j. Christian Rainer - Meister der Vertikale

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WEGWEISER, GUIDE, PARTNER
Erstbesteiger gehen in die Geschichte ein, doch kaum ein Gipfel wurde in der Frühzeit des Alpinismus ohne Bergführer erklommen. Ihre Namen blieben weitgehend unbekannt. Während sich anfangs noch jeder als Bergführer bezeichnen konnte, mussten bald Prüfungen abgelegt werden. Von all dem erzählt die 200-jährige Geschichte der Südtiroler Bergführer und spiegelt dabei die Entwicklung von Alpinismus und Tourismus wider.

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Da gehts lang Von jedem Gipfel werden neue sichtbar Und damit auch neue - фото 5

Da geht’s lang: Von jedem Gipfel werden neue sichtbar. Und damit auch neue Ziele, die es zu erschließen gilt.

Die Erstbesteigung des Matterhorns durch eine von Peter Taugwalder Vater und - фото 6

Die Erstbesteigung des Matterhorns durch eine von Peter Taugwalder Vater und Sohn geführte Seilschaft mit Edward Whymper löst 1865 ein enormes Medienecho aus und befeuert das Interesse am Bergsteigen.

Auf dem Spielplatz Europas

Wie in so vielen anderen Bereichen sind es auch im Bergsteigen die Briten, die dem massenhaft betriebenen zweckfreien Tun den Weg bereiten. Sport und Eroberungsdrang, die Grundpfeiler britischer Lebensart, lassen sich in dieser neuen Disziplin bestens kombinieren, die Alpen werden zu dem, was der Autor Leslie Stephen 1871 „Playground of Europe“ nennt: der Spielplatz Europas. Auf diesem beginnt sich der britische Geburts- und Geldadel Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts auszutoben: zuerst vor allem in der Schweiz, später auch in Tirol. Im Zuge dieser ersten britischen Alpinistenwelle und in deren Fahrwasser wird Gipfel um Gipfel erstiegen. Die Bücher, Artikel und Aufsätze, die über die britischen Abenteuer in den Alpen erscheinen, faszinieren die Leser und entfalten eine Magnetwirkung, die den ersten touristischen Boom in den Bergen auslöst und damit deren Gesicht für immer verändert.

Für die Dolomiten ist das 1864 erschienene Buch „The Dolomite Mountains“ der beiden Engländer Josiah Gilbert und George C. Churchill so etwas wie die Initialzündung für den „Fremdenverkehr“. Es lenkt die Aufmerksamkeit der sportbegeisterten Briten auf den noch weitgehend unerschlossenen Dolomitenraum, etliche Alpinisten brechen daraufhin von den Britischen Inseln nach Südtirol, ins Trentino und nach Belluno auf, um die sogenannten Bleichen Berge zu bezwingen. Die britische Erschließung der Dolomiten wird in diesen Jahren zudem durch John Balls Reise- und Alpinführer „Alpine Guide to the Eastern Alps“ weiter befeuert, der sich gezielt an die Mitglieder des 1857 gegründeten Alpine Club richtet und damit genau jene Zielgruppe anspricht, für die die Dolomiten zum Traumziel avancieren.

Es ist also nicht nur das Gesicht der Alpentäler, das durch den Tourismus verändert wird, durch ihn verändert sich auch der Blick auf die Berge. Die Gefahren, die von ihnen ausgehen, die Angst vor dem Unbekannten und Unkontrollierbaren rücken in den Hintergrund, die sportliche Herausforderung, der Wettkampf und der Drang, den Berg zu „besiegen“, drängen sich vehement in den Vordergrund. Aus dem Bergsteigen wird ein Sport, zumindest für die Engländer. Für die Einheimischen – für Schweizer, Savoyer, Bayern, Salzburger, Tiroler oder Trentiner – ist die britische Sicht auf das Besteigen von Bergen völlig neu, mit dem so typisch englischen Sportsgeist können sie zunächst so wenig anfangen wie mit dem sinn- und zweckfreien Treiben am Berg. Trotzdem setzt kaum ein Engländer einen Fuß an oder auf einen Berg, ohne von einem Ortskundigen begleitet zu werden. Hirten, Gamsjäger, Wilderer, Schmuggler oder Kristallsammler werden so zu gesuchten Trägern und Führern. Führern, wohlgemerkt, nicht Bergführern, denn vor den 1860er-Jahren von „Bergführern“ zu reden, wäre irreführend. Schließlich suchen die Engländer nicht Bergführer in einem heutigen Sinne. Was sie brauchen, ist vielmehr ein „Guide“ im Sinne eines menschlichen Wegweisers. Technisch-alpinistische Fähigkeiten sind Nebensache, was zählt, ist die Ortskenntnis der „Locals“.

Mallorys „Weil er da ist“ mag also in den Anfangsjahren der Grund dafür gewesen sein, dass Engländer auf einen Berg stiegen, für die Einheimischen war die reine Existenz des Berges aber nicht genug, um sich unnötig einer Gefahr auszusetzen. Und ihre „Sehnsucht“ richtete sich auch weniger auf die Eroberung des Universums als vielmehr auf die Eroberung der Brieftasche des Gastes. Oder anders: Bergsteigen wurde in den 1860ern für einige wenige zum Geschäft, sie konnten sich damit etwas zum kargen Lebensunterhalt dazuverdienen. Kurz: Älpler stiegen auf Berge, weil sie dafür bezahlt wurden. Und nicht, weil sie da waren.

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Chaos und Ordnung

Noch einen zweiten großen Unterschied gibt es damals zwischen der englischen Sicht auf das Leben (und damit auch auf das Bergsteigen) und der kontinentaleuropäischen. Während sich die Engländer umso wohler fühlen, je weniger Regeln ihr Leben einschränken, scheinen Republiken und Königreiche auf dem Kontinent nur regierbar, wenn alles und jedes bis ins Detail geregelt ist. Schon 1821 etwa erlässt man – nicht zufällig – in Chamonix am Fuße des Montblanc das erste Bergführerreglement der Welt. Es wird aus der Not geboren, oder vielmehr: als Folge eines tragischen Unglücks. Im Jahr zuvor waren drei Bergführer eines Beraters des russischen Zaren am Montblanc in einer Lawine umgekommen, woraufhin als erster Bergführerverein überhaupt die Compagnie des Guides de Chamonix gegründet und der Beruf des Bergführers (und dessen Absicherung im Unglücksfall) geregelt wird.

Faule Führer?

„Da die Führer bis jetzt keiner Art von Controlle noch gewissen Regeln unterworfen waren, so konnte ein jeder Taugenichts, der zu träge war sein Brod durch Handarbeit zu verdienen, sich hierzu stempeln.“

Der Oberamtmann von Interlaken in einem Schreiben an die Berner Kantonalregierung, 1826

Fünf Jahre später wird auch in der Schweiz der Ruf nach einer Bergführerordnung laut. Angelockt vom – im Vergleich zum Schuften in Ställen, auf Wiesen und im Wald – schnellen und leicht verdienten Geld, versuchen sich immer mehr junge Männer als Träger oder Führer. Auch solche, die offensichtlich nicht über die nötigen Voraussetzungen verfügen. So droht der Wildwuchs über kurz oder lang das große Geschäft mit dem Bergtourismus zu gefährden, denn Klagen der englischen Touristen über Unzuverlässigkeit und fehlenden Anstand, über unverhältnismäßig hohe Preise, Vertragsbruch, Zecherei und fehlende Ortskenntnis häufen sich. Erst in den 1850er-Jahren verabschieden die ersten Schweizer Kantone jedoch Gesetze, mit denen der Beruf des Bergführers sowie der Zugang dazu über ein System von Ausbildungskursen und Prüfungen geregelt wird. Und sogar fast zehn Jahre länger dauert es im kaiserlich-königlichen Universum, den Beruf des Bergführers zu regeln. So wird 1863 in Salzburg die erste Bergführerordnung der österreichischen Geschichte verabschiedet. Zwei Jahre später regen die Ministerien in Wien den Erlass weiterer Bergführerordnungen in den Alpenländern an.

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