Susann Teoman - Ausgerechnet Istanbul

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Ausgerechnet Istanbul: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein wunderbarer Einblick in das Jugendleben in Istanbul!Als Lara hört, dass ihre Familie auswandern wird, sieht sie zunächst kein Problem. Bis sie hört, wohin es gehen soll. Wieso muss es denn Istanbul sein? Trotz ihrer Wurzeln in der Türkei zieht sie nichts in diese Stadt. Also fasst Lara den Entschluss, ihre neue Heimat zu hassen. Diese Einstellung wird jedoch bald auf die Probe gestellt, denn sie muss feststellen, dass Istanbul mehr Facetten hat, als sie sich vorstellen konnte. Und dann trifft sie auch noch Noyan, der alles daran setzt, Laras Sicht auf ihre neue Heimat zu ändern. -

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»Ich werde mich nicht in so einen Schönling vergucken!«, nahm ich mir vor, obwohl eine kleine Stimme in meinem Kopf mir sagte, dass Noyan außerordentlich schöne Locken für einen Jungen hatte und dass er auch sonst verdammt gut aussah. Krampfhaft bemühte ich mich, ihn nicht zu beachten, aber das hätte ich mir auch sparen können, er nahm sowieso keine Notiz von mir. Vorsichtig schielte ich ihn von der Seite an. Er war in ein Buch vertieft. MacBeth von Shakespeare und das auch noch auf Englisch! Eins jedenfalls stand fest: Dumm war er nicht!

Türkischer Deutschunterricht

»Guten Morgen zusammen!«, begrüßte Frau Generes meine neue Klasse. »Guten Morgen!«, tönte es verhalten zurück. Frau Generes unterrichtete Mathe und Biologie, ausgerechnet die Fächer, die ich am meisten hasste.

»Lara Mavi?«, rief die Lehrerin und blickte über den Rand ihrer fragilen Metallbrille hinweg in die Klasse.

»Ja?«, meldete ich mich gelangweilt.

»Du sollst dich bitte in das Zimmer des Direktors begeben.«

»Ich? Warum denn?« Zu Hause in Bonn wurde man nur in das Rektoratszimmer zitiert, wenn man etwas echt Übles angestellt hatte. Ein überlaufendes Klo in die Luft zu jagen oder beim Mogeln während einer Klassenarbeit erwischt zu werden waren solche Vergehen, die dann im Zimmer der höchsten Schulautorität geahndet wurden. Soweit ich mich erinnerte, hatte ich in den paar Stunden, die ich hier war, noch kein Klo zum Explodieren gebracht.

»Das wirst du wohl dort erfahren«, antwortete Frau Generes kurz. »Du solltest dich beeilen, du hältst meinen Unterricht auf.«

Alle Augen waren auf mich gerichtet, manche blickten spekulierend, manche schadenfroh, andere wiederum einfach nur neugierig. Aus irgendeinem Grund ärgerte es mich, so begafft zu werden, als wäre ich das schwarze Schaf.

»Die hat bestimmt was ausgefressen«, raunte das Mädchen, das in der Reihe hinter mir saß, ihrer Tischnachbarin zu. Beide kicherten schadenfroh und ich drehte mich zornig um. Das Mädchen, das diese boshafte Bemerkung fallen gelassen hatte, hieß Ebru oder so ähnlich. Ich hatte vorhin jemanden ihren Namen rufen hören. Ebru war ein großes, schlankes Mädchen, auch sie hatte lange Haare, genau wie ich, nur war ihres dunkelbraun, fast schwarz, was einen verführerischen Kontrast zu den grünbraunen Augen bildete, die von dichten dunklen Wimpern umrahmt wurden. Gedanklich sortierte ich sie in die Kategorie »Hübsch, aber ohne Hirn« ein.

Ich wünschte, ich hätte nur ein Fitzelchen Gloss oder einen Hauch Wimperntusche auflegen dürfen! Und diese Schuluniform war auch nicht gerade nach meinem Geschmack, wo ich doch so tolle Klamotten hatte! Aber daran konnte ich wohl nichts ändern.

Ich steuerte auf die Tür zu, während die Lehrerin mit dem Unterricht fortfuhr. Wo war noch mal das Rektorat? Ah ja, gleich neben dem Lehrerzimmer im ersten Stock. Jetzt machte ich mir ernsthaft Gedanken darüber, warum ich dorthin zitiert wurde. Oh Gott, hoffentlich war meinen Eltern nichts zugestoßen! Diese Szenen kennen wir doch alle aus dem Kino, oder nicht? Ein Mädel wird zum Direktor zitiert, allerdings erledigt diesen Job im Film eine sanftmütige junge Lehrkraft mit Rehaugen und keine militante alte Schachtel, die mich im Geiste schon im Schulkerker vermodern sah. Nein, sicher war zu Hause alles in Ordnung.

Zaghaft klopfte ich an die dicke Eichenholztür. Ich war nervös. Zuerst dachte ich, ich hätte nicht laut genug geklopft und hatte schon die Faust erhoben, um es noch mal zu versuchen, doch dann erscholl ein gedämpftes »Herein!«, gefolgt von einem leisen Summen. Die Tür ließ sich ganz leicht öffnen. Ich betrat das Vorzimmer des Direktors, in dem eine Frau Ende fünfzig mit einem adretten silbernen Dutt auf dem Hinterkopf vor einem flimmernden Flachbildschirm saß und eifrig tippte.

»Der Direktor ist gleich fertig, du kannst solange hier auf dem Stuhl Platz nehmen«, erklärte sie freundlich in tadellosem Deutsch.

»Danke.« Ich setzte mich und wartete. Um mir die Zeit zu vertreiben, ließ ich meine Gedanken zum Ballett schweifen, malte mir aus, wie es wohl gewesen wäre, die Hauptrolle in Schwanensee spielen zu dürfen, und stellte mir den Applaus vor, der nach der Vorstellung aufbrandete. Ich hatte gerade das flauschige, matt glänzende Kostüm aus weißem Tüll und Federn vor Augen, das ich getragen hätte, als sich die Tür jäh öffnete und ein Junge mit dunkelblondem Haar und hellgrünen Augen aus dem Zimmer kam. Seine Miene wirkte verärgert.

»Du kannst jetzt hineingehen«, sagte die Sekretärin.

»Wie bitte?« Orientierungslos sah ich sie an. »Oh, jaja, natürlich.« Hochrot im Gesicht wandte ich mich der offenen Tür zu. Hatte ich den Typen wirklich angestarrt? Mann, wie peinlich. Aber er war attraktiv, das musste man ihm lassen. Nicht so groß und geheimnisvoll wie Noyan, aber da war ein gewisses Etwas an ihm, das man nicht leugnen konnte.

»Lara Mavi?« Hinter einem antiquierten Eichenholzschreibtisch saß ein schlanker Mann Mitte sechzig in einem gut sitzenden Anzug. Direktor Mattis war Deutscher, der Türkisch aber ebenso fließend beherrschte wie Englisch und Französisch, wie Papa mir berichtete.

»Sieht jung für sein Alter aus«, schoss es mir durch den Kopf. Seinen wachen Augen schien nicht die geringste Kleinigkeit zu entgehen.

Ich nickte. »Ja, das bin ich.«

Ich kam mir vor, als stünde ich vor einem Richter der spanischen Inquisition. Er musterte mich scharf, bevor er mich aufforderte, auf der braunen Ledercouch Platz zu nehmen.

»Ich werde nicht um den heißen Brei herumreden, Lara«, begann er ruhig. »Ich weiß, du bist neu an unserer Schule und weißt hier noch nicht so richtig Bescheid. Du kannst von Glück sagen, dass wir dich aufgenommen haben, bei deinem Notendurchschnitt hättest du hier eigentlich keine Chance gehabt. Allein die Tatsache, dass du aus Deutschland kommst und dass dein ehemaliger Klassenlehrer dich als nicht völlig hoffnungslosen Fall betrachtet, hat dafür gesorgt, dass du jetzt hier bist. Mag sein, dass du in der Vergangenheit, nun ja, sagen wir einmal salopp, nicht eben lernbegeistert warst. Hier erwarten wir mehr, viel mehr von dir. Dein Halbjahreszeugnis am Gymnasium war in meinen Augen eine einzige Katastrophe, nur in Sport und Deutsch konntest du glänzen. Das zeigt mir, dass du durchaus etwas leisten kannst, wenn du es nur willst. So, wie ich dich hier vor mir sehe, vermute ich, du gehörst zu den Schülern, die ich ›Spaßlerner‹ nenne. Gefällt dir der Unterricht, beteiligst du dich, wenn nicht, lässt du es bleiben und sitzt deine Zeit ab bis zur nächsten Stunde. Das geht nicht mehr, das solltest du wissen.«

So hatte noch nie jemand mit mir gesprochen. Ich wusste nicht, was ich antworten sollte und ob überhaupt eine Antwort gefordert war, also schwieg ich und hielt dem Blick des Direktors mit hoch erhobenem Kopf stand.

»Ich hoffe, dass dir das zu denken gibt.«

Ich starrte den Mann an und schwieg weiter. Allmählich wurde ich wütend. Was sollte der Mist eigentlich? Es war ja nicht so, dass ich mich sehnlichst hierhergewünscht hätte, ich war hier, weil ich keine andere Wahl gehabt hatte. Wäre ich schon achtzehn, hätte mich keine Macht der Welt in dieses bescheuerte Land gebracht, darauf konnte der Alte Gift nehmen! Was bildete er sich eigentlich ein?

»Gut, dann kommen wir zum nächsten Punkt. Wie gesagt, es gibt Regeln, an die sich unsere Schüler und Schülerinnen halten müssen. Verhaltensregeln wie die, die ich eben erklärt habe, und Bekleidungsregeln, an die du dich nicht zu halten scheinst.«

»Aber ich trage doch die Uniform! Und Make-up benutze ich auch nicht!«, protestierte ich empört. Allmählich wurde mir das Ganze zu bunt.

»Das sehe ich. Aber dein Rock ist viel zu kurz, deine Absätze zu hoch und deine Haare sind gefärbt«, stellte der Rex sachlich fest.

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