm den Spiegel. Sie streichelte mit einem Finger die Figur des Anteros, der der Bruder des Eros ist, die Gegenliebe, die den Liebenden glücklich macht.

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