Tim Gräsing - Aus der Hölle ans Licht

Здесь есть возможность читать онлайн «Tim Gräsing - Aus der Hölle ans Licht» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Aus der Hölle ans Licht: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Aus der Hölle ans Licht»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Selten erleben Fans eine solch emotionale Achterbahn: Im Jahr 2005 stand Borussia Dortmund vor dem Bankrott. Kaum jemand glaubte, dass der Verein sich rasch erholen und an frühere Erfolge anknüpfen könnte. Doch genau das ist passiert: Nur sechs Spielzeiten später wurde Dortmund Deutscher Meister … Der glühende BVB-Anhänger Tim Gräsing schildert in seinem Buch, wie er die zehn Jahre der 'neuen' Borussia erlebt hat. Anfangs noch geplagt von Abstiegs-Albträumen, erlebt (und lebt) auch er den unglaublichen Rückhalt, den der Verein in der Region erfährt. Trotz sportlicher Krise werden 50.000 Dauerkarten verkauft, die Stimmung auf der riesigen Südtribüne, der 'Gelben Wand', bleibt fantastisch. Der Autor fiebert, leidet und jubelt mit seinem Verein, fährt wie 17.000 andere Dortmunder zum Auswärtsspiel bis nach Madrid, feiert große Titel und vergisst doch nicht, wie brüchig der Erfolg sein kann.

Aus der Hölle ans Licht — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Aus der Hölle ans Licht», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

картинка 3Bringen wir die letzten zehn Minuten über die Zeit?

картинка 4Warum bringt der Trainer keinen frischen Stürmer ins Spiel?

картинка 5Kann bitte mal jemand diesem Typen beibringen, dass es so etwas wie Abseits gibt?

картинка 6Können Eckbälle demnächst auf dem Trainingszettel auftauchen?

картинка 7Die glauben doch nicht ernsthaft, dass Grasflecken nie wieder aus der Hose gehen!

картинка 8Seit wann werden Gelbe Karten wegen Meckerns durch Meckern zurückgenommen?

картинка 9Lernen die auch mal, dass Tornetze nicht nur als Wäscheleine für Torwarthandtücher da sind?

Ach, was freute ich mich auf den Rest der Saison.

Insgesamt lief es doch so gut. Vieles passte wieder zusammen. Mit stolzgeschwellter Brust drehte ich das Borussia-Emblem auf meiner Federtasche in Richtung Geografielehrer. Denn der war nach wie vor der Überzeugung, mit seinem Hertha-BSC-Lineal auch nur irgendwen beeindrucken zu können. Wir haben’s kapiert: Die Saison läuft ausnahmsweise mal ganz gut für euch. Idiot.

Die Schule war unveränderter Dinge noch immer kein Zuckerschlecken. Hier und da gab es die allseits bekannten Unterrichtsfächer, durch die man sich Stunde für Stunde quälte. Kunst, Musik, Mathe, Chemie, Physik. Und noch ein paar andere. Unter der Woche quälte der Unterricht, es quälte die Warterei bis zum nächsten Spiel und am Wochenende quälte die Borussia. Fan sollte man sein.

Ein Samstag stand mal wieder vor der Tür. Einmal Dortmund hin und zurück bitte. Statt der Deutschen Bahn erledigten meine Eltern diesmal den Job des Beförderers. Ab und an konnte ich sie zu solchen „Familienausflügen” übers Wochenende überzeugen. Klar, war meine Mutter, seitdem ich Anfang der Neunziger mit diesem Fußballkram angefangen hatte, immer mehr in die Rolle der BVB-Anhängerin gewachsen. Es reichte mittlerweile locker aus, meine Argumentation wie folgt aufzubauen:

„Mutti, kurze Frage.”

„Was gibt’s denn, Chemietest schon wieder verhauen?”

„Nein.”

„Okay, wann willst du nach Dortmund?”

Bingo. Das sparte nicht nur Zeit, sondern verdeutlichte ein weiteres (überflüssiges) Mal, welche Anziehungskraft dieser Verein, dieses Stadion auf Menschen ausübt, sobald sie den Tempel betreten. Bratwurst, Bier, Borussia. So einfach und doch so faszinierend. Im Laufe der Jahre änderte sich dann einige Male die Rangfolge des Dialoges.

„Tim. Hast du mal kurz Zeit?”

„Ja klar, Mutti. Was gibt’s?”

„Ich würde gern mal wieder ins Westfalenstadion.”

„Kein Problem, freie Auswahl des Spiels, und dann nehme ich dich in deinem Auto gerne mit.”

Der Führerschein hatte mich in Sachen Flexibilität echt nach vorn gebracht. Kurzfristig angesetzte Bahnstreiks der GDL konnten mir so nichts mehr anhaben. Ein eigenes Auto hatte ich zwar nicht, aber von meinen Eltern stand immer eines rum. Das war dann auch die Phase, in der mein Vater bei den ursprünglichen „Familienausflügen” nicht mehr mitmachte und sich geschickt ausklinkte. Ich konnte schließlich selbst Auto fahren, und für ihn als Anhänger des Berliner Sport-Clubs war es ohnehin schon immer schwieriger gewesen, den regelmäßigen Touren nach Dortmund etwas abzugewinnen. Am liebsten wäre er sicherlich am Berliner Ring Richtung Spandau und Olympiastadion abgebogen, statt endlos auf der A2 geradeaus zu fahren. Aber was tut man nicht alles für seine Kinder. Außerdem konnte er sich der Magie des Westfalenstadions auch nicht wirklich entziehen. Bist du Fußballfan, muss dich das berühren. So oder so ähnlich hatte er das irgendwann auch mal formuliert. Später wurde aus den Auftritten der Alten Dame im Westfalenstadion eine Familientradition, sodass mein Vater uns zu diesen Spielen immer begleitete – sofern die Berliner in der ersten Liga antraten.

Zurück ins hoffnungsvolle Frühjahr 2005. Wochenend-Trip nach Dortmund und im Gepäck die zarte Hoffnung auf den vierten Sieg in Folge. Zu Gast an diesem 29. Spieltag: die Ostwestfalen aus Bielefeld, die sich als Aufsteiger erstaunlich früh aus dem Abstiegskampf verabschiedeten und den sicheren Platz im Mittelfeld der Tabelle gern halten wollten. Das Wort Angstgegner hörte man an diesem Tag im Stadion des Öfteren, denn der BVB wartete seit fast vier langen Jahren auf einen Dreier gegen die Almdudler. Zumindest die Stimmung im Tempel verbreitete Optimismus, während ich gewohnt pessimistisch das Treiben verfolgte. Meine Brezeln kauenden Eltern warteten wie die fast 80.000 anderen Menschen gespannt auf den Anpfiff. So viele waren gekommen, um den BVB weiter nach vorn zu peitschen. Auf der Süd entdeckte ich ein dazu perfekt passendes Banner mit der Aufschrift: „Wir haben zwar kein Geld, aber die besten Fans der Welt”.

Die erste Hälfte lief fast ideal. Doch der frühen Führung durch Kringe folgten zu viele ungenutzte Torchancen. Und ja, wenn man sie vorne nicht macht ...

In der 84. Minute wurde Kringe unter verdient großem Applaus ausgewechselt. Ich tippte meiner Mutter auf die Schulter und flüsterte ihr zu: „Das wird doch nichts. Die fangen sich noch einen.”

Erst erntete ich einen bösen Blick und dann die dazu passende Antwort: „Du immer mit deinem Pessimismus. Noch führen sie doch.” Noch ein böser Blick und dann die Ergänzung: „Die fünf Minuten werden sie schon noch über die Zeit bringen!”

Knapp 60 Sekunden später fiel der mehr als glückliche Ausgleich. Ich verkniff mir einen zynischen Kommentar und war froh, nach all dem Molsiris-Aktionärs-Börsen-Pleite-Geplapper endlich wieder in der wahren BVB-Welt angekommen zu sein. Spontaner Kurz-Frust über vertane Siege in den Schlussminuten, was kannst du herrlich sein!

Abpfiff und gemischte Reaktionen über die Punkteteilung. Die Leute wussten: Ganz klar, das war ein Rückschlag in Sachen Aufholjagd auf die internationalen Plätze. Trotzdem winkte noch immer die beste Punkteausbeute einer BVB-Rückrunde. Alles also einfach mal locker sehen. Heimfahrt. Den Großteil der Fußballfachgespräche mit meinen Eltern auf der sechsstündigen Rückfahrt spare ich mir mal. Zumal ich das meiste davon auch gar nicht mehr rekapitulieren könnte. Einen Ausschnitt aus dieser Gesprächsreihe habe ich über die Jahre allerdings nicht vergessen. Mein Vater – gut gelaunt, auch wenn er den 1:0-Auswärtssieg seiner Hertha in Bremen nur über die Anzeigetafel hatte wahrnehmen können – zeigte sich leicht verwundert über meine stabile Stimmungslage.

„Du wirkst heute ja gar nicht so zerknirscht wie sonst bei späten Gegentoren und unnötigen Punktverlusten. Woran liegt das?”

Ich musste leicht grinsen, bevor ich antworten konnte. „Ja stimmt, das war auch schon mal anders. Aber ganz ehrlich, so richtig erklären kann ich das jetzt nicht. Oder anders gesagt: Das würde jetzt zu lange dauern.”

„Wir sind ja noch ein paar Stunden unterwegs”, entgegnete mein Vater ebenfalls grinsend.

Ich lachte, sagte dann aber nichts mehr. Ein paar Geheimnisse müssen bewahrt bleiben – und brandheiße Fanerkenntnisse eines pubertierenden Teenagers sowieso. Ich schloss die Augen und verschlief den Rest der Strecke. So wie irgendwie auch die darauffolgende Woche, die ich mit Fieber und fürchterlichem Husten im Bett verbrachte. Stadionerkältungen sind halt die schönsten. Zumindest brachten mir diese nervigen Hustenattacken eine Krankschreibung ein. Keine Hausaufgaben, keine Leistungskontrollen. Nur Hühnersuppe und die VHS mit den Saisonhighlights von 2001/02. Und schon stand das Heimspiel gegen den 1. FCK an. Ein trotz Rückstands auf ganzer Linie überzeugender 4:2-Erfolg dank Koller-Doppelpack stand am Ende zu Buche. Das Träumen durfte weitergehen – auch auf übergeordneter Ebene: Der BVB hatte unter der Woche die Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten – oder wieder von vorne beginnen oder wie auch immer. Noch standen vier Spieltage aus, darunter das Derby. Bei dem einen oder anderen begann sicherlich wieder das große Rechnen. Natürlich schaute ich mir die Tabelle ziemlich ausgiebig und intensiv an, aber nach hypothetischen Rechenspielchen war mir nach wie vor nicht zumute.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Aus der Hölle ans Licht»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Aus der Hölle ans Licht» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Aus der Hölle ans Licht»

Обсуждение, отзывы о книге «Aus der Hölle ans Licht» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x