j. Christian Rainer - Meister der Vertikale

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WEGWEISER, GUIDE, PARTNER
Erstbesteiger gehen in die Geschichte ein, doch kaum ein Gipfel wurde in der Frühzeit des Alpinismus ohne Bergführer erklommen. Ihre Namen blieben weitgehend unbekannt. Während sich anfangs noch jeder als Bergführer bezeichnen konnte, mussten bald Prüfungen abgelegt werden. Von all dem erzählt die 200-jährige Geschichte der Südtiroler Bergführer und spiegelt dabei die Entwicklung von Alpinismus und Tourismus wider.

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Die plötzliche Geschäftigkeit hat einen einfachen Grund, nämlich einen finanziellen. Schließlich geht es um die Frage, inwieweit Bergführer Erwerbsteuer zahlen müssen. Die Antwort fällt überraschend aus: Innen-, Polizei-, Finanz- und Handelsministerium sprechen sich im Mai 1865 gegen eine Erwerbsteuerpflicht für Bergführer aus, sei doch „die Beschäftigung der Bergführer, da sie gewöhnlich nur gelegentlich und vorübergehend, daher nur als ein prekärer Nebenverdienst ausgeübt wird, in der Regel als kein Gewerbe anzusehen“. Nur wenn ein Bergführer seine Tätigkeit „ausnahmsweise als eine selbstständige Unternehmung förmlich gewerbsmäßig“ betreibe, müsse er dafür auch Steuern bezahlen. Offensichtlich sind Profibergführer damals also noch dünn gesät. Trotzdem werden „Anordnungen zur Regelung des Bergführerwesens“ erlassen, die zur Grundlage der in den nächsten Jahren folgenden Bergführerordnungen in den Ländern werden und in der Zwischenzeit schon einmal die wichtigsten Voraussetzungen für den Zugang zur Bergführerei und deren Ausübung regeln.

In den 1890erJahren verlassen sich die meisten Seilschaften auf kompetente - фото 10

In den 1890er-Jahren verlassen sich die meisten Seilschaften auf kompetente Begleitung durch einen Bergführer. Und auf jemanden, der ihnen die Arbeit am Berg abnimmt.

Erfahrung, Verlässlichkeit, Ortskenntnis

„In jenen Gegenden, welche von Reisenden häufig besucht werden und wo sich das Bedürfniß nach Bergführern herausgestellt hat, haben die politischen Bezirksbehörden denjenigen, die darum, wenn auch nur mündlich ansuchen und von deren Befähigung zum Bergführergeschäfte, nämlich von deren genügender Erfahrung, Verläßlichkeit, genauer Ortskenntniß und physischer Tauglichkeit sie sich in geeigneten Wegen überzeugt haben, ein Bergführerbuch zu verabfolgen.“

§ 1 der ministeriellen Anordnungen zur Regelung des Bergführerwesens, 1865

Schaut man sich die ministeriellen Anordnungen genauer an, erkennt man ein Grundprinzip: Die Zuständigkeit für die Regelung des Bergführerwesens wird den Bezirken zugeschrieben. Gleichzeitig wird für das gesamte österreichische Hoheitsgebiet das Bergführerbuch als Befähigungsnachweis eines Bergführers eingeführt. Die Behörden schrecken aber (noch) vor einem Monopol der behördlich anerkannten Bergführer zurück, spielen deshalb die Bedeutung des Bergführerbuches herunter und degradieren es fast schon zu einem Marketinginstrument. So heißt es in den Anordnungen: „Es gibt ihm zwar kein ausschließliches Recht gegenüber solchen, die ein Bergführerbuch nicht erwirken; allein da es den Charakter eines behördlichen Zeugnisses hat, so wird es einerseits dem reisenden Publikum die so sehr gewünschte Garantie der Verläßlichkeit des damit Betheilten und dem Letzteren alle Vortheile einer behördlichen, zur allgemeinen Kenntniß gebrachten Beglaubigung gewähren.“

Im Ministeriumserlass von 1865 finden sich auch noch andere Regelungen, die später in den Länder-Bergführerordnungen übernommen werden. Dazu gehören die Pflicht des Führers, das Bergführerbuch den Reisenden und Behörden vorzulegen, falls diese es wünschen, und die Möglichkeit der Behörden, den Führern das Buch zu entziehen. Zugleich ordnet Wien an, die Namen der Bergführer „in den Gasthöfen, Wirthshäusern, Bahnhöfen, auf Dampfschiffen etc. durch Anschlag kund zu machen, damit die Reisenden in die Kenntniß kommen können, daß in einem bestimmten Orte oder Bezirke behördlich legitimirte Führer sich befinden“.

Weil sich aber erfahrungsgemäß die meisten Streitfälle um die Preise entwickeln, ordnet das Ministerium auch deren Regelung an, und zwar für „alle minder beschwerlichen und minder gefährlichen Touren“. Während der Preis für schwierige, gefährliche Touren weiter Verhandlungssache zwischen Gast und Bergführer bleibt, sollen für Sonntagstouren fixe Tarife festgeschrieben werden, und zwar von den Bezirken. Dabei gilt es, ein Gleichgewicht zwischen den Ansprüchen der Führer und jenen der Gäste zu finden. So spezifizieren die Behörden zwar, dass der Lohn den Mühen des Führers angemessen sein müsse, zugleich aber auch, „daß der Tarif nicht zu hoch gespannt werden darf, weil dieses auf den Fremdenbesuch nachtheilig einwirkt, durch hohe Tarifsätze Reisende veranlaßt werden, ohne Führer zu reisen, und auf diese Weise leicht Unglücksfälle vorkommen könnten“. Es geht den Behörden also darum, den aufkommenden Alpintourismus nicht zu ersticken, auch wenn man dieses Ziel hinter einem Vorhang aus Sicherheitsbedenken versteckt.

Anstatt also eine einheitliche Bergführerordnung für alle Länder zu erlassen, beschränkt sich Wien darauf, Leitlinien für solche Ordnungen aufzustellen. Bemerkenswert ist dabei, dass man die Führer zwar behördlich autorisieren, ihnen aber kein Monopol zuschreiben will. Und noch etwas fällt auf: Der drei Jahre zuvor gegründete Österreichische Alpenverein scheint zwar in den Prämissen als Ansprechpartner des Ministeriums auf, in den Anordnungen spielt er aber keine Rolle. Vielmehr liegt alle ordnende und regelnde Macht bei den Bezirksbehörden.

Tirol lässt sich Zeit

Dass die erste behördliche Regelung des Bergführerwesens in Österreich aus den 1860er-Jahren stammt, ist kein Zufall. In den Jahrzehnten zuvor waren Führer rar, weil Bergsteiger rar waren. Auch in Tirol ist also erst einmal Warten angesagt, bis die alpinistische Welle (und in deren Gefolge auch die touristische) von den Westalpen kommend über das alpine Herzland schwappt. Erst als es in Frankreich und vor allem in der Schweiz für britische Bergsteiger immer schwieriger wird, Spuren in jungfräulichen Gipfelschnee zu treten, sucht man sich einen neuen „playground“ und findet ihn in den österreichischen Bergen.

Rollwagen- und Bergführer

Bergführer sind Dienstleister. Dass man dies in den Anfangsjahren besonders wörtlich nahm, zeigt die Tatsache, dass man sie im Meran der 1860er-Jahre im Dienstmanns-Institut in der Postgasse neben Rollwagenführern und Sesselträgern, Krankenwärtern und Boten engagieren konnte. Übrigens: Der Tagessatz für einen Führer belief sich 1867 auf 2 Gulden (heute knapp 30 Euro) und war damit gleich hoch wie der eines Sesselträgers. Nur der Krankenwärter war mit 1,20 Gulden am Tag deutlich billiger zu haben.

Gut behütet Hinter dem Führer her nimmt eine Familie im ausgehenden 19 - фото 11

Gut behütet: Hinter dem Führer her nimmt eine Familie im ausgehenden 19. Jahrhundert den Ortlergletscher unter die Nagelschuhe.

Wo auch immer die Gäste aus dem Vereinigten Königreich einfallen, gilt: Ohne Bergführer tun sie keinen Schritt. Daraus folgt der einfache Zusammenhang: Je mehr (britische) Bergsteiger nach Tirol kommen, desto mehr Arbeit gibt es für die Führer. Und weil nun einmal die Nachfrage das Angebot bestimmt, wächst mit der Zahl der Gäste auch jene der Bergführer. Kurios dabei ist, dass die Kausalbeziehung in diesem Fall keine Einbahnstraße ist, sondern durchaus auch umgekehrt gilt. Bergführer werden zu einem zusätzlichen Angebot für die Touristen, zu einem Argument, das für eine Destination oder auch schon einmal für ein Hotel spricht. So werben etwa die Bäder von Bormio Ende der 1860er-Jahre in verschiedenen Tiroler Zeitungen nicht nur mit täglichen Post- und Eilwagen, modernstem Komfort und einem Telegrafen, sondern auch mit „erprobten Bergführern“. Diese sind jedoch noch Importware: „Der bekannte Bergführer Poell aus Patznaun ist während dieser Saison in den Bädern von Bormio als Begleiter der Herren Bergsteiger und Alpenclubisten auf ihren Touren in die dortige Gebirgswelt engagirt“, liest man im Inserat. Poell sei, so schwärmt man, der beste Kenner der Gletscherwelt im Ortlergebiet und habe die Aussichtspunkte am Piz Umbrail oder Monte Braulio „selbst für Damen zugänglich gemacht. […] Von Gefahren ist dabei so wenig die Rede, daß auch an Schwindel leidende Persönlichkeiten diese Touren ohne Bedenken unternehmen können“, werben die Bäder.

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