Ricarda Huch - Der Dreißigjährige Krieg
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Trotz mehrmonatiger Belagerung war noch immer keine Aussicht, Pilsen zu nehmen. Die durch ihre Lage und vortreffliche Befestigung ohnehin für uneinnehmbar geltende Stadt erfreute sich eines tüchtigen Kommandanten, Fels von Dornheim, der ein gutes Einverständnis zwischen Bürgerschaft und Besatzung wahrte, sodass die Soldaten sich genügender Verpflegung erfreuten; das Belagerungsheer dagegen begann allmählich Not zu leiden und über Untätigkeit und ausbleibenden Sold zu murren. Die Direktoren schickten noch immer kein Geld, sondern ermahnten Mansfeld von Zeit zu Zeit, sich entscheidender Aktionen, durch welche Pilsen einigermaßen in extremis versetzt würde, zu enthalten, denn der Kaiser möchte eine ernstliche Gefährdung der ihm ergebenen Stadt als rebellisch und unrespektierlich empfinden. Einmal erhielt er sogar Befehl, die Belagerung aufzuheben, und zog wirklich ab, jedoch um zurückzukehren, als bald hernach ein Gegenbefehl eintraf.
Fels von Dornheim hatte eine einzige Tochter, die mit einem Obersten verheiratet war und die er herzlich liebte. Diese kam eines Tages zu ihm und klagte über ihren Mann, dass er sie, seit sie in Pilsen wären, vernachlässige und übel behandle, dass er ein Liebesverhältnis mit einer von den Klosterfrauen angeknüpft habe, die vor den Mansfeldischen in die Stadt geflüchtet wären und sich hier die Zeit mit weltlichen Händeln vertrieben.
Dornheim streichelte zuerst das liebe Gesicht der Frau, die ihm glich, und tröstete sie ein wenig zögernd damit, dass das nun leider einmal die Weise der Männer sei und dass er sich am ersten wieder zu ihr und ihren Kindern finden würde, wenn sie geduldig zuwarte. Das habe sie wochenlang getan, entgegnete sie, ihr Lohn sei aber gewesen, dass er sie ins Gesicht geschlagen hätte, als sie ihm zum ersten Mal seine Untreue in gelinden Worten vorgehalten habe. Ihre schönumsäumten Augen flammten schwarz vor Zorn und Scham; lieber, sagte sie, als solche Schmach ferner zu ertragen, wolle sie mit ihren Kindern an der Hand ins Elend wandern. Der Kommandant ging mit großen Schritten im Zimmer auf und ab, während er mehrmals zornig hervorstieß: »Das ist zu viel! das erleidet kein Dornheim!« Dann legte er den dunklen Kopf der Tochter an seine Brust und sagte beschwichtigend, er wolle ihren Mann zur Vernunft bringen, sie solle ihm vertrauen; solange er lebe, solle sein Kind nicht wie ein Bauernweib geschlagen werden oder ins Elend wandern. Sie lächelte unter Tränen zu ihm auf, und ihr Blick verweilte zärtlich auf der festen, breiten Gestalt des Vaters und auf seinem blühenden, rotbraunen Gesicht, aus dem die Augen so herzlich und sicher heraussehen konnten.
Die Unterredung mit dem Schwiegersohn, die den Kommandanten nicht wenig beunruhigte, verlief bequemer, als er gedacht hatte, und ziemlich zufriedenstellend; wenigstens versprach er, der vor Dornheim viel mehr Angst hatte, als dieser ahnte, Besserung in jeder Hinsicht, das schuldige Verhältnis mit der Verführerin, an der er kein gutes Haar ließ, abzubrechen und seine Frau mit gebührender Rücksicht zu behandeln. Eine Versöhnung wurde zuwege gebracht, bei der der Mann weinte und schluchzte und die junge Frau blass und verschlossen dreinschaute. In seiner Freude lud Dornheim den Schwiegersohn und einige andere Offiziere auf den Abend zu einem Bankett ein und trank mehr als gewöhnlich, während er sich sonst, namentlich während der Dienstzeit, eher durch Mäßigkeit auszeichnete. Doch war er besonnen genug, um Mitternacht die Tafel aufzuheben; vor dem Zubettgehen, sagte er, wolle er noch eine Runde um den Wall machen; er fühle sich wach und nüchtern, als sei er eben aufgestanden, setzte er fröhlich hinzu, indem er seine kräftige Gestalt reckte. Von einigen Fackelträgern begleitet, traten sie den Rundgang an, bei dem Dornheim ziemlich festen Fußes voraufging, während die anderen, berauscht und schläfrig, ihm nachstolperten. Sie waren bei dem sogenannten Badehause angekommen, das ein Hauptziel der Belagerer war, als Dornheim stillstand, weil er ein Geräusch gehört zu haben glaubte; es rührte von einem Arkebusier bei den Mansfeldischen her, der auf dem Bauche bis an den Stadtgraben gekrochen war in der Hoffnung, etwa Gelegenheit zu einer kühnen Tat zu finden. In dem Augenblick, wo Dornheim, einem der begleitenden Soldaten die Fackel aus der Hand nehmend, sich zum Graben hinunterbeugte, legte der versteckte Schütze an und traf den feindlichen Kommandanten so gut ins Herz, dass er, nur noch einen einzigen Seufzer ausstoßend, tot vornüber in die Tiefe stürzte.
Sein Schwiegersohn wurde sein Nachfolger; allein unter seinem launischen Regiment, denn er ließ bequemer Nachsicht unvermittelt bösartige Härte folgen, wurde die Mannszucht der Besatzung locker, die Einwohnerschaft ihrer überdrüssig, und die Verteidigung fing an, dem Feinde allerlei Blößen zu zeigen. Da nun auch endlich von Prag aus Mahnungen an Mansfeld kamen, er solle Ernst gebrauchen, schritt er zum Sturme und konnte in der Frühe des 22. November als Sieger in die eroberte Stadt einziehen.
Vor Pilsen erkrankte einer der reichsten böhmischen Standesherren, Albrecht Johann Smirsitzky, und starb in seinem Hause in Prag, wohin er sich hatte bringen lassen. Er war mit der Prinzessin Amalie von Hanau, einer Enkelin Wilhelms I. von Oranien, verlobt gewesen, die den Bräutigam tief betrauerte und ihr Bild an einer Kette nach Prag schickte, damit es zu ihm in den Sarg gelegt werde. Der junge Mann, der ein wildes und liederliches Leben geführt hatte, war in ihren Augen ein Glaubensheld, da er sich bei der Defenestration der katholischen Räte als einer der Eifrigsten mit eigener Hand beteiligt hatte, und sie hielt sein Andenken heilig. Noch bevor ein Jahr verflossen war, heiratete sie den nunmehr ältesten Sohn des Landgrafen von Hessen-Kassel, Wilhelm, dem sie zwar nicht an Bildung, aber an Gesundheit und Tatkraft überlegen war und der sich ihr mit ganzem Herzen hingab.
29.
Spät an einem Dezemberabend des Jahres 1618 in Straßburg begab sich der Professor der Geschichte Matthias Bernegger mit seinen Schülern zum Münster, um den seit einiger Zeit sichtbar gewordenen Kometen zu betrachten. Bernegger hatte der Religion wegen seine oberösterreichische Heimat verlassen müssen und an der Straßburger Akademie eine Anstellung gefunden. In seinem Hause, das ein fröhlicher Sinn und tätiger Geist belebte, wohnten stets einige Studenten, die liebevoll und dankbar an ihm hingen, nicht selten aber auch ihn ausnützten und betrogen. Dies pflegte seiner Liebe keinen Eintrag zu tun, wie er denn immer mit innigem Anteil von dem Schlesier erzählte, der lateinische Verse aus dem Stegreif machte, zur Mandoline sang und, wenn er ihm Geld abborgte, ihn so unschuldig schelmisch ansah, als ob er ihm im Voraus zu verstehen geben wollte, dass er es nie zurückgeben werde. Ebenso von jenem Basler, der durchaus nichts lernte, sei es, dass er es nicht konnte oder dass er keine Lust dazu hatte, aber seiner Frau in der Küche so anstellig zur Hand ging, dass sie nicht mehr ohne ihn fertig werden konnte, der freilich auch einen ärgerlichen Handel mit einer Dienstmagd anstellte, sodass Bernegger um seinetwillen bittenderweise bei den Ratsherren umherlaufen und bei Freunden eine Anleihe machen musste, um den Schaden einigermaßen zu decken. Noch mehr Not hatte er mit dem von Küssow, einem jungen Pommer, auszustehen, der sich betrank und niemals bezahlte und, wenn Bernegger einen Zweifel aussprach, ob er auch zu dem Seinigen kommen würde, stolz entrüstet sagte, er sei von uraltem deutschem Adel, wolle lieber das Leben einbüßen als die Ehre und fordere jeden vor sein Schwert, der ihm zu nahe träte. Er war faul und begriff nichts, konnte aber gut rechnen und löste, wenn er nüchtern war, die längsten und schwierigsten Aufgaben so geschwinde, als ob sie ihm jemand einbliese.
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