Johanna Rahner - Einführung in die katholische Dogmatik

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Die Dogmatik fasst die wesentlichen Glaubensinhalte einer Religion zusammen und verkörpert das verbindliche Lehrgebäude. Besonders in der katholischen Kirche spielt die Dogmatik als lehramtliches ›Rückgrat‹ eine wichtige Rolle. In diesem Einführungsband wird über die wesentlichen Inhalte dieser Dogmatik informiert. Sowohl ihre historische Entwicklung als auch die philosophisch-theologischen Grundlagen werden erörtert, wobei besonders auf die didaktische Struktur und die verständliche Anordnung des Stoffes geachtet wurde. So kann sich jeder Interessierte in die theologische Disziplin der Dogmatik schnell einarbeiten.

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symphonia

Die Auseinandersetzung zwischen Orthodoxie und Häresie stilisiert sich nun häufig auch als ‚Hang‘ zur Zersplitterung, sodass sich die Orthodoxie als rechtgläubige ‚Einheit des Glaubens‘ präsentiert und ein grundlegendes ‚sentire cum ecclesia‘ (ein Denken und Fühlen mit der Kirche) als Kennzeichen reklamiert. Freilich ist diese Einheit nicht einfach mit Einfalt zu verwechseln ([15] 391). Der Begriff der symphonia ist der für die Verbindung von Einheit und Vielfalt von den Kirchenvätern geprägte Ausdruck. Die Theologen des Anfangs differenzieren hier zwischen der notwendigen Einheit in grundlegenden Glaubenswahrheiten und den divergierenden Lehrmeinungen im Bereich der noch offenen Fragen.

articuli fidei

antiquitas – universitas – consensio

Diese Offenheit reicht weit hinein ins Mittelalter, wenngleich nun verstärkt um Konkretisierungen und Präzisierungen in der kirchlichen Lehre gerungen wird. So benutzen die mittelalterlichen Theologen zur Umschreibung des Grundbestands des Glaubens den Begriff der articuli fidei (Glaubensartikel), der ‚Gelenke‘, Glieder, des Glaubensbekenntnisses. Für die mittelalterlichen Theologen gibt es eigentlich keine Glaubenssätze außerhalb der altkirchlichen Glaubensbekenntnisse. Erst mit der Reformation und dem Trienter Konzil beginnt sich der Begriff dogmatisch durchzusetzen. Als ‚dogmatisch‘ wird nach dem Trienter Konzil all das bezeichnet, was der katholischen Seite als Traditionsbeweis gegen die Reformatoren dienen kann. Hierbei kommt die Definition Vinzenz von Lerins zu besonderen Ehren, samt den von ihm entwickelten Kriterien – nämlich: allgemeine Verbreitung (universitas) , Alter (antiquitas) , und Übereinstimmung aller ( consensio: quod ubique, quod semper, quod ab omnibus creditum est – ‚was überall, immer und von allen geglaubt wurde‘). So füllt sich der Begriff Dogma schrittweise mit dem, was seit dem 19. Jahrhundert damit verbunden wird: fixierte, abgrenzende und allgemein juristisch verbindliche Inhalte und Lehrsätze der katholischen Lehrtradition; die Dogmatik entwickelt sich als selbstständige theologische Disziplin.

Zwei Einwände begegnen diesem Verständnis von ‚Dogma‘ unmittelbar. Zum einen vernachlässigt es die von den Reformatoren geforderte kriteriologische Priorität der Heiligen Schrift. Das Wort Gottes ist Quelle und Norm, zu befragende Instanz und Richter in Streitfragen des Glaubens; der Kirche ist dieses Wort gegeben, aber nicht frei verfügbar. Zum andern ignoriert es den von der Aufklärung etablierten ‚inneren Maßstab‘ des Glaubens. Das objektiv zu Glaubende verliert seine Verbindlichkeit gegenüber der subjektiven, persönlichen Aneignung und Praxis sich selbst bewusster Religiosität. Eine positive Auseinandersetzung hinsichtlich beider Anliegen findet erst auf dem Zweiten Vatikanum statt. Dabei bedingen sich zwei grundlegende Neubzw. Wiederentdeckungen des Konzils gegenseitig: die ‚Aufdeckung‘ der Geschichtlichkeit von Kirche und Glaube und das personale Verständnis von Offenbarung. Darum signalisiert das Konzil den Übergang „von einer mehr statischen Sicht der Ordnung der Gesamtwirklichkeit zu einer mehr dynamischen und geschichtlichen Sicht“ ([18] 52). Nicht ohne Grund setzt die Debatte um Dogmen und Unfehlbarkeit nach dem Konzil genau an diesem Punkt ein (s. IV.8).

c) Dogma heute

äußere Gestalt des Dogmas

Geltungsanspruch

Christliche Gottesrede bedient sich immer menschlicher Sprachfähigkeit und Sprachmöglichkeit (s. IV.1/2). Das trifft so auch für die äußere Gestalt eines Dogmas zu. Mit ihm versucht die Überlieferungsgemeinschaft Kirche ein verbindliches und als zutreffend verstandenes und vor allem in Streitfragen grenzziehend wirkendes Zeugnis für die Wahrheit abzulegen. Doch sind Dogmen die ‚Gestalt- und Sprachwerdung‘ einer Erfahrung , die nie in einem einzelnen Satz zur Sprache gebracht werden kann (vgl. [1] 26; [20] 114). Das Dogma hat einen diese Erfahrung schützenden, bewahrenden und sichernden Charakter. Es ist definitorisch rekapitulierend ausgerichtet und besitzt für seine, durch gemeinsame Zustimmung (Konsens) der Kirche zustande gekommene, sprachliche Definition einen verbindlichen Geltungsanspruch seines Inhalts . In dieser Gestalt ist es eine bedingte Ausdrucksform , was seine Sprache , den Verstehenshorizont , die Situation und das leitende Denkmodell betrifft ([1] 32–38). Notwendige Strukturelemente sind dabei:

wahrer Satz

(1) Ein Dogma ist ein Satz, der wahr zu sein beansprucht und der als wahrer Satz bezeugt wird . Wie jede menschliche Gottesrede ist auch ein Dogma eine analoge Rede . Es besteht bei jeder Ähnlichkeit, jedem Zutreffen eine je größere Unähnlichkeit, ein Nicht-Zutreffen. Angesichts der Dynamik der metaphorischen Rede wird deutlich, dass ein Dogma wie jede Gottesrede Verweischarakter hat. Es ist in Anspruch genommen von einer gemachten Gotteserfahrung , partizipiert daran, verweist aber zugleich über sich selbst hinaus auf den, der hinter dieser Gottesrede steht. Jeder Versuch, die metaphorische Rede in einen Aussagesatz verwandeln zu wollen, nimmt ihre Grunddynamik nicht wahr!

Glaubenswahrheit

(2) Auch ein Dogma ist kein objektiver Satz, sondern eine Glaubenswahrheit . Es ist rückerinnernd an die Erfahrung und hineingeordnet in das, was man umfassend als Heilswahrheit bezeichnet. Es interpretiert die Heilige Schrift, wie andere Glaubensaussagen, in eine bestimmte Situation hinein, ist zugleich aber auf zukünftige Entwicklung, insbesondere die eschatologische Heilsverheißung Gottes hin offen.

Glaubensaussage der Kirche

(3) Ein Dogma ist die Glaubensaussage der Kirche . Es ist ein Erkennungszeichen des rechten Glaubens. Es hat seinen Sitz in diesem Leben der Kirche, in ihrer Kommunikation, Verkündigung, Katechese, aber auch Apologetik. Als menschliches Wort der menschlichen Überlieferungsgemeinschaft Kirche partizipiert ein Dogma auch an der Tatsache, dass Kirche heilig und sündig zugleich und stets der Reinigung bedürftig ist.

Instrumentar zur Auslegung

Eine kritische Interpretation und Reflexion ist die angemessene Methode des Umgangs mit Dogmen. So bringt Walter Kasper (* 1933) die entscheidenden Konsequenzen als ‚Möglichkeitsbedingungen unfehlbarer Entscheidungen‘ auf den Punkt: Ernstnehmen der Geschichtlichkeit der Sprache bei bleibender Beibehaltung und Berücksichtigung des unbedingten und bestimmten Gehalts der christlichen Botschaft, dem eine unbedingte und bestimmte Gestalt – die dogmatische Redeweise – als eine objektive Vermittlungsgestalt, ein Realsymbol der sich in ihr auslegenden und vergegenwärtigenden Treue-Wahrheit Gottes entspricht. ‚Unfehlbarkeit‘ und ‚Dogma‘ sind relationale Begriffe, „in dem Sinn, in dem Realsymbole relational sind. Sie haben ihren Sinn darin, etwas anderes zu vergegenwärtigen und dadurch über sich selbst hinauszuweisen“ ([18] 66f.). Gerade aufgrund dieser geschichtlichen Sicht etabliert sich notwendig ein vielfältiges Instrumentarium zum Umgang mit der in verschiedenster Hinsicht ‚geschichtlichen Relationalität‘ kirchlicher Lehre ([18] 70).

2. Dogmenhermeneutik

a) Richtig auslegen, aber wie?

Die im Folgenden zu formulierenden Auslegungsregeln, die sich aus der eben skizzierten inneren Dialektik von Form und Inhalt des Dogmas ergeben, erfordern zunächst konkrete Definitionen und Abgrenzungen ([21] 268–281):

liturgische Sprache

Krisenmaßnahme

Das, was wir heute ‚Dogma‘ nennen, hat zunächst seinen Ursprung in der Gestalt einer liturgischen Bekenntnisformel . Dabei ist zu beachten, dass das Dogma eine Bekenntnis- oder Lehrformel ist, mit der die Kirche in einer durch neue Denkanstöße und Fragen kritisch gewordenen Situation des Glaubensbewusstseins die Grenzen dessen absteckt, was innerhalb der Kirche vertreten werden kann.

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