Ricarda Huch - Der Dreißigjährige Krieg

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Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihr Hauptwerk zur deutschen Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.Diese Sammlung über den Dreißigjährigen Krieg fasst in neuer deutscher Rechtschreibung erstmalig alle 3 Teile zusammen:Erster Teil: Das VorspielZweiter Teil: Der Ausbruch des FeuersDritter Teil: Der ZusammenbruchNull Papier Verlag

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Graf Solms, der miss­traui­schen und düs­te­ren Blicks da­bei­ge­stan­den hat­te, sag­te: »Gott ver­hü­te, dass un­se­re Pfäl­zer Bau­ern ein­mal so den Pflug ver­lie­ßen, um Zi­geu­nern nach­zu­streu­nen«, und wen­de­te sich dann ge­gen Bu­do­wa mit der Fra­ge, warum man den Leu­ten nicht Vieh und Werk­zeug gebe, dass sie das Feld wie­der be­stel­len könn­ten. Er wis­se nicht, wem die­se ge­hör­ten, ant­wor­te­te Bu­do­wa; es gebe Her­ren, die sich nicht um ihre Un­ter­ta­nen küm­mer­ten, au­ßer dass sie ih­nen das Blut aus­press­ten, und die Bau­ern wä­ren auch so ge­ar­tet, dass sie ver­wil­der­ten wie das Vieh, wenn man sie nicht streng in Zucht und Ord­nung hiel­te.

Das wer­de sich nun al­les bes­sern, sag­te Eli­sa­beth; sie möch­te aber gar zu gern eine Zi­geu­ne­rin se­hen und sich die Zu­kunft von ihr aus­le­gen las­sen. Sie hät­te viel Wun­der­li­ches da­von ge­hört und wol­le wis­sen, was dar­an sei. Ein paar jün­ge­re Hoffräu­leins ki­cher­ten und un­ter­stütz­ten mit ge­flüs­ter­ten Bit­ten den Wunsch der Kur­fürs­tin; eine äl­te­re Frau da­ge­gen sag­te, man sol­le Gott nicht ver­su­chen, sol­cher Vor­witz kön­ne ver­häng­nis­voll wer­den, wie ihre Mut­ter selbst er­fah­ren habe. Die­se sei in ih­rer Ju­gend am Hofe des Her­zogs von Brieg ge­we­sen, der et­was rasch und dem Trun­ke er­ge­ben, sonst aber ein gu­ter Herr ge­we­sen sei, und sie habe ein­mal an ei­ner Jagd teil­ge­nom­men, als man im Ge­hölz ein al­tes Weib an­ge­trof­fen habe, das im all­ge­mei­nen Ge­schrei ge­stan­den habe, als kön­ne es das Zu­künf­ti­ge weis­sa­gen. Der Her­zog habe sie an­ge­hal­ten und ihr be­foh­len, ihm et­was zu pro­phe­zei­en, und wie er denn gro­be Spä­ße ge­liebt habe, habe er hin­zu­ge­setzt, wenn sie ihm nichts Gu­tes sage, wer­de er die Hun­de auf sie het­zen und ihr bei le­ben­di­gem Lei­be den Kopf vom Rump­fe sä­gen las­sen. Da habe ihn die Alte fest ins Auge ge­fasst, mit ei­nem wei­ßen Stäb­lein sein Bein be­rührt – denn er habe zu Pfer­de ge­ses­sen – und lang­sam mit dün­ner, deut­li­cher Stim­me ge­sagt: »Bru­der, das nächs­te Glas Wein, das du leerst, wird dein letz­tes sein.« Der Her­zog sei dar­auf aschen­bleich ge­wor­den, als ob ihm ohn­mäch­tig wür­de, so­dass das Ge­fol­ge ihm bei­ge­sprun­gen wäre, und als man sich dann wie­der nach der al­ten Hexe um­ge­blickt hät­te, sei sie ver­schwun­den ge­we­sen. Von dem Tage an habe der Fürst meh­re­re Wo­chen still und ein­ge­zo­gen wie ein Ein­sied­ler ge­lebt, so­dass sei­ne Ge­mah­lin schon Hoff­nung ge­fasst hät­te, er wer­de das Trin­ken ab­le­gen; aber ei­nes Mor­gens sei ein fro­her Mut über ihn ge­kom­men, er habe sich fest­lich an­ge­klei­det und ge­ru­fen: »Möge kom­men, was da wol­le, es muss ein­mal wie­der ge­sof­fen sein!« habe Ge­sell­schaft zu Ti­sche be­stellt und sich einen großen Hum­pen voll Wein brin­gen las­sen. Kaum aber habe er ihn aus­ge­trun­ken und nie­der­ge­setzt, so sei zum Ent­set­zen al­ler Gäs­te die Far­be in sei­nem Ge­sicht er­lo­schen und er tot um­ge­fal­len, ohne noch ein Wort zu sa­gen. Ob dies nun dem Lau­fe der Na­tur ge­mäß oder Zau­be­rei ge­we­sen sei, habe ihre Mut­ter da­hin­ge­stellt sein las­sen; das alte Weib aber hät­te man end­lich auf­ge­grif­fen und ver­brannt.

Die Kur­fürs­tin sag­te la­chend, um den Fürs­ten sei es im­mer­hin nicht scha­de ge­we­sen, und des Gra­fen Solms Toch­ter Ama­lie, ein klei­nes Fräu­lein mit klu­gem, blas­sem Ge­sicht, mein­te, Leicht­gläu­bi­gen und Aber­gläu­bi­gen sei leicht pro­phe­zei­en. Bu­do­wa hat­te schon Leu­te aus­ge­schickt, um eine Zi­geu­ne­rin aus­zu­spü­ren, und sie ka­men mit ei­ner an, als Eli­sa­beth eben ihr jüngs­tes Kind an der Brust hielt und Fried­rich den Erst­ge­bo­re­nen mit üb­rig­ge­blie­be­nem Kon­fekt füt­ter­te; denn in­zwi­schen hat­ten die Herr­schaf­ten das Es­sen ein­ge­nom­men. Die Zi­geu­ne­rin, ein al­tes, gel­bes, schmut­zi­ges Weib, kroch, die Au­gen ver­dre­hend, an die Kur­fürs­tin her­an, ließ sich ihre ge­pu­der­te und mit vie­len großen Rin­gen be­steck­te Hand rei­chen, dreh­te sie hin und her und be­tas­te­te sie und rief plötz­lich un­ter ver­zück­ten Ge­bär­den aus: »Heil dir, Mut­ter von Kö­ni­gen! Mut­ter von großen, mäch­ti­gen Kö­ni­gen!« was die Um­ge­bung mit Heil­ru­fen und Hän­de­klat­schen er­wi­der­te. Eli­sa­beth er­rö­te­te vor Ver­gnü­gen und ließ ihre Hand der Al­ten, in­dem sie ihr be­deu­te­te, noch mehr zu sa­gen. Die­se, die nun ke­cker ge­wor­den war, hielt die wei­ße Hand dicht un­ter ihre Au­gen und sag­te schmun­zelnd und sich krüm­mend, sie sehe den Ve­nus­gür­tel in die­ser Hand, den Ve­nus­gür­tel, in dem sich die Manns­leu­te fin­gen. Fried­rich und Eli­sa­beth lach­ten dar­über, Graf Solms hin­ge­gen run­zel­te die Brau­en, und Bu­do­wa such­te dem Auf­tritt ein Ende zu ma­chen, in­dem er der Zi­geu­ne­rin ein Gold­stück zu­warf und sie mit sicht­li­chem Wi­der­wil­len hieß, die Hand der Kö­ni­gin fah­ren zu las­sen und sich zu trol­len. Das Weib raff­te das Geld auf und mach­te Mie­ne, sich zu ent­fer­nen, wo­bei sie aber einen su­chen­den Blick in die Run­de warf, ob etwa noch je­mand ihre Diens­te woll­te. Da­bei blieb ihr Auge auf Bu­do­wa haf­ten, und sie sag­te, sich auf­rich­tend, mit der Mie­ne des Schre­ckens auf ihn deu­tend: »Wer bist du? Ich sehe einen blut­ro­ten Strei­fen rund um dei­nen Hals her­um!« Der Graf erb­lass­te und griff un­will­kür­lich nach sei­nem Hal­se, wäh­rend die üb­ri­gen ihn er­schro­cken an­starr­ten; nur das kur­fürst­li­che Paar lach­te, und Eli­sa­beth mein­te, er habe wohl eine Liebs­te, die ihn mit ei­nem ro­ten Schnür­lein an­ge­bun­den habe, um es zu­zu­zie­hen, wenn er ihr un­treu wer­den wol­le. Ja, er sei der Vet­tel wahr­haf­tig ins Garn ge­gan­gen, sag­te Bu­do­wa är­ger­lich, er hät­te Lust, ihr nach­zu­ge­hen und ihr das fre­che Maul zu schlie­ßen. Ei was, sag­te Fried­rich, eine wahr­sa­gen­de Zi­geu­ne­rin hät­te so viel Re­de­frei­heit wie ein Narr, es müs­se ein je­der se­hen, mit ih­rem Spruch fer­tig zu wer­den. Un­ter­des­sen hat­te Eli­sa­beth einen Zweig von ei­ner wil­den Rebe mit ru­bin­ro­ten Blät­tern ab­ge­bro­chen, zu­sam­men­ge­floch­ten und ihn dem klei­nen Prin­zen Hein­rich auf­ge­setzt, um den künf­ti­gen Kö­nig zu krö­nen; der Klei­ne je­doch schi­en dies aus ir­gend­ei­nem Grun­de für einen Ein­griff und eine Ehren­krän­kung zu hal­ten, riss den Schmuck aus den Lo­cken, streif­te die Blät­ter ab und schwang den Zweig wie eine Ger­te, in­dem er sei­ne Mut­ter her­aus­for­dernd mit flam­men­den Au­gen an­sah. »Das ist ein rech­ter Kö­nig von Böh­men!« rief Bu­do­wa aus, »er will das Schwert füh­ren, be­vor er sich krö­nen lässt«, und hob das leich­te Kind auf sei­ne brei­te Schul­ter, von wo es, sei­ne Ängst­lich­keit be­zwin­gend, stolz lä­chelnd her­ab­sah.

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