Liane Sanden - Im Schatten einer Frau

Здесь есть возможность читать онлайн «Liane Sanden - Im Schatten einer Frau» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Im Schatten einer Frau: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Im Schatten einer Frau»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Michael Heinsigk, der Mann der großartigen Schauspielerin Stella Hollmers, erhält in den Filmen, in denen seine Frau der große Star ist, immer kleine Nebenrollen, denn sie verlangt stets seine Mitverpflichtung. Analytisch exakt erkennt er, dass sein Talent gegen das seiner Frau nur eine kleines Licht ist, aber kann die Erkenntnis spielerisch nicht umsetzen und leidet gewaltig darunter – denn er liebt seine Frau von Herzen. Schließlich beginnt er die Geschichte seines Leben an der Seite der begnadeten Frau aufzuschreiben. Als Hollywood auf Stella Holmes zukommt und sich weigert, ihren Mann, wie sonst üblich, ebenfalls zu engagieren, geht sie in Zwiespalt ins Hotelzimmer und findet dort einen Manuskriptteil ihres Mannes. Es handelt sich um einen leidenschaftlichen Liebesbrief an eine – wie sie meint – fremde Frau. Sie geht ohne ihn nach Hollywood und wendet sich von ihm ab. Eine Freundin liest das Buch, ist begeistert und überredet ihre große Liebe, einen Buchbinder und Verleger, dieses Buch herauszubringen – natürlich unter Pseudonym. Stella, im fernen Hollywood, schneit dieser Bucherfolg auf den Tisch, sie liest sich fest und findet wortwörtlich den Liebesbrief in diesem Buch. Nun beginnt sie, den Autor zu suchen …-

Im Schatten einer Frau — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Im Schatten einer Frau», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Merkwürdig, wie blind Frauen waren, wenn es um die Liebe ging! Peters breiter Mund lächelte zynisch. Was hiess schon Liebe? Ein Mann war wie der andere. Eine Frau wie die andere. Die Hollmers verpatzte sich durch ihre blöde Heirat die besten Chancen. Holywood hätte sie schon längst engagiert. Sie tat es ja nicht ohne ein Doppelengagement. Und Dadson, der allmächtige Beherrscher des amerikanischen Filmmarktes hatte es schliesslich nicht nötig, solche Bedingungen anzunehmen. Immerhin hatte die Hollmers ja noch einige Rivalinnen, die klüger waren und sich nicht mit einem solchen Ballast von Mann beschwerten. Für die Weltfilm-A.-G. war das allerdings noch ein Glück, denn sonst wäre die Hollmers schon längst in Dollarien gelandet. Dieser Gedanke beruhigte Peters etwas.

„Nochmal die Szene“, sagte er, „Herr Heinsigk, so war’s schon besser. Nur mehr aus sich herausgehen! Mehr Feuer, mein Lieber, inneres Feuer!“

Michael versuchte, inneres Feuer zu zeigen. Er wusste ganz genau, wie er seine Rolle spielen musste. Er sah sie vor sich, er hörte sie.

Wie ausserhalb von sich sah er einen Michael Heinsigk stehen, der alles so gestalten konnte, wie er es selbst fühlte. Aber zwischen dieser Phantasiegestalt und seinem wirklichen Ich stand die grosse Hemmung. Immer wieder, wenn er seine innerliche Empfindung vor den fremden Menschen zeigen wollte, war es wie eine innere Fesselung, eine Scham. Das, was er fühlte, vor tausenden Menschen zu enthüllen, war es, was ihn nie weiterkommen liess. Hätte er eine Kunst gehabt, auf der nicht die Augen von Tausenden lagen, das wäre etwas anderes gewesen. Aber wie gross diese Hemmung war, hatte er nicht gewusst, als er in den Beruf hineinging. Anstatt sich zu lockern, schien er sich mit der Zeit immer mehr in sich zu verkapseln. Und deswegen würde er nie etwas erreichen. Schuwaroff zum Beispiel, man brauchte den nur anzusehen, der Mann explodierte förmlich, wenn er auf die Szene kam. Es war oft schon beinahe grandiose Schamlosigkeit, wie er in seinem Spiel alle Triebe enthüllte, aber bewundernswert. Und doch um alles in der Welt hätte Michael nicht dastehen mögen, wo Schuwaroff stand, selbst wenn er dadurch der grosse Star geworden wäre. Es war eben etwas Verpfuschtes in seinem Beruf. Hätte er nur etwas anderes gekonnt, gewusst, aber wenn er ihn aufgab, dann war er noch mehr der Mann seiner Frau.

Wie oft hatte Stella es ihm schon gesagt, wenn er eine förmliche Angst vor dem Sich-zur-Schau-Stellen überkam.

„Lass es doch, Michael. Löse den Vertrag, du musst doch nicht. Ich verdiene doch genug.“

Da hatte er sie gequält gebeten, nicht weiter zu sprechen. Dieses bisschen Verdienst, dies bisschen selbständige Stellung, mochte sie auch weit unter ihr sein, gab ihm ein wenig Selbstbewusstsein. Da hatte sie nicht weiter gedrängt. Sie hatte ihn wohlverstanden.

Aber auch dieses schweigende Verstehen in seiner verzweifelten, zerrissenen Stimmung war eine Last. Auch Güte konnte Last sein. Alles empfing er von ihr. Sein ganzes Leben war überstrahlt von ihrem Glanz. Auch äusserlich. Er gönnte ihr alles, alles. Kein Mensch konnte ihren Ruhm leidenschaftlicher wünschen als er. Aber er war hellsichtig genug, zu wissen: Die Stellung, die sie zueinander hatten, war falsch. Die Zeiten waren vorbei, wo der Mann hoch oben stand als Gebieter, Herrscher, Entscheidung über das Leben der Frau brachte. Und es war gut, dass sie vorbei waren. Von jeher war er ein leidenschaftlicher Verfechter der Frauenrechte und Frauenentwicklung gewesen. Aber so, wie es zwischen ihm und Stella war, war es unheilvoll. Neben einander mussten Mann und Frau stehen, nicht die Frau hoch oben und der Mann tief unten. All ihre Liebe konnte ihn darüber nicht hinwegtäuschen. Er war der Mann der berühmten Schauspielerin Stella Hollmers. Ohne sie war er ein Nichts. Ohne sie hätte er nicht einmal diese Stellung hier. Das war es, was ihn lähmte, immer mehr, statt ihn vorwärts zu bringen. Als er Stella noch nicht gekannt, hatte er die Hemmung gegen die Entblössung seiner Gefühle auf der Szene überwinden können. Seitdem er sie liebte, wurde ihm das aber immer schwerer und schwerer.

Er litt in seinem Stolze als Mann und im Stolze für sie. Er wusste, wie man ihr beider Verhältnis beurteilte. Und sie selbst, Stella, war Weib genug, war so ganz Weib. Mochte sie nicht oft im stillen wünschen, einen gleichwertigen Menschen neben sich zu sehen? So konnte sich die Natur einer Frau nicht verleugnen, dass sie nicht wünschte, auf den geliebten Mann stolz zu sein. Wenn sie auch jetzt die Augen davor verschloss. Einmal würde der Tag kommen, da dieses Urgefühl des Weibes durch alle Liebe hindurchbrechen würde. An diesem Tage würde er verloren sein.

Schuwaroff hatte in den Ensembleszenen nichts zu tun. Hinterher aber wurde noch ein Stück des Films mit ihm gedreht. So beschloss er, in der Kantine sich zu erholen. Er hatte erst gehofft, mit Stella Hollmers noch ein Weilchen plaudern zu können. Aber sie war ja so betont schnell in ihrer Garderobe verschwunden, dass er genau gemerkt hatte, sie wollte nicht. Immer stellte sie ihre ganze Beziehung nur auf die gemeinsame Arbeit, war freundlich, liebenswürdig — aber nicht um einen Grad mehr als es die gemeinsamen Arbeitsinteressen erlaubten. Der Frau in ihr kam er auch nicht um einen Schritt näher. Und gerade das reizte den verwöhnten Frauenliebling. Er war gewöhnt, dass die Frauen ihm beim ersten Blick entgegenkamen. Dass sie seine Gunst suchten — dass der Mann und der grosse Star gleicherweise anziehend für sie waren. Vielleicht taten es manche auch aus Berechnung, wie die kleine Madelen — aber das machte nichts. Der Film war das Kampffeld des Ruhms, auf dem erbittert um jeden Zoll Boden gerungen wurde. Schuwaroff wusste selbst genau genug, dass Protektion und Beziehungen hier oft mehr bedeuten konnten als Talent. Und so nahm er es niemandem übel, der Gefühle mit Geschäften verquickte. Gerade darum reizte ihn wohl Stella Hollmers Verhalten besonders. Sie hatte niemals die geringsten Konzessionen gemacht — und sie war trotz dessen auf die Höhe gekommen, auf der sie jetzt stand. Er musste sich zugeben, sie war das Vollkommenste, was er je gesehen. Ihre Schönheit war ebenso makellos wie ihre Kunst. Gerade das machte sie ja so begehrenswert. Die erste Frau, die sein Werben nicht verstand — oder nicht verstehen wollte. Und warum eigentlich? Doch nicht etwa wegen dieser Null, dieses Michael! Es war schon unbegreiflich genug, dass sie ihn überhaupt geheiratet hatte. Aber lieben konnte sie ihn doch unmöglich heute noch! Damals war es vielleicht eine Laune, damals war sie ja auch noch nicht so berühmt. Aber jetzt? Was konnte ihr ein unbedeutender kleiner Filmschauspieler sein? Das Ganze war unbegreiflich und beinahe ein wenig lächerlich. Mit spöttischem Lächeln sah er der Szene zu, in der Michael jetzt spielte. Wie schwunglos das alles war, ohne die grosse Linie, die man auch in die kleinste Rolle hineinbringen konnte. Schuwaroff war einer jener Schauspieler, die mit einer beinahe nachtwandlerischen Sicherheit die Linie für eine jede darzustellende Figur fanden. Die Schauspielkunst war bei ihm etwas so Naturgegebenes, dass er kaum nachdenken brauchte, wie er diese und jene Rolle zu gestalten hatte. Das gab seiner Darstellung das Fortreissende und Wahrhaftige. Diesem naturgewachsenen Talent verdankte er seinen Ruhm. Darum aber begriff er ganz einfach nicht, wie jemand ein schlechter Schauspieler sein konnte. Er verachtete schlechte Schauspielkunst geradezu. Entweder man hatte den göttlichen Funken, oder man hatte ihn nicht, pflegte er zu sagen. Michael Heinsigk hatte ihn nicht. Wäre er nicht der Mann der Hollmers gewesen, keine Filmgesellschaft von Rang hätte ihn beschäftigt. Und ein Mann, der nur durch eine Frau gemanagt worden, sollte die Liebe dieser Frau auf die Dauer bewahren? Das war nach seiner Ansicht unmöglich.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Im Schatten einer Frau»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Im Schatten einer Frau» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Im Schatten einer Frau»

Обсуждение, отзывы о книге «Im Schatten einer Frau» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x