Susann Teoman - Ausgerechnet Istanbul

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Ausgerechnet Istanbul: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein wunderbarer Einblick in das Jugendleben in Istanbul!Als Lara hört, dass ihre Familie auswandern wird, sieht sie zunächst kein Problem. Bis sie hört, wohin es gehen soll. Wieso muss es denn Istanbul sein? Trotz ihrer Wurzeln in der Türkei zieht sie nichts in diese Stadt. Also fasst Lara den Entschluss, ihre neue Heimat zu hassen. Diese Einstellung wird jedoch bald auf die Probe gestellt, denn sie muss feststellen, dass Istanbul mehr Facetten hat, als sie sich vorstellen konnte. Und dann trifft sie auch noch Noyan, der alles daran setzt, Laras Sicht auf ihre neue Heimat zu ändern. -

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»Wie alt war ich überhaupt, als wir das letzte Mal in der Türkei gewesen sind?«, fragte ich, als wir endlich im Flugzeug saßen. Ich war höllisch aufgeregt, aber das hätte ich nie im Leben zugegeben.

»Du warst erst fünf.«

»Echt, so jung?«

Meine Mutter nickte. »Ich wundere mich, dass du dich überhaupt noch daran erinnerst.«

»Ich kann nicht gerade sagen, dass es positive Erinnerungen sind«, gab ich ehrlich zu. »Ich weiß nur noch, dass eine Frau, ich glaube, es war irgendeine Verwandte von uns, mich immer in die Wange gekniffen hat und ständig ›Maaschallah!‹ gerufen hat, dass ihr Mann fürchterlich finster geschaut und einen langen schwarzen Bart hatte und dass es dort ein Stehklo gab und ich Angst hatte, beim Pinkeln hineinzufallen. Und es war unheimlich heiß.«

»Ehrlich? Meine Güte, der arme Abdullah! So heißt der Mann, von dem du behauptet hast, er sähe so mies gelaunt aus. In Wirklichkeit ist er eine Seele von Mensch, er hat nur buschige Brauen. Und seine Frau Fadime ist auch in Ordnung. Sie sind eben mit ganz anderen Werten und Idealen aufgewachsen als wir. Istanbul ist ganz anders.« Mama blickte verträumt in die Ferne. »Es ist der Ort, an dem Europa und Orient einander die Hand reichen, an dem Vergangenheit und Zukunft, Ozean und Horizont, Sonnenuntergang und Morgenröte aufeinandertreffen. Es ist eine Stadt, die nie schläft, und deren Puls dreimal so schnell schlägt wie der jeder anderen Stadt, die ich kenne.«

Das Flugzeug war längst gestartet.

»Oh Mann! An dir ist ja eine wahre Dichternatur verloren gegangen!«, zog ich sie auf. »Woher weißt du so viel über Istanbul?«

Sie lächelte. »Ich war in den Ferien oft da, meine Tante lebte dort bis zu ihrem Tod und ich habe sie gerne besucht. Auch sie liebte Istanbul, sie sagte, sie wäre nirgends glücklicher gewesen.« Mama holte tief Luft. »Man sagt, wer einmal in Istanbul gelebt hat, will nirgendwo sonst leben. Und wer in Istanbul Auto fahren kann, kann überall auf der Welt fahren.« Sie lachte. »Keine schlechte Aussicht, wenn man bedenkt, dass du dort deinen Führerschein machen wirst, oder?«

Nach einem tiefen, traumlosen Schlaf brachte mich Mamas Stimme in die Gegenwart zurück.

»Sieh mal!«

»Sind wir schon da?« Ich gähnte. Kam mir vor, als sei ich eben erst eingeschlafen.

»Ja, Liebling. Das ist unser neues Zuhause. Das ist Istanbul.«

Andächtig schauten wir auf den Bosporus hinab, jene legendäre Meerenge, die die Türken kurz boğaz , also »Hals«, nennen und die die Stadt in einen europäischen und einen anatolischen Teil trennt. Die Sonne spiegelte sich auf dem Meer und Schaumkrönchen hüpften auf dem Wasser, während Fähren, Fischkutter, Segelboote und luxuriöse Yachten die Meerenge durchkreuzten. Ich konnte die Minarette unzähliger Moscheen hoch in den wolkenlosen Himmel ragen sehen, sah orangefarbene Dächer und die blitzenden Glasfassaden riesiger Wolkenkratzer, die das Licht der Sonne funkelnd zurückwarfen, sodass ich blinzeln musste. Und es waren so viele! Unzählige Gebäude bildeten einen dichten bunten Flickenteppich unter uns, mal reihten sie sich ordentlich strukturiert aneinander, mal standen sie krumm und schief nebeneinander.

»Beeindruckend, nicht wahr?«

Ich nickte stumm. Ja, beeindruckend, aber auch beängstigend.

Das Erste, was mir an Istanbul auffiel, während wir im Auto zu unserem neuen Zuhause fuhren, war der dicke graue Smogstreifen am Horizont. Als ich Paps darauf ansprach, entgegnete er: »Ja, das ist etwas, was mir ganz und gar nicht gefällt. Aber da, wo wir wohnen, ist die Luft noch erträglich.«

Als wir ankamen, war es schon fast dunkel. In den überfüllten Straßen einen Parkplatz zu finden, war reine Glückssache. Ich stieg aus, froh, mir endlich die Beine vertreten zu können. Ich war hundemüde und um mich drehte sich alles. Ich fühlte mich vollkommen erschlagen von den vielen neuen Eindrücken. Alles war hier anders, eine völlig andere Welt. Sogar die Luft roch anders. Zu Hause lag der Herbst schon in der Luft und die ersten Blätter hatten sich bunt gefärbt. Hier dagegen war es noch sommerlich warm und selbst um diese Uhrzeit bemerkte ich den Geruch des Meeres, der mich an unseren letzten Strandurlaub erinnerte.

»Das sieht ganz anders aus als zu Hause«, bemerkte ich. Und dieses »anders« hatte ich keinesfalls positiv gemeint. Keine Einfamilien- oder Reihenhäuser, keine Mehrfamilienhäuser. Sechs-, sieben-, achtstöckige Hochhäuser reihten sich aneinander, kein Blatt Papier passte zwischen die Altbauten.

»Dikkat etsene!«, schrie ein Autofahrer mich wütend an. »Pass doch auf!«

Zu Tode erschrocken konnte ich mich in letzter Minute auf etwas retten, das wie ein Fußgängerweg aussah, doch mitten auf dem vermeintlichen Bürgersteig stand eine Reihe sehr großer, offenbar sehr alter Bäume, die es schwer machten, hier normal zu gehen. Ich schluckte die deftige Antwort, die ich dem Rowdy gerne hinterhergerufen hätte, tapfer hinunter. Es hätte ohnehin keinen Sinn gehabt, er hätte mich ja doch nicht verstanden. Immer wieder musste ich den Bäumen ausweichen und auf die Straße zurückspringen. »Da sind wir!«, sagte Paps schließlich.

Gott sei Dank!, dachte ich bitter und fragte mich, wie ich mich in all dem Chaos jemals zu Hause fühlen sollte.

Wir stiegen in einen Fahrstuhl, der uns in den vierten Stock beförderte. Als Papa den Lichtschalter anknipste, fanden wir uns in einem quadratischen Eingangsbereich wieder, der in eine helle, geräumige Küche mit hochmoderner Kochinsel mündete. Unmittelbar daneben befand sich das Wohnzimmer, das in zwei Ebenen unterteilt war. Die erste schien der Essbereich zu sein, zwei polierte Parkettstufen weiter unten befand sich das eigentliche Wohnzimmer, mit riesigen, stockdunklen Panoramafenstern. Auf dem Balkon befand sich ein eingebauter Barbecue-Grill. Der lange Korridor rechts führte zum Elternschlafzimmer und in ein Zimmer, von dem ich annahm, es wäre meines.

»Geh nur!«, forderte mein Vater mich auf, während Mama entzückt die Kochinsel bewunderte.

Zögernd betrat ich mein neues Reich, ein hübsches Mansardenzimmer mit eigenem Ankleidezimmer und Bad. »Nicht schlecht!«, entfuhr es mir.

»Hier kannst du die Klimaanlage einstellen, wenn du willst«, erklärte Papa stolz. »Ich habe gehofft, dass es dir gefällt.«

Ich sagte nichts. »Ich bin müde«, brachte ich bloß hervor.

»Wenn du Hunger hast, können wir ausgehen, wir wohnen sehr zentral und die Restaurants haben bis spät in die Nacht geöffnet.«

»Nein, danke.«

»Aber ...«

»Ich sagte, ich bin müde!«

Meine Mutter war hinter ihm erschienen. »Lass sie, Kaan. Gib ihr Zeit«, flüsterte sie.

»Na dann: Willkommen!« Liebevoll küsste Papa mich auf die Stirn. »Und schlaf gut in deinem neuen Zuhause!«

Ich schlüpfte in meinen Schlafsack und kramte nach meinem alten Teddy in meinem Rucksack. Joe war zumindest ein kleines Stück Zuhause, das ich mitbringen konnte. Ich kuschelte mich dicht an sein flauschiges Fell und schloss schon ein wenig getröstet die Augen.

Am nächsten Morgen weckte mich das Morgengebet des Muezzins. Im ersten Moment wusste ich nicht, wo ich war, schlaftrunken checkte ich meine Armbanduhr. Es war erst halb sechs. Ans Weiterschlafen war jetzt nicht mehr zu denken, denn ich war hellwach. Also aufstehen. Barfuß tapste ich durch die Wohnung, um meine Eltern nicht zu wecken. Halb tat es mir leid, wie ich Paps gestern abgewiesen hatte, er hatte es ja nur gut gemeint. Fernes Vogelgezwitscher lockte mich ins Wohnzimmer. Lautlos öffnete ich die Schiebetür zum Balkon. »Wow!«, entfuhr es mir. Ein Panoramablick wie aus einem alten Gemälde begrüßte mich. »Günaydin!«, ertönte es neben mir. »Guten Morgen!« Erschrocken fuhr ich herum. Auf dem Nachbarbalkon stand der bestaussehende Junge, der mir je unter die Augen gekommen war. Er schien etwa so alt zu sein wie ich, vielleicht ein oder zwei Jahre älter. Seine hellbraunen Locken standen wild in alle Richtungen ab und seine haselnussbraunen Augen musterten mich interessiert. Er war etwa zwei Köpfe größer als ich und wirkte athletisch. Mist, verdammter. Warum nur hatte ich mich nicht erst angezogen oder mir zumindest die Zähne geputzt, bevor ich auf den Balkon gekommen war? Ich schlafe grundsätzlich immer so, als würde ich im Traum mit jemandem kämpfen, und meine Haare stehen deshalb morgens immer in alle Richtungen ab. Ich schluckte nervös.

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