Anna Grue - Der Judaskuss

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Im beschaulichen Christianssund treibt ein Heiratsschwindler sein Unwesen û und
in einem Schuppen wird eine Leiche gefunden. Sommerdahl ermittelt.
In einem Vorort der dänischen Kleinstadt Christianssund wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, der mit einem Spaten erschlagen wurde. Kommissar Flemming Torp steht vor einem Rätsel: Es gibt keine Spuren, keinen Verdächtigen und kein Motiv.
Flemmings Freund Dan Sommerdahl, der sich kürzlich als Werbetexter selbstständig gemacht hat, bekommt unterdessen eine E-Mail von seiner Tochter Laura aus dem Internat: Lauras Lieblingslehrerin wurde von einem Heiratsschwindler betrogen. Dan lässt sich überreden, den Hochstapler zu suchen. Während Torp mit seinen Ermittlungen um die Leiche am Strand auf der Stelle tritt, kommt Dan dem Heiratsschwindler auf die Schliche. Nicht ohne Neid muss Torp anerkennen,
wie sich sein alter Jugendfreund Sommerdahl zu einem veritablen Ermittler mausert. Als Torp schließlich zähneknirschend zustimmt, mit Sommerdahl
zusammenzuarbeiten, nehmen beide Fälle plötzlich eine dramatische Wendung …

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8 / Freitag, 23. März 2007

Als Laura ihre diskrete Fotosammlung am nächsten Tag gegen fünfzehn Uhr beendete, hatte Dan gut zehn einigermaßen brauchbare Porträts von Jakob Heurlin. Er kannte inzwischen das güldene Haar des jungen Mannes, seine aufrechte Haltung und hellroten Ohren. Aber nicht ein einziges Foto zeigte sein Gesicht deutlich. Er war ganz einfach zu schnell gewesen für die Heerscharen von eifrigen Handy-Fotografen, hatte es immer geschafft, den Kopf rasch genug zur Seite zu drehen, nach unten zu blicken oder eine Hand vors Gesicht zu halten. Und Jakobs Vorliebe für große Sonnenbrillen ließ die Erfolgsrate nicht gerade in die Höhe schnellen.

Laura hatte auch eine Videoaufzeichnung geschickt. Sie stammte vom Faschingsfest der Schule vor ein paar Monaten. Alle waren verkleidet, und vielleicht hatte der kamerascheue Jakob es deshalb zugelassen, mehrere Minuten lang gefilmt zu werden, ohne dass er sich abwandte oder hinter anderen versteckte. Ganz offensichtlich war das Mädchen hinter der Kamera einigermaßen fasziniert von dem jungen Mann. Die ganze Zeit stand er im Zentrum des Bildfelds, lachend und redend. Er hatte sich als Nordseefischer verkleidet, das blonde Haar versteckt unter einem gelben Südwester, den Körper vermummt mit Strickpullover und schwarzen Wattstiefeln, eine Stummelpfeife im Mundwinkel. Das Gesicht war teilweise verborgen unter einem imponierenden grauen Vollbart, die Wangen hatte er sich knallrot gepudert. Wäre dieser wettergegerbte Greis nicht in Gesellschaft von Ursula Olesen gewesen, hätte Dan ihn nicht erkannt. Ursula trug ein Piratenkostüm, eine Augenklappe und an der Seite einen klobigen, mit Pailletten besetzten Pappsäbel. Sie hatte keinen Versuch unternommen, ihr hennafarbenes Haar zu verbergen, sondern sich lediglich ein Bandana um die Stirn gebunden. Sie war leicht zu erkennen, und da sie und Jakob permanenten physischen Kontakt hatten, war ein Irrtum ausgeschlossen. Die ganze Zeit hielt einer den anderen am Arm, steckte die Hand in die Gesäßtasche des anderen, bürstete unsichtbare Fusseln von den Schultern. Sie flüsterten sich ins Ohr, knabberten gegenseitig an ihren Faschingskreppeln und flochten die Finger der Hände ineinander, die nicht gerade einen Keramikbecher mit Tee hielten. Dan wusste natürlich, dass dieser kleine Filmschnipsel für die Suche überhaupt nicht zu verwenden war, dennoch sah er ihn sich drei Mal an, fasziniert von der Intimität, die dieses ungleiche Paar in seinen grotesken Verkleidungen ausstrahlte. Er fing an zu verstehen, warum Jakobs Verschwinden ein so großer Schock für seine Verlobte gewesen war.

Schließlich wählte Dan ein einigermaßen scharfes Bild im Halbprofil aus, dazu eine stark beschnittene Kopie von Ursulas Schwarz-Weiß-Foto, auf dem die indische Tätowierung deutlich zu erkennen war. Er stellte die beiden Fotos in einen dunkelgrünen Kasten und versah sie mit einem kurzen Text: KENNEN SIE DIESEN MANN? Er ist ca. 29 Jahre alt, 194 cm groß und hat graugrüne Augen. Die abgebildete Tätowierung befindet sich auf seiner rechten Schulter. Der Mann wurde zuletzt am 19. März im Flughafen Kastrup, Terminal 2 gesehen. Alle Informationen sind willkommen bei dan@sommerdahl.dk. Volle Diskretion garantiert! Das Layout der Anzeige wäre natürlich überzeugender gewesen, wenn Dan ein Artdirector zur Seite gestanden hätte, aber es ging auch so. Er hatte absichtlich nichts von einer Belohnung geschrieben. Er wollte keinesfalls das Risiko irrelevanter Anrufe eingehen.

Bereits eine Stunde später stand die Anzeige auf den Homepages der beiden größten dänischen Kontaktbörsen. Die Preise waren ziemlich gepfeffert, aber als er den Anzeigenverkäuferinnen den Hintergrund erklärte, hatte die eine ihm einen anständigen Rabatt gewährt und die andere die Anzeige sogar gratis eingestellt. Sie schien sehr betroffen von der Geschichte und hatte Dan mehrfach viel Glück bei der Jagd gewünscht, bevor sie endlich auflegte.

Hinterher rief er Kriminalkommissar Flemming Torp an. »Störe ich?«

»Nein, überhaupt nicht, wenn ich ehrlich sein soll. Wir kommen in dieser verdammten Mordsache nicht weiter, ich habe das Gefühl, auf der Stelle zu treten.«

»Mikael Kjeldsen?«

»Ja, wer sonst? Wir wälzen uns hier in der Stadt ja nicht gerade in Mordfällen. Jedenfalls nicht seit der Geschichte mit Lilliana.«

»Mir tut besonders die Mutter leid.«

»Das kann man wohl sagen. Er war ihr einziges Kind. Aber, nun ja, sie hat ja ihren Gott.«

»Ist sie religiös?«

»Und wie. Sie scheint vierundzwanzig Stunden am Tag zu beten.«

»Hat ihr Sohn das auch gemacht?«

»Bestimmt. Sie ist Mitglied irgendeiner Sekte, und der Sohn war das gezwungenermaßen auch.«

»Er hat studiert, oder?«

»Ja. Informatik an der Universität von Kopenhagen. Zusätzlich hatte er einen Job bei einem Finanzberater hier am Ort. Als IT-Fachmann.«

»Vollzeit?«

»Nein, Teilzeit. Sie haben ihn wegen seines kleinen Handicaps fast gratis bekommen.«

»Äh, ich verstehe nicht ganz?«

»Ach so, ja, das wurde nicht veröffentlicht. Mikael Kjeldsen fehlte die Hälfte seiner linken Hand, ihm standen nur der Daumen und der Zeigefinger zur Verfügung.«

»Das hat aber doch nichts mit seiner Arbeitskraft zu tun? Ich meine, diese IT-Leute benutzen selten sämtliche Finger, wenn sie tippen.«

»Keine Ahnung. Sein Arbeitgeber bekam jedenfalls einen Teil des Gehalts erstattet, und jetzt ziehen sie lange Gesichter, weil sie für einen neuen Mann den Marktpreis bezahlen müssen.«

»Hatte Mikael eine Freundin?«

»Nee. Und offensichtlich auch keine richtigen Freunde. Er hat bei seiner Mutter gewohnt und scheinbar nicht viel anderes getan, als zu studieren, zur Arbeit zu gehen und mit seinem Computer zu spielen.«

»War er ein Hacker?«

Kurze Pause. »Wieso fragst du?«

»Nur so. Diese Vollnerds, deren soziales Leben sich komplett im Netz abspielt, hacken doch auch gern ein bisschen, klauen ein paar Programme, laden Spielfilme runter, so ’n Zeug halt. Natürlich illegal, aber selten aus einem anderen Grund als aus Spaß. Irgendwie gehört das zu diesen Jugendlichen.«

»Wir haben diese Möglichkeit tatsächlich in Erwägung gezogen, seine beiden Computer sind noch immer zur Untersuchung bei den Experten in Kopenhagen. Bisher deutet allerdings nichts darauf hin, dass er ein Hacker gewesen ist.«

»Also, wenn du mich fragst«, begann Dan.

»Ja?« Flemmings Bürostuhl knarrte.

»Ich meine nur … ein Computernerd ohne soziales Leben, den jemand ermordet, indem er ihm einen alten Bildschirm über den Kopf zieht, das muss doch was mit IT zu tun haben!«

»Hast du denn die Zeitungen nicht gelesen? Mikael wurde nicht durch den Bildschirm getötet.«

»Was meinst du?«

»Wir haben uns ziemlich gewundert, als wir die Leiche fanden. Nicht viele können einen elf Kilo schweren, unhandlichen Computerbildschirm anheben und dann einen ausgesprochen präzisen Wurf ausführen, ohne dass es dabei zu irgendwelchen Geräuschen kommt. Und in diesem Fall hätte das Opfer etwas gehört und sich umgedreht, das ist ein Reflex. Aber nichts deutet darauf hin, dass Mikael seinen Mörder gehört hatte. Der Rücken zeigte in Richtung Schuppentür, und sein Gesicht schaute nach vorn, als er getroffen wurde.«

»Hm?«

»Die Erklärung erhielten wir durch den Obduktionsbericht. Mikael war bereits tot, als irgendjemand – höchstwahrscheinlich der Mörder – den Computerbildschirm auf seinen Kopf fallen ließ.« Flemming machte eine Kunstpause. »Mikael wurde durch mindestens zwölf, höchstens achtzehn heftige Schläge mit einem Spaten getötet.«

»Mit der flachen oder der scharfen Seite?«

»Die ersten drei, vier Schläge wurden mit der scharfen Seite ausgeführt. Keinerlei Zweifel, dass jeder einzelne Schlag bereits kräftig genug war, um ihn zu töten. Sein Schädel wurde schlichtweg gespalten. Trotzdem schlug der Mörder weiter auf den Kopf des Toten ein. Die Schläge trafen den Hinterkopf und die linke Seite des Schädels, als hätte ein Rechtshänder in einem schrägen Winkel mit einer Axt zugeschlagen. Diesmal allerdings mit der flachen Seite des Spatens.«

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