Tim Gräsing - Aus der Hölle ans Licht

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Selten erleben Fans eine solch emotionale Achterbahn: Im Jahr 2005 stand Borussia Dortmund vor dem Bankrott. Kaum jemand glaubte, dass der Verein sich rasch erholen und an frühere Erfolge anknüpfen könnte. Doch genau das ist passiert: Nur sechs Spielzeiten später wurde Dortmund Deutscher Meister … Der glühende BVB-Anhänger Tim Gräsing schildert in seinem Buch, wie er die zehn Jahre der 'neuen' Borussia erlebt hat. Anfangs noch geplagt von Abstiegs-Albträumen, erlebt (und lebt) auch er den unglaublichen Rückhalt, den der Verein in der Region erfährt. Trotz sportlicher Krise werden 50.000 Dauerkarten verkauft, die Stimmung auf der riesigen Südtribüne, der 'Gelben Wand', bleibt fantastisch. Der Autor fiebert, leidet und jubelt mit seinem Verein, fährt wie 17.000 andere Dortmunder zum Auswärtsspiel bis nach Madrid, feiert große Titel und vergisst doch nicht, wie brüchig der Erfolg sein kann.

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Der 28. Spieltag führte den BVB zum nächsten Härtetest nach Leverkusen. Die Pharmazeutische-Erzeugnisse-Elf grüßte zwar aus höheren Tabellengefilden, passte aber nach den gelungenen Auftritten gegen den Dino aus Hamburg und die Alte Dame aus Berlin geradezu perfekt in die Serie – außer natürlich, wenn es um die Werte von Traditionsklubs geht, aber das ist eine andere Geschichte. Der Rückstand auf die Kusener war auffallend geschrumpft. Bei einem Auswärtserfolg wären es nur noch zwei Punkte gewesen. Aber die Bilanz aus der Vergangenheit ließ wenig Raum für Hoffnung. Ich installierte mir das Spiel daheim mit meinem Vater und zwei Freunden. Leichtsinnig und vorlaut, wie ich manchmal bin, setzte ich fünf Euro. Mein Vater stieg mit ein und setzte provokant zehn Euro auf die Werks-Tablettenelf.

Lange Zeit hielt die junge Dortmunder Mannschaft, in der die Nachwuchstalente Brzenska, Kruska und Gambino in der Startelf standen, ein torloses Remis. Ein Punkt hätte die Fortsetzung der Negativserie in Leverkusen bedeutet – 13 Jahre kein Auswärtssieg – und wäre dennoch als Achtungserfolg zu bewerten gewesen. Dann brach die 88. Minute an. Smolarek kam im Mittelfeld an die Kugel und wurde nur halbherzig angegriffen. Pass in die Mitte zu Kehl – und dann das Ende einer Serie, die schon viel zu lange angedauert hatte. Der dritte Sieg in Folge war perfekt. Die Mannschaft spielte sich dieser Tage in einen fast vergessenen Fußballrausch. Ich, daheim auf dem Sofa, grinste in mich hinein und nahm einen großen Siegerschluck, der ein bisschen nach Stadion schmeckte – und natürlich die zehn Euro meines Vaters.

Beim Blick auf die Tabelle stellte ich unweigerlich fest, dass die Europapokal-Plätze wieder in greifbare Nähe gerückt waren. Doch darum ging es primär überhaupt nicht. Die Mannschaft hatte (wieder) begriffen, dass sich hinter Bundesligasiegen harte Arbeit verbarg und knappe, aber verdiente Überraschungserfolge wahnsinnig geil sein konnten. Da war es momentan völlig wurst, ob der BVB über oder unter diesem ominösen Strich im ersten Tabellendrittel auftauchte. Wir Fans waren begeistert von der aktuellen Spielweise. Und wenn dann auch noch die Ergebnisse stimmten, konnte es eigentlich nicht besser laufen.

Ein oder zwei Tage nach dem gelungenen Auftritt in Leverkusen erwischte ich mich, wie ich beim Joggen mal wieder Luftschlösser erbaute. Frische Luft, Natur, soweit das Auge reicht, und zwitschernde Frühlingsvögel am Wegesrand. Da musste die traute Einsamkeit ja zwangsläufig zum intensiven Nachdenken genutzt werden. Ich lief also in gemächlichem Tempo und ließ die letzten Wochen noch mal Revue passieren. Zwischendurch dachte ich dann auch an das eine Mädchen aus meiner Klasse. Aber schwuppdiwupp wurde sie vom Fußball geradezu überrollt und verschwand ganz schnell wieder vom Gedanken-Radar. Mein Tempo verschärfte sich, der Puls schoss in die Höhe. War es vermessen, schon jetzt wieder an den Europapokal zu denken? Nach allem, was passiert war, und vor dem ungewissen Gang der nächsten Monate und Jahre, spielte die Mannschaft zurzeit wieder groß auf. Sie wirkte befreit. Und ich wahrscheinlich auch. Drei Siege in Folge. Schon 23 Punkte nach nur elf Rückrundenspielen. Das ließ die Gier nicht gerade kleiner werden. Aber genau hierin lag das persönliche Dilemma. Gute Ergebnisse reichten wohl nicht mehr aus? Musste denn immer gleich etwas Zählbares herausspringen? Einfach mal den Moment genießen, wie wäre es denn damit?

Ich suchte nach Entschuldigungen. Mein Schritt verlangsamte sich. Ich stoppte und stützte in gebeugter Haltung die Handflächen auf die Knie. Tiefes Ein- und Ausatmen und weiter ging’s. Ich bog auf eine belebtere Straße ein, und kurz danach kamen mir zwei andere Jogger entgegen. Einer von ihnen trug das rote Trikot eines Teams aus dem Süden. Gruselig. Der dachte mit Sicherheit nicht über die Option nach, ein weiteres Jahr der europäischen Bühne fernbleiben zu müssen. Aber wer weiß schon, was dieser Typ dachte. Bestimmt hatte ihm seine jähzornige Tante das Trikot vom letzten Urlaub am Bodensee mitgebracht.

Mittlerweile kamen mir immer mehr Menschen entgegen. Nicht nur Jogger, sondern auch Fahrradfahrer und Spaziergänger. Das sonnige Wetter musste sie aufgescheucht und von den heimischen Fernsehern weggelockt haben. Mir fiel es nun zunehmend schwerer, die Gedanken wieder auf dieses eine wichtige Thema zu fokussieren. Immer wieder ertappte ich mich beim wilden Gedankengaloppieren. Was für eine Geschmacksrichtung hatte wohl der Kaugummi, den der kleine Junge da vorn gerade auf den Rasen gespuckt hatte? Wie teuer war wohl der Ledermantel des leicht arrogant wirkenden Schnurrbart-Mannes, der die Hand seiner Begleiterin nur widerwillig zu halten schien? Ob der kleine, hässliche Dackel da hinten wohl wusste, wie gut er zu seinem untersetzten Frauchen passte? Dieser ganze Blödsinn wirbelte zu viel Staub auf, als dass ich den BVB noch klar sehen konnte. Ich stoppte abermals. Tatsächlich hatte ich ein kleines Steinchen im Schuh, sodass ich eh hätte anhalten müssen. Aber vielleicht tat die kurze Pause ja auch gut, um endlich wieder einen klaren Gedanken zu fassen.

Keine anderen Menschen in Sichtweite. Das Steinchen störte nicht mehr, oder ich hatte es mir nur eingebildet. Ich rannte also weiter. Aber klare Gedanken blieben Fehlanzeige. Langsam, aber sicher ging mir die Puste aus. Mein gelbes Shirt klatschte am Rücken. 45 Minuten war ich bestimmt schon unterwegs. Das musste reichen für heute. Ab nach Hause. Auf den letzten Metern, kurz bevor ich die Eingangstür erreichte und den Wohnungsschlüssel aus meiner Hosentasche zog, kam die Einsicht. Es hatte keinen Sinn, von kurzfristigen Erfolgen zu träumen und diesen Druck auf die Mannschaft zu projizieren. Selbst eine Teilnahme an europäischen Wettbewerben würde die finanziellen Probleme nicht so einfach lösen. Schlanke hundert Millionen Euro Schulden baut man nicht mal eben im Vorbeigehen ab. Plötzlich erinnerte ich mich an einen TV-Beitrag, der einige Hintergründe zur BVB-Krise beleuchtet hatte. Ein gewisser Jochen Rölfs, dessen Wirtschafts-prüfungsgesellschaft in der Vorweihnachtszeit das Sanierungskonzept ausgearbeitet hatte, behauptete, die Tabellenplatzierung im Saisonende spiele keine Rolle in Bezug auf die Sanierungsziele. Ein Abstieg war vielleicht nicht unbedingt vorgesehen, aber alle sonstigen Plätze im Bundesligatableau konnten keinen negativen Einfluss ausüben.

Mein Gott, war ich erleichtert. Sofort schraubte ich meine Erwartungen für diese Spielzeit zurück, in der immerhin noch sechs Partien auf dem Plan standen. Die Qualifikation zum UEFA-Cup stellte nicht den sprichwörtlich seidenen Faden dar, an dem Borussia Dortmunds Existenzgrundlage hing. Knapp zwei Jahre zuvor war es hingegen noch ungefähr so gewesen. Damals war das Scheitern am belgischen Klub aus Brügge und das Ausscheiden aus der Champions League ein nicht gerade kleines Puzzleteil des finanziellen Crashs. Und die Erinnerungen waren noch zu frisch. Amorosos Anlauf. Der zu lässig geschossene Elfer. Das Aus. Und schon da die Gewissheit, finanziell am Krückstock zu gehen.

Die Situation im April 2005 verhieß eine ähnliche Dynamik, aber es gab eben eklatante Unterschiede. Zum einen wusste nun jeder um die bescheidene finanzielle Kraft des Klubs, und zum anderen waren die ersten unabdingbaren Gegenmaßnahmen eingeleitet worden. Dieser innere Europapokal-Startplatz-Druck, der sich in mir aufgebaut hatte, rührte also von einer Art Instinkt her. Ein Instinkt, der sich nur schwerlich unterdrücken ließ, obwohl ich selbst ausreichend Gegenargumente parat hatte. Jetzt galt es, die richtige Balance zu finden. Ambitionen gehörten natürlich weiterhin dazu. Sportliche Erfolge erfreuen uns Fans schließlich besonders. Aber sie sind bei Weitem keine Voraussetzung für die bedingungslose Hingabe und Unterstützung.

Den schwarz-gelben Fußball konnte ich demnach wieder pur genießen. Ohne diesen künstlichen Druck von außen, der bisweilen nervte und schrecklich an die Fansubstanz ging. Der einzige Druck, der jetzt noch existierte, war der, der einen Fan ohnehin immer begleitete. Fragen, die eigentlich keine waren und ohne Antworten auskommen mussten – 90 Minuten schonungslose Selbstgeißelung in Abhängigkeit von einer legalen Volksdroge. Hier eine kleine persönliche Auswahl:

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